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    <Identifier>mibe000129</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000129</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0001290</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Learn &#38; Go: Entwicklung einer Mobile Learning Applikation f&#252;r Smartphones zur Nutzung von Learning Management Features und Funktionen via Webservice</Title>
      <TitleTranslated language="en">Learn &#38; Go: Development of a mobile learning application for smartphones to use learning management features and functions via web services</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
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      <Creator>
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          <Lastname>Sturm</Lastname>
          <LastnameHeading>Sturm</LastnameHeading>
          <Firstname>Roberta</Firstname>
          <Initials>R</Initials>
          <AcademicTitle>Dr.</AcademicTitle>
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          <Affiliation>Applied e-Learning Technology Lab, Centre for e-Learning Technology (CeLTech), Saarbr&#252;cken, Deutschland</Affiliation>
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      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Igel</Lastname>
          <LastnameHeading>Igel</LastnameHeading>
          <Firstname>Christoph</Firstname>
          <Initials>C</Initials>
          <AcademicTitle>Prof. Dr.</AcademicTitle>
        </PersonNames>
        <Address>CEO, Centre for e-Learning Technology (CeLTech), 66123 Saarbr&#252;cken, Deutschland<Affiliation>CEO, Centre for e-Learning Technology (CeLTech), Saarbr&#252;cken, Deutschland</Affiliation><WebPage>http:&#47;&#47;www.celtech.de&#47;</WebPage></Address>
        <Email>christoph.igel&#64;celtech.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">mobile phone</Keyword>
      <Keyword language="en">learning</Keyword>
      <Keyword language="en">information management</Keyword>
      <Keyword language="en">learning management system</Keyword>
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    <DatePublished>20130131</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>9</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>Technologiegest&#252;tztes Lehren und Lernen in der Medizin</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>01</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Dieser Beitrag zeigt im mobilen Zeitalter eine attraktive Offerte der Universit&#228;t des Saarlandes zur &#246;konomischen Studienorganisation auf. Die realisierte L&#246;sung erm&#246;glicht Studierenden, fernab von Browsertechnologien, die Nutzung von Funktionen des Learning-Management-Systems der saarl&#228;ndischen Hochschulen ohne die Informationen und Inhalte mehrfach vorzuhalten. Das methodische Vorgehen zur Pilotierung der mobilen Applikation wird im Folgenden ebenso beleuchtet wie das hierdurch erm&#246;glichte Potential des orts- und zeitunabh&#228;ngigen Zugriffs auf Informationen, zum einen f&#252;r Studierende der Human- und Zahnmedizin an der Universit&#228;t des Saarlandes und zum anderen perspektivisch als innovative Qualifizierungsform im Lifelong Learning Prozess f&#252;r alle Berufsgruppen im Gesundheitswesen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>This paper indicates an attractive offer of the Saarland University to the economic study organisation in the mobile age. The realised solution allows students, without requiring any browser technologies, to use functions of the University&#8217;s learning management system avoiding to hold information and contents available more than once. Besides the methodical approch to gain the prototyp of the mobile application, the thereby achieved added value of accessing information for medical students regardless time or place is pointed out as well as the advantage perspectively gained as an innovative qualification option in the lifelong learning process for all different kinds of professional groups in the medical sector.