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    <ArticleType>Kurzbeitrag</ArticleType>
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      <Title language="de">Statistik-Unterricht f&#252;r Masterstudenten in Afrika &#8211; ein Erlebnisbericht mit Hintergr&#252;nden</Title>
      <TitleTranslated language="en">Teaching statistics for Master Students in Africa &#8211; background and experiences</TitleTranslated>
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          <LastnameHeading>Ring</LastnameHeading>
          <Firstname>Arne</Firstname>
          <Initials>A</Initials>
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        <Address>medac GmbH, Department of Biometrics and Statistical Programming, Theaterstr. 6, 22880 Wedel, Germany<Affiliation>medac GmbH, Wedel, Germany</Affiliation><Affiliation>University of the Free State, Bloemfontein, South Africa</Affiliation></Address>
        <Email>a.ring&#64;medac.de</Email>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <Keyword language="en">higher education</Keyword>
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      <Keyword language="de">Statistik</Keyword>
      <Keyword language="de">Afrika</Keyword>
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    <DatePublished>20190121</DatePublished><DateRepublished>20190218</DateRepublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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      <Journal>
        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>15</Volume>
        <Issue>1</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>01</ArticleNo>
    <Correction><DateLastCorrection>20190218</DateLastCorrection>Es wurde ein Z&#228;hlpixel hinzugef&#252;gt.</Correction>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>AIMS (African Institute of Mathematical Sciences) f&#246;rdert die universit&#228;re Mathematikausbildung von afrikanischen Studierenden durch postgraduelle Studieng&#228;nge. Anhand des eigenen Erlebens m&#246;chte ich Dozenten und Lehrkr&#228;fte dazu motivieren, Kurse oder Abschlussarbeiten f&#252;r das AIMS anzubieten.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The AIMS (African Institute of Mathematical Sciences) supports the higher mathematical education of African Master students by providing postgraduate courses, which are taught by lecturers from both local and international institutes. This report reflects the author&#8217;s own experi<TextGroup><PlainText>ence</PlainText></TextGroup>; it aims to motivate lecturers to offer courses or supervision of research topics for AIMS students.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Statistik-Unterricht f&#252;r Masterstudenten in Afrika &#8211; ein Erlebnisbericht mit Hintergr&#252;nden">
      <MainHeadline>Statistik-Unterricht f&#252;r Masterstudenten in Afrika &#8211; ein Erlebnisbericht mit Hintergr&#252;nden</MainHeadline><Pgraph>Als ich im Jahr 2015 zum ersten Mal von der M&#246;glichkeit h&#246;rte, in Afrika Mathematik-Studierende unterrichten zu k&#246;nnen, war ich sofort begeistert. Die Royal Statistical Society (RSS-UK) hatte die Patenschaft f&#252;r die Ausbildung von AIMS Tansania &#252;bernommen, und warb f&#252;r Lehrende, die sich dort engagieren wollen. Nachdem ich mittlerweile zwei Mal selbst in Ruanda t&#228;tig war, m&#246;chte ich auch im deutschsprachigen Raum Interessierte ansprechen, die sich eine Unterst&#252;tzung vorstellen k&#246;nnen.