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<GmsArticle>
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    <Identifier>mibe000086</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000086</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0000861</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Konzeption und Evaluation eines fallbasierten Trainingssystems im universit&#228;tsweiten Einsatz (CaseTrain)</Title>
      <TitleTranslated language="en">Conception and evaluation of a case-based training system for university-wide adoption (CaseTrain)</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>H&#246;rnlein</Lastname>
          <LastnameHeading>H&#246;rnlein</LastnameHeading>
          <Firstname>Alexander</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Lehrstuhl Informatik 6, Am Hubland, 97074 W&#252;rzburg, Deutschland<Affiliation>Lehrstuhl f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz und Angewandte Informatik, Julius-Maximilians-Universit&#228;t, W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>hoernlein&#64;informatik.uni-wuerzburg.de</Email>
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        <PersonNames>
          <Lastname>Ifland</Lastname>
          <LastnameHeading>Ifland</LastnameHeading>
          <Firstname>Marianus</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
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        <Address>
          <Affiliation>Lehrstuhl f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz und Angewandte Informatik, Julius-Maximilians-Universit&#228;t, W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>Ifland&#64;informatik.uni-wuerzburg.de</Email>
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      </Creator>
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        <PersonNames>
          <Lastname>Kl&#252;gl</Lastname>
          <LastnameHeading>Kl&#252;gl</LastnameHeading>
          <Firstname>Peter</Firstname>
          <Initials>P</Initials>
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        <Address>
          <Affiliation>Lehrstuhl f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz und Angewandte Informatik, Julius-Maximilians-Universit&#228;t, W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>Pkluegl&#64;informatik.uni-wuerzburg.de</Email>
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      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Puppe</Lastname>
          <LastnameHeading>Puppe</LastnameHeading>
          <Firstname>Frank</Firstname>
          <Initials>F</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Lehrstuhl f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz und Angewandte Informatik, Julius-Maximilians-Universit&#228;t, W&#252;rzburg, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>puppe&#64;informatik.uni-wuerzburg.de</Email>
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      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">needs assessment</Keyword>
      <Keyword language="en">problem-based learning</Keyword>
      <Keyword language="en">educational measurement</Keyword>
      <Keyword language="en">rapid e-learning</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20090225</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>5</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>eLearning in der Medizin 2.0</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>07</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes">
      <Pgraph>Basierend auf umfangreichen Erfahrungen mit fallbasierten Trainingssystemen in der Medizin werden Anforderungen, Umsetzung und eine universit&#228;tsweite Evaluation des fach&#252;bergreifenden Players und Autorensystem f&#252;r fallbasiertes Training <Mark2>CaseTrain</Mark2> pr&#228;sentiert. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren waren (1) die Falleingabe mit Standardtextsystemen und einer Webapplikation zum Upload der Falldokumente und zur Fallverwaltung, (2) die Integration mit einer Lernplattform und (3) die curriculare Integration der Trainingsf&#228;lle mit automatisierten Evaluationstechniken.</Pgraph>
    </Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes">
      <Pgraph>Based on previous experiences with systems for case-based training in medicine, requirements, implementation and university wide evaluation of the multidisciplinary player and authoring tool for case-based training <Mark2>CaseTrain</Mark2> are presented. Key factors for its success were (1) the facility, to author training cases with standard text systems and to manage case upload with a web based management tool, (2) the tight integration with a learning management platform, (3) an emphasis on curricular integration of the cases and automatic evaluation facilities.</Pgraph>
    </Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Fragestellung und Motivation">
      <MainHeadline>1 Fragestellung und Motivation</MainHeadline>
