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    <Identifier>mibe000191</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000191</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0001919</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Konzeption und prototypische Implementierung eines Verfahrens zur &#220;bernahme von medizinischen Daten in Virtuelle Patienten</Title>
      <TitleTranslated language="en">Design and prototypical implementation of a method to transfer data of medical records to virtual patients</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
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          <Lastname>Schmidt</Lastname>
          <LastnameHeading>Schmidt</LastnameHeading>
          <Firstname>Christian</Firstname>
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        <Address>GECKO-Institut, Hochschule Heilbronn, Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Deutschland<Affiliation>GECKO-Institut, Hochschule Heilbronn, Heilbronn, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>christian.schmidt&#64;hs-heilbronn.de</Email>
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          <Lastname>Yogendran</Lastname>
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          <Firstname>Parthipan</Firstname>
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          <Firstname>Tibor</Firstname>
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          <Affiliation>Universit&#228;t Ulm, Institut f&#252;r Medizinische Systembiologie, Ulm, Deutschland</Affiliation>
          <Affiliation>Hochschule Ulm, Fakult&#228;t f&#252;r Informatik, Ulm, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">medical education</Keyword>
      <Keyword language="en">automatic data processing</Keyword>
      <Keyword language="en">medical records</Keyword>
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    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20181113</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>14</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
        <IssueTitle>MEDIZIN.BILDUNG.DIGITAL</IssueTitle>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>13</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Virtuelle Patienten spielen in der medizinischen Lehre eine wichtige Rolle. Die Autoren von Virtuellen Patienten ben&#246;tigen viel Zeit f&#252;r die Erstellung, es ist daher von gro&#223;em Interesse, die Erstellung von Virtuellen Patienten automatisiert durchzuf&#252;hren. Diese Arbeit untersucht, ob es praktisch m&#246;glich ist, die relevanten Informationen aus medizinischen Informationssystemen abzufragen und implementiert prototypisch ein System, das medizinische Dokumentationsdaten aus der standardisierten HL7 FHIR Schnittstelle abfragt und in das eViP-Format f&#252;r Virtuelle Patienten &#252;berf&#252;hrt.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Virtual patients play an important role in medical teaching. The authors of virtual patients spend a lot of time to create virtual patients. Therefore, there is a great interest to generate virtual patients automatically using the content of medical information systems. This work researches the feasibility of requesting the relevant information from medical information systems. It furthermore implements a prototype system that requests medical data from the standardised HL7 FHIR interface and transfers it to the eViP format for virtual patients.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Motivation und Fragestellung">