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Die ubiquit&#228;re Verf&#252;gbarkeit innovativer Technologien ver&#228;ndert unseren Lebensalltag fortw&#228;hrend, nachhaltig und unumkehrbar &#8211; auch das Lernen. Gegenw&#228;rtig gibt es tausende Bildungs-Apps zum Informieren und Lernen, zum Kommunizieren, zum Kollaborieren und kreativen Arbeiten. Das mobile Webzeitalter scheint ein ganz neues Bed&#252;rfnis an orts- und zeitunabh&#228;ngigem Zugriff auf Informationen, nicht nur bei den Digital Natives <TextLink reference="1"></TextLink>, hervorzurufen. Wenngleich neuer Analysen die Existenz eben dieser Digital Natives kritisch betrachten und im Einzelnen gar deren Existenz in Frage stellen, wie auch die damit in Verbindung stehenden Bezeichnungen &#8222;Generation Y&#8220; und &#8222;Generation Net&#8220; hinsichtlich ihrer Berechtigung als Generationenbezeichnung in Frage gestellt werden, so dass diese &#8222;zur Leerformel zu verkommen droht&#8220; (<TextLink reference="2"></TextLink>, <TextGroup><PlainText>S. 42</PlainText></TextGroup>) und die medienomnipotente Generation von Personen bis 30 Jahre eher ein Mythos denn Realit&#228;t ist, weisen zahlreiche Analysen seit mehr als 10 Jahren einen Anstieg bei der Nutzung digitaler Medien aus <TextLink reference="3"></TextLink>. Gleichwohl dient diese Nutzung &#8222;in erster Linie der Kommunikation mit den Peers&#8220; wie auch &#8222;individuelle Motive und Dispositionen der Lernenden entscheidenden Einfluss auf die Nutzung neuer Medien in Lernkontexten haben&#8220; (<TextLink reference="2"></TextLink>, S. 42).</Pgraph><Pgraph>Mobile Endger&#228;te sind gleichwohl allzeit verf&#252;gbare Informations- und Wissensquellen <TextLink reference="4"></TextLink>. Theoretisch kann nun &#252;berall gelernt werden, gleich ob in traditionellen Lehr-Lernumgebungen wie im Klassenzimmer, im H&#246;rsaal oder am Arbeitsplatz, zu Hause, im Gemeindezentrum, im Kaufhaus oder von unterwegs. Mobile Technologien wie Handys, Smartphones, PDAs, MP3&#47;MP4 Player, Gaming Devices, Notebooks oder Netbooks sind hierf&#252;r pr&#228;destiniert. Neben der Konnektivit&#228;t f&#252;r den Up- oder Download von Materialien, gew&#228;hren sie das online Lernen via W<TextGroup><PlainText>ir</PlainText></TextGroup>eless Networks, Mobile Phone Networks oder beidem. Hierdurch k&#246;nnen Lerner weitestgehend unabh&#228;ngig von ihrem soziodemographischen und -kulturellen Hintergrund ohne ausgekl&#252;gelte Technologiekompetenzen sowie unabh&#228;ngig von ihrem aktuellen Stadium im Lifelong Learning Prozess auf eigenst&#228;ndige Lernapplikationen oder via Webapps als Schnittstelle auf institutionelle Informations- und Wissensmanagement- bzw. Learning-Management-Systeme zugreifen. Das sich der mobile Markt in rasanter Geschwindigkeit entwickelt und Prognosen zufolge der Verkauf von TabletPCs den Anteil an verkauften Desktop-PCs in den Jahren 2012&#47;13 &#252;bersteigt sind nur ein Indiz daf&#252;r <TextLink reference="5"></TextLink>. Ein weiterer Trend liegt dank g&#252;nstiger Flatrate-Tarife und attraktiver Anwendungen in der verbreiteten Nutzung von Smartphones. </Pgraph><Pgraph>Da die heutigen Studierenden mit Neuen Medien und dem Internet aufgewachsen sind, passt sich, in Hinblick auf die innerdeutsche und internationale Wettbewerbsintensivierung um Studierende, zunehmend auch