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    <IdentifierDoi>10.3205/zma000886</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-zma0008864</IdentifierUrn>
    <ArticleType language="de">Buchbesprechung</ArticleType>
    <ArticleType language="en">book report</ArticleType>
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      <Title language="de">Jens L. Tiedemann: Scham</Title>
      <TitleTranslated language="en">Jens L. Tiedemann: Scham</TitleTranslated>
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          <Lastname>Putz</Lastname>
          <LastnameHeading>Putz</LastnameHeading>
          <Firstname>Reinhard</Firstname>
          <Initials>R</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr. med.</AcademicTitle>
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        <Address>LMU M&#252;nchen, Anatomische Anstalt, Pettenkoferstra&#223;e 11, 80336 M&#252;nchen, Deutschland<Affiliation>LMU M&#252;nchen, Anatomische Anstalt, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>reinhard.putz&#64;med.uni-muenchen.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <SectionHeading language="en">medicine</SectionHeading>
      <SectionHeading language="de">Humanmedizin</SectionHeading>
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    <DateReceived>20130619</DateReceived>
    <DateRevised>20130707</DateRevised>
    <DateAccepted>20130708</DateAccepted>
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    <DatePublished>20131115</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1860-3572</ISSN>
        <Volume>30</Volume>
        <Issue>4</Issue>
        <JournalTitle>GMS Zeitschrift f&#252;r Medizinische Ausbildung</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Z Med Ausbild</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>43</ArticleNo>
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    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Bibliographische Angaben">
      <MainHeadline>Bibliographische Angaben</MainHeadline><Pgraph>Jens L. Tiedemann</Pgraph><Pgraph><Mark1>Scham</Mark1></Pgraph><Pgraph>Psychosozial Verlag, Gie&#223;en</Pgraph><Pgraph>Erscheinungsjahr: 2013, Seiten: 141, &#8364; 16,90</Pgraph><Pgraph>ISBN: 9783837922295</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Bibliographical details">
      <MainHeadline>Bibliographical details</MainHeadline><Pgraph>Jens L. Tiedemann</Pgraph><Pgraph><Mark1>Scham</Mark1></Pgraph><Pgraph>Psychosozial Verlag, Gie&#223;en</Pgraph><Pgraph>Year of publication: 2013, page: 141, &#8364; 16,90</Pgraph><Pgraph>ISBN; 9783837922295</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Rezension">
      <MainHeadline>Rezension</MainHeadline><Pgraph>Diese Rezension ist nicht von einem spezialisierten Fachmann geschrieben, sondern lediglich von einem in der t&#228;glichen Arbeit mit jungen Studierenden der Medizin erfahrenen Hochschullehrer, der allerdings in vielen Gespr&#228;chen mit jungen Menschen auf tief liegende, wenn auch meist maskierte N&#246;te und Sorgen gesto&#223;en ist. In der Ausbildung aktive Personen tun allgemein gut daran, neben der notwendigen fachlichen Kompetenz auch ein grundlegendes Verst&#228;ndnis f&#252;r &#8211; den Vermittlungsprozess mitunter st&#246;rende &#8211; Wesensz&#252;ge und das Verhalten der anvertrauten Studierenden zu erwerben. Dieses kleine Buch ist in der Lage, &#252;ber &#252;bliche klassische psychologische Hilfen und Anleitungen hinaus eine neue, erg&#228;nzende Sicht auf manches Verhalten und mancherlei Probleme in der Interaktion mit Studierenden zu gewinnen. </Pgraph><Pgraph>Schon in der Einleitung wird dem Leser verdeutlicht, welch zentrale Rolle &#8222;Scham&#8220; in Psychotherapie und Psychoanalyse spielt. Scham- und Angstgef&#252;hle werden als die am leichtesten generalisierenden und sich ausbreitenden Affekte dargestellt. Scham als Affekt an der Grenze von Selbst und Anderem stellt die Frage, ob ich mich sch&#228;men kann, ohne besch&#228;mt zu werden&#63; </Pgraph><Pgraph>An den Anfang des Textes stellt der Autor eine &#220;bersicht &#252;ber die Entstehung psychoanalytischer Schamkonzepte. Dabei muss sich der allgemein an derartigen Fragen durchaus interessierte Leser erst an die Vorstellung gew&#246;hnen, dass sich moderne Schamkonzepte deutlich &#252;ber Sigmund Freuds Auffassungen hinaus entwickelt haben. Als Grundlage neuerer Entwicklungen der Psychoanalyse wird herausgestellt, dass in jedem Fall beide Partner mit ihrem ganzen Wesen am Dialog beteiligt sind und dass Scham als intersubjektives Geschehen angesehen werden muss.