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    <Identifier>mibe000154</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000154</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0001542</IdentifierUrn>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Regressionsmodelle f&#252;r ordinale Zielvariablen</Title>
      <TitleTranslated language="en">Regression models for ordinal response variables</TitleTranslated>
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        <Address>Department Pflegewissenschaft, Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Stockumer Stra&#223;e 12, 58453 Witten, Deutschland<Affiliation>Department Pflegewissenschaft, Forschungskolleg FamiLe, Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Witten, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>schlarmann&#64;uni-wh.de</Email>
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        <Address>Department Pflegewissenschaft, Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Stockumer Stra&#223;e 12, 58453 Witten, Deutschland<Affiliation>Department Pflegewissenschaft, Forschungskolleg FamiLe, Universit&#228;t Witten&#47;Herdecke, Witten, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>Michael.galatsch&#64;uni-wh.de</Email>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">ordinal regression</Keyword>
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      <Keyword language="de">ordinale Regression</Keyword>
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      <Keyword language="de">Continuation Ratio</Keyword>
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    <DatePublished>20140319</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>10</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>05</ArticleNo>
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      <Funding fundId="FKZ 01KX1113A">BMBF</Funding>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Verfahren zur Auswertung ordinaler Variablen mittels Regressionsanalysen sind seit ca. 25 Jahren in der Literatur beschrieben, und viele Statistik-Softwarepakete wurden in den letzten Jahren um die Funktion dieser speziellen Art der Regression erweitert. Dennoch h&#228;lt sich der Einsatz der Verfahren bisweilen stark in Grenzen. Dies mag daran liegen, dass die vorhandene Literatur zu spezialisiert und f&#252;r den Anwender nur schwer verst&#228;ndlich ist. Ziel des Artikels ist es daher, die g&#228;ngigen Verfahren der ordinalen Regression vorzustellen sowie den Nutzen ihrer Ergebnisse an Beispielen zu verdeutlichen. Der Artikel versteht sich als praktische Einf&#252;hrung in das Thema und beschreibt nacheinander die Methoden der &#8222;Proportional Odds Models&#8220; sowie der &#8222;Continuation Ratio Models&#8220;. Beide Methoden werden beispielhaft angewendet, wobei ein Fokus auf die Interpretation der Modellergebnisse gelegt wird. Die Modellergebnisse beider Verfahren werden den Ergebnissen von alternativen logistischen Regressionsanalysen gegen&#252;bergestellt und hinsichtlich ihrer Unterschiede diskutiert.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Regression models for ordinal response variables are available since the late 1980s, and many statistical software packages have been upgraded to perfom these calculations. However, ordinal regression still seems to be overlooked in health sciences. This might be due to the available literatur, which is critizised to be too technical and hard to understand for endusers. Thus, the aim of this paper is to give an overview of popular ordinal regression models and to outline the advantages of its model results. First, the characteristics and interpretations of the &#8220;proportional odds model&#8221; are presented. The model is exemplary applied to variables of a dataset. A focus is set to the interpretation of the model results. Secondly, the characteristics and interpretations of the &#8220;continuation ratio model&#8221; are presented. Again, the model is exemplary applied to variables of a dataset, while the focus is set to the interpretation of the model results. The results of both models are contrasted to results of ordinary logistic regression and discussed with respect of their differences.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Skalen mit ordinalem Datenniveau sind fester Bestandteil in gesundheitswissenschaftlichen Studien. Die Abbildung des Gesundheitsstatus von Probanden in den Kategorien <Mark2>gesund &#8211; leicht krank &#8211; krank &#8211; schwer krank</Mark2> ist ein Beispiel f&#252;r eine ordinale Variable. Auch urspr&#252;nglich metrische Messgr&#246;&#223;en (z.B. <Mark2>K&#246;rpergr&#246;&#223;e)</Mark2> k&#246;nnen in verschiedene Stufen ordinal operationalisiert werden (z.B. <Mark2>sehr klein, klein, normal, gro&#223;, sehr gro&#223;</Mark2>). Die geordnete Reihenfolge der Stufenauspr&#228;gungen ist ein wichtiges Merkmal ordinaler Daten. Ein Ziel der Auswertung kann es sein herauszufinden, welche Faktoren das untersuchte Outcome (z.B. <Mark2>Gesundheitsstatus</Mark2> oder <Mark2>K&#246;rpergr&#246;&#223;e)</Mark2> beeinflussen, und wie stark sich dieser Einfluss darstellt. Zur Beantwortung solcher Frage eignen sich die statistischen Verfahren der Regressionsanalysen <TextLink reference="1"></TextLink>, (<TextLink reference="2"></TextLink>, S.407ff). Hierbei entscheidet das Skalenniveau der Zielvariablen, welche Art der Regression durchgef&#252;hrt werden kann (z.B. lineare Regression, Varianzanalyse, logistische Regression). </Pgraph><Pgraph>Obwohl Verfahren zur Durchf&#252;hrung einer Regressionsanalyse bei ordinalen Zielvariablen seit l&#228;ngerer Zeit verf&#252;gbar sind <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>, <TextLink reference="7"></TextLink>, h&#228;lt sich deren Einsatz in Grenzen. Dies kann unter anderem daran liegen, dass die verf&#252;gbare Literatur zu spezialisiert und f&#252;r Anwender nur schwer verst&#228;ndlich ist (vgl. <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>).