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    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000117</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0001178</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
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      <Title language="de">Bew&#228;ltigung technischer und rechtlicher H&#252;rden im mobile-health-Umfeld durch den Einsatz des Mobile-Assistance-Frameworks</Title>
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    <DatePublished>20111017</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>7</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Sonderheft "Mobile Informationstechnologien in der Medizin"</IssueTitle>
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    <ArticleNo>03</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Systeme zur &#220;bertragung von Vital-Parametern unter Zuhilfenahme von Smartphones unterliegen per se vielen externen, nicht trivialen Anforderungen. Smartphones sind durch die Akkukapazit&#228;t und die verwendete CPU limitiert, die verbreiteten Betriebssysteme und APIs unterscheiden sich stark voneinander. Der Umstand eines nicht fl&#228;chendeckenden Mobilfunknetzes setzt bei der Client-Applikation Offline-Funktionalit&#228;ten voraus. Zus&#228;tzlich bewegt man sich in einem Metier, welches gepr&#228;gt ist durch das Medizinproduktegesetz, Datenschutzbestimmungen und Software-Lifecycle-Management. Im Artikel wird die Erf&#252;llung von technischen Anforderungen durch den Einsatz des Mobile-Assistance-Frameworks gezeigt. Es wird der Begriff Off-the-Shelf-Komponente (OTS) erkl&#228;rt, prominente OTS-Beispiele aufgezeigt und erkl&#228;rt. Das Mobile-Assistance-Framework wird in die Kategorie OTS-Komponente eingruppiert und die positiven Auswirkungen auf die Zertifizierung nach dem MPG erkl&#228;rt.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Einleitung">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Mobile-Health-Systeme bestehen klassischerweise aus einer Client-Applikation auf einem Smartphone und einer Server-Komponente, welche Vitalparameter von der C<TextGroup><PlainText>lient</PlainText></TextGroup>-Applikation entgegennimmt, diese Parameter aufbereitet und in einem Web-Interface darstellt. Im Forschungsprojekt CrossGeneration, gef&#246;rdert vom Bundesministerium f&#252;r Bildung und Forschung befasst sich das Konsortium mit der Entwicklung mikrosystemtechnisch-basierter Dienstleistungen zur F&#246;rderung der Lebensqualit&#228;t und Gesundheit von Senioren in ihrem h&#228;uslichen und sozialen Umfeld. Um den Prozess der Entwicklung von Dienstleistungen zu flankieren, wurden rechtliche und technische Aspekte aufbereitet, Abh&#228;ngigkeiten untereinander identifiziert, bewertet und L&#246;sungsans&#228;tze erarbeitet. Bereits in fr&#252;heren Ver&#246;ffentlichungen <TextLink reference="1"></TextLink> wurde der Stromverbrauch von mobilen Monitoring-Anwendungen gemessen. Muss eine Anwendung f&#252;r sich einen hohen Stromverbrauch verbuchen, so wird dieser hohe Stromverbrauch und damit verbunden das h&#228;ufige Aufladen des Smartphones schnell als st&#246;rend empfunden. In der Ver&#246;ffentlichung Huber et al. <TextLink reference="2"></TextLink> wurde die Wichtigkeit der Offline-F&#228;higkeiten von Monitoring-Anwendungen anhand der Betrachtung eines elektronischen Asthmat<TextGroup><PlainText>age</PlainText></TextGroup>buchs besonders