      <Pgraph>Die Bearbeitung virtueller Problemf&#228;lle kann in der Lehre nicht nur in der Medizin vielf&#228;ltig eingesetzt werden: Als Erg&#228;nzung zum systematischen Unterricht, indem echte oder didaktisch aufbereite Probleme als &#220;bungsaufgaben angeboten werden oder im Rahmen des problembasierten Lernen, bei dem die Studierenden fehlendes Wissen zur L&#246;sung der Probleme recherchieren und diskutieren sollen. Zahlreiche Studien haben eine hohe Akzeptanz bei Studierenden gezeigt <TextLink reference="1"></TextLink>. Allerdings h&#228;ngt die Verbreitung dieser Lehrform entscheidend von dem Aufwand f&#252;r Dozenten ab, Problemf&#228;lle leicht zu erstellen oder vorhandene Problemf&#228;lle f&#252;r ihre Lehrveranstaltungen zu adaptieren. Daf&#252;r sind spezielle Autorensysteme vorteilhaft. Ein Beispiel ist das Autoren- und Ablaufsystem d3web.Train <TextLink reference="2"></TextLink>, in dem Dozenten durch Annotation von Word-Dokumenten neue F&#228;lle selbst erstellen k&#246;nnen. Die resultierenden Trainingssysteme wurden u.a. in der Rheumatologie <TextLink reference="3"></TextLink> und der H&#228;matologie <TextLink reference="4"></TextLink> erfolgreich in der medizinischen Lehre an der Universit&#228;t W&#252;rzburg eingesetzt und positiv evaluiert. Anfang 2007 stellte sich im Rahmen eines fach&#252;bergreifenden Blended Learning-Projektes der Universit&#228;t W&#252;rzburg zum Einsatz fallbasierter Trainingssysteme die Frage, ob das vorhandene System auch au&#223;erhalb der Medizin eingesetzt werden kann oder ob eine Neuentwicklung Erfolg versprechender ist.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Anforderungs- analyse">
      <MainHeadline>2 Anforderungsanalyse</MainHeadline>
      <Pgraph>In mehreren Sitzungen mit Dozenten der Universit&#228;t W&#252;rzburg aus den F&#228;chern Medizin, Jura, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie, P&#228;dagogik, Geographie, Bioinformatik u.a. wurden anhand der Diskussion beispielhafter Trainingsf&#228;lle (z.B. Diagnose und Therapie virtueller Patienten; die inkrementelle Erstellung einer Gliederung zur L&#246;sung juristischer F&#228;lle in den ersten Semestern; die Vorgehensweise zur L&#246;sung betriebswirtschaftlicher Probleme; F&#228;lle aus der klinischen Psychologie wie Diagnostik einer Angstst&#246;rung; die Bewertung von per Video gezeigten Unterrichtssequenzen in der P&#228;dagogik oder die inkrementelle Auswertung vorgegebener statistischer Daten, um eine bestimmte Hypothese zu pr&#252;fen) folgende organisatorische und technische Anforderungen an ein fach&#252;bergreifendes System zum fallbasierten Lernen gestellt, das sich an verschiedene didaktische Anspr&#252;che aus unterschiedlichen F&#228;chern adaptieren l&#228;sst: </Pgraph>
      <SubHeadline>2.1 Organisatorische Aspekte</SubHeadline>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Es sollen kurze F&#228;lle erstellt werden, die in ca. 5&#8211;15 Minuten l&#246;sbar sind. Diese sind &#8211; wie Evaluationen in der Medizin gezeigt haben &#8211; f&#252;r die Studierenden attraktiver und auch f&#252;r die Dozenten leichter erstellbar. Hintergrundwissen soll nicht im Fall eingebunden sondern &#252;ber Links angebunden werden, damit es wiederverwendbar ist.</ListItem>
          <ListItem level="1">Die F&#228;lle m&#252;ssen curricular eingebunden werden und sollten auch zur Vorbereitung von Pr&#252;fungen dienen. Das hat zwei Konsequenzen f&#252;r das Autorensystem: Alte Pr&#252;fungssammlungen sollen leicht eingebunden werden k&#246;nnen und die Fragen bzw. F&#228;lle sollten leicht adaptierbar sein, um sie aktuell zu halten.</ListItem>
          <ListItem level="1">Die Studierenden sollen die F&#228;lle online bewerten k&#246;nnen.</ListItem>
          <ListItem level="1">Das System soll ohne Anleitung bedienbar sein und auf allen g&#228;ngigen Browsern laufen.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Das Trainingssystem ist so ausgelegt, dass es in eine Lernplattform integriert ist und von dieser aufgerufen wird. Daher sollen Funktionen, die eine Lernplattform standardm&#228;&#223;ig anbietet, nicht dupliziert werden (z.B. Kommunikation wie Email, Chat und Diskussionsforen, Studentenverwaltung, Bereitstellung von Vorlesungsmaterialien usw.). </Pgraph>
      <SubHeadline>2.2 Technische Aspekte des Fallplayers</SubHeadline>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Ein Fall besteht aus einer Menge von Situationsbeschreibungen und Fragen dazu. Die Situationsbeschreibungen bauen aufeinander auf. Sie enthalten Text mit eingebetteten Multimedia-Elementen (Bilder, Videos, Audio).</ListItem>
          <ListItem level="1">Ein typischer Fall hat eine lineare Sequenz von Situationsbeschreibungen. Dar&#252;berhinaus gibt es die Option, dass die Studierenden zus&#228;tzliche, zur Falll&#246;sung ben&#246;tigte Informationen zum Fall aus einer Liste angebotener Untersuchungen selbst frei ausw&#228;hlen m&#252;ssen und dann nur die Informationen der ausgew&#228;hlten Untersuchungen angezeigt bekommen (sowie ein direktes Feedback, ob die Untersuchungsauswahl insgesamt sinnvoll war). </ListItem>
          <ListItem level="1">Es gibt verschiedene Fragetypen: MC-Fragen, numerische Fragen, Long-Menu-Fragen, hierarchische Long-Menu-Fragen oder Wort-Fragen. Weitere Fragetypen sollen leicht erg&#228;nzt werden k&#246;nnen.</ListItem>
          <ListItem level="1">F&#252;r (hierarchische) Long-Menu-Fragen sollen wiederverwendbare Terminologien benutzt werden k&#246;nnen (z.B. bei Fragen nach Diagnosen oder Untersuchungen, bei denen die Liste der m&#246;glichen Diagnosen f&#252;r verschiedene Fragen dieselbe ist, aber mit unterschiedlichen korrekten Antworten).</ListItem>
          <ListItem level="1">Fragen sollen differenziert bewertet werden k&#246;nnen: Das umfasst relative Gewichtungen f&#252;r verschiedene Fragen eines Falles und ein differenziertes Bewertungsschema, um halbrichtige Antworten zu einer Frage angemessen bewerten zu k&#246;nnen.</ListItem>
          <ListItem level="1">Bei Wortfragen soll die M&#246;glichkeit bestehen, Tipp- oder Rechtschreibfehler bei der Eingabe bez&#252;glich der Auswertung zu tolerieren, wobei der Autor bei der Fallerstellung die Toleranzgrenze individuell bestimmen kann (z.B. in Form einer maximalen Levenshtein-Distanz f&#252;r jede Antwort).</ListItem>
