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    <IdentifierDoi>10.3205/zma000822</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0008226</IdentifierUrn>
    <ArticleType language="de">Buchbesprechung</ArticleType>
    <ArticleType language="en">book report</ArticleType>
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      <Title language="de">Maike Rotzoll, Marion Hulverscheidt (Hrsg): Nie geschehen. Schreiben &#252;ber die Pest. Texte aus einem medizinhistorischen Lehrexperiment</Title>
      <TitleTranslated language="en">Maike Rotzoll, Marion Hulverscheidt (Hrsg): Nie geschehen. Schreiben &#252;ber die Pest. Texte aus einem medizinhistorischen Lehrexperiment</TitleTranslated>
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          <Firstname>Christoffer</Firstname>
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          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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        <Address>Justus-Liebig-Universit&#228;t Giessen, Fachbereich Medizin, Institut f&#252;r Geschichte der Medizin, Iheringstra&#223;e 6, 35392 Giessen, Deutschland<Affiliation>Justus-Liebig-Universit&#228;t Giessen, Fachbereich Medizin, Institut f&#252;r Geschichte der Medizin, Giessen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>christoffer.krug&#64;histor.med.uni-giessen.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SectionHeading language="en">medicine</SectionHeading>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20111214</DateReceived>
    <DateRevised>20120511</DateRevised>
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    <DatePublished>20120808</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>29</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>52</ArticleNo>
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    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Maike Rotzoll, Marion Hulverscheidt (Hrsg):</Pgraph><Pgraph><Mark1>Nie geschehen. Schreiben &#252;ber die Pest. Texte aus einem medizinhistorischen Lehrexperiment</Mark1></Pgraph><Pgraph>Centaurus Verlag &#38; Media KG</Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr: 2011, 227 Seiten, &#8364; 19,80</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Bibliographical details">
      <MainHeadline>Bibliographical details</MainHeadline><Pgraph>Maike Rotzoll, Marion Hulverscheidt (Hrsg):</Pgraph><Pgraph><Mark1>Nie geschehen. Schreiben &#252;ber die Pest. Texte aus einem medizinhistorischen Lehrexperiment</Mark1></Pgraph><Pgraph>Centaurus Verlag &#38; Media KG</Pgraph><Pgraph>year of publication: 2011, 227 pages, &#8364; 19,80</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><Pgraph>Kreatives Schreiben in der Medizingeschichte - ist das &#252;berhaupt m&#246;glich&#63; Und wo liegt der Lerneffekt&#63; Diese Fragen versuchen Maike Rotzoll und Marion Hulverscheidt mit ihrem Sammelband &#8222;Nie geschehen. Schreiben &#252;ber die Pest&#8220; zu beantworten. Untertitelt wird das Buch: &#8222;Texte aus einem medizinhistorischen Lehrexperiment&#8220;. Einem klassischen Experiment folgend er&#246;ffnet das Werk daher mit einer methodischen &#8222;Versuchsanordnung&#8220; als Einleitung: </Pgraph><Pgraph>Im Rahmen der medizinhistorischen Lehre im Fach Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE) schrieben Medizinstudierende als Leistungsnachweis in Berlin, Heidelberg und M&#252;nchen <Mark2>Faction</Mark2> &#252;ber die Pest. Sie lie&#223;en also aus historischen<Mark2> facts</Mark2> ausdrucksstarke<Mark2> fiction</Mark2> entstehen. Vorausgegangen war in von den Herausgeberinnen geleiteten Seminaren, die Erarbeitung von Quellen zur Seuchengeschichte verschiedener Epochen, aus der sich die Studierenden &#8222;mit sekund&#228;rliteraturgesch&#228;rftem Blick und der gebotenen Quellenkritik detaillierte Kenntnis der jeweils zeitspezifischen Quellen verschaffen sollten&#8220; (S.11). </Pgraph><Pgraph>Die Gliederung der aus den Seminaren entstandenen Texte in vier Kapitel folgt der historischen Einordnung der f&#252;r dieses Projekt ausgew&#228;hlten Sekund&#228;rliteratur und Quellen. Direkte Literaturverweise sind keine Bestandteile der Faction-Texte, jedoch erschlie&#223;t sich die verwendete Literatur aus der Gesamtwirkung der Beitr&#228;ge, der kunstvollen und anspruchsvollen Verflechtung von Fakten und Fiktionen. Um an dieser Stelle f&#252;r den Leser die f&#252;r eine differenzierte Beurteilung notwendige Transparenz zu erreichen, wurden die erarbeiteten Texte einer sorgf&#228;ltigen Pr&#252;fung und Kommentierung durch renommierte Experten unterzogen.