hervorgehoben. Das Mobilfunknetz kann aus betriebswirtschaftlichen Gr&#252;nden nicht fl&#228;chendeckend realisiert werden. In Tiefgaragen, im Funkschatten von gro&#223;en Geb&#228;uden oder bei der &#220;berlastung einer Funkzelle durch zu viele gleichzeitig angemeldete Mobiltelefone k&#246;nnen pl&#246;tzliche Verbindungsabrisse auftreten. Smartphone-Firmware-Versionen leiden unter schlechten UMTS-&#47;GPRS-Treibern. Wird ein Smartphone von einer Funkzelle an eine andere &#252;bergeben (Hand-Over), kann es zum kurzzeitigen Verlust von Paketen kommen. In den aufgez&#228;hlten Situationen werden unter Umst&#228;nden Datenpakete abgesendet, ohne ordnungsgem&#228;&#223; von der empfangenden Instanz quittiert zu werden. Aus der Datenbank-Welt entstammt die Abk&#252;rzung ACID (atomicity, consistency, isolation, durability); bei der Daten&#252;bertragung zwischen Smartphone und Server muss ebenfalls eine ACID-&#228;hnliche Daten&#252;bertragung gew&#228;hrleistet werden. Um die Erstellung von Dienstleistungen f&#252;r das Forschungsprojekt zu unterst&#252;tzen wurde ein Framework zur <Mark1>sicheren</Mark1>, <Mark1>energieeffizienten</Mark1>, <Mark1>bidirektionalen</Mark1>, <Mark1>Smartphone-Betriebssystem-unabh&#228;ngigen</Mark1> Datenreplikation zwischen Smartphone und Server erarbeitet. Unterst&#252;tzungssysteme f&#252;r &#228;ltere Personen k&#246;nnen unter das MPG (Medizinproduktegesetz oder MDD Medical Device Directive) fallen. Die Praxis bei der Zertifizierung von Software-Systemen nach dem MPG hat sich in den vergangenen Jahren ver&#228;ndert. Softwareprodukte st&#252;tzen sich verst&#228;rkt auf bereits vorhandene Komponenten, Betriebssysteme, Virtual Machines, Runtime Environments, Bibliotheken. Nach dem MPG m&#252;ssen aber alle verwendeten oder selbstentwickelten Programmbestandteile f&#252;r den Einsatz validiert und verifziert werden. Es muss bei der Entwicklung ein geeigneter Qualit&#228;tssicherungsprozess und Software-Lifecycle-Management-Prozess verwendet werden. In dieser Arbeit soll aufgezeigt werden, wie durch Komponentisierung und Verwendung von Standardkomponenten Komplexit&#228;t aus der eigentlichen Applikation genommen werden kann. Im n&#228;chsten Schritt wird dargestellt, wie ein Gesamtsystem und im Besonderen die darin beinhalteten Standardkomponenten, nach dem MPG, unter Anwendung der Norm IEC 62304 bzw. unter Anwendung einer FDA Guidance <TextLink reference="3"></TextLink>, zertifiziert werden k&#246;nnen. Im Weiteren wird die Eingruppierung des Mobile-Assistance-Frameworks als OTS-Komponente best&#228;tigt, um abschlie&#223;end zu zeigen, wie Applikationen durch den Einsatz des Frameworks sowohl technisch (robuster, sicherer), als auch rechtlich (vereinfachter Zertifizierungsprozess) profitieren k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Problemstellung">
      <MainHeadline>2 Problemstellung</MainHeadline><Pgraph>Da im Bereich der mobilen Gesundheitsapplikationen relativ schnell Prototypen erstellbar sind, diese aber auf Grund rechtlicher Auflagen unzertifiziert nicht als Produkte in den Verkehr gebracht werden d&#252;rfen, sollen besonders die rechtlichen und technischen Problemfelder und deren Verbindungen untereinander aufgezeigt werden.