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    <IdentifierDoi>10.3205/zaud000018</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zaud0000188</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
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      <Title language="de">Ergebnisse der Evaluation einer berufsbegleitenden Qualifizierungsma&#223;nahme in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung</Title>
      <TitleTranslated language="en">Findings of the evaluation of an extra-occupational professional training in early intervention for children with hearing loss</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>Hoffmann</LastnameHeading>
          <Firstname>Vanessa</Firstname>
          <Initials>V</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Hochschule f&#252;r Angewandte Wissenschaften Hamburg, Alexanderstra&#223;e 1, 20099 Hamburg<Affiliation>Hochschule f&#252;r Angewandte Wissenschaften Hamburg, Hamburg</Affiliation></Address>
        <Email>vanessa.hoffmann&#64;haw-hamburg.de</Email>
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          <Lastname>Westerheide</Lastname>
          <LastnameHeading>Westerheide</LastnameHeading>
          <Firstname>Markus</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
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          <Affiliation>Zentrum f&#252;r Beratung, Inklusion &#38; Teilhabe (BIT), Osnabr&#252;ck</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">extra-occupational</Keyword>
      <Keyword language="en">evaluation</Keyword>
      <Keyword language="en">early intervention</Keyword>
      <Keyword language="en">satisfaction</Keyword>
      <Keyword language="de">Berufsbegleitend</Keyword>
      <Keyword language="de">Evaluation</Keyword>
      <Keyword language="de">H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung</Keyword>
      <Keyword language="de">Zufriedenheit</Keyword>
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    <DatePublished>20210915</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>2628-9083</ISSN>
        <Volume>3</Volume>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Audiologie - Audiological Acoustics</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Audiol (Audiol Acoust)</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>06</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die Zielsetzung der vorliegenden empirischen Untersuchung ist die Evaluation einer berufsbegleitenden Qualifizierungsma&#223;nahme des Nieders&#228;chsischen Landesamts f&#252;r Soziales, Jugend und Familie (Landessozialamt LS) in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung. Die Zufriedenheit der Absolvent&#42;innen mit der Qualifizierungsma&#223;nahme wurde mithilfe einer querschnittlich angelegten Befragung ermittelt, welche die f&#252;nf Evaluationsebenen Modulinhalte, Lernziele und Lernerfolge, Lehr- und Lernmethoden, Arbeitsformen sowie Motivation und Arbeitsumfang untersuchte. Insgesamt wurden 21 Frageb&#246;gen ausgewertet. Die deskriptive Datenauswertung spiegelt die Zufriedenheit der Teilnehmenden auf allen Ebenen wider. Folgerungen f&#252;r die Weiterentwicklung und Optimierung der Qualifizierungsma&#223;nahme werden abgeleitet und ausgef&#252;hrt.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The aim of this empirical study was to evaluate an extra-occupational professional training in early intervention for children with hearing loss. The satisfaction of the participants was assessed with the help of a cross-sectional survey at the five evaluation levels module contents, learning objectives and learning success, teaching and learning methods, forms of work as well as motivation and scope of work. A total of 21 questionnaires were evaluated. The data evaluation reflects the satisfaction of the participants in all areas. Conclusions for the further development and optimization of the professional training are derived and discussed.