<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>mibe000214</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/mibe000214</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-mibe0002147</IdentifierUrn>
    <IdentifierVgWort>https://vg09.met.vgwort.de/na/cc72e6b2e2094f18a02c229d1d53d157</IdentifierVgWort>
    <ArticleType>Originalarbeit</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Die Vermischung der Rolle von Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer in der NAKO Gesundheitsstudie: Auswirkungen auf Governance und Wettbewerb</Title>
      <TitleTranslated language="en">Mixing up financial sponsorship and beneficiary status in the NAKO health study: what does it mean for governance and competition&#63;</TitleTranslated>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Becker</Lastname>
          <LastnameHeading>Becker</LastnameHeading>
          <Firstname>Henrik</Firstname>
          <Initials>H</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>Hochschule f&#252;r &#246;ffentliche Verwaltung und Finanzen, Reuteallee 36, 71634 Ludwigsburg, Deutschland<Affiliation>Hochschule f&#252;r &#246;ffentliche Verwaltung und Finanzen, Ludwigsburg, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>henrik.becker&#64;hs-ludwigsburg.de</Email>
        <Creatorrole corresponding="yes" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>J&#246;ckel</Lastname>
          <LastnameHeading>J&#246;ckel</LastnameHeading>
          <Firstname>Karl-Heinz</Firstname>
          <Initials>KH</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Institut f&#252;r Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (IMIBE), Universit&#228;tsklinikum Essen, Deutschland</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">epidemiology</Keyword>
      <Keyword language="en">governance-analysis</Keyword>
      <Keyword language="en">large-scale research project</Keyword>
      <Keyword language="en">project funding</Keyword>
      <Keyword language="en">competition</Keyword>
      <Keyword language="de">Epidemiologie</Keyword>
      <Keyword language="de">Governance-Analyse</Keyword>
      <Keyword language="de">Gro&#223;forschungsprojekt</Keyword>
      <Keyword language="de">Projektf&#246;rderung</Keyword>
      <Keyword language="de">Wettbewerb</Keyword>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      
    <DatePublished>20201201</DatePublished><DateRepublished>20210104</DateRepublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Journal>
        <ISSN>1860-9171</ISSN>
        <Volume>16</Volume>
        <Issue>3</Issue>
        <JournalTitle>GMS Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Med Inform Biom Epidemiol</JournalTitleAbbr>
      </Journal>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>11</ArticleNo>
    <Correction><DateLastCorrection>20210104</DateLastCorrection>Ein Z&#228;hlpixel wurde hinzugef&#252;gt.</Correction>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Der Gestaltung der Governance von wissenschaftlichen Gro&#223;forschungsprojekten wird h&#228;ufig wenig Bedeutung beigemessen. Organisatorische Hemmnisse, welche sich aus der gew&#228;hlten Struktur ergeben, werden hingenommen, obwohl l&#228;ngst Methoden zur Analyse der Governance von Organisationen existieren. Die vorliegende Arbeit nutzt diese Methoden, um St&#246;rungen zu identifizieren und daraus R&#252;ckschl&#252;sse f&#252;r die Gestaltung k&#252;nftiger Gro&#223;forschungsprojekte zu gewinnen.</Pgraph><Pgraph>Als Untersuchungsobjekt dient dabei beispielhaft die Governance der NAKO Gesundheitsstudie, bei der eine Vermischung der Rollen von Zuwendungsgeber und -nehmer vorliegt. Eine Untersuchung mit den Methoden der Governance-Analyse nach Benz et al. zeigt deutlich, dass die Governance-Form des (politischen) Wettbewerbs durch diese besondere Konstellation gest&#246;rt wird. Auch sind Auswirkungen auf die Praxis identifizierbar, die f&#252;r andere Gro&#223;forschungsprojekte von Bedeutung sein k&#246;nnen.