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<GmsArticle>
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    <Identifier>mibe000108</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000108</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0001086</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Internationales kooperatives Lernen mit der fallbasierten Online-Lernplattform ICON</Title>
      <TitleTranslated language="en">International collaborative learning with the case-based online learning-platform ICON</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Tolks</Lastname>
          <LastnameHeading>Tolks</LastnameHeading>
          <Firstname>Daniel</Firstname>
          <Initials>D</Initials>
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        <Address>Institut f&#252;r Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen, Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Witten, Deutschland<Affiliation>Institut f&#252;r Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen, Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Witten, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>daniel.tolks&#64;uni-wh.de</Email>
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          <Lastname>Quattrochi</Lastname>
          <LastnameHeading>Quattrochi</LastnameHeading>
          <Firstname>James J.</Firstname>
          <Initials>JJ</Initials>
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          <Affiliation>Harvard Medical School, Boston, USA</Affiliation>
        </Address>
        <Email>jquattr&#64;fas.harvard.edu</Email>
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          <Lastname>Hofmann</Lastname>
          <LastnameHeading>Hofmann</LastnameHeading>
          <Firstname>Marzellus</Firstname>
          <Initials>M</Initials>
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          <Affiliation>Studiendekanat, Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Witten, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>marzellus.hofmann&#64;uni-wh.de</Email>
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          <Lastname>Fischer</Lastname>
          <LastnameHeading>Fischer</LastnameHeading>
          <Firstname>Martin R.</Firstname>
          <Initials>MR</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Institut f&#252;r Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen, Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Witten, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Email>martin.fischer&#64;uni-wh.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
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    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="de">kollaboratives Lernen</Keyword>
      <Keyword language="de">Neue Medien</Keyword>
      <Keyword language="de">Blended-Learning</Keyword>
      <Keyword language="de">ICON</Keyword>
      <Keyword language="de">medizinische Ausbildung</Keyword>
      <Keyword language="de">Medienkompetenz</Keyword>
      <Keyword language="de">fallbasiertes Lernen</Keyword>
      <Keyword language="de">interaktive Lernumgebung</Keyword>
      <Keyword language="de">computergest&#252;tzes Lernen</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20101220</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>6</Volume>