</Pgraph><Pgraph>Aus diesem Grund soll der vorliegende Artikel einen Einstieg in die g&#228;ngigen Verfahren der ordinalen Regressionsanalyse geben sowie ihren Nutzen in der Anwendung verdeutlichen. Eine vertiefende Beschreibung inklusive mathematischer Formeln findet sich bei Harrell <TextLink reference="6"></TextLink> und Agresti <TextLink reference="7"></TextLink>. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ordinale Regression">
      <MainHeadline>Ordinale Regression</MainHeadline><Pgraph>Eine h&#228;ufig angewandte Variante zum Umgang mit ordinal-skalierten Outcomes ist, das Zielkriterium zu dichotomisieren. Hierbei werden die urspr&#252;nglichen Stufen der ordinalen Variable in zwei Stufen kategorisiert. </Pgraph><Pgraph>Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> zeigt die Variable <Mark2>Gesundheitsstatus</Mark2> einer fiktiven Untersuchung, in welcher der Gesundheitsstatus von 1.200 Personen erfasst wurde. Die Auspr&#228;gung des Gesundheitsstatus liegt in den f&#252;nf Stufen <Mark2>gesund, leicht krank, krank, schwer krank, todkrank</Mark2> vor. F&#252;r eine Analyse dieser Daten k&#246;nnte es beispielsweise sinnvoll sein, die Gruppe der <Mark2>gesunden</Mark2> mit der Gruppe der <Mark2>erkrankten</Mark2> zu vergleichen. In Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/> wurde der Gesundheitsstatus daher in zwei Antwortgruppen dichotomisiert. </Pgraph><Pgraph>Die Zielvariable (<Mark2>gesund </Mark2>&#47;<Mark2> krank</Mark2>) k&#246;nnte auf diesem Weg mittels logistischer Regressionsanalyse ausgewertet werden. Der Nachteil der Dichotomisierung besteht darin, dass Informationen &#252;ber die geordnete ordinale Reihe verloren gehen.</Pgraph><Pgraph>Eine weitere Variante besteht darin, die Auspr&#228;gungen eines ordinalen Zielkriteriums in Zahlen umzuschreiben (z.B. 1,2,3,...,<Mark2>j</Mark2>; vgl. Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>). Dies w&#252;rde die M&#246;glichkeit er&#246;ffnen, die Variable mittels linearer Regression und Varianzanalysen auszuwerten.  </Pgraph><Pgraph>Der Nachteil dieser Variante liegt darin, dass den Daten mehr Informationen unterstellt werden, als sie tats&#228;chlich beinhalten: zwar liegen die ordinalen Daten in einer geordneten Reihe vor, jedoch sind die Abst&#228;nde zwischen den einzelnen ordinalen Stufen <Mark2>nicht</Mark2> bekannt. Dar&#252;ber hinaus handelt es sich um <Mark2>diskrete</Mark2> Werte, da jeder ordinalen Stufe eine nat&#252;rliche ganze Zahl zugeordnet wird. Lineare Modelle setzen <Mark2>kontinuierliche</Mark2> Werte voraus, so dass solche Modelle auch Aussagen &#252;ber (Zwis<TextGroup><PlainText>chen-)</PlainText></TextGroup>Stufen treffen k&#246;nnen, die in der Zielvariable nicht existieren (z.B. 2,13; 4,97; oder 7). Falls in einer Stufe des ordinalen Ziels viele F&#228;lle vorliegen, ist es wahrscheinlich, dass die Varianz in den einzelnen Stufen heterogen ist (so genannte <Mark2>Heteroskedaszit&#228;t</Mark2>). Hierauf reagieren die g&#228;ngigen G&#252;tetests der Regression (F-Test und t-Test) sehr sensitiv, so dass die G&#252;ltigkeit solcher Modelle abgelehnt w&#252;rde. Aus den genannten Gr&#252;nden ist es in keinem Fall zul&#228;ssig, eine Variable nachtr&#228;glich durch Zahlenkodierung zu metrisieren.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Modelle der ordinalen Regression">
      <MainHeadline>Modelle der ordinalen Regression</MainHeadline><Pgraph>Die Motivation f&#252;r eine <Mark2>ordinale</Mark2> Regressionsanalyse liegt darin, alle verf&#252;gbaren Informationen der geordneten Reihe bei der Beschreibung der Einflussgr&#246;&#223;en auf das ordinale Outcome zu verwenden. Hierf&#252;r stehen haupts&#228;chlich zwei Verfahren zur Verf&#252;gung: das <Mark2>Proportional Odds Model</Mark2> (PO) sowie das <Mark2>Continuation Ratio Model</Mark2> (CR). Die Modelle sch&#228;tzen die Wahrscheinlichkeit, eine bestimmte Stufe (oder dar&#252;ber hinaus) des ordinalen Ziels zu erreichen. </Pgraph><Pgraph>Nachfolgend werden beide Verfahren gesondert vorgestellt. </Pgraph><SubHeadline>Proportional Odds Model</SubHeadline><Pgraph>Das <Mark2>Proportional Odds Modell</Mark2> (PO) ist in der Literatur unter weiteren Synonymen bekannt (vgl. <TextLink reference="9"></TextLink>, <TextLink reference="10"></TextLink>), wie beispielsweise <Mark2>cumulative odds model</Mark2> <TextLink reference="5"></TextLink>, <Mark2>ordinal logistic model</Mark2> <TextLink reference="11"></TextLink>, <Mark2>cumulative logit model</Mark2> <TextLink