      <MainHeadline>Motivation und Fragestellung</MainHeadline><Pgraph>Virtuelle Patienten sind eine spezifische Art von Computerprogramm, mit der reale klinische Szenarien simuliert werden k&#246;nnen <TextLink reference="1"></TextLink>. Sie sind u.a. in der medizinischen Lehre bedeutend, da gerade bei speziellen Krankheitsbildern nur eine geringe Anzahl an Patienten zur Verf&#252;gung steht. Eine reduzierte Aufenthaltszeit des Patienten im Krankenhaus <TextLink reference="2"></TextLink> sowie das saisonale Auftreten von bestimmten Krankheitsbildern erschweren die ausreichende &#220;bung an realen Patienten. Virtuelle Patienten k&#246;nnen hier Abhilfe schaffen <TextLink reference="3"></TextLink>. Sie werden von den Medizinstudenten gut angenommen <TextLink reference="4"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Diese Arbeit untersucht folgende Fragestellungen, um die automatisierte Erstellung von Virtuellen Patienten n&#228;her zu betrachten:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Aus welchen Elementen besteht ein Virtueller Patient&#63;</ListItem><ListItem level="1">Eignet sich die HL7 FHIR Schnittstelle daf&#252;r, diese Informationen aus vorhandenen Informationssystemen abzurufen&#63;</ListItem><ListItem level="1">K&#246;nnen die Daten aus der HL7 FHIR Schnittstelle somit verwendet werden, um Virtuelle Patienten zu erstellen&#63;</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Nach Beantwortung dieser Fragen wird ein Prototyp entwickelt, um die Machbarkeit und technische Umsetzung zu &#252;berpr&#252;fen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Stand der Wissenschaft und Technik">
      <MainHeadline>Stand der Wissenschaft und Technik</MainHeadline><Pgraph>Klinische Routinedaten dienen oft als Ausgangsbasis f&#252;r die Erstellung von Virtuellen Patienten. Diese werden typischerweise manuell von den Autoren in Virtuelle Patienten &#252;berf&#252;hrt, die automatische &#220;bernahme w&#228;re aber w&#252;nschenswert <TextLink reference="5"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Das eViP-Format stellt einen Standard f&#252;r Virtuelle Patienten dar. Dieses definiert eine Datenstruktur f&#252;r die Austauschbarkeit von Virtuellen Patienten. Verschiedene E-Learning-Systeme (z.B. CAMPUS <TextLink reference="3"></TextLink> oder CASUS <TextLink reference="6"></TextLink>) unterst&#252;tzen diesen Standard bereits. Eine Bereitstellung von klinischen Routinedaten in diesem Format erm&#246;glicht es diesen Softwaresystemen, auf diese Daten zugreifen zu k&#246;nnen <TextLink reference="7"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Mit der HL7 FHIR Schnittstelle kann auf klinische Routinedaten zugegriffen werden. Diese definiert im Gegensatz zu den &#228;lteren HL7 Standards ein Datenmodell zur &#220;bermittlung von klinischen Daten. Das Datenmodell besteht aus Ressourcen, dies sind Objekte, die im Datenmodell modelliert werden. Die einzelnen Ressourcen sind dabei &#252;ber Beziehungen verkn&#252;pft. Diese Ressourcen bestehen aus unterschiedlichen Attributen und sind &#252;ber einen Webservice erreichbar <TextLink reference="8"></TextLink>. </Pgraph><Pgraph>Zur automatisierten Erstellung Virtueller Patienten aus Patientendokumentationen sind Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sind personenbezogene Daten alle Informationen, die sich auf eine identifizierte (z.B. Name, Anschrift) oder identifizierbare nat&#252;rliche Person (&#8222;betroffene Person&#8220;) beziehen. Identifizierbar ist eine Person bereits dann, wenn die M&#246;glichkeit besteht, ihre Identit&#228;t festzustellen <TextLink reference="9"></TextLink>. M&#246;gliche Identifizierungsmerkmale k&#246;nnen daher auch eine Kombination verschiedener &#8211; auf den ersten Blick unbedenklich wirkender &#8211; Kriterien (z.B. Alter, Beruf, Haarfarbe, Wohnort) einer Person sein, wenn diese dadurch im Einzelfall bestimmbar wird. Dabei werden insbesondere Gesundheitsdaten (z.B. Diagnosen, Untersuchungen und Ergebnisse), genetische Daten oder biometrische Daten durch Art. 9 DSGVO als besondere Kategorie von personenbezogenen Daten angesehen, wenn sie R&#252;ckschl&#252;sse auf eine betroffene Person erm&#246;glichen, so dass hierf&#252;r erh&#246;hte Datenschutzanforderungen gelten.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Forschungsmethodik und Vorgehen">
