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    <ArticleType>Kurzbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Kommunikation H&#246;rgesch&#228;digter in Vergangenheit und Gegenwart</Title>
      <TitleTranslated language="en">Past and present communication in the education of the deaf and hard of hearing</TitleTranslated>
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        <Email>leonhardt&#64;edu.lmu.de</Email>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
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    <DatePublished>20241009</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>2628-9083</ISSN>
        <Volume>6</Volume>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Audiologie - Audiological Acoustics</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Audiol (Audiol Acoust)</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>16</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Historisch gewachsen stand in Deutschland &#8211; basierend auf der Argumentation und dem Vorgehen von Samuel Heinicke in seiner 1778 gegr&#252;ndeten Taubstummenanstalt in Leipzig &#8211; die lautsprachliche Erziehung im Zentrum der schulischen Bildung und Erziehung. Die Dominanz der lautsprachlichen F&#246;rderung blieb bis in die 1960er Jahre erhalten. Zu diesem Zeitpunkt belegten erstmalig Forschungsergebnisse aus den USA, dass die Geb&#228;rden der Geh&#246;rlosen alle linguistischen Kriterien einer Sprache erf&#252;llen.</Pgraph><Pgraph>In den 1980er Jahren kam es nahezu zeitgleich zur zunehmenden Akzeptanz und Anerkennung der Geb&#228;rdensprache auf der einen Seite und zur Einf&#252;hrung und Etablierung des Cochlea-Implantates, die eine lautsprachliche F&#246;rderung erleichterte, auf der anderen Seite. W&#228;hrend man beides anf&#228;nglich als Gegensatz&#47;Widerspruch sah, werden zunehmend die M&#246;glichkeiten der geb&#228;rdensprachlichen und lautsprachlichen F&#246;rderung in rehabilitativen und schulischen Kontexten miteinander verkn&#252;pft. Betroffene selbst positionieren sich zum Teil sehr unterschiedlich.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The spoken language approach in the education of the deaf and hard of hearing in Germany can be traced back to the methods employed at the Institute for the Deaf and Dumb founded by Samuel Heinicke in Leipzig, 1778. It remained dominant right up until the sixties, by which time research conducted in the USA proved that sign language could fulfill all linguistic criteria governing a language.</Pgraph><Pgraph>The eighties witnessed an almost simultaneous acceptance and recognition of sign language on the one hand and &#8211; by means of the cochlear implant &#8211; oral communication training on the other. Whilst these two approaches seemed initially contradictory, they are now frequently combined as standard methods of teaching and learning in both schools and rehabilitative facilities. Those concerned, however, hold varying opinions on this practice.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Historischer Hintergrund &#8211; wie die (schulische) H&#246;rgesch&#228;digtenbildung (in Deutschland) begann">