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><SubHeadline>Hintergrund: Berufsbegleitende Qualifizierungsma&#223;nahme H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung</SubHeadline><Pgraph>In Niedersachsen wird seit Jahrzehnten die F&#246;rderung h&#246;rgesch&#228;digter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener durch vier Landesbildungszentren f&#252;r H&#246;rgesch&#228;digte (LBZH) angeboten &#8211; auch eine spezielle H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung. Es handelt sich dabei um eine bislang freiwillige Leistung des Landes Niedersachsen, die von Anfang an durch H&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagog&#42;innen (in der Regel Lehrkr&#228;fte mit der sonderp&#228;dagogischen Fachrichtung H&#246;ren&#47;Kommunikation und Sprache bzw. Schwerh&#246;rige<TextGroup><PlainText>n-&#47;</PlainText></TextGroup>Geh&#246;rlosenp&#228;dagogik und Sprache) durchgef&#252;hrt wird. Im Zuge der Umsetzung der UN Menschrechtskonvention wurde die gesamte Arbeit der Landesbildungszentren auf den Pr&#252;fstand gestellt. Ein Ziel war es dabei, H&#246;rgesch&#228;digte noch besser in inklusiven Kontexten zu unterst&#252;tzen. Dieser Prozess wurde als Zukunftsoffensive Inklusion in den nieders&#228;chsischen Landesbildungszentren institutionell durch das Sozialministerium implementiert. Im Teilprojekt 3 &#8222;Fr&#252;hkindliche und vorschulische Bildung h&#246;rgesch&#228;digter Kinder in einem inklusiven Bildungssetting&#8220; wurde speziell die H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung durch die LBZH (inklusive der teilstation&#228;ren Sprachheilbehandlung im Sonderkindergarten f&#252;r H&#246;rgesch&#228;digte) im Hinblick auf eine Verbesserung der F&#246;rderung des einzelnen Kindes im Fl&#228;chenstaat Niedersachsen in den Fokus genommen. Dabei wurde deutlich, dass die H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung in den unterschiedlichen Regionen in Abh&#228;ngigkeit der zur Verf&#252;gung stehenden Ressourcen mitunter sehr heterogen und nicht immer bedarfsgerecht wahrgenommen wurde. In Folge dessen ist es eines der wesentlichen Ergebnisse aus dem Teilprojekt 3, eine bedarfsgerechte qualitativ hochwertige h&#246;rgesch&#228;digtenspezifische Fr&#252;hf&#246;rderung mit niedersachsenweit gleichwertigen Standards zu gew&#228;hrleisten. In Konsequenz bedeutet dieses nicht nur ausreichend Personal einzusetzen, sondern auch die daf&#252;r notwendige Expertise bei den Mitwirkenden der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung sicherzustellen. Da es sich bei der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung um eine bisher nicht refinanzierte freiwillige Leistung des Landes handelt, war es erforderlich, innerhalb der bestehenden Rahmenbedingungen diesbez&#252;glich Wege zu finden.</Pgraph><Pgraph>Um eine bedarfsgerechtere H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung anbieten zu k&#246;nnen, wurden und werden als eine Konsequenz der Ergebnisse aus dem Teilprojekt 3 sukzessive an allen LBZH die aus H&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagog&#42;innen bestehenden H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderteams multidisziplin&#228;r um Logop&#228;d&#42;innen, Erzieher&#42;innen, Sozialp&#228;dagog&#42;innen und Psycholog&#42;innen erweitert &#8211; analog zu den interdisziplin&#228;ren Teams in der teilstation&#228;ren Sprachheilbehandlung. Auf diese Weise soll die fachliche Bandbreite der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderteams erweitert werden, um den zunehmenden fachlichen Anforderungen an eine spezielle H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung besser gerecht werden zu k&#246;nnen. Zudem werden so die Voraussetzungen f&#252;r eine politisch gewollte integrativer ausgerichtete Fr&#252;hf&#246;rderung speziell f&#252;r H&#246;rgesch&#228;digte geschaffen <TextLink reference="5"></TextLink>. Schlie&#223;lich wird noch die Personalressource erh&#246;ht, indem auf LBZH-eigenes Personal zur&#252;ckgegriffen wird, das zumindest &#252;ber jahrelange  Erfahrung im Umgang mit h&#246;rgesch&#228;digten Vorschulkindern durch seine Arbeit an einem LBZH verf&#252;gt (Vorschule, P&#228;dagogisch-Audiologische Beratungsstelle, Sonderkindergarten). Den Ma&#223;nahmenteilnehmer&#42;innen fehlt jedoch &#8211; trotz der Erfahrung im Umgang mit h&#246;rgesch&#228;digten Kinder<TextGroup><PlainText>n &#8211;</PlainText></TextGroup> im Regelfall eine ausreichende h&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogische Qualifikation, beispielsweise ein einschl&#228;giges Studium, um