      <MainHeadline>Forschungsmethodik und Vorgehen</MainHeadline><Pgraph>Zun&#228;chst wurde eine Literaturrecherche zu der oben aufgef&#252;hrten Fragestellung durchgef&#252;hrt. Dabei wurde folgendes Suchprofil in der Literaturdatenbank Pubmed verwendet: </Pgraph><Pgraph><Indentation>(Virtual patient&#42; OR case&#42;based training) AND (medical records)</Indentation></Pgraph><Pgraph>Das Ergebnis brachte 70 Treffer. Die Ergebnisse wurden anhand der Abstracts auf Relevanz gepr&#252;ft. Die relevanten Artikel wurden anschlie&#223;end komplett gelesen. Au&#223;er der Motivation, dass es w&#252;nschenswert w&#228;re, Virtuelle Patienten automatisiert zu erstellen (vgl. oben), berichtete keine Publikation von dem Versuch, relevante Informationen aus der HL7 FHIR Schnittstelle abzufragen. </Pgraph><Pgraph>Daher wurden zun&#228;chst Strukturelemente identifiziert, aus denen Virtuelle Patienten bestehen. Anschlie&#223;end wurde mit der HL7 FHIR Dokumentation (vgl. oben) herausgearbeitet, wie diese Informationen abgerufen werden k&#246;nnen. Dabei wurden HL7 FHIR Ressourcen identifiziert, die diese Informationen liefern. Im Anschluss wurde mit dem Autorensystem (dient zur Erstellung von Lernf&#228;llen) des CAMPUS-Systems ein Template mit folgender Struktur erstellt, das unterschiedliche Bestandteile eines Virtuellen Patienten umfasst: Basisdaten (Alter, K&#246;rpergr&#246;&#223;e, K&#246;rpergewicht), Medien und Diagnose. Anschlie&#223;end wurde ein Prototyp entwickelt, der dieses Template mit abgefragten Daten aus der HL7 FHIR Schnittstelle &#252;berschreibt. Dieser wurde in der Programmiersprache JAVA entwickelt und verwendet das Retrofit Framework <TextLink reference="10"></TextLink> f&#252;r den Zugriff auf den Webservice, der HL7 FHIR Ressourcen abfragt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Ergebnisse und Diskussion">
      <MainHeadline>Ergebnisse und Diskussion</MainHeadline><Pgraph>Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> zeigt die identifizierten Strukturelemente von Virtuellen Patienten. Die Strukturelemente (1. Spalte) Virtueller Patienten wurden im Rahmen dieser Arbeit ermittelt. Anschlie&#223;end wurden HL7 FHIR Ressourcen und die dazugeh&#246;rigen Attribute (2. Spalte) identifiziert, die diese Informationen liefern. Somit wird angegeben, wie die Strukturelemente (1. Spalte) abgerufen werden k&#246;nnen. Sollten zus&#228;tzliche Bedingungen gelten (3. Spalte), sind diese zus&#228;tzlich aufgef&#252;hrt. </Pgraph><Pgraph>Der oben beschriebene Prototyp fragt f&#252;r Demonstrationszwecke exemplarisch die Basisdaten (Alter, Geschlecht und Gewicht des Patienten), die Medien sowie die Diagnose aus der HL7 FHIR Schnittstelle ab und &#252;berf&#252;hrt diese in das eViP-Format. Um dies zu erm&#246;glichen, werden Platzhalter in einer Vorlage &#252;berschrieben. Anschlie&#223;end werden diese Informationen im CAMPUS System angezeigt. </Pgraph><Pgraph>Nach der Ausf&#252;hrung des Prototyps ist das Platzhalterbild in Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/> durch das &#252;ber die HL7 FHIR Schnittstelle abgefragte R&#246;ntgenbild des Patienten ersetzt.