</Pgraph><SubHeadline>2.1 Rechtliche Problemfelder</SubHeadline><Pgraph>Gesundheitsapplikationen stehen durch gesetzliche Auflagen sehr viel st&#228;rker als z.B. Social-Networking-Applikationen in der Pflicht hohen Qualit&#228;tsstandards zu gen&#252;gen. In Mauro et al. <TextLink reference="4"></TextLink> wird mittels einiger Beispiele beschrieben, in welchen F&#228;llen eine Mobile-Health-Applikation dem MPG unterliegt und in welchen F&#228;llen nicht. Das BDSG (Bundesdatenschutzgesetz) gilt als weitere rechtliche Einflussgr&#246;&#223;e. Im &#167; 3 Abs. 9 BDSG werden Vitalparameter als besondere Art der personenbezogenen Daten hervorgehoben <TextLink reference="5"></TextLink>. Neben der Einwilligung f&#252;r die Erhebung, gilt auch der Grundsatz der Datenvermeidung und Datensparsamkeit. Des Weiteren m&#252;ssen die Daten dem Urheber eindeutig zuordenbar sein, die &#220;bertragung verschl&#252;sselt stattfinden. Die Integrit&#228;t der Daten muss gew&#228;hrleistet werden k&#246;nnen (Vollst&#228;ndigkeit und Schutz vor Verf&#228;lschung); hieraus ergeben sich auch die bereits erw&#228;hnten ACID-&#228;hnlichen Anforderungen an das System. Die hohen Datenschutzbestimmungen bei Gesundheitsapplikationen erfordern einen sehr sorgf&#228;ltigen Umgang bei der Authentifizierung und dem autorisierten Zugriff auf und das Ablegen von Daten.</Pgraph><SubHeadline>2.1 Technische Problemfelder</SubHeadline><Pgraph>Die genannten Themen stehen nicht f&#252;r sich alleine, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Die Anforderungen des MPG und BDSG an die Robustheit der &#220;bertragungsmechanismen erh&#246;hen die Anforderungen an die verwendeten Protokolle, dies wiederum beeinflusst die Akku-Laufzeit der Smartphones. SOAP (Simple Object Access Protocol) steht exemplarisch f&#252;r einen gro&#223;en Overhead im Vergleich zum Anteil an Nutzdaten. Das Versenden von udp-Paketen (User Datagram Protocol-Paketen), wie es bei VoIP (Voice over IP) geschieht, steht als Beispiel f&#252;r sehr schlanke Kommunikation. SOAP erweist sich als nicht optimal, da es die Gr&#246;&#223;e der zu &#252;bertragenden Daten oft mehr als verdoppelt und dadurch die Akku-Laufzeit des Smartphones unter Umst&#228;nden halbiert werden kann. Der VoIP-L&#246;sungsweg ist nicht praktikabel, da nicht mitprotokolliert wird, welche Pakete tats&#228;chlich beim Server angekommen sind. Ein automatisierter, bidirektionaler Abgleich von Daten, wie er bei einer optimistic&#47;lazy Rep<TextGroup><PlainText>lica</PlainText></TextGroup>tion von Datenbest&#228;nden beschrieben wird, nimmt Komplexit&#228;t aus der eigentlichen Anwendung und kapselt sie im Replikations-Modul. Der Client-Entwickler muss daf&#252;r Sorge tragen, die Daten richtig in den Storage-Objekten zu speichern.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 L&#246;sungsans&#228;tze">
      <MainHeadline>3 L&#246;sungsans&#228;tze</MainHeadline><Pgraph>Das Replikations-Modul ist als Lazy-Optimistic-Master-Slave-Replication-Architektur implementiert. Bei einer Master-Slave-Replication gibt es einen Master-Node und mehrere Slave-Nodes. Die Slaves k&#246;nnen ausschlie&#223;lich mit dem Master kommunizieren, sich aber nicht untereinander abgleichen. Definitionsgem&#228;&#223; das Gegenst&#252;ck hierzu ist die Master-Master-Replication oder Peer-2-Peer-Replication, hier kommunizieren die zu replizierenden Nodes gleichberechtigt miteinander. Als Eager Replication, das Gegenteil von Lazy Replication, bezeichnet man ein System, welches &#252;ber alle Nodes hinweg von einem atomar synchronen Zustand in einen anderen atomar synchronen Zustand wechselt. Bei Eager Replication werden alle