</Pgraph><Pgraph>Im ersten Kapitel &#8222;Antike&#8220; wird die &#8222;Pest&#8220; in Athen um 430 v. Chr. und in Konstantinopel 542 n Chr. Behandelt. </Pgraph><Pgraph>Bereits die Lekt&#252;re der ersten Geschichten zeigt die Vielfalt und Kreativit&#228;t der Studierenden bei der Wahl der Perspektive und Form ihrer Berichterstattungen. Aus dem Blickwinkel eines spartanischen Spions, Berichten in Briefform und einem episch anmutenden Gedicht mit Versen in vollendet ausgearbeiteten Hexametern, werden dem Leser detaillierte Einblicke zum Ausbruch der &#8222;Pest&#8220;, ihren Symptomen und ihren Auswirkungen auf Lebensweise und Gesellschaft anschaulich er&#246;ffnet. Die Beitr&#228;ge des zweiten Kapitels widmen sich der Beschreibung der &#8222;Pest&#34; im sp&#228;tmittelalterlichen Italien am Beispiel von Florenz um 1348. Als Quellen f&#252;r die Faction&#8211;Texte wurden zeitgen&#246;ssische Berichte von Boccaccio und Petrarca verwendet. Insbesondere deren Schilderungen des Auseinanderbrechens gesellschaftlicher Strukturen, bis hin zur Ausl&#246;schung ganzer Familien, sowie der &#228;rztlichen Ohnmacht auf der Suche nach Heilmitteln, pr&#228;gen die Beitr&#228;ge der Studierenden, die wiederum besonders durch die Vielfalt der Erz&#228;hlformen sehr spannend und abwechslungsreich sind. </Pgraph><Pgraph>Berichte &#252;ber Pestepidemien im 17. und 18. Jahrhundert spannen schlie&#223;lich den Bogen zur Neuzeit. Beitr&#228;ge zur Erforschung und Entdeckung des Pesterregers, zum Teil erz&#228;hlt aus der Perspektive wichtiger Protagonisten wie Yersin und Kitasato und zu Ver&#228;nderungen im hygienischen Verst&#228;ndnis leiten hin zu d&#252;steren Endzeitphantasien &#252;ber neue, unkontrollierbare Pestausbr&#252;che in der Gegenwart.</Pgraph><Pgraph>Mit Ihrem Lehrexperiment greifen die Herausgeberinnen eine Frage auf, die sich nach Ver&#228;nderung der Approbationsordnung 2003&#47;2004 und Schaffung des Querschnittsbereiches Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE) stellte:</Pgraph><Pgraph>Wie kann medizinhistorische Lehre m&#246;glichst anschaulich und begreifbar gemacht werden und den Anspruch erf&#252;llen &#8222;die geistigen, historischen und ethischen Grundlagen &#228;rztlichen Verhaltens&#8220; <TextLink reference="1"></TextLink> zu vermitteln&#63;</Pgraph><Pgraph>Der von den Herausgeberinnen mit ihrem Lehrprojekt beschriebene Weg leistet hierzu einen Beitrag in mehreren Hinsichten: Die Verarbeitung von historischen Fakten in fiktionalen Texten erfordert eine voraus gegangene, intensive Besch&#228;ftigung mit den entsprechenden Quellen. Vergleicht man die zugrunde liegende Prim&#228;rliteratur mit den vorliegenden Beitr&#228;gen, so spiegeln diese eine erhebliche F&#252;lle von neuarrangierten, auf diese Weise interpretierten und neu in Kontext gesetzten Details wieder. Gleichzeitig kann die Auseinandersetzung mit der Medizingeschichte zur kritischen Betrachtung der heutigen &#228;rztlichen Praxis anregen, wie ganz besonders die Faction-Texte aus dem letzten, &#8222;Neuzeit&#8220;- &#252;berschriebenen Kapitel, zeigen. So wird man zum Beispiel intuitiv durch die Beitr&#228;ge zu Aspekten des staatlichen Umgangs mit Seuchenhygiene an die nicht lange zur&#252;ckliegende Aufregung um die Schweinegrippe erinnert. </Pgraph><Pgraph>Techniken des kreativen Schreibens haben in den letzten Jahren zunehmend Einzug auch in wissenschaftliche Bereiche gefunden. Hervor zu heben sind die Methoden des &#8222;Reflective-&#8220;, oder &#8222;Point of View Writing&#8220;, die insbesondere im angloamerikanischen Raum in Curricula f&#252;r Medizinstudierende integriert worden sind und auf die F&#228;higkeit des Perspektivenwechsels in der Arzt-Patienten-Begegnung zielen, also auf das Reflektieren des eigenen &#228;rztlichen Handelns, als Grundlage f&#252;r ein besseres Einf&#252;hlungsverm&#246;gen in die Erlebenswelt des Patienten.