          <ListItem level="1">Bei falsch oder teilweise falsch beantworteten Fragen soll der Student ein ausf&#252;hrliches Feedback bekommen, das neben den richtigen Antworten und einer Erl&#228;uterung des Bewertungsschemas auch Kommentare enthalten kann.</ListItem>
          <ListItem level="1">Der Student kann eine Frage nur einmal beantworten, also nicht zur&#252;ckspringen. Er soll aber eine &#220;bersicht &#252;ber den bisher bearbeiteten Fall mit allen Informationen, Fragen und gegebenen Antworten einschl. deren Bewertung bekommen.</ListItem>
          <ListItem level="1">Aus der Summe aller beantworteten Fragen und ggf. der Bearbeitungszeit wird ein Score pro Fall gebildet, der mittels Schwellwert auf erfolgreich gel&#246;st&#47;nicht gel&#246;st abgebildet werden kann. Die Information soll an die umgebende eLearning-Plattform gemeldet werden und kann in den Lehrveranstaltungen z.B. als Voraussetzung zur Klausurzulassung abgefragt werden.</ListItem>
          <ListItem level="1">Das System soll statistische Auswertungen f&#252;r den Dozenten unterst&#252;tzen, z.B. wie gut einzelne Fragen im Durchschnitt beantwortet wurden und wie viel Zeit Studierende zur Beantwortung der einzelnen Frage im Durchschnitt ben&#246;tigen.</ListItem>
          <ListItem level="1">Jeder Fall soll eine Einleitung und einen p&#228;dagogischen Abschlusskommentar haben.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <SubHeadline>2.3 Technische Aspekte des Autorensystems</SubHeadline>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Das Autorensystem soll ohne spezielle Vorkenntnisse bedienbar sein, da Dozenten eher gelegentlich daran arbeiten. Es soll daher auf Standardtextsystemen aufbauen. </ListItem>
          <ListItem level="1">Die Text- und Mediendateien sollen &#252;ber das Web hochgeladen und automatisch in einen ablauff&#228;higen Fall umgewandelt werden k&#246;nnen, ggf. auftretende Fehler sollen &#252;bersichtlich dargestellt werden, so dass die Verbesserungszyklen kurz sind.</ListItem>
          <ListItem level="1">Es soll ein Workflow mit Roherstellung, &#220;berpr&#252;fung und Freigabe eines Falles durch verschiedene Personen unterst&#252;tzt werden.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Eine Evaluation den Autoren bekannter Autorensysteme zeigte, dass kein Werkzeug alle Anforderungen erf&#252;llt (vgl. auch die Dissertationen <TextLink reference="2"></TextLink> und <TextLink reference="5"></TextLink>). Mindestens eine der folgenden Bedingungen war nicht erf&#252;llt: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="2">Verf&#252;gbarkeit spezifisch fallbasierter Elemente (insbesondere aufeinander aufbauende Situationsbeschreibungen mit freier Informationsauswahl und Long-M<TextGroup><PlainText>enu</PlainText></TextGroup>-Fragetypen z.B. f&#252;r Diagnose- und Untersuchungsfragen mit wiederverwendbarer Terminologie). </ListItem>
          <ListItem level="2">Einfaches Autorensystem f&#252;r Gelegenheitsautoren basierend auf Standardtextsystemen und Web-Upload-Schnittstelle und einfaches Ablaufsystem f&#252;r Studierende, das ad-hoc bedienbar ist.</ListItem>
          <ListItem level="2">Keine Beschr&#228;nkungen wie Spezialisierung des Autorensystems auf bestimmte Dom&#228;nen oder Verf&#252;gbarkeit des Trainingssystems nur in bestimmten Browsern</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Konzeption und Implementierung">
      <MainHeadline>3 Konzeption und Implementierung</MainHeadline>
      <Pgraph>Im Folgenden beschreiben wir die konzeptionelle Umsetzung der Anforderungen. Gem&#228;&#223; dieser Konzeption und basierend auf den Erfahrungen mit d3web.Train, CASUS <TextLink reference="6"></TextLink> und CAMPUS <TextLink reference="7"></TextLink> wurde mit<Mark2> CaseTrain</Mark2> <TextLink reference="8"></TextLink> ein neues Verwaltungs- und Ablaufsystem entwickelt. Diese Implementierung wird anhand einiger Screenshots von <Mark2>CaseTrain</Mark2> demonstriert.</Pgraph>
      <SubHeadline>3.1 Autorensystem</SubHeadline>
      <Pgraph>Als Standardtextsystem f&#252;r die Fallerstellung wurde wegen seiner Verbreitung Microsoft<Superscript>&#174;</Superscript> Word&#8482; gew&#228;hlt, wobei auch andere Systeme wie etwa <Mark2>OpenOffice.org Writer</Mark2> <TextLink reference="9"></TextLink> oder <Mark2>iWork Pages</Mark2> <TextLink reference="10"></TextLink> zum Einsatz kommen k&#246;nnen, solange sich damit .doc-Dateien erzeugen lassen. Die Eingabe erfolgt mittels einer tabellarischen Schablone, die die Textkategorien (z.B. Infotext, Fragen, Antworten) vorgibt. Die Fallinhalte werden in der Tabelle mit Hilfe weniger Schl&#252;sselw&#246;rter und einfacher Textauszeichnungen (u.a. Fett-Markierung, Zeilenumbruch) eingegeben (Abbild<TextGroup><PlainText>ung 1 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). Da Microsoft Word auch eine Nachverfolgung von &#196;nderungen unterst&#252;tzt, wird mit diesem Format eine komfortable gemeinsame Falldokumenterstellung mehrerer Autoren erm&#246;glicht. Illustrationen k&#246;nnen einfach in das Dokument eingef&#252;gt werden, sonstige Medien (Videos, PDF-Dokumente, &#8230;) und fall&#252;bergreifend verwendete Inhalte werden gemeinsam mit dem Dokument in einem Archiv verpackt, das dann als Ausgangspunkt f&#252;r einen neuen fertigen Fall oder eine neue Version eines vorhandenen Falles dient.</Pgraph>