am Gesamtsystem angeschlossenen Nodes gleichzeitig in atomaren Operationen abgeglichen. Blockiert ein Node die Abarbeitung einer Operation wird bei allen N<TextGroup><PlainText>ode</PlainText></TextGroup>s diese Operation wieder r&#252;ckg&#228;ngig gemacht (Rollback). Da sich mobile Endger&#228;te au&#223;erhalb der Netzabdeckung befinden k&#246;nnen, m&#252;ssen Verfahren gew&#228;hlt werden, welche nachgelagert Datenbest&#228;nde synchronisieren k&#246;nnen, wie es bei der Optimistic Replication beschrieben wird. Per Definition kann also das Replication-Framework kein Eager-Replication-System sein. Bei der Optimistic Replication wird offensiv mit der M&#246;glichkeit von Konflikten umgegangen. Saito und Shapiro <TextLink reference="6"></TextLink> befassen sich eingehend mit Optimistic Replication.</Pgraph><Pgraph>Beim Mobile-Assistance-Framework k&#246;nnen an einen User-Account bis zu 998 mobile Endger&#228;te (Slaves) gekn&#252;pft werden, alle Ger&#228;te (Slaves) werden gleichrangig mit dem Master, also dem Server-Data-Store repliziert. Wird ein neuer Eintrag auf Ger&#228;t 1 erzeugt, weil ein Vitalparametersensor ausgelesen wurde, so wird dieser zun&#228;chst mit dem Server repliziert und von dort aus auf alle anderen mobilen Endger&#228;te repliziert. Das Smartphone-Replikationsmodul, das Server-Replikationsmodul und die Protokolle zum Austausch der Daten zwischen Smartphone und Server bewegen sich in einem Spannungsfeld aus</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Leichtgewichtigkeit um den Energieverbrauch im Griff zu behalten</ListItem><ListItem level="1">Konfliktaufl&#246;sung um Konsistenz zu bewahren</ListItem><ListItem level="1">Zuverl&#228;ssigkeit&#47;Robustheit um den ACID-&#228;hnlichen Anforderungen zu gen&#252;gen</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Ein User kann unterschiedliche Smartphone-Betriebss<TextGroup><PlainText>yste</PlainText></TextGroup>me in unterschiedlichen Kombinationen mit seinem Account verkn&#252;pfen. In Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> wird beschrieben aus welchen Komponenten das Framework besteht. Die Datenrepr&#228;sentation einer Applikation kann innerhalb des Frameworks auf die unterst&#252;tzten Plattformen portiert werden. Somit wird Komplexit&#228;t aus der Applikation genommen und an das Framework abgegeben. Ein Design-Tool unterst&#252;tzt bei der Erstellung der Datenrepr&#228;sentation und erstellt Rahmenprojekte, Stubs und Skeletons f&#252;r die einzelnen Plattformen. Stubs und Skeletons sind Begrifflichkeiten aus der verteilten Anwendungsprogrammierung (RMI &#8211; Remote Method Invocation). In den Stubs und Skeletons findet das Umwandeln von &#220;bergabeparametern in der lokalen Programmiersprache in Pakete des darunterliegenden Kommunikationsprotokolls (Marshalling)  und das Zur&#252;ckwandeln in einen &#220;bergabeparameter f&#252;r die entfernte Programmiersprache (Unmarshalling) statt. Die Replikationskomponenten befinden sich auf beiden Seiten, sowohl im Client-Communication-Interface (Stub) als auch im Server-Communication-Interface (Skeleton). Die Stubs und Skeletons bestehen aus einem generierten Source-Code-Teil und einer Konfigurationsdatei, die in die endg&#252;ltige Applikation direkt hineinkompiliert wird. Das eben beschriebene System wird im Folgenden als (Closed-Source-)Komponente eines Gesamtsystems betrachtet, dieses System muss nach dem MPG zertifiziert werden.