</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>The governance of large-scale scientific research projects often attracts little attention. Organisational obstacles resulting from the chosen structure are accepted, although methods for analysing the governance of organisations have long existed. This paper uses these methods to identify these obstacles and to draw conclusions for the design of future large-scale research projects.</Pgraph><Pgraph>The governance of the NAKO health study, in which the roles of the sponsor and the recipient of funding are mixed, serves as an example. We performed a governance analysis according to Benz et al. which revealed a serious disturbance of the (political) competition. This and other adverse effects additionally identified could be of possible significance also to other large-scale research projects.</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="1 Einleitung">
      <MainHeadline>1 Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Wissenschaftliche Studien erfordern ab einer gewissen organisatorischen Gr&#246;&#223;e den Aufbau von Governance-Strukturen. Dies gilt insbesondere, wenn verschiedene institutionelle Akteure beteiligt sind. Im Regelfall wird hierbei auf scheinbar bew&#228;hrte Organisationsformen, wie beispielsweise die Gr&#252;ndung eines Vereins, zur&#252;ckgegriffen. Die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten in der Durchf&#252;hrung des Projekts werden oftmals hingenommen. Auch bei der Finanzierung des Projekts durch &#246;ffentliche Zuwendungsgeber wird hinsichtlich der rechtlichen Ausgestaltung kaum auf organisatorische Belange R&#252;cksicht genommen.</Pgraph><Pgraph>Dies f&#252;hrt in der Praxis mitunter dazu, dass die theoretisch klare Trennung zwischen Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer nicht durchg&#228;ngig gew&#228;hrleistet werden kann. Ein Beispiel hierf&#252;r ist die NAKO Gesundheitsstudie, deren Governance die Besonderheit aufweist, dass die an der Studie beteiligten Helmholtz-Zentren sowohl in der Rolle der Zuwendungsgeber als auch der Zuwendungsnehmer agieren. Die durch diese Konstellation auftretenden Konflikte sind offensichtlich, werden jedoch hingenommen.</Pgraph><Pgraph>Die Sozialwissenschaften stellen wissenschaftliche Methoden zur Governance-Analyse bereit, mit denen sich die Strukturen eines Projekts, die vorhandenen (Eigen<TextGroup><PlainText>-</PlainText></TextGroup>)Interessen der Akteure und die vorgesehene Steuerung der Organisation in ihrer Gesamtheit erfassen lassen. Diese Methoden zur Analyse einer bestehenden Struktur eines Gro&#223;forschungsprojekts heranzuziehen, kann m&#246;gliche Inkonsistenzen sichtbar machen und Hilfestellung leisten, diese bei der Konzeption k&#252;nftiger Projekte zu vermeiden. Insbesondere ein Modell, das durch den Politikwissenschaftler Arthur Benz gemeinsam mit anderen Autoren vor etwa zehn Jahren entwickelt wurde, scheint hierf&#252;r aufgrund seiner St&#228;rken im analytischen Bereich besonders geeignet.</Pgraph><Pgraph>Die vorliegende Arbeit untersucht daher beispielhaft mit den von Benz entwickelten Methoden, wie sich die Vermischung der Rolle als Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer auf die Governance-Form des Wettbewerbs der NAKO Gesundheitsstudie auswirkt.</Pgraph><Pgraph>Hierzu sollen zun&#228;chst nochmals &#8211; in der gebotenen K&#252;rze &#8211; die wissenschaftlichen Ziele der NAKO Gesundheitsstudie, die zur Durchf&#252;hrung der Studie geschaffene Infrastruktur sowie die strukturellen Besonderheiten der NAKO Gesundheitsstudie dargestellt werden. Eine genauere Definition, was unter dem Begriff &#8222;Governance&#8220; verstanden werden muss, f&#252;hrt schlie&#223;lich zur Eingrenzung der Fragestellung.