die universit&#228;re Aus- und Weiterbildung an die ge&#228;nderten Nutzungsgegebenheiten an. Dieser Beitrag gibt keine Antwort auf die Frage &#8222;Werden Studierende ihre Aufgaben f&#252;r Studium und Lehre mit dem Handy in virtuellen Gruppen l&#246;sen&#63;&#8220;, vielmehr wird eine attraktive Offerte zur &#246;konomischen Studienorganisation von morgen vorgestellt und der Frage nachgegangen, wie das Lernen mit portablen ubiquit&#228;ren Medien bzw. mobilen Endger&#228;ten &#252;berall und zu jeder Zeit m&#246;glich wird. Im Fokus steht dabei die Applikation Learn&#38;Go f&#252;r Smartphones und TabletPCs, die in Interaktion mit einem Learning-Management-System (LMS) orts- und zeitunabh&#228;ngiges Studieren erm&#246;glicht und im Kontext von Studium und Lehre im Web 2.0, Social Community Aspekte in den Studienalltag integrieren hilft.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Fragestellung">
      <MainHeadline>Fragestellung</MainHeadline><Pgraph>Projektziel von 2009 bis 2011 war es, fernab von Browsertechnologien, eine spezifische, mehrwertige L&#246;sung f&#252;r die Nutzung von Funktionen des Learning-Management-Systems der saarl&#228;ndischen Hochschulen CLIX Campus f&#252;r das personalisierte Lernen (e-Learning 1.0) sowie f&#252;r das kooperative Lernen (e-Learning 2.0; vgl. <TextLink reference="6"></TextLink>) auf Basis von RSS-Technologien, XML und Webservices zu entwickeln, zu testen und in den Standard der Lernplattform zu &#252;berf&#252;hren. Um Inhalte nicht mehrfach und in unterschiedlichen Formaten vorhalten und pflegen zu m&#252;ssen sollte ein entsprechendes Framework realisiert werden, dass als Programmierger&#252;st im Rahmen der objektorientierten Softwareentwicklung sowie des komponentenbasierten Entwicklungsansatzes eine ad&#228;quate Ansicht f&#252;r mobile Endger&#228;te auf den im LMS hinterlegten Datenbestand erm&#246;glicht.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Methode">
      <MainHeadline>Methode</MainHeadline><Pgraph>In dem Vorhaben wurde der Ansatz der agilen Entwicklung in Verbindung mit einem Zwei-Phasenmodell f&#252;r ein Software-Release der mobile Applikation gew&#228;hlt. </Pgraph><Pgraph>Im Rahmen eines User-Requirement wurde in Phase 1 eine Zufallsstichprobe von Lehrenden, Lernenden und in der Administration von Studium und Lehre t&#228;tigen Mitglieder der Universit&#228;t des Saarlandes befragt, um die Features der Applikation zu spezifizieren und den Ist-Stand bezogen auf die Verbreitung mobiler Endger&#228;te bei Studierenden und Dozierenden zu spezifizieren. Als Erhebungsinstrument kam ein standardisierter Online-Fragebogen zum Einsatz. Dessen Items umfassten sowohl Prozesse der Studienorganisation als auch Funktionen des personalisierten und kooperativen Lernens. An der Befragung nahmen insgesamt 209 Mitglieder, davon 54 Dozierende und 155 Studierende, der Universit&#228;t des Saarlandes teil, die das Learning-Management-System CLIX Campus f&#252;r Studium und Lehre regelm&#228;&#223;ig nutzen und sich selbst Erfahrungen im Umgang mit Smartphones und mobilen Applikationen zuschreiben. Sie sch&#228;tzten die Funktionalit&#228;ten zur Lehr-, Lern- und Pr&#252;fungsorganisation auf einer f&#252;nfstufigen Likert-Skale von <Mark2>nicht sinnvoll</Mark2> bis <Mark2>sehr sinnvoll</Mark2> und zugleich von <Mark2>nicht w&#252;nschenswert</Mark2> bis <Mark2>sehr w&#252;nschenswert</Mark2> ein. </Pgraph><Pgraph>In Phase 2 wurden die Anforderungen an die Kernfunktionalit&#228;ten der anschlie&#223;enden Protottypentwicklung qualitativ durch die Befragung von Experten aus verschiedenen Bereichen (Studium und Lehre in Fakult&#228;ten, Fachrichtungen, Instituten und zentralen Einrichtungen) aus