in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung mit seinen spezifischen Anforderungen (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) eigenst&#228;ndig eingesetzt werden zu k&#246;nnen. Die Herausforderung bestand nun darin, den Mitarbeiter&#42;innen eine fundierte h&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogische Qualifikation f&#252;r einen umfassenden, eigenverantwortlichen Einsatz in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung zu erm&#246;glichen. Um dieses zu erreichen wurde in Kooperation der Unterfachgruppe &#8222;Menschen mit Sinnesbeeintr&#228;chtigungen&#8220; des nieders&#228;chsischen Landesamtes f&#252;r Soziales, Jugend und Familie und den Abteilungen 1 der LBZH eine Qualifizierungsma&#223;nahme f&#252;r die Besch&#228;ftigten der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung entwickelt (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>) und in interdisziplin&#228;rer Kooperation mit renommierten Fachleuten durchgef&#252;hrt, die im Bereich audiop&#228;dagogisch wirken.</Pgraph><Pgraph>Die Qualifizierungsma&#223;nahme wurde berufsbegleitend angeboten und beinhaltete drei Lernfelder mit insgesamt 12 Modulen. Geplant war eine Verteilung auf mehrere Bl&#246;cke &#224; 2 Tage, eine Intensivwoche mit 4 Tagen sowie Tagesveranstaltungen &#252;ber einen Zeitraum von 2 Jahren. Hinzu kamen eigenst&#228;ndige Literaturstudien, eine Woche Praktikum in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung, drei Tage Praktikum im P&#228;dagogisch-Audiologischen Beratungszentrum eines LBZH, die Dokumentation der Studienleistungen im Studienbuch sowie eine m&#252;ndliche Abschlusspr&#252;fung. Einige Veranstaltungen &#8211; unter anderem die Intensivwoche &#8211; konnten aufgrund der Corona-Pandemie nicht in Pr&#228;senzform stattfinden. Durch konstruktives Engagement aller Beteiligten gelang es, die Themen &#252;ber Online-Veranstaltungen dennoch zu realisieren.</Pgraph><Pgraph>Die Auftaktveranstaltung fand am 17.05.2019 in Hildesheim statt, und die Qualifizierung endete mit einem Onl<TextGroup><PlainText>ine</PlainText></TextGroup>-Abschlusskolloquium am 11.12.2020. </Pgraph><SubHeadline>Ziel der Absolventenbefragung</SubHeadline><Pgraph>Insgesamt hat das Angebot an wissenschaftlicher Weiterbildung im Sinne des lebenslangen Lernens <TextLink reference="2"></TextLink> deutlich zugenommen <TextLink reference="6"></TextLink>. In der Weiterbildungsforschung der letzten Jahre finden sich nur vereinzelt Absolvent&#42;innenstudien zu (z. B. <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>). Insofern k&#246;nnen, auch nach intensiver Recherche, keine Zufriedenheitsevaluationen berufsbegleitender Qualifizierungsma&#223;nahmen ausfindig gemacht werden.</Pgraph><Pgraph>Im Unterschied zu den genannten Arbeiten fokussiert der vorliegende Beitrag jedoch nicht allein auf die Professionalit&#228;tsentwicklung der Absolvent&#42;innen, sondern zielt darauf ab, R&#252;ckschl&#252;sse auf die Konzeption der Ma&#223;nahme und die Zufriedenheit der Teilnehmenden ziehen zu k&#246;nnen. Insbesondere sollten auf diesem Wege notwendige didaktisch-methodische &#196;nderungen bzw. Erg&#228;nzungen &#8211; auch im Hinblick auf zuk&#252;nftige Fortbildungsangebote &#8211; identifiziert werden. </Pgraph><Pgraph>Durch eine vom Landesbildungszentren f&#252;r H&#246;rgesch&#228;digte (LBZH) in Auftrag gegebene Befragung der Absolvent&#42;innen sollen wirksame Elemente identifiziert und Verbesserungsm&#246;glichkeiten abgeleitet werden. Ferner wurden hierf&#252;r relevante Aspekte von den f&#252;r die Konzeption der Ma&#223;nahme verantwortlichen Personen des LBZH in Zusammenarbeit mit der Hochschule f&#252;r Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg herausgearbeitet und basierend darauf ein Fragebogen erstellt, welcher jene f&#252;r die Weiterentwicklung und Verbesserung der Ma&#223;nahme relevanten Aspekte erfasst. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Methode">