</Pgraph><SubHeadline>1.1 Die NAKO Gesundheitsstudie</SubHeadline><SubHeadline2>1.1.1 Wissenschaftliche Ziele und Infrastruktur</SubHeadline2><Pgraph>Die NAKO Gesundheitsstudie (kurz: NAKO) ist &#8222;ein gemeinsames interdisziplin&#228;res Vorhaben von Wissenschaftlern aus der Helmholtz-Gemeinschaft, den Universit&#228;ten und anderen Forschungsinstituten in Deutschland. Ihr Ziel ist es, die Entstehung der wichtigsten chronischen Krankheiten (Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge, Diabetes, Krebs, neurodegenerative&#47;-psychiatrische und Infektionskrankheiten), ihre subklinischen Vorstufen und auftretende funktionelle Ver&#228;nderungen zu untersuchen&#8220; (<TextLink reference="1"></TextLink>, S. 783). Die Untersuchung findet im Rahmen einer Langzeitbev&#246;lkerungsstudie, genauer gesagt einer prospektiven Kohortenstudie, statt (vgl. <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextGroup><PlainText>S. 1</PlainText></TextGroup>75). Dabei handelt es sich um ein epidemiologisches Forschungsdesign, bei dem eine definierte Gruppe von Personen &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum begleitet und beobachtet wird (<TextLink reference="3"></TextLink>, S. 816).</Pgraph><Pgraph>Um eine grunds&#228;tzliche Vergleichbarkeit der Daten zu erm&#246;glichen, orientiert sich das Studienprogramm der NAKO an bereits etablierten Kohortenstudien (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. X). Es unterscheidet sich allerdings von der Mehrzahl vergleichbarer Studien dadurch, dass zugleich eine Nachun<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>ersuchung aller Teilnehmer geplant ist (<TextLink reference="5"></TextLink>, S. 374), ein sehr gro&#223;es Spektrum an Bioproben gesammelt und gelagert wird (<TextLink reference="5"></TextLink>, S. 376) sowie die M&#246;glichkeiten der Magnetresonanztomografie von Beginn an genutzt werden, um Bilddaten zu gewinnen (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. VI).</Pgraph><Pgraph>Insgesamt werden 200.000 Personen, jeweils zur H&#228;lfte m&#228;nnlich und weiblich, im Alter zwischen 20 und 6<TextGroup><PlainText>9 Jahr</PlainText></TextGroup>en untersucht (<TextLink reference="5"></TextLink>, S. 373). Die Studienteilnehmer werden per Zufallsstichprobe von den Einwohnermelde&#228;mtern ausgew&#228;hlt, wobei die Konzeption der Studie von einer Response-Rate in H&#246;he von etwa 50&#37; ausgeht, sodass mehr als 400.000 Menschen kontaktiert werden m&#252;ssen (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. 62).</Pgraph><Pgraph>Die Untersuchung findet in 18 Studienzentren, verteilt &#252;ber ganz Deutschland, statt (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. VI). Jeder der 200.000 Teilnehmer durchl&#228;uft dort ein Studienprogramm, welches aus einem pers&#246;nlichen Interview, physiologischen und medizinischen Untersuchungen und einem Fragebogen besteht (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. VI). Des Weiteren werden Bioproben gewonnen, die aliquotiert zun&#228;chst eingelagert werden (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. VI). Dieses Studienprogramm wird als &#8222;Level 1&#8220; bezeichnet (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. VI). Eine Subgruppe von 20&#37; aller Studienteilnehmer, also insgesamt 40.000 Probanden, nimmt an einer weitergehenden Untersuchung teil, die als &#8222;Level 2&#8220; bezeichnet wird (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. VI). Mindestens 40.000 der eingeladenen Teilnehmer werden einer Magnetresonanztomografie unterzogen (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. 103). Hierbei findet eine Ganzk&#246;rperuntersuchung mit Sequenzen zu Gehirn, Thorax, Abdomen, dem kardiovaskul&#228;ren System sowie dem Muskel- und Skelettsystem statt, die es erm&#246;glichen soll, morphologische und funktionelle Risikomarker zu identifizieren (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. 103&#8211;107).