reference="12"></TextLink> oder <Mark2>McCullagh&#8217;s grouped continuous model</Mark2> <TextLink reference="4"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Es ist eine Erweiterung des bin&#228;r-logistischen Regressionsmodells f&#252;r Zielvariablen, deren Auspr&#228;gungen mehr als zwei ordinale Stufen beinhalten. Dieses Modell wird vor allem dann verwendet, wenn dem ordinalen Zielkriterium eine latente metrische Gr&#246;&#223;e zu Grunde liegt. Beispielsweise ist die <Mark2>K&#246;rpergr&#246;&#223;e in Metern</Mark2> ein metrisches Konstrukt. Wird die <Mark2>K&#246;rpergr&#246;&#223;e</Mark2> nicht in Metern, sondern in den Stufen <Mark2>klein &#8211; mittel &#8211; gro&#223;</Mark2> erfasst, so erh&#228;lt man eine ordinale Variable, der ein latentes metrisches Konstrukt zu Grunde liegt. Stetige Zielgr&#246;&#223;en sollten jedoch nie ohne Not in Kategorien eingeteilt werden, da dies zu einem unn&#246;tigen Informationsverlust f&#252;hrt. </Pgraph><Pgraph>Ein weiteres Einsatzgebiet f&#252;r PO stellen likert-skalierte Daten dar, da ihnen typischerweise <Mark2>quasi-metrische</Mark2> Auspr&#228;gungen &#8211; bzw. equi-distante Abst&#228;nde &#8211; unterstellt werden (<TextLink reference="13"></TextLink>, S. 224). </Pgraph><Pgraph>Das PO betrachtet die Wahrscheinlichkeit, eine rangh&#246;here Stufe des ordinalen Ziels zu erreichen, relativ zur Wahrscheinlichkeit in der aktuellen Stufe zu verbleiben oder in eine niedrigere Stufe zu gelangen. Bei einer ordinalen Variable mit 5 Stufen ergeben sich so 4 M&#246;glichkeiten (Stufenpaare), diese Wahrscheinlichkeiten zu betrachten (vgl. Tabelle 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="table"/>). </Pgraph><Pgraph>Die Grundannahme des PO (und ebenfalls des CR) besagt, dass die Beziehung zwischen jeden denkbaren zwei Stufenpaaren des ordinalen Ziels statistisch gleich ist (<TextLink reference="7"></TextLink>, S.46ff; <TextLink reference="6"></TextLink>, S.333). Dann l&#228;sst sich der Einfluss der unabh&#228;ngigen Variablen jeweils durch <Mark2>einen</Mark2> universellen <TextGroup><PlainText>&#946;-Koeffizienten</PlainText></TextGroup> beschrieben, der f&#252;r jeden Stufenwechsel innerhalb des ordinalen Ziels g&#252;ltig ist (so genannte &#8222;proportional odds&#8220; oder &#8222;equal slopes&#8220;). Aus der Annahme der proportionalen Odds folgt, dass die Abst&#228;nde zwischen den Stufen des ordinalen Ziels keinen Einfluss auf die Koeffizienten haben. Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> veranschaulicht die &#8222;equal slope assumption&#8220;: die logistischen Funktionen f&#252;r die Wahrscheinlichkeit, mindestens Stufe <Mark2>j</Mark2> zu erreichen, verl&#228;uft f&#252;r jede Stufe parallel verschoben mit derselben Steigung. Der jeweilige Stufenwechsel (parallele Verschiebung) hat keinen Einfluss auf den Koeffizienten (Steigung der Funktionen). </Pgraph><Pgraph>Das klingt zun&#228;chst verwirrend, da es ein Merkmal von ordinalen Daten ist, dass die Abst&#228;nde zwischen den einzelnen Stufen nicht equi-distant sind. Als Beispiel seien hier Schulnoten erw&#228;hnt: die Auspr&#228;gung der Note <Mark2>ausreichend</Mark2> (z.B. die Fehlerspanne, die sich ein Sch&#252;ler leisten kann) ist eine andere als die der Note <Mark2>sehr gut</Mark2>. Jedoch wird das Erreichen einer bestimmten Note von mehreren Faktoren beeinflusst. W&#228;hrend beispielsweise die reine <Mark2>Lernzeit</Mark2> f&#252;r den Wechsel von der Note <Mark2>ausreichend</Mark2> auf die Note <Mark2>befriedigend</Mark2> wahrscheinlich anders ist als beim Wechsel von <Mark2>gut</Mark2> nach <Mark2>sehr gut</Mark2>, k&#246;nnten <Mark2>finanzielle Ressourcen</Mark2> (z.B. f&#252;r Lehrmaterial oder Nachhilfe) einen equidistanten Einfluss auf die erreichte Note haben. Daher muss die G&#252;ltigkeit der &#8222;equal slopes <TextGroup><PlainText>assumption&#8220;</PlainText></TextGroup> (bzw. der &#8222;proportional odds&#8220;) zun&#228;chst f&#252;r jeden Pr&#228;diktor &#252;berpr&#252;ft werden, bevor das errechnete Modell als g&#252;ltig angesehen werden kann. Eine Methode hierf&#252;r ist die Berechnung eines Regressionsmodells <Mark2>mit</Mark2> und eines <Mark2>ohne</Mark2> der Annahme von &#8222;equal slopes&#8220;. Wenn &#8222;proportional odds&#8220; vorliegen, ist die Devianz (und somit auch die log-Likelihood) beider Modelle ann&#228;hernd gleich. Dies kann mittels &#967;<Superscript>2</Superscript>-Tests &#252;berpr&#252;ft werden (<TextLink reference="7"></TextLink>, S.68), <TextLink reference="10"></TextLink>. Die Nullhypothese besagt, dass proprotional odds vorliegen. Allerdings muss beachtet werden, dass die Tests zum Modellvergleich keine gro&#223;e Power haben, so dass es trotz Unterschied zu einem p-Wert gr&#246;&#223;er 0.05 kommen kann (beta-Fehler). </Pgraph><Pgraph>Kann die Annahme lediglich f&#252;r <Mark2>einige</Mark2> Pr&#228;diktoren im Modell best&#228;tigt werden, stehen alternativ die so genannten <Mark2>Partial Proportional Odds</Mark2>-Modelle (PPO) zur Verf&#252;gung <TextLink reference="14"></TextLink>. Diese liefern f&#252;r Pr&#228;diktoren, welche die &#8222;equal slopes assumption&#8220; nicht erf&#252;llen, gesonderte Koeffizienten pro Stufenwechsel.