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    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000159</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0001593</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
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      <Title language="de">Trendanalysen zur Inzidenz und Mortalit&#228;t an Krebs in Deutschland seit 1970</Title>
      <TitleTranslated language="en">Trends of cancer related incidence and mortality in Germany since 1970</TitleTranslated>
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          <AcademicTitle>Dr. rer. oec.</AcademicTitle>
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        <Address>Robert Koch Institut, Abt. Epidemiologie und Gesundheitsmonitoring, Zentrum f&#252;r Krebsregisterdaten, General-Pape-Stra&#223;e 62-66, 12101 Berlin, Deutschland, Tel: 03018&#47;754-3301, Fax: 03018&#47;754-3354<Affiliation>Robert Koch Institut, Berlin, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>haberlandj&#64;rki.de</Email>
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        <Email>wolfu&#64;rki.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">cancer related incidence</Keyword>
      <Keyword language="en">cancer related mortality</Keyword>
      <Keyword language="en">epidemiological cancer registry</Keyword>
      <Keyword language="en">statistics on causes of death</Keyword>
      <Keyword language="en">joinpoint model</Keyword>
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      <Keyword language="de">Krebsinzidenz</Keyword>
      <Keyword language="de">Krebsmortalit&#228;t</Keyword>
      <Keyword language="de">epidemiologische Krebsregister</Keyword>
      <Keyword language="de">Todesursachenstatistik</Keyword>
      <Keyword language="de">Joinpoint-Methode</Keyword>
      <Keyword language="de">Poisson-Regression</Keyword>
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    <DatePublished>20150630</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>11</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>03</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die hier vorliegende Publikation f&#252;hrt eine vor l&#228;ngerer Zeit begonnene und auch 2014 publizierte Arbeit fort, langfristige Entwicklungen der Krebsinzidenz in Deutschland von 1970 bis 2010 zu sch&#228;tzen (Haberland et al. 2014). Wie international &#252;blich, wird die nationale Inzidenz auf der Basis von Quotienten aus Inzidenz und Mortalit&#228;t verf&#252;gbarer regionaler Krebsregisterregionen gesch&#228;tzt und durch Multiplikation mit der bundesdeutschen Mortalit&#228;t auf Gesamtdeutschland &#252;bertragen. Dabei werden die eingesetzten Indikatoren zuvor mit Hilfe des weit verbreiteten Joinpoint-Verfahrens gegl&#228;ttet. Unter den analysierten Krebslokalisationen weisen Prostatakrebs bei M&#228;nnern und Brustkrebs bei Frauen seit 1970 die h&#246;chsten absoluten Anstiege in den standardisierten Erkrankungsraten auf. Beide Entwicklungen werden begleitet von R&#252;ckg&#228;ngen in den entsprechenden Mortalit&#228;tsraten seit den 1990er Jahren. Die gesch&#228;tzten Inzidenzraten an Darmkrebs sind bei beiden Geschlechtern ab 1970 &#252;ber 20 Jahre angestiegen, mit einem h&#246;heren Niveau bei M&#228;nnern. Seit den 1990er Jahren stagnieren die Raten jedoch und sind im letzten Jahrzehnt sogar r&#252;ckl&#228;ufig. Auch hier nehmen die Mortalit&#228;tsraten zumindest seit Mitte der 1990er Jahre ab. Bei Lungenkrebs verlaufen die gesch&#228;tzten Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten bei beiden Geschlechtern &#252;berwiegend parallel. Allerdings steigen die standardisierten Raten bei M&#228;nnern nur in den 1970er Jahren an und sind seit den 1990er Jahren deutlich r&#252;ckl&#228;ufig. Dagegen steigen die Inzidenz- und die Mortalit&#228;tsraten bei Frauen &#252;ber den gesamten Beobachtungszeitraum an, jedoch auf einem im Vergleich zu den M&#228;nnern niedrigeren Niveau. </Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The present paper continues a work that has recently begun to estimate long-term incidence rates for Germany starting from 1970 up until 2010 (Haberland et al. 2014). National incidence is estimated by multiplying modeled national mortality with modeled incidence to mortality ratios obtained