</Pgraph><Pgraph>Ein zentrales Datenmanagement, welches aus einer unabh&#228;ngigen Treuhandstelle, dem Integrationszentrum, dem MRT-Bilddatenmanagement und dem Laborinformationssystem besteht, soll die Sicherheit der pers&#246;nlichen Daten der Studienteilnehmer gew&#228;hrleisten (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. 145f).</Pgraph><Pgraph>Die von den Studienteilnehmern gewonnenen Bioproben werden in einer zentralen Biobank, dem Biorepository, gelagert, das sich im Helmholtz-Zentrum M&#252;nchen befindet (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. VII). Jeweils ein Drittel der von den Studienteilnehmern gewonnenen Bioproben wird zudem dezentral in den Studienzentren als Backup eingelagert (<TextLink reference="5"></TextLink>, <TextGroup><PlainText>S. 3</PlainText></TextGroup>79). Eine Sammlung von Tumorgewebeproben soll diese Standorte mittelfristig erg&#228;nzen (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. VII).</Pgraph><Pgraph>Die durch die Durchf&#252;hrung der NAKO gewonnenen Daten und Bioproben sollen eine m&#246;glichst breite wissenschaftliche Nutzung erfahren (<TextLink reference="6"></TextLink>, Einleitung).</Pgraph><SubHeadline2>1.1.2 Strukturelle Besonderheiten der NAKO Gesundheitsstudie</SubHeadline2><Pgraph>Die Struktur der NAKO Gesundheitsstudie weist drei Besonderheiten auf:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Die an der Studie beteiligten Institutionen, inzwischen 27 <TextLink reference="7"></TextLink>, haben sich zum Verein NAKO e.V. zusammengeschlossen. Die Mitglieder setzen sich aus Universit&#228;ten, Universit&#228;tsklinika, Mitgliedern der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft sowie der Ressortforschung zusammen <TextLink reference="7"></TextLink>.<LineBreak></LineBreak>Der Verein NAKO ist mit der Durchf&#252;hrung des Projekts betraut (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 1 Satz 2). Der Vorstand des Vereins fungiert nach dem Projektmanagement-Konzept der Studie zugleich als Projektleitung (<TextLink reference="9"></TextLink>, S. 11). Die Studienzentren, in denen die Untersuchungen an Teilnehmern durchgef&#252;hrt werden, und die wissenschaftliche Infrastruktur werden von Mitgliedern des Vereins betrieben (<TextLink reference="10"></TextLink>, &#167; 2 Abs. 2 Nr. 1).<LineBreak></LineBreak>Die Mitglieder des Vereins befinden sich somit in einer Doppelrolle. Sie bilden einerseits das h&#246;chste Organ, die Mitgliederversammlung, und bestimmen in dieser Funktion den Vereinsvorstand, welcher zugleich die Projektleitung innehat. Andererseits sind sie auch ausf&#252;hrende Instanz innerhalb des Projekts und als solche der Projektleitung untergeordnet.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Trotz seiner geplanten Langfristigkeit wird die NAKO Gesundheitsstudie ausschlie&#223;lich als Projekt finanziert &#8211; also nicht im Wege einer institutionellen F&#246;rderung oder Zuweisung. Zuwendungsgeber sind dabei der Bund und 14 Bundesl&#228;nder sowie die am Projekt beteiligten Helmholtz-Zentren (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 2 Abs. 2). Wie innerhalb der Projektfinanzierung oftmals vorgesehen, werden zus&#228;tzlich von allen Projektpartnern Eigenan<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>eile eingebracht (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 2 Abs. 5).<LineBreak></LineBreak>Die an der Studie beteiligten Helmholtz-Zentren besitzen somit ebenfalls eine Doppelrolle. Sie treten sowohl als Zuwendungsgeber als auch als Zuwendungsnehmer in Erscheinung. Ihr Finanzierungsanteil liegt bei 85 Millionen Euro, w&#228;hrend Bund und L&#228;nder 17<TextGroup><PlainText>1 Millione</PlainText></TextGroup>n Euro einbringen (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 2 Abs. 2).