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<GmsArticle>
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    <Identifier>zma000442</Identifier>
    <ArticleType>Projekt</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Das L&#252;becker Repetitorium &#34;Innere Kompakt&#34;</Title>
      <TitleAlternative>ein Pilotprojekt zur Vorbereitung auf das neue zweite Staatsexamen</TitleAlternative>
      <TitleTranslated language="en">The Luebeck compact revision course in Internal Medicine</TitleTranslated>
      <TitleTranslatedAlternative>a pilot scheme in preparation for the amended second state examination in human medicine</TitleTranslatedAlternative>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>K&#252;hn</Lastname>
          <LastnameHeading>K&#252;hn</LastnameHeading>
          <Firstname>Johanna</Firstname>
          <Initials>J</Initials>
          <AcademicTitle>Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein, Campus L&#252;beck, Medizinische Klinik I, Haus 32, Ratzeburger Allee 160, 23538 L&#252;beck, Deutschland<Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein, Campus L&#252;beck, Medizinische Klinik I, L&#252;beck, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>johanna.kuehn&#64;medizin.uni-luebeck.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Jabs</Lastname>
          <LastnameHeading>Jabs</LastnameHeading>
          <Firstname>Wolfram J</Firstname>
          <Initials>WJ</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein, Campus L&#252;beck, Medizinische Klinik I, L&#252;beck, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>jabs&#64;innere1.uni-luebeck.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
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    <PublisherList>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">revision course</Keyword>
      <Keyword language="en">internal medicine</Keyword>
      <Keyword language="en">examination</Keyword>
      <Keyword language="en">Luebeck</Keyword>
      <Keyword language="de">Repetitorium</Keyword>
      <Keyword language="de">Hammerexamen</Keyword>
      <Keyword language="de">Innere Medizin</Keyword>
      <Keyword language="de">Pr&#252;fungsvorbereitung</Keyword>
      <Keyword language="de">L&#252;beck</Keyword>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
    </SubjectGroup>
    <DateReceived>20070615</DateReceived>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20070815</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>24</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>148</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Die Einf&#252;hrung des neuen zweiten Staatsexamens im Herbst letzten Jahres f&#252;hrte bei vielen Medizinstudenten zu Verunsicherung. Diesem so genannten &#8222;Hammerexamen&#8220; durch optimale Vorbereitung seinen Schrecken zu nehmen, war Ziel des neu eingef&#252;hrten Repetitoriums der Inneren Medizin in L&#252;beck.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Projektbeschreibung:</Mark1> Erstmals im September letzten Jahres nahmen 75 Studierende im Praktischen Jahr am Repetitorium &#8222;Innere kompakt&#8220; teil. Innerhalb von acht Tagen wurden die wesentlichen pr&#252;fungsrelevanten Inhalte der Inneren Medizin behandelt &#8211; vormittags als Vorlesung, nachmittags als interaktiver Kleingruppenunterricht.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Durch t&#228;gliche Evaluierung und eine ausf&#252;hrliche Abschlussevaluation konnten positive Ans&#228;tze ebenso wie Schwachstellen ermittelt werden. Bei einer durchschnittlichen Gesamtnote von 1,92 und einer Weiterempfehlungsrate von 100&#37; fiel die R&#252;ckmeldung sehr positiv aus.