      <Pgraph>Das Extrahieren der Falldaten aus den Worddokumenten geschieht durch den ebenfalls an der Universit&#228;t W&#252;rzburg entwickelten <Mark2>TextMarker</Mark2>. Das <Mark2>TextMarker</Mark2>-System <TextLink reference="11"></TextLink>, <TextLink reference="12"></TextLink> ist ein Tool f&#252;r die Extraktion von Informationen, die Segmentierung und die Manipulation von Texten. Mit der regelbasierten Skriptsprache des Systems wird versucht, das &#252;bliche menschliche Vorgehen bei der Verarbeitung von Texten nachzuahmen: Oft werden relevante Information mit einem Farbstift hervorgehoben oder zus&#228;tzliche Informationen in Form von Notizen hinzugef&#252;gt. Diese Textstellen werden dann f&#252;r eine weitere Verarbeitung genauer betrachtet.</Pgraph>
      <Pgraph>Das wichtigste Sprachelement der <Mark2>TextMarker</Mark2>-Sprache ist die Regel. Eine <Mark2>TextMarker</Mark2>-Regel besteht aus einer beliebigen Anzahl von Regelelementen. Ein Regelelement enth&#228;lt wiederum drei unterschiedliche Komponenten. Die notwendige Grundkondition bestimmt die Textstelle und deren Typ, welche von der Regel betrachtet werden soll. Zus&#228;tzliche kann ein Regelelement mehrere Konditionen und&#47;oder Aktionen enthalten. Die Konditionen &#252;berpr&#252;fen die Textpassage auf weitere notwendige Eigenschaften. Die Aktionen verarbeiten die betrachtete Textstelle, indem der Textstelle ein neuer Typ zugewiesen wird, diese farblich hervorgehoben oder ver&#228;ndert wird oder Log-Informationen bez&#252;glich dieser Textpassage ausgegeben werden.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark2>TextMarker</Mark2> erwartet als eigentliche Eingabe Text-Dateien, deswegen wird das Word-Dokument zun&#228;chst (durch Anbindung des Open-Source-Projects <Mark2>OpenOffice.org</Mark2>) in einfaches HTML konvertiert. Dieses und die beiden optionalen Text-Dokumente &#8211; f&#252;r long-menu-Fragen und die Untersuchungsauswahl &#8211; werden an <Mark2>TextMarker</Mark2> &#252;bergeben und durch jeweils eine <Mark2>TextMarker</Mark2>-Regeldatei verarbeitet. Als Ausgabe f&#252;r den Benutzer werden f&#252;r jede Eingabedatei Log-Informationen und eine annotierte Version der Eingabe erstellt. Als Ausgabe f&#252;r die Weiterverwendung im <Mark2>CaseTrain-Player</Mark2> erzeugt <Mark2>TextMarker</Mark2> ein XML-Falldokument (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) und ggf. (aus den Inhalten der beiden optionalen Text-Dokumenten) ein XML-Terminologie-dokument.</Pgraph>
      <Pgraph><Mark2>TextMarker</Mark2> ist zwar eigentlich f&#252;r die Extraktion von Informationen und nicht f&#252;r das Parsen von Dokumenten mit fest vorgegebener Struktur entwickelt worden, bietet aber viele Vorteile gegen&#252;ber starren Parsern. Durch die regelbasierte Sprache k&#246;nnen &#196;nderungen am Fallformat schnell und einfach integriert werden. Das dynamische Filtern des Eingabetextes erm&#246;glicht eine robuste Extraktion der Informationen. Falls jedoch Informationen nicht sicher erkannt werden k&#246;nnen, erzeugt <Mark2>TextMarker</Mark2> eine farbliche Markierung im Text. Durch dieses Feedback (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>) kann der Autor sehr einfach die vorhandenen Fehler finden und korrigieren.</Pgraph>
      <Pgraph>Nach der Anwendung von <Mark2>Textmarker</Mark2> wird in den fertigen Fall ggf. noch ein Evaluationsabschnitt eingef&#252;gt (s.u.) und der Fall &#252;ber seine Metadaten in der Fallbasis gespeichert. Abschlie&#223;end wird der Fall mit der jeweils aktuellen Fallplayer-Version verkn&#252;pft so dass bei einer Aktualisierung des Fallplayers (z.B. aufgrund einer &#196;nderung des Fallformats) keine Inkompatibilit&#228;ten auftreten k&#246;nnen.</Pgraph>
      <SubHeadline>3.2 Wiederverwendbarkeit der F&#228;lle</SubHeadline>
      <Pgraph>Durch Verwendung eines XML-Formats ist ein einfacher Austausch von Fallinhalten mit anderen fallbasierten Trainingssystemen mit nicht-prozedural definiertem Fallformat m&#246;glich. So ist z.B. eine Konvertierung in das XML-basierte <Mark2>MedicML</Mark2>-Format <TextLink reference="13"></TextLink>, <TextLink reference="14"></TextLink> prinzipiell m&#246;glich, wobei das vorliegende XML-Format Fachgebiets-unspezifisch ist und eine Umsetzung in das auf medizinische F&#228;lle spezialisierte <Mark2>MedicML</Mark2> deshalb Zusatzwissen erfordert. Die Konvertierung wurde eingesetzt, um F&#228;lle aus <Mark2>d3web.Train</Mark2>, die ebenfalls auf einem XML-Format basieren, in <Mark2>CaseTrain</Mark2> nutzen zu k&#246;nnen. </Pgraph>
      <SubHeadline>3.3 Fallverwaltung</SubHeadline>
      <Pgraph>F&#252;r die Fallerstellung und Verwaltung wurde die Webanwendung <Mark2>CaseTrain-Manager</Mark2> entwickelt. Um die in Abschnitt 2.3 gestellten Anforderungen erf&#252;llen zu k&#246;nnen, verf&#252;gt <Mark2>CaseTrain-Manager</Mark2> &#252;ber Versionsverwaltung, Datenablage, Benutzerverwaltung mit Unterst&#252;tzung mehrerer Rollen, eine Anbindung an die zentrale, auf <Mark2>Moodle</Mark2> <TextLink reference="15"></TextLink> basierende eLearning-Plattform der Universit&#228;t W&#252;rzburg <Mark2>wuecampus</Mark2> <TextLink reference="16"></TextLink> und eine Statistikkomponente zur Erfassung und graphischen Auswertung der Fallbearbeitungen.</Pgraph>
      <Pgraph>Der <Mark2>CaseTrain-Manager</Mark2> ist &#8211; wie der Fallplayer auch &#8211; browserunabh&#228;ngig. Durch Anbindung an die LDAP-Benutzerverwaltung sind spezielle Benutzerdaten nicht zwingend n&#246;tig (aber m&#246;glich), die Autoren k&#246;nnen sich also mit ihrem universit&#228;tsweiten Benutzeraccount anmelden. Mittels spezieller Skripte, die von <Mark2>wuecampus</Mark2> bereitgestellt werden, ist es m&#246;glich, F&#228;lle vom <Mark2>CaseTrain-Manager</Mark2> aus einfach in <Mark2>wuecampus</Mark2>-Kurse einzubinden bzw. den Zustand dieser Verkn&#252;pfungen zu &#252;berwachen.</Pgraph>