        <Issue>2</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Sonderheft "Computergest&#252;tzte Lehr- und Lernsysteme in der Medizin"</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>08</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Im Rahmen des Projektes sollte erforscht werden, inwieweit sich eine kooperative Nutzung von virtuellen F&#228;llen in einer interaktiven Lernplattform durch Studenten aus Deutschland und den USA auf Lerneffektivit&#228;t und Dynamik der Gruppenarbeit auswirkt. Die onlinebasierte Lernplattform ICON erm&#246;glicht es, F&#228;lle online in Gruppen zu bearbeiten und dabei mit diversen Experten zu kommunizieren und den Fall je nach dem Lernbedarf der Teilnehmer im Dialog dynamisch weiterzuentwickeln. Studenten der Harvard University und der Universit&#228;t Witten haben im Wintersemester 2009 online in zwei gemischten Gruppen mittels der interaktiven und nutzerzentrierten Online-Lernplattform ICON Fallgeschichten bearbeitet und entwickelten gemeinsam diagnostische Hypothesen und Therapievorschl&#228;ge. Es konnte ein positiver Einfluss auf den Lernprozess, die Probleml&#246;sungskompetenz und Entscheidungsfindung nachgewiesen werden.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>In this project the interactive online learning platform ICON was used as a vehicle to explore the research question in which way a cooperative use of virtual cases within an interactive learning platform affects the learning process and dynamic in mixed student groups from the US and Germany. The ICON platform allows students to interact with each other, faculty and virtual patients in neurological cases. Students of Harvard University and the University of Witten worked in the winter semester 2009 in two mixed groups. The students from the different universities communicated via the ICON platform and created diagnostic hypotheses, and treatment proposals. As a result the international student group collaboration showed a positive effect regarding the efficiency and accuracy of students achievement of case learning objectives.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Um die neue Generation von Studenten auf die Herausforderungen einer technologiedurchsetzen Arbeitswelt richtig vorbereiten zu k&#246;nnen, muss die Lehre neue Lehrstrategien und -konzepte entwickeln <TextLink reference="1"></TextLink>. Die zunehmende Nutzung von Online-Ressourcen zu Lernzwecken unterstreicht die Wandlung der Verbreitung von medizinrelevanten Informationen <TextLink reference="2"></TextLink>. Neue Lern- und Lehrmethoden konzentrieren sich oftmals nur auf Inhalte und deren technologische Machbarkeit und bisher zu selten wird der Fokus auf den sinnvollen Einsatz neuer Medien und deren Zug&#228;nglichkeit gelegt <TextLink reference="3"></TextLink>. Zudem fokussierten die Ausbildungsziele in der Hochschulbildung h&#228;ufig nur auf die F&#228;higkeit der Studenten, akademisches Wissen auf konstruierte Probleme anzuwenden. Im Gegensatz dazu kann fallbasierte, kollaborative und studentenzentrierte Lehre ein effektives interaktives Lernumfeld generieren <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. Ein fallbasierten Lernformat ermutigt Studenten zur &#220;bernahme von Verantwortung des eigenen Lernens und f&#246;rdert die praxisbezogene Anwendung des Wissens sowie die Analyse-, Entscheidungs- und Kommunikationsf&#228;higkeiten und des Weiteren die Kreativit&#228;t und Sozialkompetenz <TextLink reference="7"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Eine Nutzer- und praxisdefinierte Lerngruppe f&#246;rdert die Interaktion zwischen den Studenten und tr&#228;gt zur Probleml&#246;sungskompetenz bei <TextLink reference="8"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Der didaktische Ansatz der Wissensvermittlung &#252;ber Lernfallstudien kann Probleml&#246;sungsf&#228;higkeit und Motivation der Lernenden verbessern und eignet sich gut zur Vermittlung von Analyse-, Entscheidungs- und Kommunikationsf&#228;higkeiten sowie zur F&#246;rderung von Kreativit&#228;t und Sozialkompetenz. Lernfallstudien erg&#228;nzen dadurch die traditionell eher auf Faktenwissen ausgerichtete medizinische Ausbildung sinnvoll.</Pgraph><Pgraph>Die fallbasierte Lehrmethode konnte sich mittlerweile insbesondere in der Hochschulbildung etablieren. Worauf diese Lehrmethode den Medizinstudenten allerdings nicht ausreichend vorbereiten kann, ist der Zeitdruck und die patientenzentrierte Probleml&#246;sungskompetenz, die im sp&#228;teren Berufsleben zwangsl&#228;ufig an Relevanz gewinnt <TextLink reference="9"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Medizinstudenten, aber auch &#196;rzte sowie s&#228;mtliche andere Gesundheitsberufe m&#252;ssen sich den Herausforderungen im Umgang mit neuen Medien stellen. Dies ist nur m&#246;glich, indem sie ihre Medienkompetenz verbessern <TextLink reference="1"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fragestellung">