</Pgraph><Pgraph>Proportional Odds Modelle haben folgende Vorteile (vgl. <TextLink reference="9"></TextLink>): </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">der universelle Koeffizient &#228;ndert sich nicht, falls Stufen zusammengefasst oder deren Definitionen ver&#228;ndert werden. </ListItem><ListItem level="1">bei einer Umkehrung des Stufenwechsels (z.B. von <Mark2>hoch</Mark2> nach <Mark2>niedrig</Mark2> statt von <Mark2>niedrig</Mark2> nach <Mark2>hoch</Mark2>) &#228;ndert sich lediglich das Vorzeichen des Koeffizienten. </ListItem><ListItem level="1">das Modell kann auch bei wenig besetzten Kategorien sinnvoll angewendet werden. </ListItem><ListItem level="1">der Koeffizient ist leicht interpretierbar, da er den Effekt f&#252;r jeden Stufenwechsel innerhalb der ordinalen Zielvariable zusammenfasst. </ListItem><ListItem level="1">es erfolgt keine &#945;-Fehler-Kumulation wie beim multiplen Testen. </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Daher ist das PO das derzeit meist-genutzte Modell zur Berechnung von ordinalen Regressionen <TextLink reference="9"></TextLink>, <TextLink reference="15"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Eine Mindest-Fallzahl zur Durchf&#252;hrung eines PO ist in der Literatur nicht beschrieben, so dass auf klassische Methoden der Fallzahlkalkulation zur&#252;ckgegriffen werden muss.</Pgraph><SubHeadline2>Beispiel NEXT</SubHeadline2><Pgraph>Um die Anwendung des PO zu veranschaulichen, werden im folgenden Beispiel Daten von deutschen Altenpflegenden aus der NEXT-Studie zum Erhebungszeitpunkt <Mark2>t</Mark2><Subscript>0</Subscript> (2002&#8211;2003) (vgl. <TextLink reference="16"></TextLink>) verwendet. Die Auswertungen dienen ausschlie&#223;lich als Beispiel und haben keinen Anspruch auf Vollst&#228;ndigkeit. Eine detailierte Auswertung der NEXT-Daten finden sich bei Hasselhorn et al. 2005 <TextLink reference="16"></TextLink>. Als Zielvariable dient die ordinale Version des <Mark2>Work Ability Index</Mark2> (<Mark2>WAI</Mark2>) <TextLink reference="17"></TextLink>. Mit diesem Instrument ist es m&#246;glich, die &#220;bereinstimmung der eigenen F&#228;higkeiten mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes zu erfassen. Der Index reicht von 7 bis 49 Punkte, wobei 7&#8211;27 Punkte eine schlechte, 28&#8211;36 Punkte eine m&#228;&#223;ige, 37&#8211;43 eine gute und 44 bis 49 Punkte eine sehr gute Arbeitsf&#228;higkeit bedeuten (<TextLink reference="18"></TextLink>, S. 19). Als m&#246;gliche Pr&#228;diktoren wurden die Variablen <Mark2>Arbeitszufriedenheit</Mark2> (<Mark2>JobSatisf</Mark2>) und der <Mark2>Arbeit&#47;Familie Konflikt</Mark2> (<Mark2>ConfWorkFam</Mark2>) in das Regressionsmodel eingef&#252;gt. Die Arbeitszufriedenheit wurde mit vier Fragen des Copenhagen Psychosocial Questionnaire (COPSOQ) <TextLink reference="19"></TextLink> erhoben. Hohe Werte stehen dabei f&#252;r eine hohe Arbeitszufriedenheit. Mit der Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> wurde operationalisiert, inwieweit die Arbeit der Befragten mit dem Familienleben konfligiert <TextLink reference="20"></TextLink>. Die Skala besteht aus 5 Items und ein hoher Wert zeigt an, dass die Arbeit das Familienleben stark beeintr&#228;chtigt. </Pgraph><Pgraph>Tabelle 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="table"/> beschreibt den Datensatz hinsichtlich der F&#228;lle f&#252;r jede Stufe des <Mark2>WAI</Mark2> sowie der entsprechenden Mittelwerte und Standardabweichungen der Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> und <Mark2>JobSatisf</Mark2>. Es ist erkennbar, dass eine niedrige <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe mit hohen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2>-Werten und niedrigen J<Mark2>obSatisf</Mark2>-Werten einhergeht. Entsprechend sind bei hoher <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe niedrige <Mark2>ConfWorkFam</Mark2>-Werte und hohe <Mark2>JobSatisf</Mark2>-Werte abzulesen.</Pgraph><Pgraph>Unter Annahme der &#8222;equal slopes assumption&#8220; wird im Folgenden ein PO-Modell erstellt, welches den Einfluss von <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> und <Mark2>JobSatisf</Mark2> auf den <Mark2>WAI</Mark2> darstellen soll. Die Berechnungen wurden mit Hilfe der freien Software R <TextLink reference="21"></TextLink> und dessen Paket <Mark2>VGAM</Mark2> <TextLink reference="10"></TextLink> erstellt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="table"/> dargestellt.</Pgraph><Pgraph>Die Tabelle beginnt mit allgemeinen Werten zur Modellbeschreibung. <Mark2>logLike</Mark2> ist die gesch&#228;tze Log-Likelihood des Modells. Die <Mark2>Devianz</Mark2> entspricht der Summe der Quadrierten Devianz-Abweichungen und berechnet sich aus &#8211;(2&#xB7; <Mark2>logLike)</Mark2>. Durch das Regressionsmodell wird die Log-Likelihood Sch&#228;tzung maximiert und somit die Devianz minimiert (was einer Verbesserung entspricht). Beide Werte k&#246;nnen zur Pr&#252;fung der &#8222;equal slopes assumption&#8220; verwendet werden. <Mark2>AIC</Mark2> entspricht dem Informationskriterium nach Hirotugu Akaike. Es dient zum Vergleich verschiedener Modelle, wobei ein kleinerer Wert f&#252;r ein <Mark2>besseres</Mark2> Modell steht (<TextLink reference="7"></TextLink>, S. 69). Der Wert <Mark2>Nagelkerke R</Mark2><Superscript>2</Superscript> ist vergleichbar mit dem <Mark2>R</Mark2><Mark2><Superscript>2</Superscript></Mark2> der linearen Regression, welcher angibt, wieviel Prozent der Streuung durch das Modell erkl&#228;rt werden kann (der hier niedrige Wert von 29,3&#37; spricht daf&#252;r, dass <Mark2>WAI</Mark2> durch weitere Pr&#228;diktoren beeinflusst wird, die im vorliegenden Modell nicht ber&#252;cksichtigt wurden). Es folgen p-Werte der Devianz- und Likelihood-Ratio-&#967;<Superscript>2</Superscript>-Tests zur &#220;berpr&#252;fung der &#8222;equal slope assumption&#8220;. Beide Tests sind im Falle der NEXT-Daten nicht signifikant (<Mark2>p</Mark2>&#61;0,11 und <Mark2>p</Mark2>&#61;0,11), so dass die Nullhypothese der &#8222;proportional odds&#8220; beibehalten werden kann. </Pgraph><Pgraph>Als prim&#228;re Ergebnisse folgen die Sch&#228;tzwerte der beiden Pr&#228;diktoren <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> und <Mark2>JobSatisf</Mark2> mit Konfidenzintervall und Standardabweichung. Mit der <Mark2>Wald</Mark2>-Statistik (und den dazugeh&#246;rigen <Mark2>p</Mark2>-Werten) wird gepr&#252;ft, ob die Variable einen signifikanten Beitrag zum Regressionsmodell liefert. Der Einfluss beider Variablen ist signifikant. Die Koeffizienten sind in Form von logit-Wahrscheinlichkeiten angegeben, was sie schlecht interpretierbar macht. Man sieht allerdings an der Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2>, dass der Sch&#228;tzwert negativ ist. Das bedeutet, dass ein Anstieg von <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> eine Abnahme des <Mark2>WAI</Mark2> beeinflusst. Zur besseren Interpretation k&#246;nnen die Sch&#228;tzwerte durch Exponenzierung in <Mark2>Odds Ratios</Mark2> (OR) umgerechnet werden. Odds Ratios geben an, wie hoch die Chance ist, dass ein bestimmtes Ereignis (hier: Stufenwechsel im <Mark2>WAI</Mark2>) eintrifft (<TextLink reference="2"></TextLink>, S.442ff).</Pgraph><Pgraph>So erh&#228;lt man f&#252;r <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> <Mark2>OR</Mark2> &#61; e<Superscript>&#946;</Superscript> &#61; 0,562 und f&#252;r <Mark2>JobSatisf</Mark2> <Mark2>OR</Mark2>&#61;3,913. Die Chance, in eine h&#246;here Stufe des <Mark2>WAI</Mark2> zu gelangen, &#228;ndert sich um den Faktor 3,913, sobald der Wert von <Mark2>JobSatisf</Mark2> sich um 1 erh&#246;ht. Probanden haben also f&#252;r jeden Anstieg der <Mark2>JobSatisf</Mark2> um 1 eine 4fach h&#246;here Chance in eine h&#246;here <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe zu gelangen. Es bedeutet aber auch, dass bei einer <Mark2>Abnahme</Mark2> der Variablen <Mark2>JobSatisf</Mark2> um den Wert 1 die Chance zur Erreichung einer h&#246;heren <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe 4fach <Mark2>geringer</Mark2> ist. Ebenso ist dann die Chance zu Erreichung einer <Mark2>niedrigeren</Mark2> <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe 4fach h&#246;her. </Pgraph><Pgraph>Eine OR kleiner als 1 entspricht einem negativen Zusammenhang. Dies ist bei der Variabel <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> der Fall: f&#252;r jeden Anstieg in <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> &#228;ndert sich die Chance zur Erreichung einer h&#246;heren <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe um den Faktor 0,562 (und ist somit niedriger). OR kleiner als 1 sind schwer interpretierbar. Zur Erleichterung k&#246;nnen die Werte der Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> bei der Erstellung des Modells umgekehrt werden. Hierdurch &#228;ndert sich das Vorzeichen des Koeffizienten (aus &#8211;0,576 wird 0,576). Dies liefert eine <Mark2>OR</Mark2>&#61;1,78. Bei der Interpretation der OR beschreibt man wegen der Umkehrung nicht mehr die Chance bei <Mark2>Erh&#246;hung</Mark2> der Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> um den Wert 1, sondern die bei <Mark2>Abnahme</Mark2> um den Wert 1. Das bedeutet, dass bei einer Abnahme des <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> um den Wert 1 sich die Chance in eine h&#246;here <Mark2>WA</Mark2>I-Stufe zu gelangen um den Faktor 1,78 erh&#246;ht. Entsprechend steigt die Chance eine <Mark2>niedrigere</Mark2> <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe zu erreichen um den Faktor 1,78, wenn der Wert von <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> sich um 1 erh&#246;ht. </Pgraph><Pgraph>Tabelle 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="table"/> schlie&#223;t mit den Schwellenwerten der einzelnen Stufen des <Mark2>WAI</Mark2>. Diese Werte werden normalerweise nicht zur Interpretation herangezogen.</Pgraph><Pgraph>Als Alternative zu den &#967;<Superscript>2</Superscript>-Tests kann mittels <Mark2>Partialer Residual-Plots</Mark2> &#252;berpr&#252;ft werden, ob die Abweichungen der beobachteten Werte von der Modellvorhersage pro <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe ann&#228;hernd parallel verlaufen <TextLink reference="9"></TextLink>. Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/> zeigt diese Plots f&#252;r die Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> und <Mark2>JobSatisf</Mark2>. </Pgraph><Pgraph>Das Plot der Variablen<Mark2> ConfWorkFam</Mark2> zeigt tendenziell gleiche Verl&#228;ufe f&#252;r jede Stufe von <Mark2>WAI</Mark2>. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Annahme eines universellen &#946;-Koeffizienten f&#252;r <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> zutreffend ist.</Pgraph><Pgraph>Das Plot der Variablen <Mark2>JobSatisf</Mark2> zeigt ann&#228;hernd gleiche Verl&#228;ufe in den ersten 3 Stufen des <Mark2>WAI</Mark2>. F&#252;r die Stufe &#8222;<Mark2>sehr gut</Mark2>&#8220; zeigen sich Abweichungen bei (vor allem) niedrigen und hohen <Mark2>JobSatisf</Mark2>-Werten, was ein Hinweis auf Modellverzerrung sein kann. </Pgraph><Pgraph>Zum Vergleich wurden f&#252;r jedes Stufenpaar des <Mark2>WAI</Mark2> logistische Regressionen gerechnet. Tabelle 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="table"/> zeigt die Ergebnisse im Vergleich zum PO. Es ist erkennbar, dass im PO kleinere Standardfehler sowie sch&#228;rfere Konfidenzgrenzen erreicht werden.</Pgraph><Pgraph>Die Sch&#228;tzwerte des PO liegen innerhalb der Konfidenzgrenzen der logistischen Regressionen.</Pgraph><SubHeadline>Continuation Ratio Model</SubHeadline><Pgraph>Als zweite Gruppe stehen die <Mark2>Continuation Ratio Modelle</Mark2> (CR) zur Verf&#252;gung. Auch hier sind zahlreiche synonyme Bezeichnungen in der Literatur vertreten (vgl. <TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>, <TextLink reference="10"></TextLink>), wie z.B. <Mark2>logistic continuation ratio model</Mark2> <TextLink reference="22"></TextLink>, <Mark2>proportional logit hazard model</Mark2> <TextLink reference="23"></TextLink> oder <Mark2>sequentielle Mod</Mark2>elle <TextLink reference="7"></TextLink>. Diese Variante wird vor allem dann angewendet, wenn das Outcome <Mark2>Stadien</Mark2> repr&#228;sentiert, die ein Proband durchlaufen muss (<TextLink reference="6"></TextLink>, S. 338). Als Beispiel seien hier Universit&#228;tsabschl&#252;sse genannt: Studenten beginnen <Mark2>ohne Abschluss</Mark2> und k&#246;nnen &#252;ber <Mark2>Bachelo</Mark2>r-, <Mark2>Master-</Mark2> und <Mark2>PhD</Mark2>-Abschl&#252;sse bis zum <Mark2>Professor</Mark2> aufsteigen. Bei Krankheiten beginnt ein Individuum mit dem Status <Mark2>gesund</Mark2> und durchl&#228;uft die Stadien <Mark2>leicht krank, krank, schwer krank</Mark2> bis <Mark2>todkrank</Mark2>.</Pgraph><Pgraph>Das Modell trifft Aussagen &#252;ber die Wahrscheinlichkeit, in das n&#228;chste Stadium oder dar&#252;ber hinaus zu gelangen. Das bedeutet, dass im Gegensatz zu PO-Modellen eine eindeutige Richtung vorgegeben ist, welche von der Fragestellung bestimmt wird. Nehmen wir als Beispiel die Daten des Gesundheitsstatus aus Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>. Wenn es Ziel der Untersuchung ist, Risikofaktoren herauszustellen, die mit einer Verschlechterung des Gesundheitsstatus einhergehen, w&#228;re ein Vorw&#228;rts-Modell angezeigt. <TextGroup><PlainText>Tabelle 8 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="8" imgType="table"/> zeigt die einzelnen Stufenpaare dieses Verfahrens. Im Gegensatz zu PO-Modellen werden bei der Stufenpaarbildung die Daten von niedrigeren (&#8222;ges&#252;nderen&#8220;) Stadien verworfen.</Pgraph><Pgraph>Wenn es Ziel der Untersuchung ist, die Wirksamkeit verschiedener Therapiemethoden zu bestimmen, die mit einer Verbesserung des Gesundheitsstatus einhergehen, w&#228;re ein R&#252;ckw&#228;rts-Modell angezeigt. Tabelle 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="table"/> zeigt die einzelnen Stufenpaare dieses Verfahrens. Hier werden entsprechend die Daten von h&#246;heren (&#8222;kr&#228;nkeren&#8220;) Stadien bei der Paarbildung verworfen. </Pgraph><Pgraph>Die errechneten Koeffizienten von Vorw&#228;rts- und R&#252;ckw&#228;rts-Methode sind <Mark1>nicht</Mark1> equivalent, so dass sorgf&#228;ltig gepr&#252;ft werden muss, welche Richtung zur Beantwortung der Fragestellung sinnvoll ist. </Pgraph><Pgraph>CR-Modelle gehen ebenfalls von der &#8222;equal slope assumption&#8220; aus, d.h. auch hier wird angenommen, dass der Einfluss der Pr&#228;diktoren in den einzelnen Stadien derselbe ist. Diese Annahme muss auf G&#252;ltigkeit getestet werden, bevor das errechnete Modell angewendet werden kann. H&#228;lt die Annahme bei einigen Pr&#228;diktoren nicht stand, k&#246;nnen alternativ <Mark2>Partial Continuation Ratio</Mark2>-Modelle (PCR) gerechnet werden <TextLink reference="24"></TextLink>. Wie schon beim PO erh&#228;lt man f&#252;r solche Pr&#228;diktoren gesonderte Koeffizienten f&#252;r jedes Stufenpaar.