</Pgraph><Pgraph>Eben diese M&#246;glichkeit des Perspektivenwechsels er&#246;ffnet auch die in diesem Lehrprojekt erarbeitete fiktionale Neubelebung der historischen Quellen.</Pgraph><Pgraph>Manfred Horstmanshoff, Professor f&#252;r Geschichte der antiken Medizin an der Universit&#228;t Leiden und selbst Verfasser eines Faction-Textes im vorliegenden Buch, formuliert zu dieser Schreibtechnik: &#8222;Faction ist eine &#220;bung im historischen Verstehen, die einen Schritt weiter geht, als das reine Beobachten und Aufschreiben. Sie scheint mir ein ausgezeichnetes Training f&#252;r &#196;rzte zu sein, die sich f&#252;r &#8218;narrative based medicine&#8217; interessieren, f&#252;r eine Medizin also, die die Lebensgeschichte eines Patienten als Grundlage f&#252;r seine Behandlung w&#228;hlt.&#8220; (S. 52). </Pgraph><Pgraph>Kommunikation und narrative F&#228;higkeiten geh&#246;ren in der Arzt-Patienten Beziehung seit jeher zu den Kernkompetenzen eines Arztes. Ein diagnostisch t&#228;tiger Arzt sollte die Kunst der Kommunikationsf&#252;hrung und der Auswertung der ihm offenbarten Krankheits- und Lebensgeschichten beherrschen. Die Integration von kreativem Schreiben und Besch&#228;ftigung mit Literatur in die medizinische Ausbildung erscheint daher sinnvoll, denn die Interpretationen von Erz&#228;hlungen in Medizin und Literatur sind in gewisser Weise vergleichbare Prozesse und eine gute &#220;bung f&#252;r die oben genannten F&#228;higkeiten. </Pgraph><Pgraph>Die Frage, inwieweit Geschichte frei erz&#228;hlt werden und sie auch Literatur und somit Kunst sein darf, oder nur Gegenstand objektiver wissenschaftlicher Untersuchung sein kann, ist seit langem diskutiert worden und wird auch im Kommentar von Claudia Stein (Warwick) aufgegriffen. Doch die Pr&#228;misse des dargestellten Lehrexperimentes sollte es, wie die Herausgeberinnen in ihrem abschlie&#223;enden Kommentar res&#252;mieren, nicht sein, Medizinstudierende zu Schriftstellern oder Historikern auszubilden, sondern ihnen einen neuen, kreativen Zugang zur innovativen und intensiven Auseinandersetzung mit medizinhistorischen Quellen zu er&#246;ffnen. Nach Lekt&#252;re der insgesamt 26 Faction-Beitr&#228;ge kann festgestellt werden: Das Experiment ist ihnen gelungen. </Pgraph><Pgraph>Gekonnt wird der Leser, durch die einzelnen Epochen der medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisgeschichte der Pest gef&#252;hrt, und erh&#228;lt vom magisch-animistischen bzw. g&#246;ttlichen Ursachendenken und der Miasmenlehre bis hin zur Entdeckung des Erregers und aktuellen Implikationen von Krankheitsepidemien in unserer Zeit einen strukturierten &#220;berblick. </Pgraph><Pgraph>Das sowohl didaktisch als auch wissenschaftlich fundierte Buch von Maike Rotzoll und Marion Hulverscheidt, beide &#196;rztinnen und Medizinhistorikerinnen mit viel Lehrerfahrung (Heidelberg und Berlin), ist nicht nur informativ und unterhaltsam, es kann auch als praxistaugliches &#8222;Handbuch&#8220; f&#252;r eine neue und sinnvolle Lehrform verstanden werden. Es richtet sich an Studenten, medizinhistorisch interessierte Leser und vor allem Lehrende in der Medizin- Wissenschafts- und Technikgeschichte und sollte als Anregung aufgefasst werden, medizinhistorische Lehre lebensnah und praxisgerecht umzusetzen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Recension">