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Diskussion und Schlussfolgerung:</Mark1> Um ein gutes Gelingen zu gew&#228;hrleisten, sollte man den Aufwand eines Repetitoriums nicht untersch&#228;tzen: ein strukturierter Stundenplan und engagierte Dozenten geh&#246;ren ebenso dazu wie sorgf&#228;ltige Planung und Verwaltungsaufgaben. Die m&#246;gliche Mehrbelastung wird jedoch durch gute Pr&#252;fungs- und Berufsvorbereitung der Studenten wieder aufgewogen. Dies hat uns in L&#252;beck dazu bewogen, das Repetitorium in der Inneren Medizin nun j&#228;hrlich anzubieten und weitere Repetitorien in klinischen F&#228;chern wie der Chirurgie folgen zu lassen.</Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph><Mark1>Introduction: </Mark1>The initiation of the amended second state examination in human medicine in autumn 2006 made many students feel insecure. Aim of the Luebeck compact revision course in Internal Medicine was to reassure the students by optimal preparation.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Project description:</Mark1> In September 2006, for the first time, 75 students in their final practical year of study participated in the revision course. During eight days, the relevant topics for the second state examination in Internal Medicine were discussed &#8211; as lectures in the morning and in small working groups with case presentations in the afternoon.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Results:</Mark1> Daily evaluation as well as a detailed evaluation at the end of the course point out the positive and negative aspects of the project. A final grade of 1.92 and a level of recommendation of 100&#37; reflect a very positive feedback.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark1>Discussion and conclusion:</Mark1> To ensure a successful realisation of such a course, time and effort may not be underrated: it takes i.e. a structured time-table and motivated tutors as well as a detailed planning and administrative tasks to realise such a project. However, the students&#180; better preparation for their examinations and jobs compensate the additional time and effort. Therefore, we decided to establish comparable revision courses in Internal Medicine annually, and other clinical areas like Surgery will follow.</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline>
      <Pgraph>&#8222;Hammerexamen&#8220; &#8211; dieses Wort war bereits vor der erstmaligen Durchf&#252;hrung der neuen zweiten &#228;rztlichen Pr&#252;fung im Herbst letzten Jahres stark belastet. Vor allem die Angst vor dem gro&#223;en Themenkomplex mit Inhalten aus dem fr&#252;heren ersten, zweiten und dritten Staatsexamen sowie die Ungewissheit &#252;ber den Pr&#252;fungsablauf pr&#228;gen diesen Begriff. Dem neuen Examen durch optimale Vorbereitung seinen Schrecken zu nehmen &#8211; das war das Ziel des neuartigen Repetitoriums &#8222;Innere kompakt&#8220;, welches im September letzten Jahres erstmalig an der Universit&#228;t zu L&#252;beck durchgef&#252;hrt wurde. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Projektbeschreibung">
      <MainHeadline>Projektbeschreibung</MainHeadline>
      <SubHeadline>Zielsetzung</SubHeadline>
      <Pgraph>Als Reaktion auf die ver&#228;nderte &#196;rztliche Approbationsordnung <TextLink reference="1"></TextLink> wurde bereits 2005 von den Lehrbeauftragten der Inneren Medizin und dem Studiendekanat der Universit&#228;t zu L&#252;beck eine Neugestaltung der Ausbildung im Fach Innere Medizin und dabei insbesondere des Praktischen Jahres initiiert <TextLink reference="2"></TextLink>. Durch den Wegfall des &#8222;alten&#8220; ersten und zweiten Staatsexamens fehlt bei vielen Studenten die intensive Lernvorbereitung, die diesen Examina vorausging. Diese fehlende Auseinandersetzung mit den Lehrinhalten auszugleichen, ist das Ziel unserer reformierten Lehrprojekte in der Inneren Medizin zu denen auch das  Repetitorium &#8222;Innere kompakt&#8220; geh&#246;rt. Dieser &#8222;Crash-Kurs&#8220; am Ende des Praktischen Jahres soll bereits gelernte Inhalte der Inneren Medizin auffrischen und auf das neue Examen vorbereiten  &#8211; zum einen, um ein besseres Pr&#252;fungsergebnis zu erzielen und die Angst und Unsicherheit vor der Pr&#252;fung durch optimale Vorbereitung abzubauen, zum anderen, um den Berufseinstieg durch fallorientiertes Training und Wiederholung h&#228;ufiger Krankheitsbilder zu erleichtern.