</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Die Koordinierung der Zuwendungsgeber findet auf Ebene der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) statt (<TextLink reference="8"></TextLink>, <TextLink reference="11"></TextLink>). Zu diesem Zweck wurde ein Fachausschuss NAKO eingerichtet, der die Umsetzung des Projekts begleiten soll (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 4 Abs. 1 Satz 1). Mitglieder des Fachausschusses sind der Bund und die beteiligten Bundesl&#228;nder &#8211; nicht jedoch die beteiligten Helmholtz-Zentren, obwohl sie als Zuwendungsgeber angesehen werden.<LineBreak></LineBreak>Dieser Fachausschuss soll die Zusammenarbeit mit dem Verein NAKO e.V. sicherstellen und verf&#252;gt dabei &#8222;&#252;ber abschlie&#223;ende Entscheidungskompetenz&#8220; (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 4 Abs. 1 Satz 2 und 3).<LineBreak></LineBreak>Daneben verf&#252;gt der Fachausschuss &#252;ber umfangreiche Einwirkungsm&#246;glichkeiten auf den Verein, insbesondere in Form eines Genehmigungsvorbehalts in &#8222;strategischen und wesentlichen finanziellen, organisatorischen und personellen Fragen mit Auswirkungen auf die F&#246;rderung der NAKO Gesundheitsstudie&#8220; (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 4 Abs. 4). Aufgrund der ausdr&#252;cklichen Regelung in der Bund-L&#228;nder-Vereinbarung ist dies Bedingung f&#252;r die F&#246;rderung der NAKO Gesundheitsstudie. Des Weiteren wurde hinsichtlich der Vereinssatzung festgeschrieben, dass der Bund und alle L&#228;nder dieser zustimmen m&#252;ssen (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 6).<LineBreak></LineBreak>Der GWK-Fachausschuss NAKO stellt somit innerhalb der Finanzierungsstruktur das oberste Entscheidungsgremium dar. Er ist zwar nicht mit direkten Durchgriffsrechten in den Verein NAKO e.V. ausgestattet, verf&#252;gt aber &#252;ber Vetorechte in Form von Genehmigungsvorbehalten.</ListItem></OrderedList></Pgraph><SubHeadline>1.2 Governance</SubHeadline><SubHeadline2>1.2.1 Der Begriff &#8222;Governance&#8220;</SubHeadline2><Pgraph>Der Begriff &#8222;Governance&#8221; wird in der Praxis in vielf&#228;ltiger Weise gebraucht und soll dabei verschiedenste organisatorische Zusammenh&#228;nge beschreiben. Benz und Dose (<TextLink reference="12"></TextLink>, S. 25f), deren Analyse-Modell diese Untersuchung anwendet, kommen nach einer R&#252;ckschau auf Governance-Konzepte der vergangenen Jahrzehnte zu dem Schluss, dass sich in allen diesen Forschungsrichtungen trotz vorhandener Unterschiede ein Begriffskern finden l&#228;sst, der durch vier Aussagen bestimmt ist:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Governance meint Steuerung oder Koordination mit dem Ziel, die gegenseitigen Abh&#228;ngigkeiten von &#8211; zumeist in handlungsf&#228;higen Zusammenschl&#252;ssen organisierten &#8211; Akteuren zu managen (<TextLink reference="12"></TextLink>, S. 25).<LineBreak></LineBreak>Dies bedeutet, dass Governance Prozesse lenkt, aber auch Zusammenarbeit organisiert. Governance arbeitet dabei im Kontext mehr oder weniger institutionalisierter Gruppen, eher nicht mit dem einzelnen Individuum. Und Governance wird dort beschrieben, wo gegenseitige Abh&#228;ngigkeiten vorhanden sind.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Governance greift f&#252;r diese Steuerung oder Koordination auf verschiedene institutionalisierte Regelungssysteme zur&#252;ck, die nahezu immer miteinander kombiniert sind und das Handeln der Akteure lenken sollen (<TextLink reference="12"></TextLink>, S. 25).<LineBreak></LineBreak>Hier wird deutlich, dass sich Governance im Rahmen von organisierten Strukturen abspielt. Dies k&#246;nnen Unternehmen sein oder Verwaltungen, aber auch Vereine und Forschungsverb&#252;nde. Wichtig ist jedoch, dass sich Governance nicht auf eines dieser Systeme beschr&#228;nkt, sondern den Zusammenhang und das Zusammenwirken verschiedener Systeme untersuchen will.