</Pgraph><SubHeadline>Hintergrund</SubHeadline><Pgraph>AIMS &#8211; das African Institute of Mathematical Sciences &#8211; wurde im Jahr 2003 von Prof. Neil Turok (University of Cambridge) gegr&#252;ndet, mit dem Ziel, die Mathematikausbildung in Afrika auf ein h&#246;heres Niveau zu heben. Als Fernziel wurde ausgegeben, die Tiefe und Breite der Ausbildung so umfangreich zu gestalten, dass man &#8222;den n&#228;chsten Einstein in Afrika findet&#8220;. Dies spiegelt sich auch im Namen des &#8222;Next Einstein Forums&#8220; wieder, welches als Dachorganisation weitere Initiativen in Afrika koordiniert.</Pgraph><Pgraph>Nachdem AIMS in S&#252;dafrika begonnen wurde, gibt es mittlerweile in 4 weiteren L&#228;ndern AIMS-Zentren: Kamerun, Ghana, Senegal und Ruanda. Auch in Tansania befand sich zwischenzeitlich ein AIMS-Zentrum, das jedoch wegen finanzieller Schwierigkeiten vor&#252;bergehend geschlossen werden musste. </Pgraph><Pgraph>Jedes Zentrum betreut ca. 30&#8211;50 Studierende, die sich aus allen afrikanischen L&#228;ndern bewerben k&#246;nnen. Voraussetzung ist ein Master-Abschluss in Mathematik oder angrenzenden F&#228;chern. Es gibt meist eine lokale Einstellungsquote (ca. 1&#47;3 Studierende aus dem Land des AIMS-Zentrums) sowie die Anforderung, mindestens ein Drittel Frauen einzustellen. Ausbildungskosten fallen nicht an, und die Studierenden bekommen ein kleines Stipendium. Studierende und Dozenten wohnen im Internat (meist ehemaligen Hotels), in welchem sich auch die Vorlesungsr&#228;ume befinden; mittelfristig sollen in den meisten L&#228;ndern eigenst&#228;ndige AIMS-Bauten errichtet werden.</Pgraph><Pgraph>Innerhalb von AIMS erwerben die Studierenden mit einer einj&#228;hrigen Ausbildung als Zusatzqualifikation einen &#8222;Structured Master&#8220; in Angewandter Mathematik.</Pgraph><Pgraph>Das Ausbildungsjahr unterteilt sich in drei Phasen: Die Skills-Phase (Sep&#8211;Okt) besteht aus Basiskursen, wie beispielweise &#8222;Mathematical Problem Solving&#8220; und Einf&#252;hrungen in Latex und Python. In der Teaching-Phase (Nov&#8211;M&#228;rz) w&#228;hlen die Studierenden in 6 Bl&#246;cken von Lehrveranstaltungen jeweils zwei von drei angebotenen dreiw&#246;chigen Kursen aus, die ein breites mathematisches Fachangebot abdecken. Beispielsweise gibt es Kurse zu Gew&#246;hnlichen Differentialgleichungen, Funktionalanalysis, Quantenmechanik, Algebra und Kryptography, k&#252;nstliche Intelligenz oder Regressionsrechnung in R. Die meisten dieser Kurse werden von externen Dozenten gehalten, von denen viele aus den USA oder dem westlichen Europa kommen. </Pgraph><Pgraph>Pro Zentrum unterst&#252;tzen ca. 8 Tutoren die Studierenden. Tutoren sind in der Regel ehemalige Absolventen anderer AIMS-Zentren und gew&#228;hrleisten, dass die &#220;bungen zu den Vorlesungen durch intensive Betreuung in Kleingruppen erfolgreich sind. </Pgraph><Pgraph>In der abschlie&#223;enden Research Phase (April&#8211;Juni) verfassen die Studierenden ein Essay mit einem externen Betreuer.</Pgraph><SubHeadline>Mein Beitrag</SubHeadline><Pgraph>Das Unterrichten eines dreiw&#246;chigen Kurses kam f&#252;r mich zun&#228;chst nicht in Frage. Deshalb konzentrierte ich mich darauf, die &#8222;Research-Phase&#8220; zu unterst&#252;tzen, in der die Studierenden innerhalb von gut zwei Monaten einen Essay zu einem wissenschaftlichen Thema abfassen. Zu Beginn dieser Phase ist eine intensive Betreuung notwendig, um die Studierenden an das Thema heranzuf&#252;hren, w&#228;hrend sie anschlie&#223;end eigenst&#228;ndig das Thema entwickeln. Gut zwei Monate sind dabei nat&#252;rlich eine vergleichsweise kurze Zeit, was man bei der Wahl des Themas ber&#252;cksichtigen sollte.