</Pgraph><SubHeadline>3.1 OTS oder COTS (Commercial-off-the-shelf)</SubHeadline><Pgraph>Da ein Medizinprodukt kritisch betrachtet nur dann zugelassen werden darf, wenn der gesamte Source-Code mit Hilfe eines Qualit&#228;tssicherungsprozesses entwickelt wurde, wurde zur Lockerung dieser Regel von der FDA (Food and Drug Association) ein Leitfaden erarbeitet <TextLink reference="3"></TextLink>, wie (Closed-Source-)Standard-Software-Komponenten zu behandeln sind, um sie in einem Medizinprodukt einsetzen zu d&#252;rfen. In der EN 62304 wird dieses Thema auf einen aktuelleren Sockel gestellt, innerhalb der EN 62304 wird von SOUP (Software of unknown Provenance) gesprochen.</Pgraph><Pgraph>Die Begriffe SOUP, OTS und COTS werden innerhalb der wichtigsten Normen weitgehend synonym verwendet. Um Standard-Komponenten in einem Medizinprodukt einsetzen zu k&#246;nnen muss evaluiert werden, wie es sich im Gesamtsystem verh&#228;lt und ob durch den Einsatz ein Risikopotenzial zu erwarten ist.</Pgraph><SubHeadline>3.2 Ein Web-Portal&#47;Web-CMS (Content-Management-System bzw. WCMS &#8211; Web-Content-Management-System) als Beispiel f&#252;r COTS-Software</SubHeadline><Pgraph>In anderen sicherheitskritischen Anwendungsumgebungen wie der Luftfahrt-Industrie dienen Portal-Systeme als Frameworks f&#252;r Projekt- und Dokumenten-Management-Systeme. Hat man z.B. eine Reihe von WCMS zur Auswahl, k&#246;nnen diese nach den Metriken aus der ISO 9126, Functionality, Reliability, Usability, Efficiency, Maintaina<TextGroup><PlainText>bili</PlainText></TextGroup>ty und Portability bewertet werden. Durch diese formalisierte Bewertung und der Auswahl des am besten gee<TextGroup><PlainText>ign</PlainText></TextGroup>eten WCMS wird bereits ein Punkt bei der Validierung einer COTS-Software erf&#252;llt. Durch die Nutzung der vom Web-Portal exponierten APIs und der Best-Practice-Examples k&#246;nnen WebParts&#47;Portlets&#47;Module in die Portale integriert, die exponierten Infrastruktur-&#47;Sicherheitsmechanismen instrumentalisiert werden. Portlets sind Module in einem Portal, z.B. besitzen viele Portale das Modul &#8222;Forum&#8220;. Es k&#246;nnen also die im Portal registrierten User auf die Forums-Funktionen zugreifen. Durch die Eingabe von Login und Passwort authentifiziert sich der Benutzer am Portal und kann die erhaltenen Credentials f&#252;r die Portlets als Single-Sign-On-Mechanismus verwenden. Das Forum kann sich der Permissions-API des Portals bedienen und private Bereiche f&#252;r einzelne Gruppen implementieren. Beim Einsatz eines geeigneten Web-Portals vererben sich bei der Implementierung von Portlets&#47;WebParts F&#228;higkeiten wie Robustheit, Desaster Recovery, High Availability, Sicherheit, Installierbarkeit, Konformit&#228;t, K<TextGroup><PlainText>oexiste</PlainText></TextGroup>nz, &#196;nderbarkeit (Updateability) auf diese Portlets&#47;Webparts. Z.B. stellen Web-Portale Sicherheitsmechanismen wie das Blocken von DDoS-Attacken (Distributed-Denial-of-Service-Attacken) ihren Portlets zur Verf&#252;gung. Bei konformer Programmierung erbt das WebPart&#47;Portlet diesen Sicherheitsmechanismus. Des Weiteren dient das Portal als Rahmen, die Navigations-Men&#252;s k&#246;nnen beliebig ver&#228;ndert werden. Ober- und Unterpunkte im Navigationsmen&#252; werden je nach Berechtigungen ein- und ausgeblendet. Gartner berichtet &#252;ber die Entwicklung im Portal- und Web-Content-Management-Markt <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>, vergleicht die einzelnen Produkte an Hand unterschiedlicher Kriterien und erstellt ein Magic-Quadrant-Rating. Die &#220;berg&#228;nge von Portal-Systemen zu Web-Content-Management-Systemen sind flie&#223;end, die Einsatzgebiete lassen sich nicht scharf voneinander abgrenzen. Das Rating von Gartner kann bereits als Teil einer ISO 9126-Bewertung genutzt werden, da sich viele Metriken in den Dokumenten wiederfinden.