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Governance umfasst auch den Bereich der Handlungsformen und Interaktionsmuster, die sich im Rahmen der Institutionen ergeben, ohne von ihnen strukturell vorgesehen zu sein (<TextLink reference="12"></TextLink>, S. 25).<LineBreak></LineBreak>Damit ist gemeint, dass Governance nicht nur die Strukturen beschreiben will, sondern auch die Art, wie die Akteure innerhalb dieser Strukturen miteinander agieren. Sei es, dass sie sich in Netzwerken organisieren, Koalitionen bilden, Tauschbeziehungen eingehen oder sich im Wettbewerb wechselseitig aneinander anpassen (<TextLink reference="12"></TextLink>, S. 25).</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Governance &#252;berschreitet mit diesen Prozessen des Steuerns oder Koordinierens und den Interaktionsmustern Organisationsgrenzen (<TextLink reference="12"></TextLink>, S. 26). Also ist Governance nicht auf eine einzelne Organisation begrenzt. Sie arbeitet nicht isoliert, sondern bezieht andere Strukturen und ihre Umwelt mit ein, wo dies geboten ist. Sie findet in einem weiten Raum statt, nicht in einem in sich geschlossenen System.</ListItem></OrderedList></Pgraph><SubHeadline2>1.2.2 Definition der Governance der NAKO Gesundheitsstudie</SubHeadline2><Pgraph>Die Governance der NAKO Gesundheitsstudie im Hinblick auf diese Untersuchung l&#228;sst sich definieren, indem die abstrakten Begriffe den konkreten Gegebenheiten der NAKO Gesundheitsstudie zugeordnet werden:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Die Governance der NAKO Gesundheitsstudie beschreibt die Steuerung des Projekts und dabei insbesondere die Koordination der Abh&#228;ngigkeiten der Mitgliedsinstitutionen und der Zuwendungsgeber, aber auch der Forscher, der Einrichtungen der Infrastruktur und des Vereins NAKO e.V., zueinander.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Die Governance der NAKO Gesundheitsstudie bedient sich der Struktur eines Vereins und hat um diesen eine Infrastruktur aufgebaut, die im Rahmen eines Projektmanagements vorgegebenen Regelungen folgt. Daneben ist das Projekt in eine Finanzierungsstruktur eingebunden, die ebenfalls Regelungen bestimmt und somit Teil seiner Governance ist.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Die Governance der NAKO Gesundheitsstudie umfasst auch den Wettbewerb zwischen den Mitgliedsinstitutionen und den Zuwendungsgebern jeweils untereinander sowie die Vertretung von Interessen durch die Helmholtz-Gemeinschaft, die Leibniz-Gemeinschaft, der Gruppe der Universit&#228;ten und durch Fachgesellschaften.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Die Governance der NAKO Gesundheitsstudie umfasst nicht nur die Organisationsstruktur des Vereins NAKO e.V., sondern auch Teile der Organisationsstrukturen ihrer Mitgliedsorganisationen und der Zuwendungsg<TextGroup><PlainText>eber</PlainText></TextGroup>.</ListItem></OrderedList></Pgraph><SubHeadline>1.3 Eingrenzung der Fragestellung</SubHeadline><Pgraph>Die vorliegende Untersuchung beschreibt die Governance der NAKO Gesundheitsstudie im Hinblick auf die Vermischung der Rolle von Zuwendungsgebern und Zuwendungsnehmern. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, ob diese Konstellation zu St&#246;rungen innerhalb der Governance f&#252;hrt und wie sich diese auf den Wettbewerb innerhalb des Projekts auswirken.</Pgraph><Pgraph>Die Beantwortung dieser Fragestellung soll dazu dienen, Erkenntnisse f&#252;r die organisatorische Konzeption k&#252;nftiger Gro&#223;forschungsprojekte zu gewinnen, um identifizierte Inkonsistenzen und St&#246;rungen m&#246;glichst zu vermeiden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="2 Methoden">