from regional German cancer registries. To achieve a greater stability in the results the included indicators are previously estimated (smoothed) using joinpoint models. Regarding the analyzed cancer sites, breast cancer incidence rates in women and prostate cancer incidence rates in men showed highest increase since 1970. These developments are accompanied by a decline in the corresponding mortality rates since the 1990s. The estimated incidence rates of colorectal cancer in both sexes increased since 1970 for more than 20 years with a higher level in men. However, since the 1990s the rates have stagnated and even declined in the last decade. Again, the standardized mortality rates are declining since the mid-1990s. The estimated lung cancer incidence and mortality rates run mainly parallel in both sexes. However, in men the standardized rates only increase in the 1970s and have declined significantly since the 1990s. In contrast, in women the incidence and mortality rates rise permanently for the whole observation period, at a lower level compared to men.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Hintergrund">
      <MainHeadline>Hintergrund</MainHeadline><Pgraph>Krebs hat aus epidemiologischer Sicht nicht nur in Deutschland nach wie vor eine gro&#223;e gesundheitspolitische Relevanz und die Diagnose stellt f&#252;r jeden Betroffenen ein schweres individuelles Schicksal dar. Dabei hat die Betrachtung sowohl der Entwicklung der Krebsinzidenz (Erkrankungsh&#228;ufigkeit) als auch der Krebsmortalit&#228;t (Sterblichkeit) einen gro&#223;en Stellenwert. Der Verlauf des Krebssterbegeschehens l&#228;sst sich in Deutschland anhand der von den Statistischen &#196;mtern der einzelnen Bundesl&#228;nder seit Jahrzehnten zuverl&#228;ssig erhobenen Todesursachenstatistik fl&#228;chendeckend beurteilen. Dagegen werden Krebsneuerkrankungen erst seit dem Jahr 2009 in ganz Deutschland fl&#228;chendeckend auf der Grundlage der Gesetze jedes Bundeslandes erfasst. Zur l&#228;ngerfristigen Beurteilung der Entwicklung der Krebsinzidenz ist man daher nach wie vor auf Sch&#228;tzungen auf Basis der vollz&#228;hlig erfassenden bev&#246;lkerungsbezogenen (epidemiologischen) Krebsregister angewiesen.</Pgraph><Pgraph>In Deutschland hat die Dachdokumentation Krebs das Krebsgeschehen in Deutschland seit den 1980er Jahren zusammenfassend und &#252;bergreifend ausgewertet, zun&#228;chst im Bundesgesundheitsamt und nach dessen Aufl&#246;sung im Jahr 1994 im Robert Koch-Institut (RKI). Dazu geh&#246;rte auch die wichtige Sch&#228;tzung der bundesweiten Krebsinzidenz ab 1980 <TextLink reference="1"></TextLink>. Mit dem Bundeskrebsregisterdatengesetz von 2009 ging die Dachdokumentation Krebs in das neu gegr&#252;ndete Zentrum f&#252;r Krebsregisterdaten (ZfKD) &#252;ber. Seitdem wird die Krebsinzidenz f&#252;r Deutschland f&#252;r den Zeitraum ab 1999 bis dato gesch&#228;tzt <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Zuverl&#228;ssige regionale Krebsregisterdaten liegen jedoch f&#252;r einzelne Landesregister auch f&#252;r fr&#252;here Jahrzehnte vor. </Pgraph><Pgraph>Der hier vorliegende Beitrag setzt eine von Haberland et al. im Jahr 2014 publizierte Arbeit fort, in der deutschlandweite Inzidenzen im Zusammenhang mit fr&#252;herkennungsrelevanten Krebserkrankungen ab 1970 gesch&#228;tzt wurden <TextLink reference="4"></TextLink>. Inzwischen wurde die dabei eingesetzte Methodik weiter verfeinert und auf ein erweitertes Spektrum an Krebslokalisationen angewendet. Die &#252;berarbeitete Methode sowie die daraus resultierenden Ergebnisse f&#252;r Prostata-, Brust-, Darm- und Lungenkrebs werden im Folgenden detailliert beschrieben und im Trendverlauf diskutiert. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Datengrundlage">