      <MainHeadline>Fragestellung</MainHeadline><Pgraph>Wie wirkt sich eine kooperative Nutzung von virtuellen F&#228;llen in einer interaktiven Lernplattform durch Studenten aus Deutschland und den USA auf Lerneffektivit&#228;t und Dynamik der Gruppenarbeit aus&#63;</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="ICON">
      <MainHeadline>ICON</MainHeadline><Pgraph>Um die oben genannte Forschungsfrage untersuchen zu k&#246;nnen, wurde die Lernplattform ICON genutzt. Bei ICON (<Mark2>Interactive Case-Based Online Network</Mark2> <TextLink reference="10"></TextLink>) handelt es sich um eine onlinebasierte Lernplattform, welche von James J. Quattrochi und Mitarbeitern an der Harvard University entwickelt wurde. Urspr&#252;nglich wurde ICON als ein Lern-Netzwerk f&#252;r <Mark2>Undergraduate</Mark2>-Kurse im neurologischen Curriculum konzipiert. Nach sehr guten Erfolgen wurde ICON zur Ausbildung von Medizinstudenten der <Mark2>Harvard Medical School</Mark2> (HMS) eingesetzt. Der Einsatz der ICON-Lernplattform zielt auf die F&#246;rderung der Teamf&#228;higkeit, die Integration von Informationen und die aktive Teilhabe der Dozenten am Lernprozess der Studenten ab <TextLink reference="3"></TextLink> <TextLink reference="11"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>ICON integriert p&#228;dagogische Interventionen mit Online-Lernressourcen, um die Studenten auf die wissenschaftlichen und multidisziplin&#228;ren Arbeitsweisen vorzubereiten. Es erm&#246;glicht den Studenten untereinander, mit virtuellen Patienten, &#196;rzten und anderen Fachexperten zu interagieren. S&#228;mtliche F&#228;lle laufen in Echtzeit ab. Die Studenten k&#246;nnen die direkten Konsequenzen ihrer Entscheidungen im Rahmen der Lernplattform verfolgen.</Pgraph><Pgraph>Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von ICON zu anderen onlinebasierten Lernplattformen stellen die webbasierten Module dar, die den Studenten erm&#246;glichen, mit den Patienten und behandelndem Fachpersonal unmittelbar in Echtzeit zu interagieren. </Pgraph><Pgraph>Ein gew&#228;hlter studentischer Gruppenleiter kommuniziert im Auftrag der Gruppe mit den virtuellen Patienten und Angeh&#246;rigen; bei Bedarf k&#246;nnen weitere Informationen sowie Befunde und Expertenmeinungen angefordert werden. Weiterf&#252;hrende Informationen werden abh&#228;ngig von den Aktivit&#228;ten der Studenten innerhalb der ICON-Lernplattform zur Verf&#252;gung gestellt. Die virtuellen F&#228;lle entwickeln sich stetig weiter und die Studenten m&#252;ssen jederzeit auf die neuen Situationen entsprechend reagieren, indem sie mit den virtuellen Patienten und Experten kommunizieren, Untersuchungen anordnen und schlie&#223;lich Entscheidungen &#252;ber das weitere Vorgehen treffen m&#252;ssen. Weitere Aufgaben des Gruppenleiters umfassen die Recherche von  neusten Forschungserkenntnissen und die Koordinierung des Teams. </Pgraph><Pgraph>Die jeweiligen Rollen des Patienten, der Angeh&#246;rigen und medizinischen Experten werden von Mitarbeitern der jeweiligen Fakult&#228;t &#252;bernommen und dynamisch gestaltet. Mindestens ein Dozent fungiert als Mentor. Die Rolle und prim&#228;re Verantwortung des &#228;rztlichen Mentors liegt in der Begleitung der Diskussionen (Online und in Pr&#228;senzphasen) mit entsprechendem Feedback, der F&#246;rderung des Lernprozesses, der Unterst&#252;tzung bei der Erreichung der Lernziele und der Bereitstellung der ben&#246;tigten Lernmaterialien, um den individuellen Lernprozess der Studenten bestm&#246;glich zu f&#246;rdern und zu unterst&#252;tzen. Im Rahmen des Konzeptes des Blended-Learning wird die kontinuierliche Arbeit an den F&#228;llen in w&#246;chentlichen 90-min&#252;tigen Pr&#228;senz-Diskussionen mit allen Beteiligten reflektiert.