dem Bereich Learning Management validiert (Delphi-Befragung). Mit Abschluss dieser Soll-Stands-Erhebung erfolgte die prozessorientierte Konzeption von Release 1.0. Gem&#228;&#223; des gew&#228;hlten Software-Engineering-Ansatzes wurden die Schritte Planung, Entwicklung und Review in kleinen Iterationsschleifen mehrfach durchgef&#252;hrt, um die Entwicklung stetig hinsichtlich des Fortschritts und der technischen Qualit&#228;t zu pr&#252;fen sowie mit dem Ziel, ggf. neue Priorisierungen vornehmen zu k&#246;nnen. Vor dem Go Live des Releases 1.0 wurde ein umfangreiches User-Testing der mobilen Applikation durchgef&#252;hrt. Dieses ber&#252;cksichtigte unter Usability-Gesichtspunkten u.a. Aspekte der Erreichbarkeit und Stabilit&#228;t der Applikation, Nutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienung. Die beschriebene methodische Herangehensweise wurde mit Ausnahme des umfassenden User-Requirement f&#252;r das Release 2.0 der mobilen Applikation nochmals realisiert. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline><Pgraph>Generell wurde die Entwicklung einer mobilen Applikation sowohl von Studierenden und Dozierenden als auch von den befragten Experten als sehr positiv angesehen. Die auf Basis des User-Requirements erhobenen Anforderungen an die mobile Applikation wurden f&#252;r das Software-Engineering in ein Release 1.0 und ein Release 2.0 unterschieden. In ersten Release standen vornehmlich informatorische Funktionen und Features im Vordergrund der Entwicklung: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Anzeige von allgemeinen und kursbezogenen News </ListItem><ListItem level="1">Anzeige der pers&#246;nlichen Kurshistorie (Belegungen, Stornierungen, Beendigungen)</ListItem><ListItem level="1">Anzeige des pers&#246;nlichen Stundenplans </ListItem><ListItem level="1">Anzeige und Aufruf kursbezogener Lerninhalte g&#228;ngiger Formate</ListItem><ListItem level="1">Google Map Sicht auf den Veranstaltungsort</ListItem><ListItem level="1">&#220;bertragung der Veranstaltungsdaten in den pers&#246;nlichen Kalender</ListItem><ListItem level="1">Navigation zum Veranstaltungsort</ListItem><ListItem level="1">Anzeige aktuell laufender Kurse (gegliedert nach Fachbereich)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Bei der Entwicklung von Release 2.0 wurden kollaborative und soziale Funktionen und Features umgesetzt und die Funktionen sowie Features von Release 1.0 nach Ersttestung durch die Software Engineers optimiert:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Anbindung von Web 2.0-Applikationen (Facebook, Twitter und Instapaper)</ListItem><ListItem level="1">Redaktion eines Microblog zur Durchf&#252;hrung von Mobil Voting (TED-System)</ListItem><ListItem level="1">Nutzung von Lerninhalten auch ohne bestehende Internetverbindung</ListItem><ListItem level="1">Essensbewertung der Mensa</ListItem><ListItem level="1">Anbindung eines eBook Readers mit Notizfunktion</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Nach der internen Qualit&#228;tssicherung beider Releases durch Software Engineers und System Engineers wurden beide Releases zum Testing durch Dozierende und Studierende der saarl&#228;ndischen Hochschulen mit verschiedenen Endger&#228;ten (iPhone 1.