</Pgraph><Pgraph>Mit der Benutzung eines Portals werden praxisbew&#228;hrte Rollen in das System integriert. Der administrative Account wird anders als ein Patient, Arzt, Call-Center-Mitarbeiter oder Krankenpfleger behandelt. Ein Nutzer kann Kombinationen aus Rollen bekleiden. Ein Patient kann gleichzeitig am Asthma-, Adipositas- und am Diabetes-Dienst teilnehmen. Sind Benutzer nicht f&#252;r den Dienst registriert k&#246;nnen sie im Web-Interface weder auf die Ansicht zugreifen noch Daten &#252;ber die Replikationsmodule &#252;bertragen. Das Replikationsmodul bedient sich der Authentifizierungs- und Autorisierungsmechanismen, die durch das Portal exponiert werden (vgl. Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>). Das Mobile-Assistance-Framework instrumentalisiert das WCMS als Gate-Keeper und st&#252;tzt sich damit auf eine COTS-Komponente, ist gleichzeitig selbst eine COTS-Komponente.</Pgraph><SubHeadline>3.3 Bewertung von COTS-Software nach den Vorgaben der FDA</SubHeadline><Pgraph>Weitere typische Beispiele f&#252;r COTS-Software sind Webserver, Datenbank, Betriebssystem und Tabellenkalkulation. Soll eine Datenbank f&#252;r ein Medizinprodukt eingesetzt werden, so muss dokumentiert werden, dass die Datenbank den Anforderungen gen&#252;gt. Da aber die Datenbank als Black-Box betrachtet werden muss, werden Bewertungskriterien gegen das System gespiegelt, um die Gebrauchstauglichkeit darlegen zu k&#246;nnen. Im Leitfaden <TextLink reference="3"></TextLink> und in der IEC 62304 wird darauf eingegangen, wie COTS-Software bewertet werden muss um als Building Block f&#252;r ein Medizinprodukt zugelassen zu werden. Es wird unterschieden zwischen Minor, Moderate und Major LOC (Level of Concern). Analog dazu ist in der IEC 62304 die Rede von  den Software-Sicherheitsklassen A (Minor), B (Moderate) und C (Major). Je nach LOC sind andere Ma&#223;nahmen zu treffen. Wird eine COTS-Komponente nach der Risikoanalyse als Minor LOC eingestuft, muss eine Basis-Dokumentation, bestehend aus einer Beschreibung der COTS-Komponente (Hersteller Name, Major Version, Minor Version, Release Date und weitere Merkmale), Computer System Spezifikation und weitere Merkmale, angefertigt werden. Wird ein Moderate oder Major LOC ermittelt, k&#246;nnen Gegenma&#223;nahmen ergriffen werden, um Schadenspotentiale zu verringern. Gegenma&#223;nahmen k&#246;nnen aus Design-Ma&#223;nahmen, sch&#252;tzenden Vorkehrungen oder Warnhinweisen bestehen. Wird durch den Abschw&#228;chungsschritt der LOC auf Minor gesenkt, kann das COTS im Produkt eingesetzt werden, ansonsten kann mehrfach durch den Schritt des Abschw&#228;chens iteriert werden. Weitere Details &#252;ber die Dokumentationspflichten finden sich in dem Leitfaden <TextLink reference="3"></TextLink>. Datenbanken, Web-Server, Portal-Systeme sind in der Informatik durch die weite Verbreitung und dem Einsatz in kritischen Umgebungen &#228;hnlich akzeptiert wie der Einsatz von integrierten Bauteilen (Integrated Circuits), wie