      <Pgraph>Ein Dozent kann F&#228;lle zu Fallsammlungen zusammenfassen, die jeweils mit einem <Mark2>wuecampus</Mark2>-Kurs verkn&#252;pft sind, welcher wiederum einer Lehrveranstaltung zugeordnet ist. Rechte&#47;Rollen werden immer f&#252;r eine Fallsammlung gesetzt. Folgende Rollen k&#246;nnen vergeben werden:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1"><Mark2>Dozent (Besitzer):</Mark2> Dozenten k&#246;nnen eine Fallsammlung l&#246;schen, die Rechte vergeben und die Besitzrechte an andere Benutzer &#252;bertragen, zudem verf&#252;gen sie nat&#252;rlich auch &#252;ber alle weiteren Rechte an der Fallsammlung</ListItem>
          <ListItem level="1"><Mark2>Hilfskraft (Schreibrechte):</Mark2> Hilfskr&#228;fte k&#246;nnen neue F&#228;lle erstellen, neue Versionen von F&#228;llen erstellen, F&#228;lle l&#246;schen und auf Benutzungsstatistiken zugreifen</ListItem>
          <ListItem level="1"><Mark2>Reviewer (Freigaberechte):</Mark2> Diese Rolle ist f&#252;r Reviewer, die nur F&#228;lle freigeben k&#246;nnen.</ListItem>
          <ListItem level="1"><Mark2>Supervisor (Recht zur erweiterten Dateneinsicht):</Mark2> Dieses Recht erlaubt den Einblick in die Nutzungsstatistiken, die Rechte f&#252;r diese Fallsammlung und in die Historie dieser Fallsammlung (also wann wurde ein Fall erstellt, ge&#228;ndert, gel&#246;scht, &#8230;).</ListItem>
          <ListItem level="1"><Mark2>Leserechte:</Mark2> Damit erhalten Benutzer Zugriff auf alle Dokumente und F&#228;lle der entsprechenden Fallsammlung. Aktuell haben alle Benutzer Leserechte an allen Fallsammlungen, damit noch unerfahrene Autoren von F&#228;llen aus vielleicht inhaltlich fremden Fallsammlungen aber mit &#228;hnlichem Fallaufbau lernen k&#246;nnen.</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Dar&#252;ber hinaus gibt es noch eine Administrator-Rolle, die Zugang zu einer umfassenden Statistik und der vollen Benutzerverwaltung gew&#228;hrt. Zudem hat der Administrator implizit Besitzrechte an jedem Kurs.</Pgraph>
      <Pgraph>Mehrere Benutzer mit Rechten an einer Fallsammlung werden gegenseitig &#8211; soweit sinnvoll &#8211; von ihren Aktionen per Mail informiert. Damit und mit einer dynamischen Oberfl&#228;che wird folgender Workflow in unterst&#252;tzt: </Pgraph>
      <Pgraph>
        <OrderedList>
          <ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Dozent l&#228;dt Rohfall hoch und fordert Weiterbearbeitung an.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Hilfskraft erstellt korrekten Fall und fordert Freigabe an.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Peer-Reviewer erh&#228;lt per Mail URL zur Fallbegutachtung und gibt den Fall frei (oder lehnt die Freigabe ab, woraufhin Dozent und Hilfskraft informiert werden).</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Hilfskraft (und Dozent) wird &#252;ber Freigabe informiert und macht den Fall im zugeh&#246;rigen <Mark2>wuecampus</Mark2>-Kurs zug&#228;nglich.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">Studierende bearbeiten den Fall und k&#246;nnen Fragen im Kurs-eigenen Fragen-Forum stellen.</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6.">Hilfskraft erh&#228;lt Mail und beantwortet die Frage (oder leitet die Frage an den Dozenten weiter).</ListItem>
          <ListItem level="1" levelPosition="7" numString="7.">Studierende werden &#252;ber Antwort informiert.</ListItem>
        </OrderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Bei der Fallerstellung, d.h. dem Schritt, bei dem aus Dokumenten ablaufbare F&#228;lle werden, werden zuerst alle Fallinhalte (Dokumente, Medien, &#8230;) f&#252;r das Einlesen der Fallinhalte und die Verwendung im Fall vorbereitet: Das Falldokument wird in eine HTML-Zwischenrepr&#228;sentation konvertiert, integrierte Bilder werden extrahiert, konvertiert und ggf. skaliert, Videos und Audiodateien werden in ein vom Fallplayer unterst&#252;tztes Format konvertiert und entsprechende Dateistrukturen werden erstellt.</Pgraph>
      <SubHeadline>3.4 Fallplayer</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Implementierung des Fallplayers <Mark2>CaseTrain-Player</Mark2> erfolgte in <Mark2>Adobe Flash 9</Mark2>, in welchem mit <Mark2>ActionScript</Mark2> 3.0 <TextLink reference="17"></TextLink> &#8211; im Gegensatz zu Version 8 mit <Mark2>ActionScript</Mark2> 2.0 &#8211; eine streng objektorientierte Programmiersprache zur Verf&#252;gung steht. Er ist damit webbasiert, plattformunabh&#228;ngig und sieht auf allen g&#228;ngigen Browsern selbst bei aufw&#228;ndigeren Effekten stets identisch aus. Es wurde viel Wert darauf gelegt, dass er einfach und ohne Einarbeitung zu bedienen ist, indem nur wenige, leicht als solche zu erkennenden Schaltfl&#228;chen zur Verf&#252;gung stehen, deren Funktion zudem leicht erfassbar ist. Es werden alle Anforderungen aus 2.2 unterst&#252;tzt. Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/> zeigt die R&#252;ckmeldung an den Lerner nach Beantwortung einer Frage, wobei seine Antwort bewertet und ein Autorenkommentar gegeben wird sowie die Gesamtbewertung einer Fallbearbeitung.</Pgraph>
      <SubHeadline>3.5 Evaluation</SubHeadline>
      <Pgraph>Um eine kontinuierliche Verbesserung der Inhalte und der Technik erm&#246;glichen zu k&#246;nnen findet die Evaluation auf vier Ebenen statt:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Fallbearbeitungsprotokolle (Log-Daten)</ListItem>
          <ListItem level="1">Kurzer Evaluationsfragenabschnitt am Ende jeder Fallbearbeitung</ListItem>