      <MainHeadline>Methode</MainHeadline><SubHeadline>Befragungsdesign</SubHeadline><Pgraph>In Kooperation mit der Hochschule f&#252;r Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg wurde Ende 2020 die Befragung als Querschnittsstudie im Online-Verfahren durchgef&#252;hrt. Die Absolvent&#42;innen der berufsbegleitenden Qualifizierungsma&#223;nahme wurden schriftlich, mit Bitte um Unterst&#252;tzung, &#252;ber die Zielstellung und den Ablauf der Befragung informiert. Der Versand der Einladungsschreiben mit den Unterlagen zur Befragung erfolgte anschlie&#223;end &#252;ber die Teilnahmeliste der beteiligten Institution, was den Datenschutz gew&#228;hrleistete. Im Einladungsschreiben wurde ebenfalls &#252;ber die Zielstellung und die Anonymisierung der Befragung informiert. Der Zeitraum der Befragung wurde vorab von Dezember 2020 bis Ende Januar 2021 festgelegt.</Pgraph><SubHeadline>Aufbau des Fragebogens</SubHeadline><Pgraph>Der Fragebogen gliedert sich in sechs Abschnitte und umfasst insgesamt 35 Fragen, die sich folgenden Kategorien zuordnen lassen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Modulinhalte (Modulaufbau, Pr&#228;senzveranstaltungen und Selbststudienphasen, Einsatz der Modulinhalte im Berufsalltag, professionelle Handlungsf&#228;higkeit und -kompetenz, berufliches Selbstbewusstsein)</ListItem><ListItem level="1">Lernziele und Lernerfolge (Interdisziplinarit&#228;t, Studienstruktur, Praxisorientierung, fachliche Ausrichtung, Praxisphasen)</ListItem><ListItem level="1">Lehr- und Lernmethoden (Transparenz der Lernziele, Lernfortschritt, Lernmaterialien, Arbeitsatmosph&#228;re)</ListItem><ListItem level="1">Arbeitsformen (Arbeit in Gruppen, Medieneinsatz, Einzelarbeit, Frontalunterricht, Beitr&#228;ge der Teilnehmenden) </ListItem><ListItem level="1">Motivation und Arbeitsumfang (Schwierigkeitsgrad der Qualifizierungsma&#223;nahme, Umfang des Lernstoffes, w&#246;chentlicher Arbeitsaufwand, Zahlungsbereitschaft)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Bei 30 der 32 Fragen handelt es sich um geschlossene Fragen mit vorgegeben Antwortm&#246;glichkeiten, die haupts&#228;chlich durch eine 4-stufige Likert-Skala in den Bereichen von &#8222;trifft &#252;berhaupt nicht zu&#8220; bzw. &#8222;sehr schlecht&#8220; bis &#8222;trifft voll und ganz zu&#8220; bzw. &#8222;sehr gut&#8220; erfasst wurden. Von diesen enthielten drei Fragen die M&#246;glichkeit, die Antworten qualitativ zu erg&#228;nzen. F&#252;r zwei Fragen war eine Mehrfachnennung bei den Antworten m&#246;glich und zwei Fragen wurden als offene Fragen formuliert. Die Durchf&#252;hrung der Befragung erfolgte freiwillig und anonym. Spezifische soziodemographische Daten wurden nicht erfasst, so dass auf ein Ethikvotum verzichtet werden konnte.</Pgraph><SubHeadline>Datenauswertung </SubHeadline><Pgraph>Die Frageb&#246;gen wurden online versandt und von den Absolvent&#42;innen ausgef&#252;llt, die Datenauswertung erfolgte deskriptiv. Die Antworttexte der offenen Fragen wurden zus&#228;tzlich erfasst und dokumentiert. Die Tabellen in der Ergebnisdarstellung enthalten jeweils den genauen Wortlaut der Frage, den Zusatz ob eine Mehrfachnennung m&#246;glich war und wie viele der Teilnehmenden die jeweilige Frage beantwortet haben.</Pgraph><SubHeadline>Teilnehmende </SubHeadline><Pgraph>Einige pers&#246;nliche Daten der Teilnehmenden, aber auch deren Motive und Erwartungen sowie Vorinformationen zur Ma&#223;nahme wurden bereits zu Beginn der Qualifizierungsma&#223;nahme im Rahmen einer Eingangsbefragung erfasst. Von den 21 Absolvent&#42;innen, die zum Zeitpunkt der Befragung ihre Qualifizierungsma&#223;nahme abgeschlossen hatten, nahmen alle an der Befragung teil. 100&#37; der Teilnehmenden waren weiblich, wobei der Gro&#223;teil der befragten Personen &#252;ber 50 Jahre alt war. 12 der Befragten hatten bereits neun oder mehr Jahre Berufserfahrung im vorschulischen Bereich. 10 Personen hatten vor der berufsbegleitenden Qualifizierungsma&#223;nahme bereits eine Berufsausbildung, drei einen Bachelor, acht einen Master und 13 eine weitere berufliche Qualifikation im Bereich der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung erworben. Alle Absolvent&#42;innen waren zum Zeitpunkt der Qualifizierungsma&#223;nahme berufst&#228;tig, wobei 14 Absolvent&#42;innen ihre T&#228;tigkeit in Teil- und sechs in Vollzeit aus&#252;bten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline><Pgraph>F&#252;r die Auswertung standen 21 vollst&#228;ndig ausgef&#252;llte Frageb&#246;gen von Absolvent&#42;innen zur Verf&#252;gung. Die R&#252;cklaufquote betrug damit in Bezug auf die angegebene Gesamtzahl der angeschriebenen Absolvent&#42;innen 100&#37;.