</Pgraph><Pgraph>CR-Modelle k&#246;nnen (im Gegensatz zum PO) mit jeder Software erstellt werden, die logistische Regressionen berechnen kann. Armstrong und Sloan <TextLink reference="5"></TextLink> geben eine Anleitung zur Restrukturierung des Datensatzes, die zuvor durchgef&#252;hrt werden muss: f&#252;r jedes Stufenpaar (vgl. Tabelle 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="table"/>) wird ein neuer Dummy-Datensatz erstellt. Diese Datens&#228;tze werden um die Variablen <Mark2>Ziel</Mark2> und <Mark2>Stufe</Mark2> erweitert. Die Variable <Mark2>Stufe</Mark2> erh&#228;lt bei allen verwendeten F&#228;llen den Wert des aktuellen Stufenpaars. Beim Beispiel aus Tabelle 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="table"/> w&#228;re dieser Wert beim ersten Stufenpaar &#61;1. Der Wert der Variablen <Mark2>Ziel</Mark2> wird bei allen F&#228;llen der &#8222;dunkelgrauen&#8220; Gruppe auf &#61;1 gesetzt, und bei F&#228;llen der &#8222;hellgrauen&#8220; Gruppe auf &#61;0. Dieser Vorgang wird f&#252;r jedes Stufenpaar wiederholt, so dass im Beispiel von Tabelle 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="table"/> vier Dummy-Datens&#228;tze vorliegen. Diese werden nun zu einem neuen Datensatz zusammengef&#252;hrt. Anschlie&#223;end fittet man mit dem neuen Datensatz eine logistische Regression auf die Variable <Mark2>Ziel</Mark2>. Die Ergebnisse entsprechen dem CR. M&#246;chte man ein <Mark2>Partiales CR</Mark2> rechnen, muss bei der Modellierung die Variable <Mark2>Stufe</Mark2> als <Mark2>Interaktion</Mark2> zu den betroffenen Variablen hinzugef&#252;gt werden <TextLink reference="9"></TextLink>. Dies liefert gesonderte Koeffizienten f&#252;r jedes Stufenpaar. Eine solche Umkodierung ist f&#252;r PO nicht m&#246;glich, da mit diesem Verfahren so genannte <Mark2>singul&#228;re Matrizen</Mark2> erzeugt werden, die eine eindeutige Aufl&#246;sung der Modellgleichungen mathematisch unm&#246;glich machen. </Pgraph><SubHeadline2>Beispiel NEXT</SubHeadline2><Pgraph>Am Beispiel des NEXT-Datensatz wird nachfolgend ein CR berechnet. Als Methode wurde die <Mark2>R&#252;ckw&#228;rts</Mark2>-Variante gew&#228;hlt, da in diesem Falle die <Mark2>Verschlechterung</Mark2> des <Mark2>WAI</Mark2> von Interesse sein soll. Tabelle 10 <ImgLink imgNo="10" imgType="table"/>  zeigt die Modellergebnisse. </Pgraph><Pgraph>Die &#967;<Superscript>2</Superscript>-Tests zur &#220;berpr&#252;fung der &#8222;equal slopes assumpt<TextGroup><PlainText>io</PlainText></TextGroup>n&#8220; sind nicht signifikant (<Mark2>p</Mark2>&#61;0,23). Das bedeutet, dass die Annahme der universellen Koeffizienten im vorliegenden CR beibehalten werden kann. Da in diesem Beispiel die <Mark2>R&#252;ckw&#228;rts</Mark2>-Variante berechnet wurde, sind die Vorzeichen der Pr&#228;diktoren im Vergleich zum PO (vgl. <TextGroup><PlainText>Tabelle 6 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="6" imgType="table"/>) umgekehrt. Somit geht die Erh&#246;hung der Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> mit einer Verschlechterung des <Mark2>WAI</Mark2> einher. </Pgraph><Pgraph>Durch Exponenzierung der Koeffizienten erh&#228;lt man die Odds Ratio der Variablen. Die OR f&#252;r <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> betr&#228;gt 1,572. Somit steigt mit jeder Erh&#246;hung der Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> die Chance in eine niedrigere <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe zu gelangen um den Faktor 1,572. Der Koeffizient der Variablen <Mark2>JobSatisf</Mark2> hat ein negatives Vorzeichen, was ein umgekehrt-proportionales Verh&#228;ltnis anzeigt. Die OR f&#252;r <Mark2>JobSatisf</Mark2> betr&#228;gt 0,285. Somit &#228;ndert sich mit jedem Anstieg der Variablen <Mark2>JobSatisf</Mark2> die Chance in eine niedrigere <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe zu gelangen um den Faktor 0,285 (und ist somit immer niedriger). Zur besseren Interpretation k&#246;nnen die Werte der Variablen <Mark2>JobSatisf</Mark2> bei der Modellerstellung umgekehrt werden. Hierdurch &#228;ndert sich das Vorzeichen des Koeffizienten. So erh&#228;lt man <Mark2>OR</Mark2>&#61;3,512. Bei der Interpretation der OR beschreibt man wegen dieser Umkehrung nicht mehr die Chance bei <Mark2>Erh&#246;hung</Mark2> der Variablen <Mark2>JobSatisf</Mark2> um den Wert 1, sondern die bei <Mark2>Abnahme</Mark2> um den Wert 1. F&#252;r Probanden bedeutet demnach eine Abnahme von <Mark2>JobSatisf</Mark2> um den Wert 1, dass sich ihre Chance zur Erreichung einer niedrigeren <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe um das ann&#228;hernd dreieinhalbfache erh&#246;ht. </Pgraph><Pgraph>Da beim CR die Richtung des Stufenwechsels vorgegeben ist, k&#246;nnen (im Gegensatz zum PO) keine Aussagen &#252;ber das Erreichen einer <Mark2>h&#246;heren</Mark2> <Mark2>WAI</Mark2>-Stufe getroffen werden. </Pgraph><Pgraph>Zum Vergleich wurden f&#252;r jedes Stufenpaar (vgl. <TextGroup><PlainText>Tabelle 9 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="9" imgType="table"/>) des <Mark2>WAI</Mark2> logistische Regressionen gerechnet. Tabelle 11 <ImgLink imgNo="11" imgType="table"/> zeigt die Ergebnisse im Vergleich zum CR. Es ist erkennbar, dass im CR kleinere Standardfehler sowie sch&#228;rfere Konfidenzgrenzen erreicht werden. </Pgraph><Pgraph>Die Sch&#228;tzwerte des CR liegen innerhalb der Konfidenzgrenzen der logistischen Regressionen.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r das Stufenpaar <Mark2>logReg </Mark2>3 umfasst das Konfidenzintervall der Variablen <Mark2>ConfWorkFam</Mark2> den Wert 0. Der Koeffizient ist somit in diesem Modell nicht g&#252;ltig, da der wahre Wert sowohl positiv als auch negativ sein k&#246;nnte.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Diskussion">