</Pgraph><Pgraph>Im zweiten Abschnitt werden in sehr bildhafter Sprache &#196;u&#223;erungen und Erscheinungsformen von Scham beschrieben und in ihrem Wesen erl&#228;utert. Dabei erkennt der Leser viele t&#228;gliche Verhaltensweisen wieder, die erst in diesem Zusammenhang als Muster Bedeutung erhalten. Dass Scham in eine psychosoziale Katastrophe m&#252;nden kann, wird schlie&#223;lich eindrucksvoll verst&#228;ndlich.</Pgraph><Pgraph>Der gr&#246;&#223;te Teil des Buches  widmet sich dem Umgang mit Schamkonflikten in der klinischen Praxis. In der Au&#223;ensicht wirken die vielen Hinweise f&#252;r den praktisch t&#228;tigen Psychotherapeuten &#252;beraus hilfreich, k&#246;nnen aber auch vom Laien nachvollzogen und ggf. &#8211; in aller Vorsicht &#8211; nutzbringend in das pers&#246;nliche Gespr&#228;chsverhalten mit eingebaut werden. Sehr kommt es dem Autor darauf an, beim Therapeuten eine f&#252;r jegliches Gelingen der Therapie notwendige Sensibilisierung zu erreichen. Es ist sofort einleuchtend, dass im Umgang mit Scham im Gespr&#228;ch ein klassisches Dilemma auftritt: Einerseits muss Scham erkannt, benannt und interpretiert werden, andererseits darf in dieser Interaktion die Scham nicht vergr&#246;&#223;ert werden. Auch dazu gibt der Autor in sp&#252;rbar einf&#252;hlsamer Art Hinweise und Empfehlungen. </Pgraph><Pgraph>Im Schlusskapitel benennt der Autor als wichtigstes Anliegen seines Buches die Sensibilisierung des klinisch arbeitenden Psychotherapeuten f&#252;r die grunds&#228;tzliche Rolle von Scham und Schamkonflikten bei verschiedensten Beziehungsst&#246;rungen. </Pgraph><Pgraph>Das kleine Buch &#8222;Scham&#8220; ist ein trotz seiner F&#252;lle an Information und vieler pers&#246;nlich ber&#252;hrender Analysen und Er&#246;rterungen ein lesbarer Text, der es mit vielen Literaturhinweisen erlaubt, ihn als Einstieg in wissenschaftlich weiterf&#252;hrende Arbeiten zu nutzen. Eine gewisse kurzperiodische Redundanz, wie sie den Text kennzeichnet, entpuppt sich gerade f&#252;r den Nichtfachmann als hilfreiches Stilmittel, um den Blick auf die zentralen Themen nicht aus dem Auge zu verlieren.</Pgraph><Pgraph>Nicht zuletzt soll freim&#252;tig bekannt werden, dass dieser Text durchaus auch geeignet erscheint, sich mancher pers&#246;nlicher Wesensz&#252;ge bewusst zu werden und besser damit umgehen zu lernen. So stolpert man z.B. ermunternd auf Seite 109 &#252;ber den Satz: &#8222;Keine Selbsterkenntnis findet ohne begleitende Schamkonflikte statt.&#8220;</Pgraph><Pgraph>Jedem, eben auch dem nicht psychotherapeutisch Versierten, der, wie dies h&#228;ufig in Ausbildungsfunktionen zutrifft, beruflich darauf angewiesen ist, auff&#228;llige Verhaltensweisen einzusch&#228;tzen und sie ggf. einer fachlichen Behandlung zuzuf&#252;hren, wird dieses B&#252;chlein wertvolle Hilfe und nachdenklich machende Anregung sein. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Recension">
      <MainHeadline>Recension</MainHeadline><Pgraph>The author of this review is not a specialist but simply a university teacher who has experience working with medical students on a daily basis yet who has, in many discussions with young people, encountered profound but usually well-concealed worries and concerns. Besides the necessary professional competence, educators will find it useful to acquire a foundational understanding of the character traits and behaviour of the students entrusted to them, as their behaviour occasionally interferes with the teaching process. Reaching beyond the scope of a classic psychological guide or aid, this little volume is able to gain a complementary view of many behavioural patterns and numerous complexities in the teacher-student interaction.