&#8211;3. Generation) und Versionen des Operating Systems von Apple f&#252;r Smartphones freigegeben. Das User-Testing gliederte sich dabei in zwei Settings. Alle Tester durchliefen iterativ einen festgelegten Ablaufplan der s&#228;mtliche Funktionalit&#228;ten umfasste und an den ein freies Testen der App grenzte. Mit ausgew&#228;hlten Lehrveranstaltungen erfolgte im Anschluss, &#252;ber den Zeitraum von einem Monat, ein freies Testing mit realen Daten und Informationen des entsprechenden Kurses. Neben den dokumentierten Anmerkungen der Teilnehmer wurden automatisch Logfiles der einzelnen Testdurchl&#228;ufe mitprotokolliert. Die so erhaltenen R&#252;ckmeldungen wurden dann intern kategorisiert, ausgewertet und bei Problemen behoben. </Pgraph><Pgraph>Mit dem Release-Wechsel des LMS und dem mit der aktuellen Version zur Verf&#252;gung stehenden Webservice k&#246;nnen Mitglieder der Universit&#228;t des Saarlandes, die im Besitz eines iPhone oder iPads von Apple sind, nun folgende Fragen k&#252;nftig mit einem kurzen Blick auf ihr Smartphone bzw. ihren TabletPC beantworten (<TextGroup><PlainText>Abbildung 1 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/><TextGroup><PlainText>): </PlainText></TextGroup></Pgraph><Pgraph>Welche Lehrveranstaltung l&#228;uft gerade&#63; Wo ist der H&#246;rsaal und wie komme ich dort auf direktem Wege hin&#63; Wo schmeckt das Essen auf dem Campus heute am besten&#63; Daneben k&#246;nnen orts- und zeitunabh&#228;ngig Stundenpl&#228;ne gebuchter Lehrveranstaltungen zusammengestellt und zur Offlineansicht im jeweiligen Kalendertool auf das Mobile Device exportiert, Veranstaltungsnews angezeigt, kursbezogene Lehr-Lern-Materialien g&#228;ngiger Formate aufgerufen und heruntergeladen sowie mittels Web 2.0-Features kooperatives Lernen verwirklicht werden. Realisiert wurde die interaktive Mobile Learning Applikation &#252;ber einen Webservice zu dem Learning-Management-System. Als zus&#228;tzlichen Service k&#246;nnen Studierende, Mitarbeiter und Besucher des Campus &#252;ber den Augmented Reality Browser Layar mittels Kameravorschau die nahegelegene Umgebung zielsicher erkunden. Die App markiert bestimmte Punkte und blendet zus&#228;tzliche Informationen zu Geb&#228;uden, Fachrichtungen etc. ein. Somit wird das Zurechtfinden auf dem Campus zum Kinderspiel. Auch das Treffen von Freunden wird durch geografische Kontextualisierung erleichtert, vorausgesetzt die Ortung &#252;ber GPS ist durch den User aktiv freigeschaltet. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ausblick">
      <MainHeadline>Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Wie eingangs erw&#228;hnt boomt der Smartphone-Markt aktuell. Angestrebt wird mit einem Relaunch der mobilen Applikation f&#252;r das Betriebssystem Android zuk&#252;nftig knapp 80&#37; der g&#228;ngigen Smartphones (vgl. Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>, <TextLink reference="7"></TextLink>) bedienen zu k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>Die Sorge, dass mobiles Lernen nur ein kurzlebiger Trend sein k&#246;nnte, teilt Shuler <TextLink reference="8"></TextLink> nicht, da heutzutage mobile Endger&#228;te bereits integraler Bestandteil im Leben von Kinder und Jugendlichen sind und auch bleiben werden. Weder das soziale und kulturelle Ph&#228;nomen noch das Marktpotential oder die F&#252;lle an M&#246;glichkeiten f&#252;r den Bildungskontext sollten untersch&#228;tzt werden. Daher gilt es die Debatte &#8222;sollen mobile Endger&#228;te wirklich zur Lernunterst&#252;tzung herangezogen werden&#8220; umzulenken auf die Fragestellung &#8222;wie und wann k&#246;nnen die Potentiale optimal ausgesch&#246;pft werden&#8220;. </Pgraph><Pgraph>Shuler (<TextLink reference="8"></TextLink>, S.11) vergleicht mobiles Lernen sogar mit der Sesamstra&#223;e: &#8222;Just as Sesame Street introduced generations of children and their families to the potential of television as an educational medium two generations ago, today&#8217;s children will benefit if mobile becomes a force for learning and discovery in the next decade&#8221;. Die Vorteile von mobilem Lernen fasst Shuler <TextLink reference="8"></TextLink> wie