</Pgraph><SubHeadline>Angaben zu Modulinhalten</SubHeadline><Pgraph>Bezogen auf die Modulinhalte gaben alle Absolvent&#42;innen an, mit dem Aufbau der Qualifizierungsma&#223;nahme (Pr&#228;senz-, Selbststudienphase) insgesamt zufrieden gewesen zu sein. Hier wurde an erster Stelle genannt, dass die Modulinhalte sinnvoll im eigenen Berufsalltag eingesetzt werden k&#246;nnen (76,2&#37;), gefolgt davon, dass die Modulinhalte die eigene wissenschaftsbasierte, berufliche Handlungskompetenz f&#246;rdern (61,9&#37;), unterst&#252;tzend beim Reflektieren des eigenen beruflichen Handelns sind (57,1&#37;) und die professionelle Handlungsf&#228;higkeit f&#246;rdern. Dem beruflichen Selbstbewusstsein (&#8222;Standing&#8220;) wurde hingegen etwas weniger Bedeutung beigemessen (42,9&#37;). Ebenso wurden die inhaltliche Abstimmung der Pr&#228;senzveranstaltungen und Selbststudienphasen schw&#228;cher bewertet (38,1&#37;). Ergebnisse s. Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>.</Pgraph><SubHeadline>Angaben zu Lernzielen und Lernerfolgen</SubHeadline><Pgraph>Die Frage nach der Erweiterung des spezifischen Fachwissens wurde von 80&#37; der Teilnehmenden positiv beantwortet. Weiter wurde mehrheitlich angegeben, dass sich die Teilnehmenden bef&#228;higt f&#252;hlen, ihr Wissen, Verstehen und F&#228;higkeiten zur Probleml&#246;sung auch in neuen und unvertrauten Situationen anzuwenden (55&#37;) und in einem breiteren und interdisziplin&#228;ren Zusammenhang zu agieren (55&#37;). Der Frage danach, ob sich die Teilnehmenden gest&#228;rkt f&#252;hlen, sich selbstst&#228;ndig neues Wissen und K&#246;nnen anzueignen, wurde weniger Bedeutung beigemessen (40&#37;); ebenso gaben weniger Teilnehmende an, sich kompetent darin zu f&#252;hlen, sich mit Fachvertreter&#42;innen und mit Laien auf wissenschaftlichem Niveau auszutauschen (31,6&#37;) oder bef&#228;higt zu f&#252;hlen, eigenst&#228;ndige forschungs- oder anwendungsorientierte Problemstellungen zu identifizieren (20&#37;). Ergebnisse s. Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>.</Pgraph><Pgraph>Der Gro&#223;teil der Befragten gab zudem an, dass sie insbesondere Wert auf die Expertise der&#47;des Lehrenden (75&#37;) sowie die fachliche Ausrichtung (65&#37;) und die Praxisorientierung der berufsbegleitenden Qualifizierungsma&#223;nahme (55&#37;) gelegt haben. Ebenso wurde die flexible Zeitstruktur positiv bewertet (56&#37;). Dem Zertifikatsabschluss und den Praxisphasen hingegen wurde weniger Bedeutung zugemessen (je 23,8&#37;). Eine Person hat die Fragen zu den Lernzielen nicht beantwortet. Eine teilnehmende Person erg&#228;nzte dazu im freien Textfeld: <Mark2>&#8222;Bereitschaft der DozentInnen und Durchf&#252;hrung flexibel und l&#246;sungsorientiert auf die Einschr&#228;nkungen durch Corona zu reagieren und dadurch einen qualitativ hochwertigen Abschluss zu erm&#246;glichen.&#8220;</Mark2></Pgraph><SubHeadline>Angaben zu Lehr- und Lernmethoden </SubHeadline><Pgraph>Bez&#252;glich der Lehr- und Lernmethoden zeigte sich ebenfalls ein positives Bild. Die gro&#223;e Mehrheit der Teilnehmenden hob die konstruktive Arbeitsatmosph&#228;re in den jeweiligen Lehrveranstaltungen positiv hervor (85&#37;). Gefolgt wurde diese Aussage davon, dass die Mehrheit der Teilnehmenden best&#228;tigte, mit ihrem Engagement f&#252;r die Lehrveranstaltung zufrieden zu sein (66,7&#37;) und dass die bereitgestellten Lernmaterialien hilfreich waren, den Inhalt der Lehrveranstaltung besser zu verstehen (61,9&#37;). Die weiteren Antworten der Teilnehmenden zu den Lehr- und Lernmethoden finden sich in Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>.</Pgraph><SubHeadline>Angaben zu Arbeitsformen</SubHeadline><Pgraph>Bez&#252;glich des Einsatzes unterschiedlicher Arbeitsformen w&#228;hrend der Pr&#228;senzveranstaltungen wurde angegeben, dass insbesondere die Arbeit in Gruppen (bspw. Diskussionen) zum besseren Verst&#228;ndnis des Stoffes beitrug (85,7&#37;). Dem schlossen sich der Einsatz von Medien (76,2&#37;) und die Beitr&#228;ge der Teilnehmenden (bspw. Referate und Diskussionen) (47,6&#37;) an. Die Einzelarbeit (41,2&#37;) sowie der Frontalunterricht (19&#37;) hingegen wurden weniger hervorgehoben. Einige Absolvent&#42;innen erg&#228;nzten hierzu im freien Textfeld: <Mark2>&#8222;Online-Lehre sicher eine gute M&#246;glichkeit; es war aber prima sich &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum als Gruppe real zu sehen. So konnte die Gruppe gut zusammenwachsen und Kontakte unter den einzelnen H&#228;usern intensiviert werden&#8220;; &#8222;gute Mischung aus allen Arbeitsformen tr&#228;gt zum besseren Verst&#228;ndnis des Stoffes bei.