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    <ArticleType>Kurzmitteilung</ArticleType>
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      <Title language="de">Prozesssteuerung und Qualit&#228;tsmanagement in Tierkliniken durch Einsatz mobiler IT &#8211; Erfahrungsbericht aus einer Universit&#228;tstierklinik nach 5-j&#228;hriger Anwendung</Title>
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        <Address>Klinik f&#252;r Wiederk&#228;uer mit Ambulanz und Bestandsbetreuung, Sonnenstr. 16, 85764 Oberschlei&#223;heim<Affiliation>Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen, Klinik f&#252;r Wiederk&#228;uer mit Ambulanz und Bestandsbetreuung, Lehrstuhl f&#252;r Innere Medizin und Chirurgie der Wiederk&#228;uer, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>M.Metzner&#64;LMU.de</Email>
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          <Affiliation>Universit&#228;t Augsburg, Lehrstuhl f&#252;r Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik und Financial Engineering, Augsburg, Deutschland</Affiliation>
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        <Email>mail&#64;danielgull.de</Email>
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          <Affiliation>Fujitsu Siemens Computers GmbH, M&#252;nchen, Deutschland</Affiliation>
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        <Email>Michaela.Gull&#64;fujitsu-siemens.com</Email>
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        <Email>admin&#64;med.vetmed.uni-muenchen.de</Email>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20081028</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>4</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Sonderheft "Mobile Informationstechnologie in der Medizin"</IssueTitle>
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    <ArticleNo>16</ArticleNo>
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      <Pgraph>Im Zuge des Neubaus der Klinik f&#252;r Wiederk&#228;uer der Ludwig-Maximilians-Universit&#228;t M&#252;nchen wurde im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut f&#252;r Informatik der Technischen Universit&#228;t M&#252;nchen ein ma&#223;geschneidertes mobiles System f&#252;r das Patientenmanagement entwickelt.</Pgraph>
      <Pgraph>Zun&#228;chst wurden s&#228;mtliche f&#252;r die Patientenbehandlung notwendigen Klinikprozesse, wie Stammdatenverwaltung, medikamentelle Therapie, Behandlungsma&#223;nahmen, Diagnosen- und Labordatenverarbeitung, F&#252;tterungs- und Melkmanagement sowie Informations- und Rechnungswesen, in Form von Aktivit&#228;tsdiagrammen modelliert und zusammen mit dem prozessverantwortlichen Oberarzt optimiert. Entwicklung und Erprobung der einzelnen Module zur Prozessunterst&#252;tzung und -steuerung erfolgten separat und interaktiv, was Entwicklungszeit und Fehlerquote erheblich reduzierte. Anschlie&#223;end erfolgte die Integration in das Gesamtsystem mit Anbindung an ein redundantes Datenbanksystem (SQL-Server).</Pgraph>
      <Pgraph>Die Hauptaufgabe des Kliniksystems ist die Verbesserung der Prozessunterst&#252;tzung der t&#228;glich anfallenden Aufgaben. Hierzu geh&#246;ren insbesondere die Dokumentation bestimmter Ma&#223;nahmen (z.B. Anwendung von Medikamenten, Materialverbrauch und Leistungen) und die Erstellung von Anschreiben (z.B. die Festlegung von Wartezeiten in Abh&#228;ngigkeit der verwendeten Pharmaka und ihrer Applikationsart). Die Patientendaten werden individuell aufbereitet und klinikweit vorgehalten. Bereits w&#228;hrend der morgendlichen Patientenvisite werden alle notwendigen Arbeitsprozesse angesto&#223;en und die erfassten Daten den anderen Arbeitsgruppen (Assistenten, Chirurgen, Tierpflegern, Laborangestellten, Verwaltungsangestellten, Studenten) unmittelbar zur Verf&#252;gung gestellt, so dass diese parallel und ohne Zeitverlust mit der Bearbeitung beginnen k&#246;nnen. Papier und Kugelschreiber konnten auf diese Weise f&#252;r die Routinearbeit in vielen Bereichen abgeschafft werden, wodurch redundante Eingaben vermieden und die Zahl der &#220;berstunden verringert wurden.</Pgraph>