          <ListItem level="1">Ausf&#252;hrlicher Evaluationsfragebogen nach jedem Kurs</ListItem>
          <ListItem level="1">Analyse der Pr&#252;fungsergebnisse</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <SubHeadline2>Erfassung der Fallbearbeitungen (Log-Daten)</SubHeadline2>
      <Pgraph>Jede Aktion des Lerners, insbesondere der Fallstart, die Beantwortung von Fragen, das Starten eines neuen Abschnittes usw. wird vom <Mark2>CaseTrain-Player</Mark2> zur Laufzeit protokolliert. Diese Informationen werden dann w&#228;hrend des Fallverlaufs an die Statistik-Komponente des <Mark2>CaseTrain-Managers</Mark2> &#252;bertragen, so dass sp&#228;ter eine genaue Auswertung m&#246;glich ist: Anhand dieser Daten k&#246;nnen sowohl detaillierte objektive Statistiken &#252;ber die Nutzung bestimmter Funktionen des Fallplayers (Zusammenfassung aufrufen, Hintergrundwissen &#246;ffnen, Kommentar &#246;ffnen usw.), als auch f&#252;r den Fallautor interessante Statistiken &#252;ber die Beantwortung einzelner Fragen erhoben werden. Wenn bei der Bereitstellung des Falles in der eLearning-Plattform <Mark2>wuecampus</Mark2> die Anonymisierung nicht aktiviert wird, kann jede Fallbearbeitung eindeutig einem Studierenden zugeordnet werden, was eine individuelle Auswertung erm&#246;glicht.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Fallinterne Evaluationsfragen</SubHeadline2>
      <Pgraph>Autoren k&#246;nnen im Falldokument auch abschlie&#223;ende Evaluationsfragen definieren. Tun sie dies nicht, dann wird in den fertigen Fall ein kurzer Standard-Evaluationsabschnitt eingef&#252;gt &#8211; es sei denn der Autor schaltet das explizit im <Mark2>CaseTrain-Manager</Mark2> ab. Dieser ist konfigurierbar, derzeit aber nur sehr kurz um eine m&#246;glichst hohe R&#252;cklaufquote zu erreichen: Er umfasst nur eine Schulnote f&#252;r Bedienbarkeit des Fallplayers und eine f&#252;r Qualit&#228;t der Fallinhalte sowie die M&#246;glichkeit eines Freitextkommentars. Die Evaluationsantworten werden mit den Fallbearbeitungen erfasst, wie die &#252;brigen Fragen mittels der Statistik-Komponente unmittelbar ausgewertet und geben dem Fallautoren so ein unkompliziertes, direktes Feedback.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Kursevaluation</SubHeadline2>
      <Pgraph>Jeder Dozent eines Kurses, bei dem <Mark2>CaseTrain</Mark2>-F&#228;lle zum Einsatz kommen, hat die M&#246;glichkeit, am Ende des Vorlesungszeitraums eine Evaluation durchf&#252;hren zu lassen. Dazu existiert ein einheitlicher schriftlicher Fragebogen mit 19 Items u.a. zur curricularen Integration, der Bedienung und technischen Problemen. Die ausgef&#252;llten Frageb&#246;gen werden (bis auf eventuelle Kommentare) automatisch ausgewertet und ein PDF-Bericht generiert.</Pgraph>
      <SubHeadline2>Analyse der Pr&#252;fungsergebnisse</SubHeadline2>
      <Pgraph>Neben der Kursevaluation ist gew&#252;nscht, dass Dozenten Pr&#252;fungsergebnisse daraufhin untersuchen, ob die vorherige Nutzung der Trainingsf&#228;lle Auswirkungen auf die Ergebnisse hatte. Im einfachsten Fall kann man die Leistungen der Studierenden bei der Fallbearbeitung mit denen in der Klausur vergleichen. Sind die F&#228;lle aber nur anonym verf&#252;gbar, dann bietet sich die M&#246;glichkeit, einige wenige Fragen aus den Trainingsf&#228;llen in der Klausur zu verwenden um daraus ableiten zu k&#246;nnen, ob der jeweilige Teilnehmer F&#228;lle bearbeitet hat oder nicht. Eine solche Auswertung kann aber immer nur Hinweise geben, schlie&#223;lich besteht bei einer guten Korrelation zwischen Fallbearbeitungen und Pr&#252;fungsergebnis auch immer die M&#246;glichkeit, dass nur flei&#223;ige oder gute Studierende das Angebot des fallbasierten Trainings genutzt haben und auch ohne diese M&#246;glichkeit der Pr&#252;fungsvorbereitung gute Pr&#252;fungsergebnisse erzielt h&#228;tten.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Ergebnisse">
      <MainHeadline>4 Ergebnisse</MainHeadline>
      <Pgraph>Erst im Verlauf des Sommersemesters wurde der <Mark2>CaseTrain-Manager</Mark2> so erweitert, dass der kurze fallinterne Fragebogen bei der Fallerstellung automatisch hinzugef&#252;gt wird. Dementsprechend ist der Fragebogen nicht in allen F&#228;llen verf&#252;gbar, zudem verf&#252;gen einzelne F&#228;lle &#252;ber von den Fallautoren selbst erstellte Frageb&#246;gen, die zwar &#228;hnliche Items enthalten wie der Standard-Fragebogen, aber nicht in die Projekt-weite Evaluation aufgenommen werden. Fallbearbeitungen, die au&#223;erhalb der eLearning-Plattform <Mark2>wuecampus</Mark2> stattfinden (etwa, wenn ein Fallautor einen Fall &#252;ber seine Homepage verf&#252;gbar macht), werden nur dann in die Statistik aufgenommen, wenn der Fall zus&#228;tzlich auch &#252;ber <Mark2>wuecampus</Mark2> erreichbar ist. In Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> sind die bisher gewonnenen Daten zu Fallbearbeitungen und Evaluationsfragen aufgef&#252;hrt. Durch einige technische Umstellungen fehlen dabei Daten aus dem &#8222;Pilotsemester&#8220; Sommersemester 2007 und teilweise auch aus dem Wintersemester 2007&#47;08. Aufgef&#252;hrt sind in Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> zu jeder Lehrveranstaltung, die F&#228;lle &#252;ber <Mark2>wuecampus</Mark2> anbietet:</Pgraph>
      <Pgraph>
        <UnorderedList>
          <ListItem level="1">Anzahl der Studierenden, die diese Veranstaltung erfahrungsgem&#228;&#223; besuchen</ListItem>
          <ListItem level="1">Anzahl an Trainingsf&#228;llen, die den Studierenden am Semesterende zur Verf&#252;gung stand</ListItem>
          <ListItem level="1">Anzahl an Bearbeitungen (wobei auch jeweils mehrere Bearbeitungen eines Falles durch einen Lerner m&#246;glich waren)</ListItem>