z.B. Operationsverst&#228;rker oder AD-&#47;DA-Wandler in elektrischen Schaltungen von Medizinprodukten. Auch in diesen Anwendungsf&#228;llen muss an Hand des Datenblatts und eigener Messungen bewiesen werden, dass der Betriebsbereich des jeweiligen Bauteils innerhalb der Spezifikationen liegt. Entwickler greifen in kritischen Schaltungen zu Bauelementen, die nach z.B. Milit&#228;rstandards engere Toleranzen erf&#252;llen, oder in einem gr&#246;&#223;eren thermischen Bereich betrieben werden k&#246;nnen. Analog dazu wird COTS-Software bevorzugt verwendet, welche bereits in gesch&#228;ftskritischen Anwendungsf&#228;llen ihre Tauglichkeit bewiesen hat.</Pgraph><Pgraph>Wie im Abschnitt 3 betrachtet sind Replikationsmechanismen wissenschaftlich gut fundiert. In verteilten Datenbank-Anwendungen sind sie als Standardkomponenten etabliert. Bisher wurden aber Best-Practices aus dem Datenbank-Themenfeld nicht f&#252;r die Vereinfachung des Smartphone-Applikations-Entwicklungsprozesses genutzt. Das Mobile-Assistance-Framework verbindet diese beiden Themenfelder. Durch die Entstehung der neuen Kategorie &#8222;mobiles Smartphone-Replikations-Framework&#8220; im weiten Feld der Standardkomponenten vereinfacht sich der Zertifizierungsprozess von mobilen Gesundheitsanwendungen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Ergebnisse">
      <MainHeadline>4 Ergebnisse</MainHeadline><Pgraph>Das Mobile-Assistance-Framework erf&#252;llt die Rahmenbedingungen, um als COTS-Software in einem Medizinprodukt eingesetzt werden zu k&#246;nnen. Der COTS-Hersteller kann den Validierungsprozess eines Medizinprodukts unterst&#252;tzen in dem eine FMEA-Analyse der COTS-Komponente durchgef&#252;hrt wird und nachgewiesen wird, dass ein Qualit&#228;tssicherungs-Prozess bei der Entwicklung verwendet wurde. In der ISO 13485 wird das V-Modell als ein geeignetes Vergehensmodell zur Entwicklung von Medizinprodukten genannt. In <TextLink reference="9"></TextLink> werden weitere Kriterien bei der Auswahl der COTS-Komponenten genannt. Dokumente, die w&#228;hrend des Entwicklungsprozesses der COTS-Komponente entstanden sind, k&#246;nnen dem Auditingprozess beigesteuert werden. Diese Dokumente, bei der FDA unter dem Begriff Device Master Record zusammengefasst, k&#246;nnen vom COTS-Softwarehersteller exklusiv an den Auditor ausgeh&#228;ndigt werden. Hiermit wird vermieden, dass tiefer greifendes Firmen-Know-How des COTS-Herstellers unn&#246;tig an Lizenznehmer weitergegeben werden muss. Um die hohen Anforderungen an ein Authentifizierungs- und Autorisierungssystem stemmen zu k&#246;nnen wird von einer Eigenentwicklung innerhalb des Mobile-Assistance-Frameworks abgesehen. An Stelle dessen wird das Daten-Replikations-System mit dem Authentifizierungs- und Rechte-System eines ausgereiften Portals wie Sharepoint, IBM Websphere Portal Server oder einem Open-Source-Web-Portal-System verkn&#252;pft. Die COTS-Komponente Mobile-Assistance-Framework instrumentalisiert die COTS-Komponente Web-Portal.</Pgraph><Pgraph>In Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/> wird veranschaulicht wie gering der Anteil der Individualprogrammierung werden kann, wenn das Replikations-Framework als COTS-Komponente im Gesamtsystem Verwendung findet. Nicht nur die Verk&#252;rzung des Entwicklungsprozesses, sondern auch die nachhaltige Weiterentwicklung der Standardkomponente Mobile-Assistance-Framework f&#252;hrt zu einer steten Reifung derartiger Applikationen und f&#252;hrt in den weiteren Schritten auch dazu die Zertifizierung von Mobile-Health-Applikationen zu vereinfachen.