      <MainHeadline>Historischer Hintergrund &#8211; wie die (schulische) H&#246;rgesch&#228;digtenbildung (in Deutschland) begann</MainHeadline><Pgraph>Allgemein gelten die Schulgr&#252;ndungen in Paris im Jahr 1770 und in Leipzig im Jahr 1778 als <Mark2>ausl&#246;send</Mark2> f&#252;r das Entstehen einer institutionalisierten Bildung &#8222;Taubstummer&#8220; weltweit. Der damals verwendete Begriff &#8222;Taubstumme&#8220; umfasste zu dieser Zeit nicht nur Menschen mit Taubheit, sondern all jene, die auf auditivem Weg nicht zu erreichen waren, also auch einen Teil der Menschen, die wir heute im audiologischen Sinne als &#8222;schwerh&#246;rig&#8220; bezeichnen<Superscript>1</Superscript>. Aber bereits vor den Schulen in Paris und Leipzig gab es erste Taubstummenanstalten. Von &#8222;Anstalt&#8220; sprach man, weil die Sch&#252;lerklientel der Einrichtung auch in dieser wohnte, da sie nur in den seltensten F&#228;llen vor Ort beheimatet war. Alle Einrichtungen gingen auf private Einzelinitiativen zur&#252;ck. So beispielsweise die 1760 von Thomas Braidwood gegr&#252;ndete Schule in Edinburgh, die allgemein als erste Schule f&#252;r H&#246;rgesch&#228;digte in Gro&#223;britannien gilt, und die 1768 von Johann Arnoldi er&#246;ffnete Schule f&#252;r H&#246;rgesch&#228;digte in Gro&#223;(en)linden<Superscript>2</Superscript> bei Gie&#223;en. In beiden F&#228;llen finanzierten sich die Einrichtungen &#252;ber ein Schulgeld, das die Eltern der taubstummen Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler entrichten mussten. Der Besuch der Schulen war entsprechend kostenintensiv. Nur wohlhabenden Eltern war es m&#246;glich, ihre Kinder auf diese Schulen zu schicken.  </Pgraph><Pgraph>Braidwoods Vorgehen bei der Unterrichtung war eine Kombination von Geb&#228;rdensprache, Artikulation (also Lautsprache) und Absehen. W&#228;hrend Braidwood seine Methode geheim hielt &#8211; was dazu f&#252;hrte, dass heute nur wenige und zum Teil widerspr&#252;chliche Aussagen zu seinem Vorgehen vorliegen (so lassen sich &#252;ber den Umfang und das Verh&#228;ltnis von Laut- und Geb&#228;rdensprache kaum sichere Aussagen treffen &#8211; verfasste Arnoldi mehrere Publikationen (beispielhaft genannt seien die von 1777 <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink> und 1781 <TextLink reference="3"></TextLink>) und machte damit sein Vorgehen &#246;ffentlich. Er kombinierte bei seiner Methode Sprechen, Schreiben und Absehen. Arnoldi hatte bereits vor Gr&#252;ndung seiner Schule ab 1759 (als 22-J&#228;hriger) auf dem Hofgut Appenborn bei Rabenau die Kinder (darunter ein geh&#246;rloser Sohn) des Generals Rabenau unterrichtet. Arnoldi verf&#252;gte daher &#252;ber Wissen und Erfahrungen bei der Unterrichtung H&#246;rgesch&#228;digter. Die von ihm gegr&#252;ndete Schule wurde von L&#246;we (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. 35) als erste deutsche Geh&#246;rlosenschule bezeichnet.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Die Taubstummenanstalten in Paris und Leipzig">
      <MainHeadline>Die Taubstummenanstalten in Paris und Leipzig</MainHeadline><Pgraph>Die Taubstummenanstalt in Paris (er&#246;ffnet 1770) wurde von Abb&#233; de l&#8217;Ep&#233;e (1712&#8211;1789) er&#246;ffnet. Als Geistlicher war es ihm ein zutiefst menschliches Anliegen, Menschen mit Taubheit zu helfen. Seine Methode basierte auf der Verwendung von Geb&#228;rdenzeichen (sogenannten Wurzel- und Handzeichen) und der Schrift, die als &#8222;Br&#252;cke&#8220; zu den H&#246;renden genutzt werden sollte. Gepr&#228;gt war sein Vorgehen durch die sprachphilosophischen Auffassungen jener Zeit. Der Ansatz und das Vorgehen sind in die Fachliteratur als &#8222;Franz&#246;sische Methode&#8220; eingegangen. </Pgraph><Pgraph>1778 er&#246;ffnete Samuel Heinicke (1727&#8211;1790) das &#8222;Churs&#228;chsische Institut f&#252;r Stumme und mit anderen Sprachgebrechen behaftete Personen&#8220; in Leipzig, nachdem er bereits erste Erfahrungen mit der Unterrichtung eines Taubstummen (im