</Pgraph><Pgraph>Die Grundstruktur der ICON-Lernplattform besteht aus unterschiedlichen Modulen, aus denen die Studenten, der Mentor und die weiteren beteiligten Dozenten die einzelnen F&#228;lle entwickeln. Jedes einzelne Modul zielt auf einen anderen Aspekt des Lernprozesses ab (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="ICON-Module">
      <MainHeadline>ICON-Module</MainHeadline><SubHeadline>Case</SubHeadline><Pgraph>Zu Beginn jedes Lernszenarios wird der jeweilige Fall dargestellt (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>). S&#228;mtliche weitere Module sind zu diesem Zeitpunkt ohne Inhalt. Der Fall entwickelt sich hier abh&#228;ngig von der Interaktion der Studenten und dem geplanten Lernszenario in Echtzeit weiter.</Pgraph><SubHeadline>Working Papers</SubHeadline><Pgraph>Das <Mark2>Working-Papers</Mark2>-Modul enth&#228;lt wissenschaftliche Artikel zu den jeweiligen Themen. Die Anzahl und Art der Artikel ist anh&#228;ngig von dem Prozess der Fallgeschichten; sie werden von den Dozenten und Studenten ausgew&#228;hlt. Dieses Modul entwickelt sich w&#228;hrend des Verlaufs der Fallbearbeitung als Datenbasis f&#252;r wissenschaftliche Artikel, Online-Informationen, Kommentare und aktuellste Medien und Neuigkeiten aus der Wissenschaft und Forschung zum Fall.</Pgraph><SubHeadline>Neuroimaging</SubHeadline><Pgraph>Das <Mark2>Neuroimaging</Mark2>-Modul enth&#228;lt neurologische Untersuchungsbefunde wie z.B. computertomographische Aufnahmen des Gehirns, Online-Tutorien zu Bewertungsverfahren und interaktive Simulationen. Die Auswahl erfolgt auch hier von den Dozenten und Studenten. Weitere multimediale Materialien wie die Darstellung unterschiedliche Untersuchungstechniken und -verfahren sowie pr&#252;fungsrelevante Inhalte werden ebenso in diesem Modul dargestellt. </Pgraph><SubHeadline>Learning Themes</SubHeadline><Pgraph>In dem Modul werden kurz vor Ende des jeweiligen Lernszenarios und der Online-Diskussion die Lernziele zur Verf&#252;gung gestellt.</Pgraph><SubHeadline>Virtual Contact</SubHeadline><Pgraph>Das <Mark2>Virtual-Contact</Mark2>-Modul (Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/>) ist eines der Kernmodule der ICON-Lernplattform und gestattet den Dozenten durch die &#220;bernahme der Rolle eines oder mehrerer Fallcharaktere aktiv an dem jeweiligen Fall zu partizipieren. Dieses Modul erm&#246;glicht den Studenten jederzeit Kontakt zu den Patienten und weiteren Fallcharakteren aufzunehmen. Der Mentor und die Dozenten werden f&#252;r jeden Fall gezielt nach ihren F&#228;higkeiten, Kenntnissen und Erfahrungen mit dem jeweiligen Patientenproblem ausgew&#228;hlt. Zu Beginn des Falls werden die Studenten dar&#252;ber informiert, welche Charaktere f&#252;r die Kontaktaufnahme bereitstehen. Abh&#228;ngig von dem Verlauf des Falls und den Anforderungen der Studenten k&#246;nnen weitere Charaktere zur Verf&#252;gung gestellt werden, wie z.B. weitere Angeh&#246;rige und Mitglieder des Versorgungsteams.</Pgraph><SubHeadline>Brainstorm</SubHeadline><Pgraph>Das <Mark2>Brainstorm</Mark2>-Modul stellt einen weiteren zentralen Aspekt der ICON-Lernplattform dar. Dieses Modul ist nutzerzentriert und stellt den Studenten ein Diskussionsforum zur Verf&#252;gung (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>). Die Studenten k&#246;nnen in diesem Modul ebenfalls Bilder, Online-Texte und Materialien hochladen und Verlinkungen einf&#252;gen. Der Mentor verfolgt hier die Diskussionen innerhalb der Gruppe und unterst&#252;tzt und steuert bei Bedarf den Diskussionsverlauf.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Vorerfahrungen mit der Benutzung der ICON-Lernplattform f&#252;r eine internationale Kooperation">