</Pgraph><Pgraph>The book&#8217;s introduction confronts the reader with the central role shame plays in psychotherapy and psychoanalysis. Shame and fear are presented as both the most easily generalized and the most readily spreading affects. Shame is located on the boundaries between the self and the other. This raises the question whether it is possible to feel shame without being shamed.</Pgraph><Pgraph>The author begins with an overview of the origins of the concept of shame in psychoanalysis. This challenges any reader with a general interest in the subject to come to terms with the notion that modern concepts of shame have developed far beyond the ideas of Sigmund Freud. The basis of recent developments of psychoanalysis that is presented is that in every case, both partners are involved in the dialogue with their entire selves and that shame has to be considered as an intersubjective event.</Pgraph><Pgraph>The second section describes manifestations and appearances of shame and explains their essence. The language is rich in imagery. This allows the reader to recognize many forms of day-to-day behaviour that gain significance as patterns only within this context. Finally, it becomes memorably clear that shame can lead to psychosocial disaster.</Pgraph><Pgraph>The major part of the book explores approaches to shame conflicts in a practical clinical setting. It provides numerous practical hints for psychotherapists, which also appear helpful when viewed from outside but which can be understood and &#8211; with the necessary caution &#8211; applied to personal interaction patterns by non-specialists as well. The author is deeply concerned with providing therapists with that sensitivity which is conditional for any successful therapy. It is immediately plausible that any dealing with shame in conversation immediately leads to a classic dilemma. On the one hand, shame has to be identified, named and interpreted. On the other hand, this interaction must not intensify feelings of shame. With great tact and empathy, the author provides hints and recommendations for this topic. </Pgraph><Pgraph>In the concluding chapter, the author identifies the primary goal of his book: sensitising the clinical psychotherapist for the foundational role played by shame and conflicts of shame in a wide variety of relationship disorders. </Pgraph><Pgraph>Despite the abundance of information and the many personally touching analyses and discussions it contains, this small volume, Scham &#91;Shame&#93;, is a very readable text. Its numerous bibliographic references make it a helpful introduction to more in-depth studies. The text is characterized by a certain redundancy and brief sentences, which prove to be a useful stylistic device and prevent particularly non-specialists from losing sight of the central topics.  </Pgraph><Pgraph>Last, but not least, this text seems quite apt also to aid in recognition and more effective handling of certain traits of one&#8217;s very own character. For instance, on page 109 we encounter the following encouraging sentence: &#8216;No self-knowledge can occur without the shame conflicts that accompany it&#8217; &#91;author&#8217;s translation&#93;.</Pgraph><Pgraph>This little volume provides valuable help and thought-provoking stimulation to anyone, in particular anyone nor versed in psychotherapy, whose profession &#8211; as is frequently the case in educational situations &#8211; entails evaluating conspicuous behavioural patterns and, if indicated, referring them to professional treatment.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="de" linked="yes" name="Interessenkonflikt">
      <MainHeadline>Interessenkonflikt</MainHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, das er keine Interessenkonflikte im Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock language="en" linked="yes" name="Competing interests">
      <MainHeadline>Competing interests</MainHeadline><Pgraph>The author declares that he has no competing interests. </Pgraph></TextBlock>
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