      <MainHeadline>Datengrundlage</MainHeadline><Pgraph>Die hier durchgef&#252;hrten Trendanalysen beruhen sowohl auf der in Deutschland seit Jahrzehnten j&#228;hrlich publizierten Todesursachenstatistik zu b&#246;sartigen Neubildungen als auch auf den Daten der regionalen epidemiologischen Krebsregister (EKR) der L&#228;nder, in denen auf der Basis eigener Landesgesetze die Krebsneuerkrankungen erfasst werden. Beide Statistiken basieren auf der &#8222;International Classification of Diseases&#8220; (ICD), wobei &#252;ber die Jahre hinweg mehrere Versionen zum Einsatz kamen. Prostatakrebs wurde zun&#228;chst in den Versionen 8 und 9 der ICD unter der Nr. 185 gef&#252;hrt. Mit der Version 10 der ICD (seit etwa 1998) erfolgt die Kodierung unter C61. Brustkrebs wurde fr&#252;her unter der Nr. 174 verschl&#252;sselt, danach als C50. Unter Darmkrebs werden in diesem Beitrag die zusammengefassten ICD-8&#47;9-Gruppen <TextGroup><PlainText>153-154</PlainText></TextGroup> bzw. C18-C21 der <TextGroup><PlainText>ICD-10</PlainText></TextGroup> verstanden. Lungenkrebs war vor 1998 unter der Nr. 162 kodiert und seit der <TextGroup><PlainText>ICD-10</PlainText></TextGroup> unter C33-C34. Die &#252;ber die Jahre erfolgten Klassifikationswechsel sind vereinzelt mit &#196;nderungen der Kodierungsregeln verbunden, was bei einigen Krebslokalisationen zu Br&#252;chen in der Statistik f&#252;hrt, aber bei den hier untersuchten Krebserkrankungen ohne erkennbaren Einfluss bleibt.</Pgraph><Pgraph>Im Gegensatz zur Mortalit&#228;t stehen in Deutschland hinsichtlich der Inzidenz von Krebserkrankungen f&#252;r die vergangenen Jahrzehnte keine fl&#228;chendeckenden Daten zur Verf&#252;gung, sondern lediglich regionale Daten bev&#246;lkerungsbezogener Krebsregister, die erst seit dem Jahr 2009 in allen Bundesl&#228;ndern etabliert sind. F&#252;r die in diesem Beitrag durchgef&#252;hrten langfristigen, nationalen Krebsinzidenzsch&#228;tzungen wurden die Daten ausgew&#228;hlter epidemiologischer Register eingesetzt, die im jeweiligen Zeitraum die Krebsneuerkrankungen m&#246;glichst vollz&#228;hlig erfasst haben. Auch die im Folgenden pr&#228;sentierten Sch&#228;tzungen basieren auf denselben Krebsregisterdaten, die schon in den fr&#252;heren Sch&#228;tzungen einbezogen wurden <TextLink reference="4"></TextLink>. F&#252;r den Zeitraum ab 1970 bis zur deutschen Wiedervereinigung waren das die Daten der Krebsregister des Saarlands und der DDR. F&#252;r die Jahre danach wurden f&#252;r die Sch&#228;tzungen die Registerdaten aus dem Saarland, Hamburg und M&#252;nster als Referenzen genutzt. Ab 1998 bis zum Ende des hier betrachteten Beobachtungszeitraums 2010 wurden diese drei Referenzregister um die Register von Bremen und Sachsen erweitert. Wie international &#252;blich, enthalten die Inzidenzdaten der Referenz<TextGroup><PlainText>register</PlainText></TextGroup> neben den gemeldeten Erkrankungsf&#228;llen auch die DCO (Death Certificate Only)-F&#228;lle, die im Rahmen des periodisch durchgef&#252;hrten Mortalit&#228;tsabgleichs von den Registern gefunden werden.</Pgraph><Pgraph>Anders als in den fr&#252;heren Sch&#228;tzungen erfolgt hier neu eine Gewichtung der Referenzregisterdaten vor dem Jahr 1990, um artifizielle Spr&#252;nge in den Raten durch den Wechsel der Referenzregister zu mildern. Dabei werden die alters- und geschlechtsspezifischen Inzidenz- und Mortalit&#228;tsfallzahlen des Saarlandes mit den jeweiligen Bev&#246;lkerungsanteilen der westlichen Bundesl&#228;nder an Gesamtdeutschland gewichtet und die Daten der &#246;stlichen Bundesl&#228;nder mit den entsprechenden Bev&#246;lkerungsanteilen Ostdeutschlands. Bei den verwendeten Bev&#246;lkerungszahlen handelt es sich um die von den Statistischen &#196;mtern j&#228;hrlich fortgeschriebene durchschnittliche Jahres-Wohnbev&#246;lkerung, die alle in Deutschland wohnhaften Personen ohne Ber&#252;cksichtigung ihrer Staatsangeh&#246;rigkeit einbezieht.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Methodik">
      <MainHeadline>Methodik</MainHeadline><Pgraph>Zur Sch&#228;tzung der bundesdeutschen Krebsinzidenzen werden, wie in der 2014 publizierten Arbeit, die international vielfach eingesetzten Quotienten aus Inzidenz und Mortalit&#228;t (<Mark2>I</Mark2><Mark2><Superscript>R</Superscript></Mark2><Mark2>&#47;M</Mark2><Mark2><Superscript>R</Superscript></Mark2>) der Referenzregionen, jeweils multipliziert mit der nationalen Mortalit&#228;t (<Mark2>M</Mark2><Mark2><Superscript>N</Superscript></Mark2>), verwendet <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. Dieser Ansatz erlaubt Unterschiede in den Krebs<TextGroup><PlainText>erkrankungsrisiken</PlainText></TextGroup> zwischen den Referenzregionen und Gesamtdeutschland. Unterstellt wird nur, dass sich diese Differenzen an den jeweiligen Mortalit&#228;tsunterschieden messen