</Pgraph><Pgraph>Anfang 2017 hatte ich mich zun&#228;chst auf der AIMS-Webseite als Betreuer beworben. Da ich au&#223;erdem auf einer Konferenz eine AIMS-Doktorandin aus Uganda kennengelernt hatte, konnte ich einen direkten Kontakt zum AIMS-Zentrum in Ruanda aufbauen, und es meldeten sich drei AIMS Studierende bei mir. Ihr Interesse lag auf dem Gebiet der Statistik mit Schwerpunkt Epidemiologie &#8211; wobei dies weniger ihr bisheriges Arbeitsgebiet als vielmehr die ihnen am besten bekannte statistische Forschungsrichtung in Afrika darstellte. Dies ist verst&#228;ndlich, wenn man an die vorherrschenden relevanten Krankheiten wie Malaria und HIV sowie ihre Bek&#228;mpfung und Pr&#228;vention denkt.</Pgraph><Pgraph>Die ersten Kontakte zu den Studierenden gestalteten wir mit Skype-Gespr&#228;chen, doch es war f&#252;r mich klar, dass ich zu Beginn der Research-Phase direkte Unterst&#252;tzung vor Ort geben sollte, weil Statistik in der (mathematisch sehr breit gef&#228;cherten) AIMS-Ausbildung eher zu den Randthemen geh&#246;rt. F&#252;r mich war es auch wichtig, mit den Themen an die aktuelle Forschung heranzuf&#252;hren, und nicht nur Bekanntes aufzuarbeiten. Auch deshalb waren umfangreiche Erkl&#228;rungen zur Einarbeitung notwendig.</Pgraph><Pgraph>Ein Schwerpunkt meiner Themen waren Untersuchungen zur &#8222;Assurance&#8220;, dem Bayesianischen Pendant zur Testst&#228;rke. Dieses Konzept hat in den letzten Jahren in der pharmazeutischen Industrie an Bedeutung gewonnen, da es erlaubt, die Unsicherheit der vorhandenen Informationen in der Studienplanung zu ber&#252;cksichtigen. Die Studierenden sollten die bestehende Literatur nachvollziehen und eigene Simulationsuntersuchungen in R durchf&#252;hren und diskutieren.</Pgraph><Pgraph>Nach meiner Ankunft in Ruanda musste ich jedoch zun&#228;chst feststellen, dass selbst Grundlagen der statistischen Testtheorie kaum vorhanden waren. Doch hier kam mir sowohl die Neugier der Studierenden entgegen, als auch ihre positive Art, Fragen zu stellen. Mit Hilfe von aufeinander aufbauenden Aufgaben, aber auch mit Selbststudium und Diskussionen untereinander, entwickelten wir in wenigen Tagen die n&#246;tigen Grundlagen. Nebenbei erfolgte zus&#228;tzlich eine Einarbeitung in R, da mein wichtigstes Ziel war, das Assurance-Konzept durch ein Vielzahl von Abbildungen zu illustrieren, die von den Studierenden selbstst&#228;ndig erstellt und interpretiert werden sollten.</Pgraph><Pgraph>In den 10 Tagen meines Aufenthaltes war die wichtigste Aufgabe der Studierenden, die ersten 10 Seiten des Essays zu entwerfen, welche das erste Drittel ihres Projektes abdecken soll, so dass der Hintergrund des Themas und die Methodik der Herangehensweise gekl&#228;rt war. Das war anspruchsvoll, aber unbedingt notwendig, damit die Orientierung f&#252;r die weiteren Wochen der Bearbeitung sichergestellt wurde. </Pgraph><Pgraph>Dar&#252;ber hinaus diskutierte ich die Ziele der Essays mit den AIMS-Tutorinnen. W&#228;hrend der Forschungsphase ist die Aufgabe der Tutoren, die Studierenden w&#228;hrend der Forschungsarbeit zu begleiten, sie zur selbst&#228;ndigen, kritischen Recherche im Internet anzuhalten, und zur strukturierten Abfassung des Essays anzuleiten. Inhaltlich ist jedoch ausschlie&#223;lich der externe Betreuer verantwortlich, da die Tutoren in der Regel nicht die fachlichen Details der Arbeit beherrschen.</Pgraph><Pgraph>Nach meiner R&#252;ckkehr nach Deutschland bearbeiteten die Studierenden das Thema in den folgenden 8 Wochen weiter. Dabei blieben wir per Email und Skype in Kontakt. Ich erhielt etwa w&#246;chentlich eine aktuelle Version der Arbeit und konnte Vorschl&#228;ge f&#252;r weitergehende Er&#246;rterungen oder Verbesserungen geben. Die AIMS-Tutoren halfen in dieser Phase vor Ort, einerseits um die Motivation hoch zu halten, andererseits um dabei zu unterst&#252;tzen, dass die notwendige Struktur des Essays eingehalten wurde. </Pgraph><Pgraph>Zu Abschluss der Research-Phase erhielt ich die endg&#252;ltigen