      <MainHeadline>Vorerfahrungen mit der Benutzung der ICON-Lernplattform f&#252;r eine internationale Kooperation</MainHeadline><Pgraph>Vorerfahrungen mit einer internationalen Nutzung des ICON-Lernsystem liegen aus einem Pilotprojekt im Sommer 2009 vor, in dem Medizinstudenten der Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke und der Harvard-Universit&#228;t kooperativ virtuelle F&#228;lle aus der Neurologie online sowie gemeinsam vor Ort bearbeitet haben. Es wurden zu Beginn zwei Gruppen gebildet, die jeweils aus einer Gruppe von Studenten aus Harvard und Witten bestanden. Beide Gruppen bearbeiteten unabh&#228;ngig voneinander einen Fall mit der ICON-Lernplattform. Nach der erfolgreichen Bearbeitung des Falles kamen die Harvard-Studenten in Begleitung von Dr. Quattrochi nach Witten, um dort mit den Wittener Studenten einen weiteren Fall gemeinsam zu bearbeiten. Die Wirkung der internationalen Kooperation auf den Lernprozess sollte untersucht werden. Es lie&#223;en sich positive Effekte auf den Lernprozess nachweisen. Die internationale Gruppe erzielte h&#246;here Scores als in den zuvor getrennt voneinander bearbeiteten F&#228;llen. Die Studenten der beiden Fakult&#228;ten haben sich dabei gegenseitig positiv erg&#228;nzt, indem sie unterschiedliche Herangehensweisen in der Gruppe kombinierten, um den Fall erfolgreich abzuschlie&#223;en.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Projektdesign">
      <MainHeadline>Projektdesign</MainHeadline><Pgraph>Im Wintersemester 2009&#47;2010 arbeiteten zwei Gruppen von Studenten, die sich jeweils aus beiden Fakult&#228;ten zusammensetzten an drei neurologischen F&#228;llen. Jede Gruppe bestand aus n&#61;22 Studenten und mindestens einem Mentor.</Pgraph><Pgraph>An der Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke wurde das Projekt als ein Kursangebot im Rahmen des &#8222;Studium fundamentale&#8220; f&#252;r Studenten s&#228;mtlicher Fakult&#228;ten (Medizin, Wirtschafts- und Pflegewissenschaften sowie Kulturreflexion) angeboten. Es handelte sich um einen freiwilligen Kurs.</Pgraph><Pgraph>Zu Beginn des Projektes erhielt jeder Student seine Login-Daten sowie die zugeh&#246;rige URL f&#252;r den ersten Fall mitgeteilt. Der Fall war ab diesem Moment online verf&#252;gbar. Die Studenten konnten in einem ersten Pr&#228;senztreffen mit dem Mentor etwaige Verst&#228;ndnisfragen kl&#228;ren. Nach der Kl&#228;rung der Fragen wurde ein studentischer Gruppenleiter gew&#228;hlt. Diese Wahl fand innerhalb des Brainstorm-Moduls statt. Der Gruppenleiter hatte die Aufgabe, im Namen der Gruppe mit den virtuellen Patienten und Experten zu kommunizieren, die Lernziele zu verfolgen, die Kooperation im Team zu f&#246;rdern und daf&#252;r zu sorgen, dass jedes Teammitglied auf dem neusten Stand der Entwicklungen war.</Pgraph><Pgraph>Die Studenten tauschten sich mittels der ICON-Lernplattform mit den Studenten der anderen Universit&#228;t aus und entwickelten gemeinsam diagnostische Hypothesen, Strategien und Therapievorschl&#228;ge. Die Gruppen orderten weitere fallrelevante Informationen wie Untersuchungsergebnisse und Expertenbeurteilungen.</Pgraph><Pgraph>Die Online-Aktivit&#228;ten der Studenten wurden im Rahmen des Blended-Learning-Konzeptes in einer w&#246;chentlichen 90-min&#252;tigen Pr&#228;senz-Diskussion mit dem Mentor reflektiert (Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>). Der Mentor verfolgte ebenso die Online-Diskussionen innerhalb der ICON-Lernplattform und intervenierte bei Bedarf. Nach drei Wochen endete der Fall und jeder Student musste seine Fallzusammenfassung mit dem Gelernten und einem Therapievorschlag vor der Gruppe vortragen und verteidigen. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Evaluation">