Jahr 1754 oder 1755; vgl. <TextLink reference="5"></TextLink>, S. 10) w&#228;hrend seiner Zeit in der Leibgarde in Dresden (1750&#8211;1754) gesammelt und sp&#228;ter als K&#252;ster und Schulhalter in Eppendorf bei Hamburg nebenamtlich Taubstumme unterrichtet hatte. Im Zentrum seines Vorgehens stand die Vermittlung der Lautsprache. Er stellte &#8222;das Prinzip des in der Lautsprache sprechenden und in dieser Sprache denkenden Taubstummen auf&#8220; (<TextLink reference="6"></TextLink>, <TextGroup><PlainText>S. 147</PlainText></TextGroup>). Heinicke war durch die Ideen der Aufkl&#228;rung, insbesondere durch Kant und Herder, gepr&#228;gt: Der Mensch wird als sprechendes und daher Verstand besitzendes Lebewesen gesehen. Ebenso ging man vom Gedanken aus, dass Lautsprache und Denken eine untrennbare Einheit bilden. Nach Heinicke sollte der Taubstumme zum n&#252;tzlichen Mitglied der Gesellschaft werden, was f&#252;r ihn nur &#252;ber die Lautsprache m&#246;glich war. Der Ansatz und das Vorgehen Heinickes wird seit jeher als &#8222;Deutsche Methode&#8220; bezeichnet.</Pgraph><Pgraph>Grundlage der Deutschen Methode war vor allem das Arcanum. Das Arcanum ist eine acht Seiten umfassende Schrift, in der Heinicke (als seine Erfindung) die Laute &#252;ber den Geschmackssinn (z.B. mit Essig f&#252;r i, Zuckerwasser f&#252;r o, Wermutextrakt f&#252;r e, reines Wasser f&#252;r a und Baum&#246;l f&#252;r u) &#8211; erg&#228;nzt durch den Tastsinn &#8211; anbilden wollte. Die Schrift verfasste er bereits 1772, also noch w&#228;hrend seiner Eppendorfer Zeit (<TextLink reference="5"></TextLink>, S. 53). Samuel Heinicke hielt die Schrift bzw. den Inhalt geheim, was zu zahlreichen Spekulationen f&#252;hrte. Erst durch Ernst St&#246;tzner, der durch Schenkung in Besitz des Arcanums gekommen war, wurde der Inhalt bekannt, nachdem dieser das Siegel gebrochen hatte. Das Arcanum erwies sich als bedeutungslos. Als einer der m&#246;glichen Gr&#252;nde, warum Heinicke die Schrift geheim hielt, wird angenommen, dass diese der finanziellen Absicherung bzw. Vorsorge seiner Familie galt. Seine Ehefrau Anna Catharina Heinicke war 30 Jahre j&#252;nger als er. Beide waren in zweiter Ehe verheiratet, nachdem der erste Partner jeweils verstorben war. Obwohl in der Fachliteratur ausschlie&#223;lich Samuel Heinicke als Gr&#252;nder der Taubstummenanstalt zu Leipzig gilt, erschlie&#223;t sich aus heutiger Sicht, dass die Ehefrau von Samuel Heinicke wesentlichen Anteil daran hatte, dass die Einrichtung auch bestehen konnte. Die Taubstummenanstalt war (wie nahezu alle der sp&#228;ter gegr&#252;ndeten Einrichtungen) ein &#8222;Familienunternehmen&#8220;, das (nur) durch die Mitwirkung der Ehefrau und weiterer Familienmitglieder, z.B. Heinickes Kinder aus erster Ehe, bestehen konnte. Anna Catharina Heinicke hatte zudem zwei geh&#246;rlose Br&#252;der <TextLink reference="7"></TextLink>, wodurch sie Erfahrungen und Kompetenzen im Umgang mit Taubstummen bzw. H&#246;rgesch&#228;digten hatte und einbrachte. Nach dem Tod von Samuel Heinicke &#8211; die Taubstummenanstalt in Leipzig bestand zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre &#8211; betrieb seine Frau Anna Catharina Heinicke die Schule weiter. Frau Heinicke &#252;bernahm die Schule in einem kritischen Zustand: Samuel Heinicke hatte sich in den letzten Jahren vor seinem Tod nach zahlreichen Fehlschl&#228;gen aus der &#214;ffentlichkeit zur&#252;ckgezogen, die Schule befand sich in einer schlechten finanziellen Lage, es herrschte Lehrermangel und die Anstalt konnte nur geringe Ausbildungsergebnisse nachweisen. In Heinickes Todesjahr besuchten nur zwei Sch&#252;ler das Institut. </Pgraph><Pgraph>Itterheim <TextLink reference="8"></TextLink> betrachtet das Lebenswerk Samuel Heinickes und sch&#228;tzt im Gesamt&#252;berblick ein, dass er etwa 100 taube Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler betreut hat.