      <MainHeadline>2 Methoden</MainHeadline><Pgraph>Die Untersuchung wurde mit den von Benz et al. entwickelten Methoden der Governance-Analyse <TextLink reference="12"></TextLink>, <TextLink reference="13"></TextLink> durchgef&#252;hrt. Die Entscheidung f&#252;r diese Governance-Theorie ist, wie bereits zuvor angemerkt, in ihrer St&#228;rke im analytischen Bereich begr&#252;ndet. Dort hat sie ihren Schwerpunkt und hierf&#252;r bietet sie ein Instrumentarium an, welches interdisziplin&#228;r ausgerichtet und dennoch in sich geschlossen ist.</Pgraph><SubHeadline>2.1 Begriffe</SubHeadline><Pgraph>Benz et al. verwenden die Begriffe &#8222;Governance-Mechanismus&#8220;, &#8222;Governance-Form&#8220;, &#8222;Governance-Modus&#8220; und &#8222;Governance-Regime&#8220;, die zun&#228;chst genauer definiert werden m&#252;ssen.</Pgraph><Pgraph>Governance-Mechanismus bezeichnet die Art und Weise, wie Akteure ihre Handlungen koordinieren (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 13). Benz verwendet hierf&#252;r &#8211; unter Hinweis auf Hedstr&#246;m und Swedberg (vgl. <TextLink reference="15"></TextLink>) &#8211; den Begriff der sozialen Mechanismen, die in Struktur-Prozess-Zusammenh&#228;ngen angelegt sind und Handlungen so kausal verkn&#252;pfen, dass gemeinsames Handeln erreicht wird (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 13).</Pgraph><Pgraph>Die Governance-Form wiederum beschreibt nach Benz die Regeln der Interaktion und der Machtverteilung (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 13). Innerhalb der Governance-Form kommen Governance-Mechanismen zur Anwendung. W&#228;hrend der Mechanismus die Art der Aktion beschreibt, gibt die Form die Regeln vor.</Pgraph><Pgraph>Die Kombination aus Governance-Form und Governance-Mechanismus bestimmt den Governance-Modus (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 13). Dieser beschreibt also das Zusammenwirken der Governance-Mechanismen innerhalb verschiedener, sich m&#246;glicherweise auch &#252;berlagernder (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 19) Governance-Formen.</Pgraph><Pgraph>Treffen mehrere Governance-Formen aufeinander und vermischen sich, entsteht ein Governance-Regime (<TextLink reference="12"></TextLink>, S. 27). Durch eine Beschreibung des Governance-Re<TextGroup><PlainText>gi</PlainText></TextGroup>mes ist es somit m&#246;glich, die Governance eines Un<TextGroup><PlainText>t</PlainText></TextGroup>ersuchungsobjekts im Gesamten zu erfassen.</Pgraph><SubHeadline>2.2 Governance-Formen und ihre Mechanismen</SubHeadline><Pgraph>Benz differenziert zwischen sechs verschiedenen Governance-Formen. Dabei handelt es sich um die Formen Hierarchie, Netzwerk, Verhandlung, Markt, politischer Wettbewerb und Gemeinschaft (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 14&#8211;19).</Pgraph><Pgraph>Diese Governance-Formen bedienen sich jeweils eines Governance-Mechanismus. Im Einzelnen sind dies Zwang, Vertrauen, Vereinbarung, Tausch, Anpassung&#47;Nachahmung und Gemeinsame Werte&#47;Identit&#228;t (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 19).</Pgraph><Pgraph>Auch verf&#252;gen die verschiedenen Governance-Formen &#252;ber eine unterschiedliche Machtverteilung, die sich jeweils aus dem Zusammenspiel zwischen Form und Mechanismus ergibt. Des Weiteren unterscheiden sie sich hinsichtlich ihrer Austrittskosten, das bedeutet hinsichtlich &#8222;Kosten&#8220;, die einem Akteur entstehen, sofern er sich den Mechanismen der Governance-Form zu entziehen versucht (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 13).</Pgraph><Pgraph>Die Governance-Formen lassen sich hinsichtlich ihrer Mechanismen, Regeln, der Machtverteilung und der Austrittskosten wie in Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> zusammenfassen (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 19).</Pgraph><SubHeadline2>2.2.1 Politischer Wettbewerb</SubHeadline2><Pgraph>Die Untersuchung konzentriert sich auf die Governance-Form des politischen Wettbewerbs. Sie soll daher eingehender beschrieben werden.