</Pgraph><Pgraph>Der Prototyp zeigt, dass sich dokumentierte Daten und Medien &#252;ber die HL7 FHIR Schnittstelle von einem externen System in das eViP-Format &#252;berf&#252;hren lassen. </Pgraph><Pgraph>Dabei kann der Fall auftreten, dass Daten transformiert werden m&#252;ssen. Dies ist beispielsweise bei der Berechnung des Patientenalters aus dem Geburtsdatum erforderlich. Der erstellte Prototyp arbeitet im jetzigen Stand mit den aufgezeigten Platzhaltern, welche mit den von der HL7 FHIR Schnittstelle gelieferten Daten &#252;berschrieben werden. Die Verwendung von Platzhaltern bringt jedoch Nachteile mit sich. Vor der Ausf&#252;hrung des Prototyps ist nicht bekannt, wie viele Platzhalter beispielsweise f&#252;r Medien ben&#246;tigt werden. Dieses Vorgehen wurde vereinfacht gew&#228;hlt, um die grunds&#228;tzliche Machbarkeit zu &#252;berpr&#252;fen. F&#252;r sp&#228;tere Versionen sollte die Vorlage dynamisch erstellt werden. </Pgraph><Pgraph>Da in der DSGVO u.a. das sogenannte Verbotsprinzip mit Erlaubnisvorbehalt gilt, ist die Verarbeitung von personenbezogenen Daten grunds&#228;tzlich verboten und nur dann erlaubt, wenn eine Rechtsgrundlage gegeben ist oder die betroffene Person ausdr&#252;cklich ihre Einwilligung erteilt hat. </Pgraph><Pgraph>In vielen F&#228;llen kann eine Information sinnvoll genutzt werden, ohne dass bekannt sein muss, auf wen sie sich bezieht. Ein datenschutzfreundlicher L&#246;sungsansatz stellt daher die wirksame Anonymisierung oder Aggregieren (Zusammenf&#252;hren mehrerer personenbezogener Daten zu einem Gruppendatensatz, von personenbezogenen Daten z.B. Alter: 30&#8211;40, Geschlecht: m&#228;nnlich) dar. Informationen sind dann nicht (mehr) auf eine identifizierte oder identifizierbare nat&#252;rliche Person beziehbar, jedoch bleibt der relevante Gehalt eines Datensatzes bestehen. Die Grunds&#228;tze des Datenschutzes &#8211; einschlie&#223;lich der Anforderungen an die Einwilligung &#8211; gelten bei dieser Form der Datenangabe nicht. Damit die betroffene Person nicht mehr identifiziert werden k&#246;nnen, sollte ein Anonymisierungsmodul implementiert werden. Dieses ruft die Daten aus der HL7 FHIR Schnittstelle ab, anonymisiert diese und &#252;bertr&#228;gt die anonymisierten Daten anschlie&#223;end an ein weiteres Modul. Dieses bereitet die Daten f&#252;r das eViP-Format auf.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Folgerungen und Ausblick">
      <MainHeadline>Folgerungen und Ausblick</MainHeadline><Pgraph>Der erstellte Prototyp kann automatisiert Daten aus der HL7 FHIR Schnittstelle in einen Virtuellen Patienten &#252;bertragen. Damit ist es beispielsweise m&#246;glich, einen Virtuellen Patienten zu erstellen, in dem ausgelesene Basisdaten, diagnostische Bilder und die Diagnose enthalten sind (vgl. oben). Allerdings bestehen nicht unwesentliche Teile eines Virtuellen Patienten aus Expertenkommentaren, die zus&#228;tzliche Informationen zu medizinischen Sachverhalten beschreiben oder Fragen, mit deren Hilfe die Autoren die Reflektion von theoretischem Wissen bei den Benutzern unterst&#252;tzen k&#246;nnen. Diese sind nicht Bestandteil von Patientendokumentationen und k&#246;nnen somit auch nicht in den Virtuellen Patienten automatisiert &#252;bertragen werden. Das Ergebnis muss also durch einen Autor auf diese didaktischen Aspekte hin &#252;berpr&#252;ft werden. Weiterhin kann der Prototyp nur die dokumentierten Informationen in den Virtuellen Patienten &#252;bernehmen. Sollte die Dokumentation unvollst&#228;ndig sein, kann der Virtuelle Patient diese Information nicht enthalten und der Autor muss ggf. Erg&#228;nzungen vornehmen.</Pgraph><Pgraph>Die in Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> aufgef&#252;hrten Bestandteile eines Virtuellen Patienten k&#246;nnen aus den aufgef&#252;hrten Ressourcen abgefragt werden. Um dies vollst&#228;ndig umzusetzen, muss der Prototyp auf alle aufgef&#252;hrten Strukturelemente eines Virtuellen Patienten (vgl. Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/>) ausgebaut werden.