&#8220;</Mark2></Pgraph><SubHeadline>Angaben zu Motivation und Arbeitsumfang</SubHeadline><Pgraph>Alle Teilnehmenden empfanden den Schwierigkeitsgrad der Qualifizierungsma&#223;nahme als genau richtig (100&#37;). Den Umfang des Lernstoffs empfanden die meisten Befragten ebenfalls als genau richtig (85&#37;). Die meisten Teilnehmenden (85&#37;) wendeten im Durchschnitt weniger als f&#252;nf Stunden pro Woche au&#223;erhalb der Pr&#228;senzphasen f&#252;r die Erarbeitung des Studienmaterials&#47;der Aufgaben&#47;der Projekte auf. Die Frage, nach der Bereitschaft f&#252;r die Qualifizierungsma&#223;nahme zu bezahlen, wurde sehr unterschiedlich beantwortet. 36,8&#37; Befragte gaben an, nicht f&#252;r die Ma&#223;nahme bezahlen zu wollen, 26,3&#37; w&#252;rden zwischen 1.000 und 1.500 &#8364; bezahlen. Bez&#252;glich der Beteiligung an den Kosten durch Dritte gab der Gro&#223;teil der Befragten an, dass sie sich eine Kosten&#252;bernahme durch den Arbeitgeber (71,4&#37;) w&#252;nschen. 19&#37; der Befragten verwiesen auf die zus&#228;tzliche M&#246;glichkeit der Kosten&#252;bernahme durch F&#246;rderprogramme. Eine teilnehmende Person erg&#228;nzte dazu im freien Textfeld: <Mark2>&#8222;BMFSFJ bietet bereits Bundesprogramme zur Unterst&#252;tzung von Familien an. Diese w&#252;rden sich erg&#228;nzen und eine hochwertige Vernetzung ergeben.&#8220;</Mark2></Pgraph><SubHeadline>Zusammenfassendes zur Qualifizierungsma&#223;nahme</SubHeadline><Pgraph>Die Frage nach den Unterst&#252;tzungs- und Beratungsangeboten in der Qualifizierungsma&#223;nahme zeigte ein positives Bild. Hervorgehoben wurde die Zufriedenheit mit den Lehrenden (65&#37;), gefolgt von den jeweiligen Vorgesetzten (44,4&#37;) und den Programmverantwortlichen (41,2&#37;) (Tabelle 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="table"/>).</Pgraph><Pgraph>Ihren Erkenntniszuwachs stuften 30&#37; der Teilnehmenden als &#8222;sehr hoch&#8220;, 50&#37; als &#8222;eher hoch&#8220; und 20&#37; als &#8222;Teils&#47; Teils&#8220; ein. Dies k&#246;nnte darauf zur&#252;ckzuf&#252;hren sein, dass die Teilnehmergruppe hinsichtlich ihrer bisherigen Berufsabschl&#252;sse, beruflichen Erfahrung und Vorkenntnisse sehr heterogen war. Ferner konnte eine Wiederholung bereits bekannter Inhalte f&#252;r einzelne Teilnehmer&#42;innen nicht g&#228;nzlich ausgeschlossen werden. Insgesamt wurde die Lehrveranstaltung von 71,4&#37; der Teilnehmenden als &#8222;sehr gut&#8220; und von 28,6&#37; als &#8222;eher gut&#8220; eingestuft.</Pgraph><Pgraph>Den Abschluss der Befragung bildeten zwei offene Fragen, in denen die Absolvent&#42;innen aufgefordert waren, anzugeben, was Ihnen an der Qualifizierungsma&#223;nahme am besten gefallen hat und welche Verbesserungen angestrebt werden k&#246;nnen. Bei der Frage nach den Vorteilen der Ma&#223;nahme wurde vermehrt darauf hingewiesen, dass der Austausch mit Kolleg&#42;innen anderer Einrichtungen, sowie der pers&#246;nliche Kontakt und die M&#246;glichkeit zur Vernetzung im Vordergrund standen. Zudem wurden die Vielf&#228;ltigkeit der angebotenen Themen, die ausgewogene Methodik und die umfangreichen bereitgestellten Materialien genannt. Ebenso einen wesentlichen Punkt bildete die gute Praxisorientierung, welche einen &#220;bertrag der theoretischen Inhalte auf konkrete Fallbeispiele aus dem Berufsalltag mit Diskussion im Plenum erm&#246;glichten.</Pgraph><Pgraph>Die Vorschl&#228;ge zur Verbesserung bezogen sich weitestgehend auf die anteilige Umverteilung Vertiefung einzelner Themen. So wurde z. B. darum gebeten, Themen wie die psychosoziale Entwicklung von Kindern mit H&#246;rsch&#228;digung, dem souver&#228;neren Umgang in der Interpretation von Arztberichten, Diagnosen und Messergebnissen mehr Zeit einzur&#228;umen und Themen zum Grundlagenverst&#228;ndnis des H&#246;rvorgang in ihrem Umfang zu reduzieren. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Diskussion">