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Fachgebiet &#8222;Innere Medizin&#8220; als Vorreiter f&#252;r ein Repetitorium auszuw&#228;hlen, ist bei Betrachtung des neuen Examens sinnvoll: die schriftliche Pr&#252;fung besteht zu 50&#37; aus Fallvorstellungen, die h&#228;ufig auf internistischen F&#228;llen basieren, anhand derer dann auch F&#228;cher wie Mikrobiologie oder Pharmakologie gepr&#252;ft werden. Dem &#8222;Pilotfach&#8220; Innere Medizin sollen andere klinische F&#228;cher wie die Chirurgie folgen.</Pgraph>
      <SubHeadline>Planung</SubHeadline>
      <Pgraph>Unter Ber&#252;cksichtigung des Gegenstandskatalogs und der Examensfragen des Instituts f&#252;r medizinische und pharmazeutische Pr&#252;fungsfragen (IMPP) begann schon fr&#252;hzeitig die Planung der Inhalte und der Struktur des Repetitoriums. Die Inhalte sollten einerseits alle klinisch wichtigen Krankheitsbilder eines Teilgebiets abdecken, andererseits besonders die Pr&#252;fungsschwerpunkte repr&#228;sentieren. Die Pr&#252;fungsinhalte der letzten schriftlichen und m&#252;ndlichen Examina wurden dabei ebenso zugrunde gelegt, wie auch die eigene Erfahrung der Dozenten als Pr&#252;fer. Um Themen&#252;berschneidungen zu vermeiden oder auch bewusst Inhalte zu verkn&#252;pfen wurden die Themenbereiche innerhalb eines Teilgebiets durch die drei Dozenten des jeweiligen Tages abgestimmt. Zur Abstimmung der Themenkomplexe zwischen den Teilgebieten diente die R&#252;cksprache mit der Lehrkoordinatorin wie auch ein Treffen mit den Hauptverantwortlichen aller Teilgebiete. Alle pr&#252;fungsrelevanten Teilgebiete der Inneren Medizin sollten vertreten sein, aber dennoch den Zeitrahmen von acht Tagen nicht sprengen. Die Dauer von acht Tagen ergab sich aus dem Kompromiss, die Lehrinhalte nicht zu kurz kommen zu lassen und andererseits die Aufnahmef&#228;higkeit der Studenten sowie den Charakter einer komprimierten Lehrveranstaltung zu ber&#252;cksichtigen. Pro Teilgebiet war ein Dozent als Hauptansprechpartner f&#252;r die inhaltliche Strukturierung des jeweiligen Tages und den Informationsfluss zu den weiteren Dozenten des Teilgebiets zust&#228;ndig. Eine Lehrkoordinatorin war Hauptansprechpartnerin f&#252;r die zentrale Abstimmung der Teilgebiete wie auch f&#252;r alle organisatorischen und verwaltungstechnischen Aufgaben. Dazu geh&#246;rte neben regelm&#228;&#223;igen Gespr&#228;chen mit den Dozenten auch die Information der Studenten &#252;ber die Veranstaltung mithilfe von Plakaten, Flugbl&#228;ttern, Mail-Verteilern und in m&#252;ndlicher Form. Ebenfalls waren die Verwaltung der Anmeldungen (Platzvergabe nach der Reihenfolge der Anmeldung), die Planung der R&#228;umlichkeiten, die Rekrutierung von Sponsoren oder die Erstellung von Veranstaltungsunterlagen dadurch zentral koordiniert.  </Pgraph>
      <SubHeadline>Durchf&#252;hrung</SubHeadline>
      <Pgraph>Vom 13. &#8211; 22. September 2006 nahmen 75 Studenten der Universit&#228;t zu L&#252;beck im Praktischen Jahr das Angebot wahr, am Repetitorium &#8222;Innere kompakt&#8220; teilzunehmen. Geordnet nach den Teilgebieten Angiologie, Kardiologie, Pulmologie&#47;Infektiologie, Gastroenterologie, H&#228;matologie&#47;Onkologie, Nephrologie, Endokrinologie und Rheumatologie wurden an acht Tagen die wesentlichen pr&#252;fungsrelevanten Inhalte der Inneren Medizin von Universit&#228;tsdozenten dargeboten (siehe Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>).</Pgraph>