</Pgraph><Pgraph>Anna Catharina Heinicke &#228;nderte nach &#220;bernahme der Taubstummenanstalt zwar das methodische Vorgehen nicht, aber unter ihrer Leitung kam es zu zahlreichen Weiterentwicklungen und Neuerungen: Ab 1810 konnte sie f&#252;r die Absolventen der Taubstummenanstalt eine berufliche Qualifizierung sichern, indem dem Lehrmeister 50 Taler gezahlt wurden. Es gelang ihr, die Schule von der Vorstadt in die Leipziger Innenstadt zu verlegen. Ab 1814 organisierte sie f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler Landaufenthalte, die der Erholung in der Sommerfrische dienten (<TextLink reference="9"></TextLink>, S. 46). 1818 kam es zur Einf&#252;hrung einer Sonntagsschule f&#252;r erwachsene Geh&#246;rlose&#47;Taube, die zur Weiterbildung, aber auch der Geselligkeit dienten. 1821 zog die Schule in ihr erstes eigenes Schulgeb&#228;ude, was durch eine Stiftung von 40.000 Talern der Witwe Luise Carl m&#246;glich wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt musste sich die Schule durch Mietverh&#228;ltnisse &#252;ber Wasser halten. 1822 stellte sie erstmalig einen Absolventen der Schule (Carl Wilhelm Teuscher) als Lehrkraft ein, den sie zuvor qualifiziert hatte. Anna Catharina Heinicke behielt die Leitung der Anstalt bis 1828 inne, war also 38 Jahre f&#252;r diese verantwortlich. Bei &#220;bergabe der Schule besuchten 53 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler die Einrichtung.</Pgraph><Pgraph>Festzuhalten bleibt, dass sich die Bedeutung der Taubstummenanstalten in Paris und Leipzig aus den &#246;ffentlich ausgetragenen Streitigkeiten ihrer Gr&#252;nder ergibt. Aus heutiger Sicht ist einzusch&#228;tzen, dass Abb&#233; de l&#8217;Ep&#233;e vermutlich sehr weltoffen war. Er gew&#228;hrte zahlreichen Hospitanten Einblick in seine Arbeit und veranstaltete &#246;ffentliche &#8222;Vor- und Auff&#252;hrungen bzw. Pr&#228;sentationen&#8220; durch seine Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler. Zu seinen F&#246;rderern z&#228;hlten beispielsweise Ludwig XVI., Joseph II. und Zarin Katharina II. Sein Nachfolger Abb&#233; Sicard hat das Vorgehen von de l&#8217;Ep&#233;e ausgestaltet. Das gilt sowohl f&#252;r die praktisch-methodische Umsetzung als auch den Versuch einer wissenschaftlichen Begr&#252;ndung. Samuel Heinicke hinterl&#228;sst den Eindruck eines rechthaberischen und teilweise cholerisch auftretenden Zeitgenossen. Besonders seine letzten Lebensjahre waren von literarischen Fehden und philosophischen Studien gepr&#228;gt. Die gef&#252;hrten Auseinandersetzungen hatten ihn zerm&#252;rbt. Seine Nachfolgerin Anna Catharina Heinicke entwickelte zwar die Methode ihres Mannes nicht weiter, stabilisierte aber die Schule, brachte diese voran und verhalf ihr so zu einem dauerhaften Bestand. </Pgraph><Pgraph>Aus den &#246;ffentlich ausgetragenen Streitigkeiten von Abb&#233; de l&#8217;Ep&#233;e und Samuel Heinicke erwuchs ein nicht geringer Bekanntheitsgrad der beiden Taubstummenanstalten, der zugleich auf die Lage der bis zu diesem Zeitpunkt unbeschulten Tauben aufmerksam machte. Das f&#252;hrte zu einem Problembewusstsein in der Gesellschaft, was zu weiteren Schulgr&#252;ndungen f&#252;r Taubstumme f&#252;hrte. Die nachfolgend gegr&#252;ndeten Schulen orientierten sich in ihrem methodischen Vorgehen entweder an der Franz&#246;sischen oder der Deutschen Methode, deren territoriale Verbreitung (vor allem in Europa) der Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> zu entnehmen ist.