Essays und ich sollte innerhalb weniger Tage zu jeder Arbeit ein formalisiertes Gutachten (bestehend aus 6 Fragen und einer Punktebewertung) einreichen. </Pgraph><Pgraph>Nach etwa einer weiteren Woche verteidigten die Studierenden ihre Arbeit durch jeweils 20-min&#252;tige Vortr&#228;ge am AIMS. Diese Verteidigung erfolgte vor dem akademischen Direktor von AIMS Ruanda und einem Beisitzer, ohne dass die Betreuer anwesend sein mussten. </Pgraph><Pgraph>Mit der inhaltlichen Aufarbeitung der Forschungsthemen und der Struktur der Essays war ich durchweg zufrieden. Auf Grund der K&#252;rze der Zeit und der geringen Erfahrung der Studierenden mussten jedoch Abstriche an der sprachlichen Gestaltung der Essays hingenommen werden. Insgesamt haben alle drei Studenten sehr gute oder gute Bewertungen erhalten. Tats&#228;chlich konnte ich einige Ergebnisse unmittelbar in meiner Firma nutzen bzw. auf ihnen aufbauen.</Pgraph><Pgraph>In diesem Jahr war es &#228;hnlich; ich hatte wieder drei Studierende betreut (Abbildung 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="figure"/>), wobei die letztj&#228;hrigen Arbeiten teilweise als Basis f&#252;r weiterf&#252;hrende Essays dienten. Dadurch kam insgesamt gen&#252;gend Material zusammen, sodass wir derzeit zwei Manuskripte zum Thema &#8222;statistische Assurance&#8220; erstellen und in Fachzeitschriften einreichen wollen.</Pgraph><Pgraph>W&#228;hrend der Research-Phase war ich als einziger Betreuer in Ruanda vor Ort. Dies lag haupts&#228;chlich daran, dass die meisten Studierenden bereits w&#228;hrend der Teaching-Phase Kontakt zu Lektoren aufgenommen hatten, die dann Betreuer wurden. Oft konnten diese Essays auch an die Vorlesungsthemen anschlie&#223;en. Nach der bisher erfolgreichen Zusammenarbeit k&#246;nnte auch ich mir in der Zukunft vorstellen, eine dreiw&#246;chige Statistik-Vorlesung anzubieten, und dabei schon fr&#252;hzeitig m&#246;gliche Forschungsthemen vorzustellen.</Pgraph><SubHeadline>Erlebnisse und Empfehlungen</SubHeadline><Pgraph>Ruanda ist f&#252;r seine j&#252;ngste Historie, dem Genozid an den Tutsis, weltweit bekannt und geht sehr offensiv mit diesem Thema um. J&#228;hrlich wird Anfang April daran erinnert &#8211; also gerade zu der Zeit, wenn die Essay-Phase beginnt, so dass ich einige Veranstaltungen besuchen konnte. Es lohnt sich auf jeden Fall, die Hintergr&#252;nde dieses Konflikts zu erfahren. </Pgraph><Pgraph>Heute ist Ruanda ein sicheres Land. Nachdem mir zun&#228;chst die Studierenden die n&#228;here Umgebung des AIMS-Zentrum gezeigt hatten, war ich anschlie&#223;end fast t&#228;glich mehrere Stunden allein durch die verschiedenen Viertel Kigalis jeweils unterwegs und wurde &#252;berall freundlich aufgenommen. F&#252;r Mathematiker ist Kigali ohnehin optimal, da die meisten Stra&#223;en durch einen Nummerncode (wie &#8222;KK 318&#8220;) gekennzeichnet sind. Schon mit einer einfachen Karte kann man sich praktisch nicht verlaufen, denn auch abseits der gro&#223;en Stra&#223;en finden sich &#252;berall Stra&#223;enschilder. </Pgraph><Pgraph>Dass Ruanda das &#8222;Land der tausend H&#252;gel&#8220; ist, merkt man sehr schnell, denn es gibt kaum horizontale Wege, so dass zur Erkundung der Stadt durchaus etwas Zeit eingeplant werden sollte. Dies ist aber auch ein wichtiger Vorteil Ruandas: Das Land liegt nahezu vollst&#228;ndig oberhalb einer H&#246;he von 1.000 m, so dass die Temperatur trotz der Lage am &#196;quator immer zwischen 15&#176;C in der Nacht und 30&#176;C am Tag betr&#228;gt, und in den Regenzeiten noch etwas darunter. Es ist auf jeden Fall spannend, einerseits zur Mittagszeit die Sonne im Zenit &#252;ber sich zu sehen, andererseits keine &#252;berm&#228;&#223;ige Hitze ertragen zu m&#252;ssen, wie man es in anderen Teilen Afrikas erwarten w&#252;rde.