      <Pgraph>Pro Tag waren drei Dozenten f&#252;r die komprimierte Darstellung der relevanten Themen aus ihrem Fachgebiet zust&#228;ndig: Vormittags wiederholten sie den Pr&#252;fungsstoff in pr&#228;gnanter Form als Vorlesung, am Nachmittag konnten sie das Gelernte dann bei der Fallbesprechung in Kleingruppen &#224; 25 Studenten vertiefen und interaktiv &#252;ben. Ziel der Kleingruppen war es, die st&#228;rkere fallorientierte Ausrichtung des neuen Examens zu ber&#252;cksichtigen, die Studenten zur Formulierung eigener Denkans&#228;tze zu motivieren, sowie m&#246;gliche Verst&#228;ndnisprobleme aufzudecken und zu diskutieren. Differentialdiagnostisch wurden &#220;berschneidungen zu den anderen Teilgebieten der Inneren Medizin er&#246;rtert und auch interdisziplin&#228;r wurde der Bezug zu F&#228;chern wie Mikrobiologie, Radiologie, Pharmakologie oder Chirurgie w&#228;hrend der Diskussion zu Diagnostik und Therapie hergestellt. Schrittweise wurde anhand von anamnestischen Fragen und Interpretationen von pr&#228;sentierten diagnostischen Befunden wie EKG, R&#246;ntgen-Thorax-Aufnahmen oder Koloskopie-Videos der Weg zur Diagnose diskutiert sowie m&#246;gliche Therapieans&#228;tze gegeneinander abgewogen. Pro Dozent wurden auf diese Weise etwa vier F&#228;lle bearbeitet.</Pgraph>
      <Pgraph>Um auch am Nachmittag zu gew&#228;hrleisten, dass alle Studenten die gleichen Inhalte geboten bekommen, rotierten die drei Kleingruppen zwischen den drei Dozenten. In den Pausen wurden Kaffee, Kekse und kalte Getr&#228;nke f&#252;r Dozenten und Studenten bereitgestellt. Die Lehrkoordinatorin war als Ansprechpartnerin w&#228;hrend des gesamten Repetitoriums vor Ort, um einen reibungslosen Ablauf zu gew&#228;hrleisten.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline>
      <Pgraph>Durch eine tageweise Evaluation zu Struktur und Inhalt von Vorlesungen und Fall&#252;bungen sowie eine umfangreiche Abschlussevaluation konnten wertvolle Informationen gewonnen werden, die es uns bei der Planung und Durchf&#252;hrung des n&#228;chsten Repetitoriums erm&#246;glichen, Schwachstellen zu beheben sowie gute Ans&#228;tze beizubehalten. Die verwendeten Frageb&#246;gen (siehe Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>, Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> und Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>) wurden in Zusammenarbeit mit der Beauftragten f&#252;r Lehrevaluation des Studiendekanats Medizin entworfen und detailliert ausgewertet. Die Ergebnisse wurden den Studenten als auch den Dozenten als Feedback zur Verf&#252;gung gestellt und bei Bedarf er&#246;rtert.</Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r die &#8222;Premiere&#8220; dieser Veranstaltung war es erfreulich, dass die R&#252;ckmeldung bereits f&#252;r diesen ersten Durchlauf sehr positiv ausfiel. Bei einem R&#252;cklauf von 58 Frageb&#246;gen bei der Abschlussevaluation gaben die Studenten dem Repetitorium eine durchschnittliche Gesamtnote von 1,92 und w&#252;rden es zu 100&#37; weiterempfehlen. Auch der Wunsch nach einem Repetitorium in anderen klinischen F&#228;chern best&#228;tigt den Sinn und Nutzen einer solchen Veranstaltung (siehe Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>). Die Aufteilung zwischen Vorlesung am Vormittag und Fallbesprechungen am Nachmittag, sowie die L&#228;nge des Tages und der Gesamtveranstaltung wurden ebenfalls positiv bewertet. Als Verbesserungsvorschlag wurde mehrfach angemerkt, die acht Tage auf zwei Wochen aufzuteilen, um in der Mitte der Woche jeweils einen freien Tag zum wiederholen und &#8222;durchatmen&#8220; zu haben. Auch eine Vorverlegung der Veranstaltung auf August wurde von vielen Studenten angeregt, um eine l&#228;ngere Zeitspanne zwischen Repetitorium und Pr&#252;fung zu erreichen. Kritisch sahen die Studenten, dass es einigen Dozenten schwer fiel, aus der F&#252;lle ihres Fachgebiets die pr&#252;fungsrelevanten Aspekte herauszufiltern. Dadurch wirkten einige Vorlesungen &#252;berladen und gehetzt. Aus den R&#252;ckmeldungen der Studenten (m&#252;ndlich, aus den Frage-Items und aus dem Freitext) wurde ein Plan mit Verbesserungsans&#228;tzen ausgearbeitet, der als Grundlage f&#252;r das n&#228;chste Repetitorium dient, dessen Vorbereitung bereits begonnen hat. Die R&#252;ckmeldung zu Themenkomplexen, die aus studentischer Sicht intensiver behandelt (Gastroenterologie) oder gestrafft (H&#228;matologie, Rheumatologie) werden sollten, gehen dabei ebenso in die Planung ein, wie der Wunsch nach noch intensiverem Training von g&#228;ngigen diagnostischen Methoden. Das ausgiebige &#220;ben der diagnostischen Befundung erscheint von daher sinnvoll, da die st&#228;rker fallorientierte Ausrichtung des Examens sowie der stark befundorientierte IMPP-Pretest 2005 eine vermehrte Interpretation von Befunden wie EKGs und R&#246;ntgenbildern im neuen Examen erwarten lassen.</Pgraph>