</Pgraph><Pgraph>In weiteren Zertifizierungen vereinfacht sich der Nachweis der Gebrauchstauglichkeit, da er bereits bei der ersten Zertifizierung erbracht werden konnte. Nur die ge&#228;nderten Rahmenbedingung (der Intended Use) muss erneut detailliert beleuchtet werden, nicht aber die COTS-Komponente an sich.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Technische H&#252;rden</Mark1> werden demnach abgebaut durch die Vereinfachung des Entwicklungsprozesses und die robustere Auslegung der entstehenden Applikationen.</Pgraph><Pgraph>Gesundheitsapplikationen unterliegen schnell dem Medizinproduktegesetz; bei Fehlverhalten mit gesundheitssch&#228;dlichen Folgen kann der Anbieter mit empfindlichen Strafen belegt werden. Unterliegen Gesundheitsapplikationen dem MPG und wurden zertifiziert, sieht die Rechtsprechung keine bzw. kleinere Strafen bei Fehlverhalten vor als bei nicht zertifizierten Applikationen. <Mark1>Rechtliche H&#252;rden</Mark1> werden abgebaut durch die Vereinfachung des Zertifizierungsprozesses.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="5 Fazit">
      <MainHeadline>5 Fazit</MainHeadline><Pgraph>Mobile Gesundheitsanwendungen werden von vielen Anforderungen flankiert. Das Client-Server-Modell, der occasionally connected Charakter, die rechtlichen Einfl&#252;sse durch Bundesdatenschutzgesetz, Telemediengesetz und Medizinproduktegesetz, der technische Einfluss, bedingt durch einen fragmentierten Smartphone-Betriebssystem-Markt, durch CPU-, RAM- und Akku-limitierte Systeme, all diese Einfl&#252;sse im Paket erfordern neue Building Blocks um Komplexit&#228;t in unterschiedlichen Dimensionen bew&#228;ltigbar zu machen. Ein Replication-Framework wurde erstellt um viele dieser Anforderungen innerhalb einer Komponente zu adressieren und sich h&#228;ufig wiederholende T&#228;tigkeiten durch Tools zu automatisieren. Das System erbt die Authentisierungs- und Berechtigungsmechanismen aus dem verwendeten Portal- und Web-Content-Management-System. Das Gesamtsystem wurde unter der Annahme, dass es bei einer Zertifizierung unter der Rubrik Commercial-Off-the-Shelf-Software eingeordnet wird, gegen das MPG gespiegelt. Es wurden geeignete Schritte erkl&#228;rt, um eine Closed-Source-Komponente f&#252;r die Validierung aufzubereiten. Gleichzeitig wurde der Vorteil der klaren Kapselung der Daten von der Applikationslogik er&#246;rtert und die damit einhergehende Verk&#252;rzung des Entwicklungsaufwands. In zuk&#252;nftigen Schritten wird das Framework f&#252;r die &#220;bertragung besonders gro&#223;er Datenpakete erweitert. Hierf&#252;r muss das segmentweise &#220;bertragen von BLOBs (Binary Large Objects) implementiert werden. Als weiteren wichtigen Schritt wird die Software-Komponente Mobile-Assistance-Framework auf Dienstleistungs-Beine gestellt. Hierf&#252;r m&#252;ssen Anforderungen des Service-Consumers an den Service-Provider formuliert werden. Der Server soll als PaaS (Platform as a Service) an den Service-Consumer vermietet werden, dieser wiederum kann mobile-health-Anwendungen oder auch mobile Logistikanwendungen mit einer derartigen Plattform realisieren.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Anteil Commercial-off-the-Shelf &#8211; Individual-Programmierung</Mark1></Pgraph></Caption>
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