      <Pgraph>Eine weitere Aufgabe des Systems ist die Prozesssteuerung und Qualit&#228;tskontrolle. Die Abarbeitung bestimmter T&#228;tigkeiten wird durch das System strikt vorgegeben und &#252;berwacht. So wird z.B. die Verwendung der ermolkenen Milch von K&#252;hen in Funktion der bei ihnen angewendeten Medikamente gesteuert. Aufgetretene Fehler im Arbeitsprozess, wie z.B. das Vergessen der Tr&#228;nkeplanung bei einem Patienten, werden automatisch erkannt und gemeldet, so dass unmittelbar darauf reagiert werden kann. Die Implementierung der Fehlererkennung und der Plausibilit&#228;tskontrollen im System erfolgte sowohl durch regul&#228;re Ausdr&#252;cke, die Falscheingaben sofort feststellen und verhindern, als auch durch Pr&#252;falgorithmen, welche Fehler auf Basis des vorhandenen Patientendatenbestands selbstst&#228;ndig identifizieren k&#246;nnen (z.B. durch Vergleich der Bewertung der Tr&#228;nkeaufnahmen der K&#228;lber durch die Tierpfleger mit den tats&#228;chlich aufgenommenen Tr&#228;nkemengen).</Pgraph>
      <Pgraph>Die Benutzerschnittstelle und die Endger&#228;te wurden speziell auf den rauen Arbeitsalltag einer Rinderklinik ausgerichtet. So erwies es sich als zweckm&#228;&#223;ig, an einigen Stellen robuste und schmutzunempfindliche Touchscreens fest zu montieren, mit deren Hilfe eine rationelle Steuerung der Software in Schmutzbereichen m&#246;glich ist. Die Bereitstellung eines fl&#228;chendeckenden Wireless-LAN (WLAN) auf dem weitl&#228;ufigen Klinikgel&#228;nde im Innen- und Au&#223;enbereich mit geeigneten Au&#223;enantennen bietet eine gro&#223;e Mobilit&#228;t und Flexibilit&#228;t beim Einsatz der auch im Stehen bedienbaren Tablet-PCs. Dies zahlt sich gerade auch bei den in einer Tierklinik sehr h&#228;ufig durchgef&#252;hrten Standplatzwechseln der Patienten aus, da ihre elektronische Patientenakte nun anhand der Tiernummer &#252;berall und sofort verf&#252;gbar ist.</Pgraph>
      <Pgraph>Bisher melden sich die auf den Tablet-PCs installierten Clients mittels direkter Verbindung am SQL-Server an. Dies bedeutet aber auch, dass bei einer eventuellen schlechten oder unterbrochenen WLAN-Verbindung ein Arbeiten an den mobilen Stationen zwischenzeitlich nicht m&#246;glich ist. Durch eine eigenst&#228;ndige SQL-Server-Installation, die sich mittels Merge-Replikation an den Haupt-SQL-Server anbindet, w&#252;rde diese Limitation wegfallen. Nach nunmehr f&#252;nf Jahren Einsatz der mobilen Hardware wird zum Jahresende hin das erste Hardwareupgrade durchgef&#252;hrt, damit durch den Umstieg auf neue WLAN-Technologie und neue Tablet-PCs diese kurzfristig auch im Offline-Betrieb eingesetzt werden k&#246;nnen.</Pgraph>
      <Pgraph>Abgesehen vom Klinikalltag hat die Einf&#252;hrung des Patientenmanagementsystems auch eine wichtige Grundlage f&#252;r wissenschaftliche Arbeiten gelegt. Auf Basis der elektronischen Patientendaten konnten bereits etliche empirische Untersuchungen durchgef&#252;hrt werden. So ist beispielsweise die Verkn&#252;pfung von Labordaten mit Diagnosen aus einer &#252;ber 1700 Eintr&#228;gen enthaltenden hierarchischen Baumstruktur h&#228;ufig die Grundlage f&#252;r retrospektive wissenschaftliche Untersuchungen.</Pgraph>
      <Pgraph>Die anf&#228;ngliche Skepsis der Mitarbeiter gegen&#252;ber der Abh&#228;ngigkeit von einem ungewohnten und f&#252;r sie nicht kontrollierbaren IT-System konnte mittlerweile &#252;berwunden werden. Dennoch gibt es auch Bereiche, insbesondere bei der Mitarbeit st&#228;ndig wechselnder Studierender, die wegen ihrer kurzen Aufenthaltsdauer in der Klinik nicht in das Patientenmanagementsystem eingearbeitet werden k&#246;nnen, in denen die Software bisher nur bedingt genutzt wird und die Abarbeitung der Aufgaben weiterhin &#252;ber schriftlich erstellte Pl&#228;ne erfolgt.</Pgraph>
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      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline>
      <SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline>
      <Pgraph>Keine angegeben.</Pgraph>
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