      <Pgraph>In Vorbereitung ist au&#223;erdem, eine R&#252;ckmeldung in Form von Frageb&#246;gen von den Studenten einzuholen, die am Repetitorium teilgenommen haben und demn&#228;chst ihr Abschlussexamen absolvieren. Dadurch lie&#223;e sich absch&#228;tzen, inwieweit das Repetitorium zum Examenserfolg beigetragen hat. Die wenigen Studenten, die bereits im Herbst letzten Jahres als &#8222;Vorreiter&#8220; das neue zweite Staatsexamen absolvierten, &#228;u&#223;erten sich im Falle einer m&#252;ndlichen R&#252;ckmeldung bez&#252;glich der Effektivit&#228;t des Repetitoriums durchweg positiv. </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Diskussion">
      <MainHeadline>Diskussion</MainHeadline>
      <Pgraph>Die guten Evaluationsergebnisse der Studenten sowie das positive Feedback der Dozenten best&#228;rken uns darin, mit der Umsetzung eines Repetitoriums f&#252;r Innere Medizin den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Trotz der guten Ergebnisse wollen wir auf die m&#246;glichen Schwierigkeiten eines solchen Repetitoriums hinweisen, die man bei der Planung ber&#252;cksichtigen sollte.</Pgraph>
      <Pgraph>Gerade in den gro&#223;en klinischen F&#228;chern ben&#246;tigt man viele Dozenten, um alle Teilgebiete des Faches ad&#228;quat abzudecken &#8211; am Repetitorium &#8222;Innere kompakt&#8220; waren beispielsweise 27 Dozenten beteiligt. Dabei sollten die Dozenten m&#246;glichst selbst im Examen pr&#252;fen, um Ihre eigene Erfahrung seitens des Pr&#252;fers weiterzugeben und auf m&#246;gliche Stolpersteine hinzuweisen. Dieser gro&#223;e Dozentenbedarf bedeutet bei einer ganzt&#228;gigen Veranstaltung zum einen ein gutes Zeit- und Personalmanagement, um die &#252;blichen Verpflichtungen von Klinik, Forschung und Lehre nicht zu vernachl&#228;ssigen. Zum anderen braucht man motivierte Dozenten mit der Bereitschaft, sich f&#252;r eine weitere freiwillige Veranstaltung zu engagieren und sich entsprechend vorzubereiten.</Pgraph>
      <Pgraph>Nicht zu untersch&#228;tzen ist au&#223;erdem der Organisationsaufwand im Vorfeld: ein strukturierter Stundenplan, Dozentengespr&#228;che, Werbung, Verwaltung der Anmeldungen oder Sponsorenrekrutierung sind nur einige der m&#246;glichen anfallenden Aufgaben. In L&#252;beck wurde eigens eine halbe Arzt-Stelle geschaffen, um unter anderem diese Aufgaben der Lehrkoordination in der Hand eines festen Ansprechpartners organisiert zu sehen und damit die Kliniker zu entlasten.</Pgraph>
      <Pgraph>Ein viel diskutierter Punkt im Vorfeld war die Erhebung eines studentischen Unkostenbeitrags. Gegner verglichen dies mit Studiengeb&#252;hren und sahen es als &#8222;universit&#228;re Pflicht&#8220;, solch eine Veranstaltung kostenfrei anzubieten. Bef&#252;rworter argumentierten mit einer Gef&#228;hrdung der Qualit&#228;t, falls der H&#246;rsaal vor unmotivierten Studenten &#252;berquellen w&#252;rde, was auch den Sinn der dann gro&#223;en Kleingruppen in Frage stelle. In L&#252;beck einigten wir uns auf eine Geb&#252;hr in H&#246;he von 50,- Euro pro Student &#8211; f&#252;r acht Tage ein verschmerzbarer Beitrag, vor allem, wenn man sich die Teilnahmekosten von professionell organisierten Repetitorien vor Augen f&#252;hrt. Zusammen mit Sponsorengeldern wurden daraus die Getr&#228;nkeversorgung, das Kantinenessen, Flyer und Poster, die Arbeitsunterlagen f&#252;r die Studenten, sowie eine Aufwandsentsch&#228;digung f&#252;r die Dozenten bezahlt. Wie die Evaluation zeigt, erschien die H&#246;he dieses Beitrags auch dem Gro&#223;teil der Studenten angemessen.</Pgraph>