      <MainHeadline>Evaluation</MainHeadline><Pgraph>Die Interaktion innerhalb der Onlineforen des ICON-Systems wurde detailliert evaluiert und erfasst alle Aktivit&#228;ten jedes einzelnen Studenten im System. Im Folgenden werden die Evaluationsparameter im Einzelnen aufgef&#252;hrt.</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1."><Mark2>Grundlagenwissen</Mark2><LineBreak></LineBreak>Chemie, Physik, Biologie, Anatomie,  Physiologie, Biochemie und Pharmakologische Mechanismen</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2."><Mark2>Klinisches Wissen</Mark2><LineBreak></LineBreak>Klinische Zeichen&#47;Symptome, Differentialdiagnosen, Laborparameter, Bildgebende Verfahren, Medikamentengabe, Nebenwirkungen, Behandlungspl&#228;ne</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3."><Mark2>Patientenversorgung</Mark2><LineBreak></LineBreak>Einbeziehung der Patientenperspektive, patientengerechte Aufbereitung der Informationen und Testergebnisse, Patienteninformation, Managementpl&#228;ne, Ber&#252;cksichtigung der Kosten der Behandlung </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4."><Mark2>Versorungsqualit&#228;t und Patientensicherheit</Mark2><LineBreak></LineBreak>Kosten&#47;Nutzenanalyse der Behandlung, Ber&#252;cksichtigung der Compliance, Vermeidung von Behandlungsfehlern</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5."><Mark2>Epidemiologie</Mark2><LineBreak></LineBreak>Bev&#246;lkerungsbezogene Krankheitsprobleme, historische Entwicklung von Krankheiten und deren Behandlung, Einbeziehung der Behandlungsstatistiken (z.B. Rate der erfolgreichen Behandlungen)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6."><Mark2>Entscheidungsfindung</Mark2></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="7" numString="7."><Mark2>Teamkooperation</Mark2></ListItem></OrderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline><SubHeadline>Feedback der Teilnehmer</SubHeadline><Pgraph>Des Weiteren wurden die Studenten nach jedem w&#246;chentlichen Pr&#228;senztreffen in einer kurzen Feedback-Runde &#252;ber ihre Erfahrungen und Meinungen bzgl. des Falles und des Projektablaufs sowie der Funktionalit&#228;t der ICON-Lernplattform befragt.</Pgraph><Pgraph>Die Studenten gaben ein durchweg positives Feedback und &#228;u&#223;erten den Wunsch der  weiteren Nutzung des ICON-Lernportals insbesondere im regul&#228;ren Curriculum des Medizinstudiums und weg von dem Konzept eines Kurses im Rahmen des Studium Fundamentale.</Pgraph><Pgraph>Generell merkten die Studenten an, dass sich eine h&#246;here Motivation bei der Bearbeitung der einzelnen F&#228;lle feststellen konnten, der auf den direkten Kontakt mit den virtuellen Patienten&#47;Angeh&#246;rigen und Experten zur&#252;ckzuf&#252;hren war. Des Weiteren &#228;u&#223;erten sie, dass die jeweiligen F&#228;lle eine gr&#246;&#223;ere pers&#246;nliche Relevanz hatten, da die Auswirkungen ihrer Entscheidungen durch das ICON-Portal direkt und unmittelbar sichtbar gemacht wurden. </Pgraph><Pgraph>Die Studenten in der vorklinischen Phase &#228;u&#223;erten, dass der virtuelle Kontakt mit den Patienten eine gute M&#246;glichkeit  f&#252;r das Training mit dem Umgang mit Patienten darstelle.</Pgraph><Pgraph>Als negative Aspekte wurden die f&#252;r einen Kurs im Rahmen des Studium Fundamentale ungew&#246;hnlich hohe Arbeitsbelastung und bei einigen Studenten teilweise vorherrschende Sprachbarriere genannt.</Pgraph><Pgraph>Es bleibt noch anzumerken, dass die Studenten keinerlei Probleme mit der Handhabung des ICON-Portals angaben und sich sehr schnell an die Benutzeroberfl&#228;che und die Funktionalit&#228;t gew&#246;hnt hatten. Es ist ebenfalls festzustellen, dass die ICON-Plattform sehr stabil lief und es zu keinerlei Ausf&#228;llen oder anderen technischen Schwierigkeiten gekommen ist.