</Pgraph><Pgraph>Eine praxisnahe L&#246;sung scheint mit den beschriebenen Methoden realistisch umsetzbar zu sein. Aus technischer Sicht existieren keine gro&#223;en H&#252;rden, den Prototypen f&#252;r die &#220;bertragung anderer von der HL7 FHIR Schnittstelle bereitgestellten Informationen zu erweitern. Hierzu m&#252;ssen die aus der Schnittstelle abgefragten Daten in die korrekte Struktur &#252;berf&#252;hrt und das oben beschriebene Template an der richtigen Stelle &#252;berschrieben werden.</Pgraph><Pgraph>Die Software kann nicht genau wissen, welche Daten zu &#252;bertragen sind. Beispielsweise kann die Situation eintreten, dass in einem bestimmten Zeitraum viele diagnostische Bilder dokumentiert werden, f&#252;r die Darstellung des Falls aber nur ein einziges Bild relevant ist. Der Fallautor erh&#228;lt durch die Software somit eine Unterst&#252;tzung durch Vorschl&#228;ge potentiell relevanter Informationen, muss im Einzelfall aber die zur Lehre geeigneten Dokumentationsdaten manuell ausw&#228;hlen.</Pgraph><Pgraph>Die Arbeit hat viele Ans&#228;tze f&#252;r die Automatisierung der Erstellung eines Virtuellen Patienten aufgezeigt. Bis es jedoch als eine praxistaugliche L&#246;sung angesehen werden kann, muss weitere Forschungsarbeit investiert werden.</Pgraph><Pgraph>Viele Daten sind in medizinischen Informationssystemen nicht in strukturierter Weise gespeichert, z.B. Pathologie- und OP-Berichte. F&#252;r die Erstellung von Virtuellen Patienten sollten die Informationen jedoch strukturell erfasst werden. Dies w&#252;rde dann die M&#246;glichkeit er&#246;ffnen um mit feststehenden Begriffen Multiple Choice Fragen erstellen zu k&#246;nnen. Da eine strukturierte Erfassung der Inhalte im klinischen Umfeld nicht einfach umzusetzen ist, k&#246;nnten die klinischen Freitexte in einem Parsing Verfahren analysiert und gegen bekannte Klassifikationen abgeglichen werden. Dadurch k&#246;nnten aus den unstrukturierten klinischen Freitexten strukturierte Eintr&#228;ge f&#252;r das eViP-Format generiert werden. Je nach Dokumentationspraxis in den Krankenh&#228;usern und Nutzung der unterschiedlichen Krankenhausinformationssysteme, ist eine automatisierte &#220;bertragung inhaltlich qualitativ hochwertiger Informationen in einen Virtuellen Patienten nur mit Einschr&#228;nkungen m&#246;glich. Hier stellt es sowohl ein Hindernis dar, dass nicht alle Informationen digital dokumentiert werden bzw. Abk&#252;rzungen genutzt werden. Auch ist es innerhalb eines Krankenhauses h&#228;ufig variabel, wie die Funktionen eines Krankenhausinformationssystems genutzt werden.</Pgraph><Pgraph>Die Therapiedaten werden in medizinischen Informationssystemen h&#228;ufig nicht auf die Weise dokumentiert, um diese automatisiert in Virtuelle Patienten &#252;bernehmen zu k&#246;nnen. So fehlen beispielsweise h&#228;ufig Angaben zu Medikamentenklasse und Medikamentendosis bzw. Therapiedauer oder Begleitmedikation. Weiterhin werden &#196;nderungen an der Therapie h&#228;ufig nicht pr&#228;zise genug dokumentiert. Diese Information muss durch den Autor erg&#228;nzt werden.</Pgraph><Pgraph>Aufgrund der teilweise schwierigen und unpr&#228;zisen Grundinformationen in den Krankenhausinformationssystemen ist die Hinzunahme von Leitlinien&#47; Lehrbuchinhalten eine M&#246;glichkeit, diese L&#252;cke zu schlie&#223;en. Die fehlenden Informationen k&#246;nnten aus der Literatur entnommen und somit zur Erstellung von Virtuelle Patient genutzt werden. Die Entwicklung entsprechender Algorithmen hierzu ist Bestandteil weiterer Forschungsarbeiten. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefTotal>Kononowicz AA, Zary N, Edelbring S, Corral J, Hege I. Virtual patients &#8211; what are we talking about&#63; A framework to classify the meanings of the term in healthcare education. BMC Med Educ. 2015 Feb;15:11. DOI: 10.1186&#47;s12909-015-0296-3</RefTotal>
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