</Pgraph><Pgraph>Die bekannten &#8222;Moto-Taxis&#8220; &#8211; die wirklich sehr zahlreich sind &#8211; habe ich nicht benutzt, aber auch mit den &#246;ffentlichen Bussen kommt man sehr gut durch Stadt und Land. Und auch das Essen machte mir keine Schwierigkeiten: Reis und Kartoffeln gab es zu jedem Mittag- und Abendessen, dazu noch verschiedenes Gem&#252;se (wie Bohnen und Spinat) und Salate aus M&#246;hren, Gurken und Tomaten. Fleisch wurde als einziges zugeteilt, war jedoch ausreichend. Ein besonderes Highlight war es f&#252;r mich, auf den M&#228;rkten frische Ananas zu kaufen.</Pgraph><Pgraph>Finanziell ist das Projekt f&#252;r mich im Rahmen der Erwartungen: Die Fl&#252;ge nach Ruanda wurden vollst&#228;ndig erstattet. Als Dozent wohnt man im ehemaligen Hotelgeb&#228;ude in einem sehr gro&#223;en, zweckm&#228;&#223;ig eingerichteten Zimmer. F&#252;r die im ersten Jahr notwendigen Impfungen kam meine Krankenkasse auf. Pro Betreuung erh&#228;lt man eine Aufwandsentsch&#228;digung in H&#246;he von 300 USD. In Bezug auf AIMS erscheint mir dies angemessen, zumal ich kaum weitere Kosten hatte.</Pgraph><SubHeadline>Fazit</SubHeadline><Pgraph>Wenn ich fr&#252;her Kontakt zu anderen Kommilitonen hatte, die in Afrika beispielsweise medizinische Hilfe leisteten, h&#228;tte ich nicht gedacht, dies jemals in meinem Fachgebiet tun zu k&#246;nnen. Meine Erfahrungen zur Zusammenarbeit sind sehr positiv: Auch wenn es zu Beginn der Betreuung durchaus anstrengend ist, k&#246;nnen sich die Ergebnisse sehen lassen. In diesem Jahr werden wir auf Grundlage der Essays zwei wissenschaftliche Publikationen einreichen. Au&#223;erdem konnte ich den Kontakt zur zu Beginn genannten ugandischen Doktorandin halten. Sie hat mittlerweile ihre Forschung auf einem Kongress in den USA vorgestellt, bei der sie f&#252;r einen studentischen Posterpreis nominiert war. Sie wird au&#223;erdem im kommenden Jahr mit Hilfe eines DAAD Stipendiums zur Weiterf&#252;hrung ihrer Forschung nach Hamburg kommen.</Pgraph><Pgraph>Zusammenfassend: Wer sich vorstellen kann, Vorlesungen f&#252;r AIMS zu geben, oder Essays zu betreuen, kann sich direkt auf der AIMS-Webseite f&#252;r die einzelnen Standorte bewerben. Man kann sich sicher sein, dass die Bewerbung von den AIMS Zentren positiv aufgenommen wird, denn sie sind sehr daran interessiert, eine abwechslungsreiche Ausbildung anbieten zu k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Alternativ besteht die M&#246;glichkeit, Themen f&#252;r AIMS Kamerun in der britischen Initiative vorzuschlagen. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Websites:</Mark1></Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Globale Webseites: <LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;nexteinstein.org">https:&#47;&#47;nexteinstein.org</Hyperlink> <LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;nef.org&#47;">https:&#47;&#47;nef.org&#47;</Hyperlink></ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">Bewerbung als Lektor und Betreuer:<LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.nexteinstein.org&#47;apply&#47;teach&#47;">https:&#47;&#47;www.nexteinstein.org&#47;apply&#47;teach&#47;</Hyperlink></ListItem></UnorderedList><ListItem level="1">Lokale Webseite f&#252;r AIMS Ruanda: <LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.aims.ac.rw">https:&#47;&#47;www.aims.ac.rw</Hyperlink></ListItem><UnorderedList><ListItem level="2">Ein Tag im Leben einer AIMS Studentin:<LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;youtu.be&#47;wtqVTiK5L1w">https:&#47;&#47;youtu.be&#47;wtqVTiK5L1w</Hyperlink></ListItem></UnorderedList><ListItem level="1">RSS-Initiative