</Pgraph><Pgraph>Bis 1800 entstanden in Europa 12 Taubstummenschulen, bis 1900 war die Anzahl auf 397 angewachsen, in denen 23.772 taubstumme Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler beschult wurden (<TextLink reference="10"></TextLink>, S. 421), (<TextLink reference="6"></TextLink>, S. 468).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Zwischenfazit">
      <MainHeadline>Zwischenfazit</MainHeadline><Pgraph>Die H&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogik ist historisch gepr&#228;gt von den Auseinandersetzungen um Lautsprache und Geb&#228;rden(sprache). In Deutschland stand stets die lautsprachliche F&#246;rderung im Zentrum. Best&#228;rkt wurde das Vorgehen durch eine Resolution auf dem zweiten internationalen Taubstummen-Lehrer-Kongress von 1880, der als &#8222;Mail&#228;nder Kongress&#8220; in die Fachgeschichte einging. Von den dort verabschiedeten Resolutionen beinhaltete eine, dass die Anwendung der Lautsprache bei der Unterrichtung und Erziehung Taubstummer der Geb&#228;rdensprache vo<TextGroup><PlainText>rzuzieh</PlainText></TextGroup>en ist (<TextLink reference="11"></TextLink>, S. 12). Am Kongress nahmen 1<TextGroup><PlainText>65 L</PlainText></TextGroup>ehrkr&#228;fte aus sieben L&#228;ndern teil, davon kamen drei Teilnehmer aus Deutschland (<TextLink reference="11"></TextLink>, S. 3). Betroffene selber waren in die Abstimmung nicht einbezogen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Worauf basierte das Vorgehen zu dieser Zeit&#63;">
      <MainHeadline>Worauf basierte das Vorgehen zu dieser Zeit&#63;</MainHeadline><Pgraph>Im 18. und 19. Jahrhundert gab es noch keine Fr&#252;herkennung, keine Fr&#252;hf&#246;rderung und keine technischen H&#246;rhilfen. Nachweislich kamen die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zur damaligen Zeit erst sp&#228;t in die Einrichtungen, sie waren oft bereits 14-, 15- oder 17-j&#228;hrig und besuchten die Schule nur f&#252;r kurze Zeit (z.T. nur zwei Jahre). Zudem war noch keine audiologische Diagnostik m&#246;glich. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie auf dieser Basis ein lautsprachliches Vorgehen m&#246;glich war, wenn die Sprech- bzw. Artikulationsorgane bis zum Eintritt in die Taubstummenanstalt &#8222;ungenutzt&#8220; waren und die Feinmotorik der Sprechorgane (Zunge, Wangen usw.) unge&#252;bt war. </Pgraph><Pgraph>Allgemein bekannt ist, dass etwa bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts ein Gro&#223;teil der Sch&#252;lerschaft der Taubstummenschulen Ertaubte waren. Sie verf&#252;gten damit zum Zeitpunkt der Ertaubung bereits &#252;ber ein Grundinventar an Lautsprache und ihre Sprech- und Artikulationsorgane waren trainiert bzw. ge&#252;bt. Bis zur Gr&#252;ndung eigenst&#228;ndiger Schwerh&#246;rigenschulen (um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert) wurden in Taubstummenanstalten grunds&#228;tzlich Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler mit <Mark2>H&#246;rsch&#228;digung</Mark2> beschult. Demzufolge verf&#252;gte ein Teil von ihnen &#252;ber mehr oder weniger gut verwertbare H&#246;rreste. Sie waren nach heute g&#228;ngiger audiologischer Definition schwerh&#246;rig. Beispiele bzw. Belege daf&#252;r lassen sich in der Fachliteratur finden; verwiesen sei auf Eugen Sutermeister, der im seinem &#8222;Quellenbuch zur Geschichte des Schweizerischen Taubstummenwesens&#8220; von 1929 <TextLink reference="12"></TextLink> entsprechende Fallbeispiele (s. S. 47 und 55, beide vermutlich schwerh&#246;rig) beschreibt. Treibel (<TextLink reference="11"></TextLink>, S. 12) verweist in seiner Abhandlung, auf einen &#8222;im 7. Lebensjahre vollst&#228;ndig ertaubten Sohn des Dr. K&#246;chlin in M&#252;hlhausen &#91;der&#93; nach der deutschen Methode&#8220; unterrichtet wurde.