lassen. Die Verwendung der I&#47;M-Quotienten beruht damit auf der Annahme, dass die Todesursachenstatistik in allen Bundesl&#228;ndern gleichartig erhoben wird und sich Diagnostik und Therapie innerhalb Deutschlands nicht wesentlich voneinander unterscheiden. Die notwendige vorherige Gl&#228;ttung der eingesetzten und unten in Klammern aufgef&#252;hrten Indikatoren erfolgt, wie zuvor, mittels der weit verbreiteten Joinpoint-Methode <TextLink reference="7"></TextLink>. Die altersspezifischen Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten werden dabei jeweils separat mit dem folgenden log-linearen Modellansatz gesch&#228;tzt:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="1" imgType="inlineFigure"/> </Pgraph><Pgraph>Dabei bezeichnet <Mark2>IK</Mark2><Mark2><Subscript>it</Subscript></Mark2> den jeweiligen Indikator (Anzahl der Erkrankten <Mark2>I</Mark2><Mark2><Superscript>R</Superscript></Mark2> bzw. der Gestorbenen <Mark2>M</Mark2><Mark2><Superscript>R</Superscript></Mark2> in den Referenzregionen sowie der in Deutschland Gestorbenen <Mark2>M</Mark2><Mark2><Superscript>N</Superscript></Mark2>) in der<Mark2> i</Mark2>-ten Altersklasse (0-4, 5-9, &#8230; 80-84, 85&#43;) und zum Jahr <Mark2>t, P</Mark2><Mark2><Subscript>it</Subscript></Mark2> die dazugeh&#246;rige durchschnittliche Bev&#246;lkerungszahl und <Mark2>JP</Mark2><Mark2><Subscript>ji</Subscript></Mark2> einen der insgesamt <Mark2>J</Mark2> Joinpoints (&#945;<Superscript>&#43;</Superscript>&#61;&#945; f&#252;r &#945;&#62;0, 0 sonst). Unter Verwendung des vom National Cancer Institute frei zur Verf&#252;gung gestellten &#8222;Joinpoint Regression Program&#8220; werden sowohl f&#252;r alle altersspezifischen Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten der Referenzregionen als auch f&#252;r die nationalen altersspezifischen Mortalit&#228;tsraten automatisiert die Joinpoints bestimmt (bei einer vorgegebenen Anzahl von maximal drei Joinpoints). Aus den daraus resultierenden, gegl&#228;tteten altersspezifischen Indikatoren werden in einem zweiten Schritt die erwarteten nationalen Krebsinzidenzen (<Mark2>I</Mark2><Mark2><Superscript>Nerw</Superscript></Mark2>) wie folgt gesch&#228;tzt:</Pgraph><Pgraph><ImgLink imgNo="2" imgType="inlineFigure"/></Pgraph><Pgraph>Bei dieser Sch&#228;tzung wird ber&#252;cksichtigt, dass in einigen Altersklassen die Zahl der Krebssterbef&#228;lle zu gering ist, als dass dar&#252;ber eine sinnvolle Sch&#228;tzung der Krebsinzidenz noch m&#246;glich w&#228;re. In diesen F&#228;llen, d.h. in denjenigen Altersgruppen, in denen weniger als 50 Sterbef&#228;lle &#252;ber den gesamten Beobachtungszeitraum aufgetreten sind, werden die Krebsinzidenzen allein aus den (gegl&#228;tteten) Krebserkrankungsraten der Referenzregionen gesch&#228;tzt.</Pgraph><Pgraph>Um die Ungenauigkeiten, die mit dieser Sch&#228;tzung &#8211; wie mit jeder anderen auch &#8211; verbunden sind, quantifizieren zu k&#246;nnen, werden zus&#228;tzlich Prognoseintervalle mittels (semi)parametrischem Bootstrapping berechnet <TextLink reference="8"></TextLink>. Dabei werden unter der Annahme Poisson-verteilter Fallzahlen wiederholt mit Hilfe eines Zufallszahlengenerators die Daten simuliert und die gesuchten Indikatoren gesch&#228;tzt. Den in dieser Untersuchung berechneten Prognoseintervallen liegen jeweils 100 Bootstrap-Stichproben zugrunde.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse">
      <MainHeadline>Ergebnisse</MainHeadline><Pgraph>Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> zeigt die Verl&#228;ufe der auf die alte Europabev&#246;lkerung altersstandardisierten, gesch&#228;tzten Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten pro 100.000 der Bev&#246;lkerung seit 1970 f&#252;r Prostatakrebs bei M&#228;nnern in Deutschland. Die gepunkteten Linien beschreiben die approximativen 95&#37;-Prognoseintervalle, anhand derer die Genauigkeit der jeweiligen Sch&#228;tzungen beurteilt werden kann. Zus&#228;tzlich zu den Sch&#228;tzungen sind in dieser Grafik und allen folgenden Abbildungen die von den Statistischen &#196;mtern j&#228;hrlich beobachteten Sterberaten in Form von nichtverbundenen Symbolen dargestellt. Den dargestellten langfristigen Trendverl&#228;ufen der Inzidenz werden in den einzelnen Grafiken die Kurvenverl&#228;ufe der vom RKI aktuell &#252;ber einen Zeitraum von rund 10 Jahren jeweils gesch&#228;tzten Krebsneuerkrankungsraten zum Vergleich gegen&#252;bergestellt (graue Linien) <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Auch nach dieser neuen Sch&#228;tzung weist die betreffende standardisierte Erkrankungsrate &#252;ber den gesamten Beobachtungszeitraum dauerhaft einen Anstieg auf, mit besonders starken Zuw&#228;chsen ab 1990. Prostatakrebs hat sich dadurch inzwischen zur h&#228;ufigsten Krebserkrankung bei M&#228;nnern entwickelt <TextLink reference="3"></TextLink>. Seit 2005 hat sich jedoch der Anstieg deutlich abgeschw&#228;cht. Auch die altersstandardisierte Sterberate steigt seit 1970 an, allerdings ist hier seit den 1990er Jahren ein deutlicher R&#252;ckgang zu beobachten.</Pgraph><Pgraph> </Pgraph><Pgraph>Wie Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/> erkennen l&#228;sst, steigt auch die gesch&#228;tzte altersstandardisierte Erkrankungsrate an Brustkrebs bei Frauen seit 1970 dauerhaft an, wobei sich dieser Anstieg ab Mitte der 2000er Jahre (Zeitpunkt der Einf&#252;hrung des Mammographie-Screenings) deutlich erh&#246;ht hat. Begleitet wird dieser starke, gesch&#228;tzte Anstieg von einem R&#252;ckgang der standardisierten Sterberaten seit Mitte der 1990er Jahre.</Pgraph><Pgraph> </Pgraph><Pgraph>Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> zeigt die gesch&#228;tzte Entwicklung von Darmkrebs bei M&#228;nnern und Frauen seit 1970. Der anf&#228;ngliche Anstieg in den gesch&#228;tzten Inzidenzraten bei beiden Geschlechtern setzt sich ab den 1990er Jahren in einem R&#252;ckgang fort. Auch die (gesch&#228;tzten) Mortalit&#228;tsraten sind zumindest nach 1990 r&#252;ckl&#228;ufig.</Pgraph><Pgraph>Beim Lungenkrebs (Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>) verlaufen die gesch&#228;tzten altersstandardisierten Raten zwischen den Geschlechtern deutlich unterschiedlich. Bei M&#228;nnern steigen sowohl die Inzidenz- als auch die Mortalit&#228;tsraten seit den 1970er Jahren stark an, weisen aber sp&#228;testens seit den 1990er Jahren deutlich abnehmende Verl&#228;ufe auf. Bei Frauen steigen dagegen sowohl die gesch&#228;tzten Erkrankungs- als auch die Sterberaten &#252;ber den gesamten Beobachtungszeitraum stetig an.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Diskussion">
      <MainHeadline>Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Anders als bei der Krebsmortalit&#228;t stehen den hier pr&#228;sentierten Krebsinzidenzsch&#228;tzungen auf Bundesebene keine beobachteten Daten gegen&#252;ber, anhand derer man die Ergebnisse besser einordnen bzw. diskutieren k&#246;nnte. Allerdings basieren die zuvor schon erw&#228;hnten regelm&#228;&#223;ig vorgenommenen kurzfristigen RKI-Sch&#228;tzungen der nationalen Krebsinzidenz teilweise auf beobachteten Krebsneuerkrankungszahlen bundesdeutscher Krebsregister. Diese deutschlandweiten Sch&#228;tzungen resultieren aus der Aggregation der Daten aller Bundesl&#228;nder. Aus den Regionen, die von Krebsregistern abgedeckt werden und deren Daten bestimmten Anforderungen gen&#252;gen, werden die beobachteten Krebsneuerkrankungszahlen verwendet und aus allen &#252;brigen Regionen entsprechende Erwartungswerte, die das RKI regelm&#228;&#223;ig berechnet <TextLink reference="3"></TextLink>. Ein Vergleich dieser Ergebnisse (siehe graue Linien in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>, Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>, Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> und Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/>) mit den langfristigen Krebsinzidenzsch&#228;tzungen zeigt &#252;berwiegend h&#246;here Werte in den kurzfristigen Sch&#228;tzungen, wobei sich die Ergebnisse zum Ende des Beobachtungszeitraums 2010 ann&#228;hern und die kurzfristigen Sch&#228;tzungen gr&#246;&#223;tenteils in die Vertrauensintervalle der langfristigen Sch&#228;tzungen fallen. Die beiden Sch&#228;tzungen f&#252;r Brustkrebs bei Frauen (Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>) verlaufen dagegen schon seit 2000 &#228;hnlich. Jedoch weisen die kurzfristigen Sch&#228;tzungen in den letzten beiden Jahren einen R&#252;ckgang auf, der sich in den hier vorgestellten langfristigen Trendsch&#228;tzungen (noch)  nicht widerspiegelt, da die Joinpoint-Methode auf signifikante Trend&#228;nderungen erst ab 3 Jahren pr&#252;ft. Daher steigt die langfristige Trendsch&#228;tzung auch nach 2009 weiter an. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Krebsregisterdaten durch Meldeverz&#246;gerungen im aktuellen Meldejahr teilweise noch nicht vollz&#228;hlig sind. Dadurch k&#246;nnen die beobachteten Daten im jeweils letzten Meldejahr noch (tempor&#228;r) geringer ausfallen, wobei solche Meldel&#252;cken in den Folgejahren zumeist aufgef&#252;llt werden.</Pgraph><Pgraph>Ausgiebige Trendanalysen des epidemiologischen Krebsgeschehens mit Hilfe der Joinpoint-Methode wurden auch f&#252;r Deutschland schon fr&#252;her durchgef&#252;hrt <TextLink reference="9"></TextLink>. Dabei wurden allerdings ausschlie&#223;lich die Krebsinzidenzdaten des Saarlandes stellvertretend f&#252;r Gesamtdeutschland ausgewertet. Becker et al. weisen daher in ihrer Publikation auch auf eine Relativierung der Aussagef&#228;higkeit ihrer Inzidenz-Mortalit&#228;tsvergleiche hin. Au&#223;erdem wurden von den Autoren nur &#252;ber alle Altersklassen aggregierte Indikatoren, wie rohe und altersstandardisierte Raten, untersucht. Im Gegensatz dazu werden in der hier vorliegenden Arbeit alle altersspezifischen Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten jeweils einzeln einer Joinpoint-Analyse unterzogen und auf dieser Basis aus den gegl&#228;tteten Werten die altersstandardisierten Raten berechnet. Jedoch stehen die ermittelten Joinpoints in den jeweils <TextGroup><PlainText>18 Altersklassen </PlainText></TextGroup>nicht im Mittelpunkt dieser Untersuchung und werden deshalb hier auch nicht aufgef&#252;hrt und diskutiert. Vielmehr dienen die Joinpoint-Analysen lediglich dazu, die wesentlichen Trendverl&#228;ufe in den altersspezifischen Raten zu modellieren und damit zu gl&#228;tten.</Pgraph><Pgraph>Wie die in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>, Abbildung 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="figure"/>, Abbildung 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> und Abbildung 4 <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/> dargestellten Ergebnisse der gesch&#228;tzten Krebsinzidenzen zeigen, sind die Kurvenverl&#228;ufe um das Jahr 1990 herum deutlich glatter als die bei den entsprechenden fr&#252;heren Sch&#228;tzungen <TextLink reference="4"></TextLink>, bedingt durch die neu eingef&#252;hrte Gewichtung der Referenzregisterdaten vor dem Jahr 1990. Dadurch ergeben sich zumindest f&#252;r die hier untersuchten Krebslokalisationen glattere &#220;berg&#228;nge beim Wechsel der verwendeten Referenzregionen im betreffenden Jahr. Dies erleichtert eine Interpretation der Kurvenverl&#228;ufe, da man &#196;nderungen in den gesch&#228;tzten Inzidenzraten sonst vielfach als ge&#228;nderte Erkrankungsrisiken interpretiert.</Pgraph><Pgraph>Auch wenn an der potentiellen &#8222;Sprungstelle&#8220; 1990 durch die neu vorgenommene Bev&#246;lkerungsgewichtung die Krebsinzidenzsch&#228;tzungen deutlich glatter verlaufen als ohne Gewichtung, lassen sich dennoch die verbliebenen Trend&#228;nderungen in den Krebsinzidenzen nicht restlos erkl&#228;ren. </Pgraph><Pgraph>Der bei Prostatakrebs in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> nach 1990 auff&#228;llig starke, aber nach 2005 kaum noch zu erkennende Anstieg in der gesch&#228;tzten standardisierten Inzidenzrate wird in der Literatur auf einen in Deutschland zun&#228;chst vermehrten, aber ab Mitte der 2000er Jahre tendenziell stagnierenden Einsatz der PSA (Prostataspezifisches Antigen)-Testung zur&#252;ckgef&#252;hrt (z.B. <TextLink reference="3"></TextLink>, <TextLink reference="9"></TextLink>). Aus der Entwicklung der gesch&#228;tzten Prostatakrebs-Erkrankungsrate sollte man daher nicht unbedingt auf erh&#246;hte Erkrankungsrisiken in Deutschland schlie&#223;en, zumal die entsprechende altersstandardisierte Sterberate seit Mitte der 1990er Jahre r&#252;ckl&#228;ufig ist. </Pgraph><Pgraph>Bei Frauen wird der verst&#228;rkte Anstieg in der gesch&#228;tzten Brustkrebsinzidenzrate seit Mitte der 2000er Jahre mit der schrittweisen Einf&#252;hrung des organisierten Mammographie-Screenings ab 2005 in Verbindung gebracht, durch eine vorzeitige Entdeckung vieler, auch kleinerer Tumoren. Auch hier geht diese Inzidenzentwicklung einher mit einem dauerhaften R&#252;ckgang der Brustkrebsmortalit&#228;t seit Mitte der 1990er Jahre.