      <Pgraph>In Bezug auf die Teilnehmerzahl war eine Beschr&#228;nkung auf 75 Personen in unseren Augen ein guter Kompromiss, ausreichend Studenten im Praktischen Jahr die M&#246;glichkeit zur Teilnahme zu bieten, andererseits aber eine &#220;berf&#252;llung von H&#246;rsaal und Kleingruppen und daraus entstehende hohe L&#228;rmpegel oder Un&#252;bersichtlichkeit zu vermeiden.</Pgraph>
      <Pgraph>Ein wichtiger Punkt, auf den hingewiesen werden muss, ist der Charakter eines Repetitoriums: eine knappe, aber pr&#228;gnante Darstellung der wichtigsten pr&#252;fungsrelevanten Aspekte. Nat&#252;rlich kann in der kurzen Zeit kein komplettes Teilgebiet der Inneren Medizin dargestellt werden. Gerade das bewusste Weglassen einiger Themen und das Hervorheben anderer stellt die Herausforderung dar, die das Gelingen eines Repetitoriums ma&#223;geblich beeinflusst.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Schlussfolgerung">
      <MainHeadline>Schlussfolgerung</MainHeadline>
      <Pgraph>Trotz der m&#246;glichen Mehrbelastung, die eine zus&#228;tzliche Veranstaltung wie das Repetitorium mit sich bringt, &#252;berwiegt dennoch der Nutzen. Eine fundierte Ausbildung f&#252;r die Klinik und ein gutes Abschneiden seiner Studenten in der Pr&#252;fung sollte jeder Universit&#228;t ein Ansporn sein. Die L&#252;becker Anatomie und die Physik f&#252;hren schon seit l&#228;ngerer Zeit erfolgreiche Repetitorien als Vorbereitung auf das Physikum durch. Als erstes Fachgebiet im klinischen Bereich wird die Innere Medizin in L&#252;beck nun j&#228;hrlich das Repetitorium als einen Bestandteil der Ausbildung etablieren und andere Kliniken, wie die Chirurgie, wollen diesem Pilotprojekt folgen. So kann es gelingen, durch bessere Pr&#252;fungsvorbereitung dem Examen gelassener entgegen zu gehen sowie die Berufsvorbereitung w&#228;hrend des Studiums effizienter zu gestalten.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Bundesministerium f&#252;r Gesundheit</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2002</RefYear>
        <RefBookTitle>Approbationsordnung f&#252;r &#196;rzte von 27. Juni 2002</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Bundesministerium f&#252;r Gesundheit. Approbationsordnung f&#252;r &#196;rzte von 27. Juni 2002. Bonn: Bundesgesetzblatt. 2002;1(44). Zug&#228;nglich unter: http:&#47;&#47;www.gesetze-im-internet.de&#47;bundesrecht&#47;&#95;appro&#95;2002&#47;gesamt.pdf.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>K&#252;hn J</RefAuthor>
        <RefAuthor>Westermann J</RefAuthor>
        <RefTitle>Praktisches Jahr: Zwischen Patientenwohl und &#34;Hammerexamen&#34;</RefTitle>
        <RefYear>2006</RefYear>
        <RefJournal>Dtsch Arztebl</RefJournal>
        <RefPage>A 1654-1656</RefPage>
        <RefTotal>K&#252;hn J, Westermann J. Praktisches Jahr: Zwischen Patientenwohl und &#34;Hammerexamen&#34;. Dtsch Arztebl. 2006;103(24):A 1654-1656.</RefTotal>
      </Reference>
    </References>
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      <Figures>
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          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 1: Stundenplan des Repetitoriums &#34;Innere Kompakt&#34;</Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
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          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 5: Auszug aus der Evaluation. Die Bewertung der Aussage in der Kopfzeile reichte von 1 &#61; &#34;trifft absolut zu&#34; bis 6 &#61; &#34;trifft &#252;berhaupt nicht zu&#34;.</Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
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              <Mark1>Abbildung 2: Fragebogen Tagesevaluation</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 3: Fragebogen Abschlussevaluation, Seite 1</Mark1>
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              <Mark1>Abbildung 4: Fragebogen Abschlussevaluation, Seite 2</Mark1>
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