und statistisches Kursprogramm f&#252;r AIMS Kamerun:<LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.rss.org.uk&#47;RSS&#47;Get&#95;involved&#47;Volunteering&#95;with&#95;AIMS&#47;RSS&#47;Get&#95;involved&#47;Volunteering&#95;with&#95;AIMS.aspx">http:&#47;&#47;www.rss.org.uk&#47;RSS&#47;Get&#95;involved&#47;Volunteering&#95;with&#95;AIMS&#47;RSS&#47;Get&#95;involved&#47;Volunteering&#95;with&#95;AIMS.aspx</Hyperlink><LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.lancaster.ac.uk&#47;staff&#47;giorgi&#47;AIMS&#95;syllabus.pdf">http:&#47;&#47;www.lancaster.ac.uk&#47;staff&#47;giorgi&#47;AIMS&#95;syllabus.pdf</Hyperlink></ListItem><ListItem level="1">Wikipedia &#252;ber AIMS:<LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;African&#95;Institute&#95;for&#95;Mathematical&#95;Sciences">https:&#47;&#47;de.wikipedia.org&#47;wiki&#47;African&#95;Institute&#95;for&#95;Mathematical&#95;Sciences</Hyperlink></ListItem><ListItem level="1">German Research Chairs: <LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.nexteinstein.org&#47;research&#47;researchchairprogra">https:&#47;&#47;www.nexteinstein.org&#47;research&#47;researchchairprogra</Hyperlink><LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.humboldt-foundation.de&#47;web&#47;German-Research-Chairs.html">https:&#47;&#47;www.humboldt-foundation.de&#47;web&#47;German-Research-Chairs.html</Hyperlink></ListItem><ListItem level="1">Artikel zum Thema:<LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="http:&#47;&#47;www.spiegel.de&#47;spiegel&#47;print&#47;d-84631792.html">http:&#47;&#47;www.spiegel.de&#47;spiegel&#47;print&#47;d-84631792.html</Hyperlink><LineBreak></LineBreak><Hyperlink href="https:&#47;&#47;www.statslife.org.uk&#47;features&#47;3745-diary-entry-of-an-rss-fellow-teaching-at-aims-cameroon">https:&#47;&#47;www.statslife.org.uk&#47;features&#47;3745-diary-entry-of-an-rss-fellow-teaching-at-aims-cameroon</Hyperlink><LineBreak></LineBreak></ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>In den kommenden Wochen werde ich bei der gmds und der Deutschen Mathematiker-Vereinigung anregen, auch eine deutsche Patenschaft f&#252;r ein AIMS Zentrum aufzubauen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Der Autor erkl&#228;rt, dass er keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel hat.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Giogi E</RefAuthor>
        <RefTitle>Career highlights: Emanuele Giorgi on teaching in Africa</RefTitle>
        <RefYear>2018</RefYear>
        <RefJournal>Significance</RefJournal>
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        <RefTotal>Giogi E. Career highlights: Emanuele Giorgi on teaching in Africa. Significance. 2018;15(1): 41. DOI: 10.1111&#47;j.1740-9713.2018.01111.x</RefTotal>
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        <RefTitle>Einstein aus Afrika. Wissenschaft als Entwicklungshilfe</RefTitle>
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        <RefJournal>S&#252;ddeutsche Zeitung</RefJournal>
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        <RefTotal>Schrader C. Einstein aus Afrika. Wissenschaft als Entwicklungshilfe. S&#252;ddeutsche Zeitung. 17. April 2017. Available from: https:&#47;&#47;www.sueddeutsche.de&#47;wissen&#47;wissenschaft-als-entwicklungshilfe-einstein-aus-afrika-1.3462424</RefTotal>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Abbildung 1: Die Absolventen und Tutoren der Jahrg&#228;nge 2017 und 2018: V.l.n.r: Gilbert Tumusabe, Winnie Nakiyingi (Tutor), Arne Ring, Belle Fille Murorunkwere, Didier Habimana, Claudine Kazaroho, Olivier Niyizibyose</Mark1></Pgraph></Caption>
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