      <MainHeadline>Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Zur Verbesserung der Angebote in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung wurde vom Nieders&#228;chsischen Landesamt f&#252;r Soziales, Jugend und Familie (LS) als Tr&#228;gerbeh&#246;rde der LBZH eine Qualifizierungsma&#223;nahme f&#252;r vorhandenes Personal der LBZH konzipiert und durchgef&#252;hrt, die das Ziel hatte, eine bedarfsgerechtere H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung im Fl&#228;chenland Niedersachsen anbieten zu k&#246;nnen. Deren h&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogische Expertise als Merkmal besonderer fachlicher Qualit&#228;t sollte gesichert und durch zus&#228;tzliche Kompetenzen zu einer multidisziplin&#228;ren Arbeitsstruktur erweitert werden.</Pgraph><Pgraph>Eine der wesentlichen Herausforderungen der Ma&#223;nahme bestand darin, ein berufsbegleitendes Format zu konzeptionieren, das die Teilnehmenden in die Lage versetzt, trotz ihrer unterschiedlichen Vorbildungen vergleichbare h&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogische Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, um auf dieser Basis umfassend und eigenverantwortlich in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung der LBZH arbeiten zu k&#246;nnen.  </Pgraph><Pgraph>Insbesondere die Aspekte <Mark2>Austausch mit Kolleg&#42;innen anderer Einrichtungen, Vielf&#228;ltigkeit der angebotenen Themen, ausgewogene Methodik und Praxisorientierung mit &#220;bertrag theoretischer Inhalte auf konkrete Fallbeispiele aus dem Berufsalltag mit Diskussion im Plenum</Mark2> scheinen dazu beigetragen zu haben, die Heterogenit&#228;t der beruflichen Grundqualifikation im Hinblick auf die Zielsetzung einer einheitlichen eigenverantwortlichen H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung zu kompensieren.  Allgemein wurden sowohl Arbeitsformen sowie Lehr- und Lernmethoden von den Teilnehmenden &#252;berwiegend positiv bewertet. Die Befragungsergebnisse zeigen dar&#252;ber hinaus, dass Schwierigkeitsgrad und Umfang des Lernstoffes als angemessen bewertet werden k&#246;nnen. Dadurch, dass 80&#37; der Teilnehmenden die Frage nach der Erweiterung ihres jeweiligen spezifischen Fachwissens positiv beantworten, kann insgesamt von einer Kompetenzerweiterung f&#252;r die Arbeit in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung ausgegangen werden.</Pgraph><Pgraph>Die Qualifizierungsma&#223;nahme wurde &#252;berwiegend w&#228;hrend der regul&#228;ren Arbeitszeit durchgef&#252;hrt und die Finanzierung erfolgte durch den Arbeitgeber. Beide Aspekte erh&#246;hten offensichtlich die Akzeptanz bei den Teilnehmenden. Die Evaluationsergebnisse deuten darauf hin, dass eine selbstfinanzierte, au&#223;erhalb der Arbeitszeit stattfindende Qualifizierungsma&#223;nahme von den Teilnehmenden eher nicht akzeptiert worden w&#228;re w&#252;rde.   </Pgraph><Pgraph>Die Evaluationsergebnisse zeigen insgesamt, dass es m&#246;glich ist, Personal mit mehrj&#228;hriger Berufserfahrung in der vorschulischen Arbeit mit h&#246;rgesch&#228;digten Kindern, jedoch auch mit unterschiedlichen beruflichen&#47;universit&#228;ren Vorqualifikationen speziell f&#252;r die Arbeit in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung zu qualifizieren. Dabei konnten Aspekte f&#252;r eine konstruktive Weiterentwicklung im Hinblick auf zuk&#252;nftige Ma&#223;nahmen identifiziert werden. Dazu geh&#246;rt inhaltlich beispielsweise die Vertiefung des Themenbereichs <Mark2>psychosoziale Entwicklung von Kindern mit H&#246;rsch&#228;digung</Mark2> und die Reduktion des Themenbereichs <Mark2>H&#246;rvorgang</Mark2>. Zu letzterem ist anzumerken, dass die Teilnehmenden wahrscheinlich aufgrund ihrer beruflichen T&#228;tigkeit &#252;ber ein hohes Vorwissen zu dieser Thematik an den LBZH verf&#252;gen. Insofern ist eine Reduktion der Thematik bei anderen Teilnehmenden-Gruppen kritisch zu hinterfragen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Implikationen f&#252;r die Weiterentwicklung der Qualifizierungsma&#223;nahme">