          <ListItem level="1">Anzahl an vollst&#228;ndigen Bearbeitungen, hier werden nur die Bearbeitungen gez&#228;hlt, bei denen mindestens die Abschlussbewertung angezeigt wurde</ListItem>
          <ListItem level="1">Durchschnittliche Bearbeitungsdauer in min (bezogen auf vollst&#228;ndige Bearbeitungen)</ListItem>
          <ListItem level="1">Anzahl an ausgef&#252;llten Evaluationsfragen (diese sind optional)</ListItem>
          <ListItem level="1">Durchschnittliche Antwort auf das Item &#8222;Welche Note geben Sie f&#252;r den Fallinhalt&#63; (Schulnote 1&#8211;6)&#8220;</ListItem>
          <ListItem level="1">Durchschnittliche Antwort beim Item &#8222;Welche Note geben Sie f&#252;r die Bedienung&#63; (Schulnote 1&#8211;6)&#8220;</ListItem>
        </UnorderedList>
      </Pgraph>
      <Pgraph>Insgesamt wurden &#252;ber 400 F&#228;lle in 33 Lehrveranstaltungen aus 10 Institutionen angeboten. Diese F&#228;lle wurden &#252;ber 27.000-mal gestartet und &#252;ber 17.500-mal vollst&#228;ndig bearbeitet. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von gut 9 min entspricht den Empfehlungen, F&#228;lle mit einer Bearbeitungsdauer von 5&#8211;15 min zu erstellen. Der Standard-Fragebogen wurde &#252;ber 2700-mal ausgef&#252;llt, wobei die Fallinhalte durchschnittlich mit 1,9 benotet wurden, die Bedienung des Fallplayers mit 1,7 (die Durchschnittsberechnung erfolgte nach F&#228;llen, nicht nach Kursen). Kurse mit wenigen ausgef&#252;llten Frageb&#246;gen sind nicht sehr aussagekr&#228;ftig und weisen gro&#223;e Schwankungen auf, deshalb wurde bei zu geringen R&#252;ckl&#228;ufen auf eine Darstellung verzichtet.</Pgraph>
      <Pgraph>Zus&#228;tzlich zur Benotung von Inhalt und Bedienung wurden die Studierenden mit der Frage &#8222;Haben Sie noch einen Verbesserungsvorschlag oder ist Ihnen etwas besonders (angenehm oder unangenehm) aufgefallen&#63;&#8220; aufgefordert, einen Kommentar zu hinterlassen. In einer groben Durchsicht reichte die Spannweite von enthusiastischer Zustimmung bis zur grunds&#228;tzlichen Ablehnung, Kritik wurde vor allem bez&#252;glich der Wortfragen ge&#228;u&#223;ert, da es hier immer wieder vorkommt, dass die Autoren ein Synonym oder eine Schreibweise nicht als richtige Antwort im Fall hinterlegt hatten.</Pgraph>
      <Pgraph>Die erfreulich hohen Fallbearbeitungszahlen in einzelnen F&#228;chern (z.B. in der Infektiologie im Sommersemester 2008) liegen zum einen an den relativ kurzen F&#228;llen (ca. 5 Minuten Bearbeitungsdauer), zum anderen an der starken curricularen Integration &#8211; den Studierenden wurde die Benutzung zur Klausurvorbereitung dringend empfohlen.</Pgraph>
      <Pgraph>In Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/> zeigen wir f&#252;r den Kurs der Infektiologie detailliertere Ergebnisse, insbesondere den zeitlichen Verlauf der Anzahl der Fallbearbeitungen (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>, links) und deren Aufschl&#252;sselung nach Fall und Lerner (Abbildung 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="figure"/>, rechts).</Pgraph>
      <Pgraph>Weiterhin wurde in 12 Kursen kurz vor oder nach der Klausur eine Kursevaluation durchgef&#252;hrt. Eine umfassende Analyse der dabei gewonnenen Daten von ca. 700 ausgef&#252;llten Frageb&#246;gen steht aber noch aus. Die dabei gegebenen Antworten und Kommentare decken sich aber dem ersten Anschein nach mit denen aus der fallinternen Evaluation, die dabei gestellte Frage nach der Zustimmung zum Einsatz von Trainingsf&#228;llen scheint aber hier &#8211; im Gegensatz zu manchen Kommentaren aus der fallinternen Evaluation &#8211; ann&#228;hernd vollst&#228;ndig positiv beantwortet worden zu sein.</Pgraph>
      <Pgraph>Auch die Analysen der Pr&#252;fungsergebnisse sind noch nicht abgeschlossen, Vergleiche der Infektiologie-Klausuren von Sommersemester 2008 und Sommersemester 2007 (wo noch keine Trainingsf&#228;lle verf&#252;gbar waren) deuten aber auf einen erheblichen positiven Effekt der Fallbearbeitungen hin.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="5 Diskussion und Ausblick">
      <MainHeadline>5 Diskussion und Ausblick</MainHeadline>
      <Pgraph>Die gro&#223;e Zahl erstellter Trainingsf&#228;lle, die Anzahl der Fallbearbeitungen und die guten Bewertungen zeigen die hohe Akzeptanz fallbasierter Trainingsf&#228;lle bei Dozenten und Studierenden aus unterschiedlichen Fakult&#228;ten. Der Schwerpunkt der Projektarbeiten liegt derzeit auf der Entwicklung weiterer Kurse in fast allen Fakult&#228;ten der Universit&#228;t W&#252;rzburg bzw. der Erstellung weiterer F&#228;lle zu vorhandenen Kursen und dem Evaluation des Einsatzes. Bez&#252;glich der Weiterentwicklung des Autorensystems sind die meisten fach&#252;bergreifenden W&#252;nsche erf&#252;llt, aber es gibt noch spezielle W&#252;nsche, wie z.B. Mehrsprachigkeit mit besonderen Zeichens&#228;tzen (z.B. chinesisch, kyrillisch), weitere Fragetypen oder die Unterst&#252;tzung von anderen Verzweigungsstrukturen als die &#8222;Infowahl&#8220;.</Pgraph>
      <Pgraph>F&#252;r die Einbindung von <Mark2>CaseTrain</Mark2> in Lernplattformen ist die SCORM-Kompatibilit&#228;t wichtig. W&#228;hrend die meisten Voraussetzungen daf&#252;r im <Mark2>CaseTrain-Player</Mark2> grunds&#228;tzlich gegeben sind, ist noch eine wichtige Erweiterung erforderlich: n&#228;mlich, dass ein Fall jederzeit unterbrochen und weitergef&#252;hrt werden kann. Diese Funktionalit&#228;t wird &#8211; auch im Hinblick auf einige Fachgebiete mit langen F&#228;llen &#8211; nun auch als erstes in Angriff genommen.</Pgraph>