</Pgraph><Pgraph>Des Weiteren waren die Taubstummenschulen zur damaligen Zeit zugleich f&#252;r Sprachauff&#228;llige zust&#228;ndig, wie es auch schon die Bezeichnung von Heinicke f&#252;r die von ihm gegr&#252;ndete Schule deutlich macht (&#8222;Churs&#228;chsisches Institut f&#252;r Stumme und mit anderen Sprachgebrechen behaftete Personen&#8220;).</Pgraph><Pgraph>Obwohl der Lautspracherwerb (&#8222;Deutsche Methode&#8220;) in Deutschland zentral war, bleibt anzunehmen, dass Geb&#228;rden immer auch in den Taubstummenanstalten (nachweislich auch bei Samuel Heinicke) pr&#228;sent waren, wenn auch in den einzelnen Einrichtungen in sehr unterschiedlichem Umfang. Geb&#228;rden fand man insbesondere in Taubstummenanstalten mit gro&#223;en Sch&#252;lerzahlen. P&#228;dagogisch eingefordert haben es vor allem Johann Heidsiek (1855&#8211;1942) (Breslau, heute Wroclaw), Joseph Heinrichs (1845&#8211;1919) (Br&#252;hl), Emil Reuchert (1861&#8211;1918) (Wriezen und Berlin) sowie Matthias Schneider (1869&#8211;1950) (Frankfurt und Braunschweig).</Pgraph><Pgraph>Ein verst&#228;rktes Nachdenken &#252;ber den Einbezug der Geb&#228;rdensprache in den Unterricht erfolgte in Deutschland mit Bekanntwerden der Forschungsergebnisse von William Stokoe (1919&#8211;2000), einem Linguisten, der in Zusammenarbeit mit Dorothy Sueoka Casterline und Carl G. Croneberg (beide geh&#246;rlos) in den 1960er Jahren aufzeigen konnte, dass die American Sign Language (ASL) eine vollwertige Sprache ist und diese alle linguistischen Kriterien einer Sprache erf&#252;llt. F&#252;r den deutschsprachigen Raum sind die ersten Forschungen zur Geb&#228;rdensprache vor allem mit Siegmund Prillwitz und Ulrich Hase verbunden. 2002 wurde die Geb&#228;rdensprache in Deutschland offiziell anerkannt, nachdem bereits mit dem SGB IX vom 19.06.2001 die Verwendung der Geb&#228;rdensprache im Sozialleistungsbereich als eigenst&#228;ndige Verst&#228;ndigungsform anerkannt worden war. Seither haben Geh&#246;rlose das Recht, Geb&#228;rdensprache zu verwenden und damit das Recht auf Dolmetscher f&#252;r offizielle Zwecke. Entsprechende Regelungen zu Aufwendungen f&#252;r Ko<TextGroup><PlainText>mmunik</PlainText></TextGroup>ati<TextGroup><PlainText>onshilfe</PlainText></TextGroup>n gibt es f&#252;r Menschen mit Schwerh&#246;rigkeit, hier insbesondere f&#252;r das Schriftdolmetschen. Das setzt voraus, dass qualifizierte Geb&#228;rdensprach- und Schriftdol<TextGroup><PlainText>metsc</PlainText></TextGroup>her vorhanden sind und f&#252;r diese entsprechende Ausbildungs- und Qualifikationsm&#246;glichkeiten bestehen. In den letzten Jahren wurden technikbasierte Dienste und Applikationen (z.B. Ve<TextGroup><PlainText>rbaVoi</PlainText></TextGroup>ce, TeSS, Telesign) geschaffen, die ebenfalls der Kommunikationssicherung dienen <TextLink reference="13"></TextLink>. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Situation heute">