      <MainHeadline>Recension</MainHeadline><Pgraph>Creative Writing in medical history, where are the chances&#63; And what is the learning effect&#63; Questions Maike Rotzoll and Marion Hulverscheidt try to answer with their anthology &#8220;Nie geschehen. Schreiben &#252;ber die Pest&#8221;, subtitled: &#8222;Texte aus einem medizinhistorischen Lehrexperiment&#8220; (&#8222;Texts from a medical historic teaching experiment.&#8220;) Following a classic experiment, the work opens with a methodical &#8220;test arrangement&#8221; as introduction:</Pgraph><Pgraph>In the context of education in medical history for the course &#8220;Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin&#8221; (&#8220;History, Theory and Ethics of Medicine&#8221;) medical students in Berlin, Heidelberg and Munich wrote <Mark2>faction</Mark2> about the plague as a performance record. Thus forming historic <Mark2>facts</Mark2> into expressive<Mark2> fiction</Mark2>. Previously the editors conducted student tutorials to gather knowledge from sources about epidemic history in different eras. Texts derived from the seminars are arranged in four chapters, following the historic classification of the selected sources and secondary literature. Direct references are not part of the faction texts, however the cumulative impression and ambitious combination of fact and fiction in the articles reveal the used literature. Nevertheless, to constitute transparency and to allow a differentiated judgement, texts were thoroughly reviewed and annotated by recognized experts. </Pgraph><Pgraph>First chapter, entitled &#8220;Antike&#8221; (&#8220;ancient world&#8221;), covers the plague in Athens around 430 B.C. and Constantinople 542 AD. Initial reading already shows the students variety and creativity in terms of choice of perspective and forms of report. From the point of view of a spartan spy, letter-reports and epic poetry in perfect hexametric verses, the reader gains detailed and colourful insight into &#8220;plague&#8221; breakout, it&#8217;s symptoms and impact on society and living. </Pgraph><Pgraph>Articles of the second chapter are devoted to descriptions of plague in late medieval Italy around 1348, using contemporary reports of Boccaccio and Petrarca as sources.</Pgraph><Pgraph>Particularly their narrations of social structures breaking apart, up to the extinction of whole families and medical perplexity in the quest for a remedy, influence the students articles. </Pgraph><Pgraph>Reports on 17<Superscript>th</Superscript> and 18<Superscript>th</Superscript> century plague epidemics complete the circle and lead to the modern era. Narrations on research and discovery of the pathogen, told from the perspective of important protagonists such as Yersin and Kitasato as well as changes in hygienic understanding finally lead to sinister end time pictures of new, irrepressible modern plague breakouts. </Pgraph><Pgraph>With their teaching experiment the editors take up a question emerged from reformations of the approbation order in 2003&#47;2004 and the establishment of the new field &#8220;History, Theory and Ethics of Medicine&#8221;: How can education in medical history be clear, understandable and achieve the requirement to &#8220;convey the mental, historical and ethical basics of a physicians behaviour&#8221;&#63; <TextLink reference="1"></TextLink></Pgraph><Pgraph>Maike Rotzoll&#8217;s and Marion Hulverscheidt&#8217;s teaching project provides answers in several respects:</Pgraph><Pgraph>The conversion of historical facts into fictional texts demands prior intensive work on the corresponding sources. Compared to the underlying primary literature the present articles reflect plenty of new arranged and in this way reinterpreted details. </Pgraph><Pgraph>At the same time, involving in medical history can encourage critical reflection on today&#8217;s medical practice, notably illustrated by the faction articles in &#8220;Modern Age&#8220; entitled chapter four. So, for instance, reading faction with aspects on governmental handling of epidemic hygiene brings the recent swine flu hysteria up to mind. </Pgraph><Pgraph>In the last years techniques of creative writing have progressively found their way even into scientific fields. Methods of &#8220;reflective-&#8220; or &#8220;point-of-view-writing&#8221; have been integrated into curricula for medical students - especially in the angloamerican region - and aim on the competence to change perspectives in the physician-patient encounter and by this means on reflection of the own medical practice as a basic principle for empathy and a better understanding of the patients experiences. </Pgraph><Pgraph>Precisely this opportunity in changing perspectives is offered by the fictional reinvigoration of historic sources in this teaching project. </Pgraph><Pgraph>Manfred Horstmanshoff, Professor of the History of Ancient Medicine at the University of Leiden and himself contributor of a faction-text to this book writes about this technique: &#8222;Faction is an exercise in historic understanding, going one step further than mere observance and writing. For me it appears to be an excellent training to those physicians interested in &#8216;narrative based medicine&#8217;. A medicine that chooses the patient&#8217;s life story as a basis for his treatment.