      <Pgraph>Die Nutzung des <Mark2>CaseTrain-Players</Mark2> f&#252;r Pr&#252;fungen wurde sowohl von Dozenten als auch von Studierenden gew&#252;nscht. Allerdings ist der Aufwand daf&#252;r recht hoch, wie die Erweiterungen des fallbasierten Lernsystems <Mark2>Campus</Mark2> zu einem Pr&#252;fungsplayer zeigen <TextLink reference="18"></TextLink>. Nichtsdestotrotz ist eine entsprechende Weiterentwicklung geplant.</Pgraph>
      <Pgraph>Ein besonders h&#228;ufig ge&#228;u&#223;erter Wunsch ist die Unterst&#252;tzung von Fragetypen mit Freitext-Antworten, zu denen nicht nur Musterl&#246;sungen angezeigt, sondern die auch bewertet werden sollen. Das erfordert Techniken der Sprachverarbeitung und Informationsextraktion <TextLink reference="11"></TextLink>, <TextLink reference="12"></TextLink> und liefert im Allgemeinen nur eine begrenzte automatische Bewertungsqualit&#228;t. Hier planen wir eine semiautomatische Korrektur, bei der der Antworttext vorverarbeitet und das Ergebnis von einem menschlichen Korrektor &#252;berpr&#252;ft wird.</Pgraph>
    </TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline>
      <SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline>
      <Pgraph>Keine angegeben.</Pgraph>
      <SubHeadline>Danksagung</SubHeadline>
      <Pgraph>Die Arbeiten wurden aus Studienbeitr&#228;gen der Studierenden der Universit&#228;t W&#252;rzburg finanziert.</Pgraph>
    </TextBlock>
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          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Tabelle 1: Benutzungs- und Evaluationsdaten der &#252;ber die Lernplattform </Mark1>
              <Mark1>
                <Mark2>wuecampus</Mark2>
              </Mark1>
              <Mark1> angebotenen Kurse mit Trainingsf&#228;llen der Universit&#228;t W&#252;rzburg</Mark1>
            </Pgraph>
            <Pgraph>(Fehlende Zahlen bei &#35;Studierende: gleiche Anzahl wie im vorherigen Semester; bei Fallevaluationen: wurde nicht durchgef&#252;hrt oder zu geringe Beteiligung; in Quantitave Methoden A und Quantitative Methoden B: Daten wurden nicht erfasst.)</Pgraph>
          </Caption>
        </Table>
        <NoOfTables>1</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <Figure format="png" height="1085" width="812">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 1: Autorensicht der Falleingabe im Standard-Textsystem (</Mark1>
              <Mark1>
                <Mark2>Microsoft Word</Mark2>
              </Mark1>
              <Mark1>) </Mark1>
            </Pgraph>
            <Pgraph>Rechts unten finden sich die in der ersten Frage und der Infowahl referenzierten long-menu-Listen. Grau markiert ist der Textteil, der in Abb. 2 in der vom Parser erzeugten XML-Darstellung gezeigt und in Abb. 4 vom Fallplayer pr&#228;sentiert wird.</Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="480" width="794">
          <MediaNo>2</MediaNo>
          <MediaID>2</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 2: Fallausschnitt in der XML-Repr&#228;sentation, der dem grau markierten Bereich in Abb. 1 entspricht</Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="433" width="905">
          <MediaNo>3</MediaNo>
          <MediaID>3</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 3: Fehlerr&#252;ckmeldung &#8211; erkannte Fehler werden textuell beschrieben (linker Teil) und im Eingabedokument farblich hervorgehoben (rechter Teil, im Original rot markiert)</Mark1>
            </Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="1404" width="782">
          <MediaNo>4</MediaNo>
          <MediaID>4</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 4: Screenshots des </Mark1>
              <Mark1>
                <Mark2>CaseTrain-Players</Mark2>
              </Mark1>
              <Mark1>, die den grau markierten Bereich aus Abb. 1 umsetzen </Mark1>
            </Pgraph>
            <Pgraph>Oben: Untersuchungsergebnis mit zugeh&#246;riger Frage &#8211; Mitte: Aufl&#246;sung der Frage mit Autorenkommentar &#8211; unten: abschlie&#223;ende Bewertung</Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
        <Figure format="png" height="461" width="955">
          <MediaNo>5</MediaNo>
          <MediaID>5</MediaID>
          <Caption>
            <Pgraph>
              <Mark1>Abbildung 5: Detaillierte Kursstatistik f&#252;r den Kurs Infektiologie. </Mark1>
            </Pgraph>
            <Pgraph>Links: Die Balken zeigen den Verlauf der Fallbearbeitungen, z.B. wurden am 9.7. (einen Tag vor der Klausur) 1546 Fallbearbeitungen von ca. 150 Benutzern registriert. Die unterschiedlichen Graut&#246;ne (Farben im Original) der Balken deuten unterschiedliche Fallbearbeitungszust&#228;nde an (abgeschlossen mit Erfolg, abgeschlossen ohne Erfolg, nicht abgeschlossen). Die Zahl oben in eckigen Klammern zeigt die Anzahl von beantworteten fallinternen Evaluationen. Rechts: Aufschl&#252;sselung der Fallbearbeitungen nach Fall und Lerner. So hat der Student 3 insgesamt 10 verschiedene F&#228;lle mindestens einmal bearbeitet, darunter den Fall A viermal mit der besten Bewertung 100&#37;, und den Fall C zweimal mit der besten Bewertung 67&#37;. Insgesamt wurde der Fall A 580-mal bearbeitet mit einer durchschnittlichen Bewertung von 89&#37;, der Fall C 513-mal mit einer durchschnittlichen Bewertung von 86&#37;.</Pgraph>
          </Caption>
        </Figure>
        <NoOfPictures>5</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
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      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
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