      <MainHeadline>Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Der vorliegende Artikel beschreibt die Verwendung ordinaler Regressionsmodelle bei der Auswertung ordinaler Zielvariablen. Am Beispiel des NEXT-Datensatzes konnten die Vorteile dieser Verfahren aufgezeigt werden. Zwar liefern auch die hier erstellten logistischen Regressionsmodelle akzeptable Ergebnisse, jedoch haben die Modellwerte der ordinalen Regression kleinere Standardfehler und sch&#228;rfere Konfidenzgrenzen. Einschr&#228;nkend muss gesagt werden, dass diese Werte besonders beim CR durch die Erzeugung der Dummy-Variablen (und der damit einhergehenden Vergr&#246;&#223;erung des Samples) besser ausfallen als bei logistischen Regressionen. </Pgraph><Pgraph>Am Beispiel aus Tabelle 11 <ImgLink imgNo="11" imgType="table"/> l&#228;sst sich zeigen, dass ordinale Modelle auch dann g&#252;ltige Ergebnisse erzeugen k&#246;nnen, wenn logistische Regressionen keine signifikanten Werte liefern. </Pgraph><Pgraph>Beim Einsatz ordinaler Regressionen m&#252;ssen die Modellannahmen sorgf&#228;ltig gepr&#252;ft werden. Kann die &#8222;equal slopes assumption&#8220; der Pr&#228;diktoren nicht verworfen werden, liefern PO und CR leicht interpretierbare Koeffizienten, die den Effekt der Pr&#228;diktoren f&#252;r alle Stufen des ordinalen Ziels zusammenfassen. Da die Einfl&#252;sse in <Mark2>universellen</Mark2> Koeffizienten beschrieben werden, treten keine Effekte des multiplen Testens auf (Kumulation der &#945;-Fehler). </Pgraph><Pgraph>Die Tests zur Pr&#252;fung der Modellannahmen gehen in der Nullhypothese von &#8222;equal slopes&#8220; aus. Das Problem hierbei ist, dass statistische Tests grunds&#228;tzlich nie die Nullhypothese <Mark2>best&#228;tigen</Mark2> k&#246;nnen. Fallen die Modelltests nicht-signifikant aus,  bedeutet dies lediglich, dass aus den <Mark2>vorliegenden Daten</Mark2> sowie mit der vorhanden Test-Power keine Verletzung der Annahme ersichtlich ist. Dennoch kann eine solche Verletzung theoretisch vorliegen.</Pgraph><Pgraph>Forscher m&#252;ssen sich im Vorfeld dar&#252;ber im Klaren sein, welches Modell geeignet ist, die Forschungsfrage zu beantworten. Das PO eignet sich, um allgemeine Aussagen &#252;ber die Beeinflussung der Zielvariable zu treffen. Ist eine bestimmte <Mark2>Richtung</Mark2> von Interesse, oder repr&#228;sentiert die Zielvariable <Mark2>Stadien</Mark2>, die durchlaufen werden, eignet sich das CR zur Beschreibung gerichteter Effekte. Jedoch sind nur im PO die Koeffizienten (durch Vorzeichenwechsel) f&#252;r den Wechsel in sowohl h&#246;here als auch niedrigere Stufen g&#252;ltig. Forscher m&#252;ssen sich &#252;ber diese Einschr&#228;nkung im Klaren sein, wenn sie CR-Modelle interpretieren.</Pgraph><Pgraph>Kann die &#8222;equal slopes assumption&#8220; nur f&#252;r einige Pr&#228;diktoren best&#228;tigt werden, stehen erweiterte Modelle wie PPO und PCR zur Verf&#252;gung. Da diese jedoch separate Koeffizienten pro Stufenwechsel liefern, tritt &#8211; ebenso wie bei logistischen Regressionen pro Stufenwechsel &#8211; eine Kumulation der &#945;-Fehler auf. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Schlussfolgerung">
      <MainHeadline>Schlussfolgerung</MainHeadline><Pgraph>Die vorgestellten ordinalen Regressionsmodelle zeigen erweiterte, aber bisher nicht oft verwendete M&#246;glichkeiten zur Auswertung ordinaler Daten. Seit einigen Jahren existieren f&#252;r viele Statistikprogramme Funktionen zur Durchf&#252;hrung ordinaler Regressionen. Der Informationsgewinn, der sich durch ordinale Regressionsmodelle ergibt, sollte in zuk&#252;nftigen Forschungsprojekten mehr ber&#252;cksichtigt werden. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Danksagung</SubHeadline><Pgraph>Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Herbert Mayer und Dr. Jessica Hirsch f&#252;r methodologische R&#252;ckmeldungen.</Pgraph><SubHeadline>F&#246;rderung</SubHeadline><Pgraph>Diese Publikation ist im Rahmen des vom BMBF gef&#246;rderten Forschungskollegs &#8222;FamiLe&#8220; entstanden (FKZ 01KX1113A). </Pgraph><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: Dichotomisierte Daten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 3: Linearisierte Rohdaten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 4: Stufenpaare im Proportional Odds Modell</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 5: Deskriptive Auswertung der NEXT-Daten &#91;mean (SD)&#93;</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 6: Proportional Odds Modell der NEXT-Daten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 7: Logistische Regressionen und PO der NEXT-Daten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 8: Continuation Ratio Modell (Vorw&#228;rts)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 9: Continuation Ratio Modell (R&#252;ckw&#228;rts)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 10: Continuation Ratio Modell der NEXT-Daten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 11: Logistische Regressionen und CR der NEXT-Daten</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Illustration der &#8222;proportional odds assumption&#8220; bei 5 Antwortstufen. Der jeweilige Stufenwechsel (parallele Verschiebung) hat keinen Einfluss auf den Koeffizienten (Steigung der Funktionen).</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Partial Residual Plots des PO</Mark1></Pgraph></Caption>
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