&#8221; (p.52, Translation: CK).</Pgraph><Pgraph>Communication and narrative skills have always been a core competence for physicians in the doctor-patient relationship. A physician aimed to diagnose his patient&#8217;s disease should be capable of interpreting his illness- and life-narratives. Therefore integration of creative writing and literature into medical education appears to be meaningful because interpretation of narratives in medicine and literature are in this way comparable processes and a good training. </Pgraph><Pgraph>The question in what extent history may be openly narrated and therefore be literature and consequently art, or just the purpose of an objective scientific analysis, has been argued for a long time. However, as the editors conclude, the premise of this clearly represented teaching experiment was not to educate medical students as professional authors or historians but rather to show them a creative access to innovative and intensive work on medical historic sources. </Pgraph><Pgraph>After reading 26 faction articles one can notice: The experiment was successful.</Pgraph><Pgraph>Skilfully the reader is guided through the different eras of plague related medical-scientific history and gains a structured view, starting from magic-animist and respectively divine thinking to miasma-doctrine up to detection of the pathogen and current implications of epidemics today. </Pgraph><Pgraph>Maike Rotzoll&#8217;s and Marion Hulverscheidt&#8217;s book (both physicians and medical historians with teaching experience in Heidelberg and Berlin) is didactically as well as scientifically well grounded. Not only informative and entertaining this work can also be understood as a reference book for a new and meaningful way of teaching. It addresses students, readers with medical historic interest and particularly tutors in the history of medicine, science and technology and should be seized as suggestion to implement medical historic education practical and drawn from life. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Interessenkonflikt">
      <MainHeadline>Interessenkonflikt</MainHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Competing interests">
      <MainHeadline>Competing interests</MainHeadline><Pgraph>The author declares that he has no competing interests.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefAuthor>Mitgliederversammlung des Fachverbandes Medizingeschichte</RefAuthor>
        <RefAuthor>Vorstand der Akademie f&#252;r Ethik in der Medizin</RefAuthor>
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        <RefYear>2009</RefYear>
        <RefBookTitle>Querschnittsbereich Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin - Gemeinsames Grundsatzpapier des Fachverbandes Medizingeschichte und der Akademie f&#252;r Ethik in der Medizin, Ulm: Universit&#228;t Ulm; 2009</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Mitgliederversammlung des Fachverbandes Medizingeschichte, Vorstand der Akademie f&#252;r Ethik in der Medizin. Querschnittsbereich Geschichte, Theorie, Ethik der Medizin - Gemeinsames Grundsatzpapier des Fachverbandes Medizingeschichte und der Akademie f&#252;r Ethik in der Medizin, Ulm: Universit&#228;t Ulm; 2009. Zug&#228;nglich unter&#47;available from: http:&#47;&#47;www.uni-ulm.de&#47;uploads&#47;media&#47;Grundsatzpapier&#95;GTE.pdf</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.uni-ulm.de&#47;uploads&#47;media&#47;Grundsatzpapier&#95;GTE.pdf</RefLink>
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