</Pgraph><Pgraph>Die weitere Datenanalyse ist noch nicht vollst&#228;ndig abgeschlossen. Es l&#228;sst sich allerdings schon im Vorfeld feststellen, dass sich in beiden internationalen Fallbearbeitungsgruppen eine vergleichbare Strukturierung der Diskussion und der virtuellen Kontakte darstellt wie in den rein amerikanischen historischen Vergleichsgruppen. Weiterhin erzielten die internationalen Gruppen bessere Ergebnisse bei der Fallbearbeitung als Gruppen in denen nur Studenten der Harvard-University teilnahmen. Unterschiede der beiden Studentengruppen lie&#223;en sich insbesondere in den Bereichen klinisches Wissen und Grundlagenwissen feststellen. Zum Grundlagenwissen erzielten die Harvard-Studenten bessere Ergebnisse, in den klinischen Bereich hingegen erzielten die Wittener Studenten bessere Erfolge. Diese Ergebnisse decken sich mit den Daten der vorangegangen Pilotprojektes.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Diskussion">
      <MainHeadline>Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Die internationale Kooperation von Studenten an virtuellen fallbasierten Lernszenarien hat einen f&#246;rderlichen Einfluss auf den Lernprozess und der Probleml&#246;sungskompetenz, der Entscheidungsfindung und erm&#246;glicht die Erreichung bessere Resultate bei der Bearbeitung von virtuellen Patientenf&#228;llen. Weitere Auswertungen des Nutzungsverhaltens werden Aufschluss &#252;ber die Interaktionen im Einzelnen geben. Des Weiteren l&#228;sst sich feststellen, dass die ICON-Lernplattform f&#252;r die Durchf&#252;hrung internationaler Fallbearbeitungen in Gruppen im Sinne eines innovativen kooperativen Blended-Learningscenarios geeignet ist.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ausblick">
      <MainHeadline>Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Die Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke wird auch in Zukunft auf die ICON-Lernplattform zur&#252;ckgreifen. Weitere Kooperationen sind auch mit anderen Berufsgruppen m&#246;glich. Dazu sollten weitere interdisziplin&#228;re Fallgeschichten entwickelt werden, wie z.B. f&#252;r die Pflege&#47;-und Pflegewissenschaften, den Wirtschaftwissenschaften und weiterer Berufsgruppen. Weitere vergleichende Untersuchungen zu interdisziplin&#228;ren Nutzungsszenarien sind daher erforderlich.</Pgraph><Pgraph>Eine weitere Perspektive bietet die Einbeziehung von Studentengruppen in die Erstellung neuer Fallgeschichten und Lernszenarien. Die Studenten sollen in dem Fall die Fallgeschichten selbst konstruieren und den jeweiligen Fall f&#252;r andere Studentengruppen aufbereiten und leiten. Der Lernprozess k&#246;nnte so weiter gef&#246;rdert werden <TextLink reference="12"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Ein weitere positiver Aspekt, der durch die Arbeit mit der ICON-Lernplattform aber auch mit anderen onlinebasierten Lernplattformen und Content-Management-Systemen entsteht, ist die mit der Nutzung einhergehende Verbesserung der Medienkompetenz der Studenten, aber auch der Mitarbeiter. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Oomen-Early J</RefAuthor>
        <RefAuthor>Burke S</RefAuthor>
        <RefTitle>Entering the Blogosphere: Blogs as Teaching and Learning Tools in Health Education</RefTitle>
        <RefYear>2007</RefYear>
        <RefJournal>Int E J Health Educ</RefJournal>
        <RefPage>186-96</RefPage>
        <RefTotal>Oomen-Early J, Burke S. Entering the Blogosphere: Blogs as Teaching and Learning Tools in Health Education. Int E J Health Educ. 2007;10:186-96. Available from: http:&#47;&#47;www.aahperd.org&#47;aahe&#47;publications&#47;iejhe&#47;upload&#47;07&#95;J&#95;Oomen.pdf</RefTotal>
        <RefLink>http:&#47;&#47;www.aahperd.org&#47;aahe&#47;publications&#47;iejhe&#47;upload&#47;07&#95;J&#95;Oomen.pdf</RefLink>
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