</Pgraph><Pgraph>Bei Darmkrebs steigt das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter stetig an. Trotz des demografischen Wandels ist dennoch bei beiden Geschlechtern in den letzten Jahren ein R&#252;ckgang in den gesch&#228;tzten Erkrankungszahlen (hier nicht dargestellt) zu verzeichnen <TextLink reference="3"></TextLink>. <TextGroup><PlainText>Abbildung 3</PlainText></TextGroup> <ImgLink imgNo="3" imgType="figure"/> zeigt auch in den gesch&#228;tzten altersstandartisierte Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten f&#252;r Darmkrebs nach 1990 sowohl bei den Frauen als auch bei den M&#228;nnern einen deutlichen R&#252;ckgang.</Pgraph><Pgraph>Lungenkrebs geh&#246;rt nach wie vor zu den prognostisch ung&#252;nstigsten Tumoren <TextLink reference="3"></TextLink>. Das spiegelt sich in <TextGroup><PlainText>Abbildung 4</PlainText></TextGroup> <ImgLink imgNo="4" imgType="figure"/> an den relativ dicht und parallel verlaufenden Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten bei beiden Geschlechtern wider, wobei bei M&#228;nnern die gesch&#228;tzten Raten seit l&#228;ngerem r&#252;ckl&#228;ufig sind, im Gegensatz zu den Frauen, bei denen die Raten &#8211; nach dieser Sch&#228;tzung &#8211; seit mehr als <TextGroup><PlainText>40 Jahren</PlainText></TextGroup> ansteigen, unter anderem bedingt durch ein ver&#228;ndertes Rauchverhalten.</Pgraph><Pgraph>Obwohl mit der seit Jahrzehnten zuverl&#228;ssig erhobenen Todesursachsenstatistik fl&#228;chendeckend beobachtete Krebssterbezahlen f&#252;r Gesamtdeutschland zur Verf&#252;gung stehen, wurden diese Zeitreihen hier ebenfalls modelliert. Zum einen werden die gegl&#228;tteten Sterbezahlen f&#252;r eine stabilere Sch&#228;tzung der bundesdeutschen Krebsinzidenz ben&#246;tigt und zum anderen geben die mittels Joinpoint modellierten Sterberaten die wesentlichen Trendverl&#228;ufe der Zeitreihen deutlich besser wieder als die st&#228;rker variierenden beobachteten Zahlen selbst.</Pgraph><Pgraph>Betrachtet man in diesem Zusammenhang das GLOBOCAN-Programm, mit dem die International Agency for Research on Cancer (IARC) weltweit periodisch Krebsinzidenzen ermittelt, so unterscheidet sich deren Vorgehensweise bei der Berechnung je nach Datenlage im jeweiligen Land. Wenn f&#252;r ein Land eine zuverl&#228;ssige fl&#228;chendeckende Krebsregistrierung existiert, werden die dortigen, teilweise schon &#228;lteren Registerdaten nur auf die aktuelle Bev&#246;lkerung hochgerechnet, um die aktuelle nationale Krebsinzidenz zu ermitteln. Stehen f&#252;r ein Land keine fl&#228;chendeckenden Krebsregisterdaten zur Verf&#252;gung, sondern nur zuverl&#228;ssige Daten regionaler Register mit einer kleinr&#228;umigen Abdeckung, dann sch&#228;tzt die IARC die nationale Krebsinzidenz auf der Basis von I&#47;M-Quotienten, sofern auch eine zuverl&#228;ssige nationale Mortalit&#228;tsstatistik vorhanden ist. F&#252;r den Fall, dass keine zuverl&#228;ssigen regionalen Krebsregisterdaten zur Verf&#252;gung stehen, werden teilweise I&#47;M-Quotienten aus Krebsregistern anderer, angrenzender L&#228;nder verwendet. Noch vor einigen Jahren hat die IARC die Krebsregisterdaten aus &#214;sterreich, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz genutzt, um Krebsinzidenzen f&#252;r Deutschland zu sch&#228;tzen <TextLink reference="10"></TextLink>. In der aktuellen Auswertung f&#252;r das Jahr 2012 sch&#228;tzt die IARC die nationalen Inzidenzen f&#252;r Deutschland jetzt auf der Basis von 9 bundesdeutschen Krebsregistern durch Anwendung dieser &#228;lteren Raten auf die derzeitige gesamtdeutsche Bev&#246;lkerung <TextLink reference="5"></TextLink>, <TextLink reference="6"></TextLink>. Damit geht die IARC f&#252;r Deutschland inzwischen von einer ausreichenden Abdeckung mit Krebsregistern aus, um so auf die Ber&#252;cksichtigung von Mortalit&#228;tsunterschieden verzichten zu k&#246;nnen. In dem hier vorliegenden Beitrag werden weiterhin die I&#47;M-Ouotienten verwendet, da die von der IARC genannte Abdeckung von 28&#37; der deutschen Bev&#246;lkerung diese Vorgehensweise nach Ansicht der Autoren noch nicht rechtfertigt, insbesondere weil sich die von der IARC verwendeten 9 deutschen Referenzregister zu 50&#37; aus &#246;stlichen Bundesl&#228;ndern zusammensetzen, dieser Anteil aber nur 20&#37; der deutschen Gesamtbev&#246;lkerung ausmacht. Noch dazu gibt es innerhalb Deutschlands teilweise deutliche Ost-West-Unterschiede in den Erkrankungsrisiken einzelner Krebserkrankungen, wie beispielsweise beim Brustkrebs, mit wesentlich niedrigeren Erkrankungsraten in den neuen Bundesl&#228;ndern <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Die auf der Verwendung des I&#47;M-Quotienten beruhenden und bereits oben erw&#228;hnten Annahmen bedeuten letztlich &#228;hnliche &#220;berlebensaussichten von Krebspatienten zwischen den Referenzregionen und Gesamtdeutschland. Wie fr&#252;here Publikationen des Robert Koch-Instituts zu Ost-West-Vergleichen von &#220;berlebensraten bei Krebserkrankungen zeigen, gab es vor 1990 durchaus Unterschiede, so beispielsweise bei Prostatakrebs <TextLink reference="11"></TextLink>. Nach der deutschen Wiedervereinigung haben sich diese zwar verringert, dennoch sind teilweise noch signifikante Unterschiede zu erkennen <TextLink reference="12"></TextLink>. Die in der aktuellen Sch&#228;tzung neu vorgenommene Gewichtung der saarl&#228;ndischen Krebsregisterdaten mit  den Bev&#246;lkerungsanteilen der westlichen Bundesl&#228;nder sollte das f&#252;r den Zeitraum vor 1990 zumindest teilweise ber&#252;cksichtigen, unter der Annahme, dass es vor der Wiedervereinigung innerhalb der westlichen Bundesl&#228;nder keine signifikanten Unterschiede in den &#220;berlebensaussichten von Krebspatienten gab. Diese Annahme ist allerdings nicht &#252;berpr&#252;fbar, da vor 1990 Krebserkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland noch nicht fl&#228;chendeckend erfasst wurden <TextLink reference="13"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Trotz gewisser methodischer Einschr&#228;nkungen der hier vorgestellten langfristigen Krebsinzidenzsch&#228;tzungen, bieten diese Sch&#228;tzungen zus&#228;tzliche Ergebnisse zur Beschreibung und Bewertung der Entwicklung von Krebserkrankungen in Deutschland, erg&#228;nzend zu den regelm&#228;&#223;ig im Robert Koch-Institut durchgef&#252;hrten und gemeinsam mit der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) publizierten kurzfristigeren Sch&#228;tzungen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefTotal>Sch&#246;n D, Bertz J, Hoffmeister H,Hrsg. Bev&#246;lkerungsbezogene Krebsregister in der Bundesrepublik Deutschland. Band 3. M&#252;nchen: MMV; 1995. (RKI-Schriften; 2&#47;95).</RefTotal>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Langfristige Entwicklung gesch&#228;tzter altersstandardisierter Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten (Standard: alte Europabev&#246;lkerung) f&#252;r Prostatakrebs bei M&#228;nnern in Deutschland (inkl. 95&#37;-Prognoseintervalle) ab 1970 im Vergleich mit RKI-Sch&#228;tzungen &#252;ber einen k&#252;rzeren Zeitraum ab dem Jahr 1999 (graue Linie)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 2: Langfristige Entwicklung gesch&#228;tzter altersstandardisierter Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten (Standard: alte Europabev&#246;lkerung) f&#252;r Brustkrebs bei Frauen in Deutschland (inkl. 95&#37;-Prognoseintervalle) ab 1970 im Vergleich mit RKI-Sch&#228;tzungen &#252;ber einen k&#252;rzeren Zeitraum ab dem Jahr 1999 (graue Linie)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 3: Langfristige Entwicklung gesch&#228;tzter altersstandardisierter Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten (Standard: alte Europabev&#246;lkerung) f&#252;r Darmkrebs bei M&#228;nnern und Frauen in Deutschland (inkl. 95&#37;-Prognoseintervalle) ab 1970 im Vergleich mit RKI-Sch&#228;tzungen &#252;ber einen k&#252;rzeren Zeitraum ab dem Jahr 1999 (graue Linien)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 4: Langfristige Entwicklung gesch&#228;tzter altersstandardisierter Inzidenz- und Mortalit&#228;tsraten (Standard: alte Europabev&#246;lkerung) f&#252;r Lungenkrebs bei M&#228;nnern und Frauen in Deutschland (inkl. 95&#37;-Prognoseintervalle) ab 1970 im Vergleich mit RKI-Sch&#228;tzungen &#252;ber einen k&#252;rzeren Zeitraum ab dem Jahr 1999 (graue Linien)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <AltText>Formel 1</AltText>
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