      <MainHeadline>Implikationen f&#252;r die Weiterentwicklung der Qualifizierungsma&#223;nahme</MainHeadline><Pgraph>Der Bedarf an qualifizierten Fachkr&#228;ften in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung ist bundesweit sehr hoch <TextLink reference="3"></TextLink>. Davon  ausgehend, dass auch zuk&#252;nftig H&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagog&#42;innen  zentral in der H&#246;rfr&#252;hf&#246;rderung arbeiten, l&#228;sst sich aus den Evaluationsergebnissen ableiten, dass ein Teil des Fachkr&#228;ftemangels durchaus durch eine solch umfangreiche strukturierte Qualifizierungsma&#223;nahme f&#252;r Personal von Einrichtungen f&#252;r H&#246;rgesch&#228;digte abgedeckt werden kann, sofern diese bereits Berufserfahrungen in der vorschulischen Arbeit mit h&#246;rgesch&#228;digten Kindern vorweisen k&#246;nnen. Diese praktische Erfahrungskomponente kann bei Teilnehmer&#42;innen zuk&#252;nftiger Qualifizierungsma&#223;nahmen nicht immer vorausgesetzt werden. In der Konsequenz k&#246;nnte das bedeuten, zuk&#252;nftige Qualifizierungsma&#223;nahmen &#8211; die mitunter auch f&#252;r Menschen aus anderen Bundesl&#228;ndern ge&#246;ffnet werden &#8211; mit einem deutlich erh&#246;hten Praxisanteil (zum Beispiel in Form von Praktikumsphasen) zu konzipieren.</Pgraph><Pgraph>Der vorliegende Beitrag ist gegenstandsbezogen, indem er die untersuchte Qualifizierungsma&#223;nahme und die Zufriedenheit der Teilnehmenden evaluiert. In der Literatur wird darauf hingewiesen, dass ein ganzheitliches Verst&#228;ndnis bei der Evaluation von Studienangeboten, Pflichtmodulen, Lehrveranstaltungen etc. h&#228;ufig fehle <TextLink reference="4"></TextLink>. Auch die vorliegende Untersuchung vermag diesem Anspruch nicht in vollem Umfang gerecht zu werden. In Anbetracht der mangelnden Forschungslage soll jedoch betont werden, dass sie in ihrem Umfang &#252;ber die Bewertung einzelner relevanter Aspekte hinausreicht.</Pgraph><Pgraph>Weitere Untersuchungen, insbesondere solche, die berufsbegleitende Qualifizierungsma&#223;nahmen in ihrer Ganzheit und&#47;oder aus Sicht der Teilnehmenden betrachten, sind jedoch von gro&#223;er Bedeutung, um der geforderten Verkn&#252;pfung von Theorie und Praxis gerecht zu werden <TextLink reference="6"></TextLink>. In Ermangelung einschl&#228;giger Ver&#246;ffentlichungen verwundert es nicht, dass kaum Instrumente zur Beurteilung berufsbegleitender Qualifizierungsma&#223;nahmen vorliegen. Da der Theorie-Praxis-Transfer in der wissenschaftlichen Weiterbildung eine zentrale Komponente darstellt <TextLink reference="2"></TextLink>, sollte im Rahmen zuk&#252;nftiger Forschung der Fokus auf theoriegest&#252;tzte Evaluationsmodelle gelegt werden, welche sich empirisch &#252;berpr&#252;fen lassen. Weiter erm&#246;glichen es statistische Analysen, vorliegende Korrelationen zu ermitteln und in die Auswertung und Interpretation vorliegender Daten miteinzubeziehen. Eben dieses Vorgehen soll im Rahmen k&#252;nftiger Forschung realisiert werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autor&#42;innen erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph><SubHeadline>Danksagung</SubHeadline><Pgraph>Dank an beteiligte Referent&#42;innen: Johannes Eitner und Ingrid Roth (Elbschule Hamburg); Prof. Dr. Barbara Haenel-Faulhaber (Universit&#228;t Hamburg); Dr. Matthias R&#252;ter (LBZH Braunschweig); Prof. Dr. Wilma Vorwerk (Klinikum Braunschweig); Dr. Thomas Wiesner (Werner-Otto-Institut Hamburg); Nicole K&#252;hling (M&#38;K H&#246;rtechnik Vechta); Kerstin Bremken, Christoph Niemann (LBZH Osnabr&#252;ck); Prof. Dr. Anke Lesinski-Schiedat (DHZ Hannover); Dr. Barbara E&#223;er-Leyding (CIC Wilhelm-Hirte Hannover); &#214;zlem &#214;nder (Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln); Beate W&#252;st (LBZH Hildesheim); Annette von Maydell, Manfred Fl&#246;ther, Annette Stasche, Inge Gaschler (LS Niedersachsen); Gisela Batliner (M&#252;nchen).</Pgraph></TextBlock>
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          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Angaben zu Modulinhalten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Angaben zu Lernzielen und Lernerfolgen (N&#61;20)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 3: Angaben zu Lehr- und Lernmethoden</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 4: Angaben zu Unterst&#252;tzungs- und Beratungsangeboten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Aufbau der Qualifizierungsma&#223;nahme</Mark1></Pgraph></Caption>
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