folgt zusammen: Durch mobile Lehr-Lernangebote wird situiertes Lernen gef&#246;rdert. Es werden zudem Barrieren zwischen dem Lernen zu Hause, in der Schule und in der Freizeit &#252;berbr&#252;ckbar und pers&#246;nliche Lernerfahrungen in unterschiedlichsten Lernumgebungen m&#246;glich. Neben den High Potentials haben erstmals auch sozial benachteiligte Lerner eine ad&#228;quate Chance an vielf&#228;ltigen Bildungsangeboten zu partizipieren. Dar&#252;ber hinaus werden soziale Interaktionen und das ge&#228;nderte Nutzungsverhalten im <TextGroup><PlainText>21. Jahrhundert</PlainText></TextGroup> unterst&#252;tzt. </Pgraph><Pgraph>Im stetigen technologischen und gesellschaftlichen Wandel, in dem der berufliche wie pers&#246;nliche Bildungsbedarf &#252;ber die gesamte Lebensspanne hinweg w&#228;chst, haben sich im zunehmenden internationalen Wettbewerb auch neue Formen der Arbeitsorganisation entwickelt, mit denen innovative Qualifizierungsformen einhergehen. Da Menschen im Arbeits- und privaten Kontext heute mit permanent wechselnden Informations- und Wissensanforderungen konfrontiert werden, liegt der konsequente Schritt nahe, das Angebot einer mobilen Applikation f&#252;r das Studium auf die berufliche Qualifizierung und Weiterbildung auszuweiten. Angestrebt wird daher eine bedarfsorientierte, orts- und zeitunabh&#228;ngige mobile Unterst&#252;tzung durch digitale Medien, um den skizzierten Anforderungen besser begegnen zu k&#246;nnen und somit in unterschiedlichen Kontexten formelles wie informelles Lehren und Lernen zu erm&#246;glichen. </Pgraph><Pgraph>Neben der Tragbarkeit von mobilen Ger&#228;ten und der M&#246;glichkeit fast &#252;berall eine Internetverbindung herzustellen, um in Echtzeit Quellenmaterial abrufen zu k&#246;nnen, sind Mobile Devices ideale Speicher f&#252;r Referenz- und Lernmaterialien (<TextLink reference="9"></TextLink>, S.10). Didaktische Chancen mobiler Endger&#228;te liegen etwa darin, dass Nutzer durch die Handhabung eines eigenen Ger&#228;tes aktiviert und motiviert werden. Ihnen wird die M&#246;glichkeit er&#246;ffnet situationsorientiert flexibel individuell, aber auch in Gruppen, zu lernen, zu kommunizieren und sich zu informieren. Mobiles Lernen kann dazu beitragen, Personen zu erreichen, die nicht an formalen Bildungsprozessen partizipieren, indem k&#252;nftig beispielsweise Nischenzeiten (z.B. Wartezeiten) mit didaktisch ad&#228;quat aufbereiteten Lernanwendungen oder Coaching-Modulen <TextLink reference="10"></TextLink> ausgef&#252;llt werden.</Pgraph><Pgraph>Aktuell ist nach wie vor eine L&#252;cke zu verzeichnen zwischen der Nutzung von Technologien im Alltag und der Nutzung im Klassenzimmer oder Vorlesungsraum <TextLink reference="11"></TextLink>. Ad&#228;quat aufbereitete Bildungs-Apps f&#252;r Smartphones oder TabletPCs haben das Potential diese L&#252;cke zu schlie&#223;en. Um nachhaltigen Erfolg und dauerhaftes Interesse am mobilen Lernen zu etablieren gilt es allerdings neben dem Operating System und der Bildschirmgr&#246;&#223;e des mobilen Endger&#228;tes, in Abh&#228;ngigkeit von der Zielgruppe, unterschiedliche Aspekte zu ber&#252;cksichtigen <TextLink reference="12"></TextLink>. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><Pgraph>CeLTech ist ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungsinstitut der Universit&#228;t des Saarlandes, der Hochschule f&#252;r Technik und Wirtschaft des Saarlandes und des Deutschen Forschungszentrums f&#252;r K&#252;nstliche Intelligenz (DFKI).</Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Ver&#228;nderungen am Smartphone-Markt (vgl. Spiegel Online, 2009) &#91;7&#93;</Mark1></Pgraph></Caption>
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