      <MainHeadline>Situation heute</MainHeadline><Pgraph>Die aktuelle Situation ist mit der aus den Anf&#228;ngen der H&#246;rgesch&#228;digtenbildung nicht vergleichbar. Beispielhaft verwiesen sei auf die Fr&#252;hf&#246;rderung von Kindern mit H&#246;rsch&#228;digung (sie erfuhr seit den 1950er Jahren einen systematischen Ausbau), die als Angebot allen Eltern mit betroffenen Kindern zur Verf&#252;gung steht. &#220;ber Hochleistungsh&#246;rger&#228;te und Cochlea-Implantate sind einem umfassenden Sch&#252;lerkreis H&#246;reindr&#252;cke m&#246;glich, die den Lautspracherwerb erleichtern bzw. erm&#246;glichen. Seit 2009 gibt es f&#252;r alle in Deutschland geborenen Kinder das Neugeborenenh&#246;rscreening.</Pgraph><Pgraph>In der laut- und&#47;oder geb&#228;rdensprachlichen F&#246;rderung der Kinder und Jugendlichen mit H&#246;rsch&#228;digung geht man heute von deren Bedarfen und den W&#252;nschen der Eltern aus. Entsprechend finden in der schulischen F&#246;rderung Lautsprache UND Geb&#228;rdensprache Ber&#252;cksichtigung. </Pgraph><Pgraph>Nach z&#246;gerlichem (Wieder-)Beginn der schulischen Integration in den 1980er Jahren werden inzwischen &#252;ber die H&#228;lfte der Kinder und Jugendlichen mit H&#246;rsch&#228;digung inklusiv beschult. Im Schuljahr 2021&#47;22 lernten 54,3&#37; von ihnen in der allgemeinen Schule <TextLink reference="14"></TextLink>. Damit findet die h&#246;rgesch&#228;digtenspezifische F&#246;rderung zunehmend nicht mehr in Sondereinrichtungen statt, sondern wird in inklusiven Settings vollzogen. Geb&#228;rdensprachlich kommunizierende Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler werden dabei von Geb&#228;rdensprachdolmetschern begleitet. Lautsprachlich kommunizierende Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler nutzen ihre individuellen H&#246;rhilfen und &#220;bertragungsanlagen. Im Einzelfall werden Schriftdolmetscher (z.B. &#252;ber Ve<TextGroup><PlainText>rbaVoi</PlainText></TextGroup>ce) hinzugezogen. Sowohl die geb&#228;rdensprachlich als auch die lautsprachlich kommunizierenden inkludiert beschulten Kinder und Jugendlichen werden im Regelfall durch eine oder einen vom F&#246;rderzentrum H&#246;ren entsandte H&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogin oder H&#246;rgesch&#228;digtenp&#228;dagogen unterst&#252;tzt. Die Bezeichnung f&#252;r diese Unterst&#252;tzung, Begleitung und Beratung ist in den einzelnen Bundesl&#228;ndern unterschiedlich (z.B. Mobiler Dienst, Ambulante F&#246;rderung, gemeinsames Lernen, ...).</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><Pgraph><Superscript>1</Superscript> Das betraf bereits mittelgradig schwerh&#246;rige Personen. Zu dieser Zeit gab es keine H&#246;rhilfen und keine Fr&#252;hf<TextGroup><PlainText>&#246;rder</PlainText></TextGroup>ung. Wenn keine H&#246;rhilfen und keine fr&#252;he F&#246;rderung zur Verf&#252;gung standen, konnte das Kind auditiv nicht erreicht werden und keine Spontansprache entwickeln.  </Pgraph><Pgraph><Superscript>2</Superscript> Es wird sowohl die Schreibweise Gro&#223;linden als auch Gro&#223;enlinden verwendet.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Konferenzpr&#228;sentation">
      <MainHeadline>Konferenzpr&#228;sentation</MainHeadline><Pgraph>Dieser Kurzbeitrag wurde bei der 26. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f&#252;r Audiologie pr&#228;sentiert und als Abstract ver&#246;ffentlicht <TextLink reference="15"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Interessenkonflikte">
      <MainHeadline>Interessenkonflikte</MainHeadline><Pgraph>Die Autorin erkl&#228;rt, dass sie keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Verbreitung der Franz&#246;sischen und der Deutschen Methode in Europa, &#252;bernommen aus Emmerig (1927) (&#91;16&#93;, S. 226)</Mark1></Pgraph></Caption>
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