</Pgraph><SubHeadline3>2.2.1.1 Merkmale des politischen Wettbewerbs</SubHeadline3><Pgraph>Der politische Wettbewerb stellt eine besondere Form des Wettbewerbs dar. Laut Benz ist er durch die soziale Interaktion zwischen Akteuren gepr&#228;gt, die ein Gut oder ein Ziel anstreben (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 56). Die Besonderheit liegt in der Art des Erstrebten: dem Erwerb von Macht und &#196;mtern, soziale Anerkennung oder die Qualit&#228;t von Leistungen (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 56).</Pgraph><Pgraph>Benz skizziert, dass der Wettbewerb auf den ersten Blick als durch Konflikte dominierter Prozess erscheinen k&#246;nne, der wenig mit der Koordination von Handlungen und somit mit Governance zu tun habe (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 54). Bezugnehmend auf Bartolini (vgl. <TextLink reference="17"></TextLink>) geht er jedoch davon aus, dass die eigentlich unabh&#228;ngig voneinander agierenden Akteure zumindest unterbewusst ein gemeinsames Ziel anstrebten (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 54). Daher k&#246;nne der politische Wettbewerb sehr wohl auch als Governance-Modus angesehen werden (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 54).</Pgraph><Pgraph>Benz weist darauf hin, dass politischer Wettbewerb den Vorteil einer gewissen Dynamik der Interaktionen aufweise, der ihn von anderen Governance-Formen wie Hierarchie, Verhandlung und Netzwerk unterscheide (<TextLink reference="16"></TextLink>, <TextGroup><PlainText>S. 6</PlainText></TextGroup>6). Er sei also immer dort von Vorteil, wo Stillstand unerw&#252;nscht sei (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 66).</Pgraph><SubHeadline3>2.2.1.2 Elemente des Wettbewerbs im Allgemeinen</SubHeadline3><Pgraph>Wettbewerb im Allgemeinen setzt nach Benz sieben Elemente voraus (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 54&#8211;56):</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Die Akteure m&#252;ssen um das Ziel oder Gut konkurrieren (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 54f).</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Die Akteure handeln, weil sie sich durch die Erlangung des Ziels oder Guts einen Vorteil gegen&#252;ber einem Mitbewerber erhoffen &#8211; und zwar in Relation zu dem, was die Mitbewerber erreichen k&#246;nnten (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 55).</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Die Bewertung des Wettbewerbs erfolgt nicht nach selbst definierten Ma&#223;st&#228;ben, sondern durch eine Instanz, die &#252;ber Gewinne oder Niederlagen entscheidet &#8211; dies kann durch Wahlen und Abstimmungen, aber auch in Form einer Evaluation erfolgen (<TextLink reference="16"></TextLink>, <TextGroup><PlainText>S. 5</PlainText></TextGroup>5).</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Die Akteure passen ihre Handlungen aneinander an, ohne direkt miteinander zu kommunizieren; vielmehr beobachten sie sich wechselseitig und reagieren nach einem Vergleich auf erfolgreiche oder erfolgversprechende Handlungen der Konkurrenten mit gesteigerten eigenen Anstrengungen (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 55).</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">Das Ergebnis des Wettbewerbs kann nicht vorhergesagt werden, sondern h&#228;ngt von den durch die Konkurrenz stimulierten Anstrengungen der Beteiligten ab (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 56).</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6.">Es entsteht ein doppelter Koordinationseffekt, der zur Folge hat, dass durch die Konkurrenz der Akteure sowohl deren individuelle Leistung gesteigert, als auch im Gesamten die bestm&#246;gliche Leistung erreicht wird (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 56).</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="7" numString="7.">Ein Mindestma&#223; an Regeln wird vorausgesetzt: Neben den Ma&#223;st&#228;ben des Vergleichs sind Mess- oder Bewertungsmethoden festzulegen, die Voraussetzung zur Teilnahme am Wettbewerb m&#252;ssen definiert sein, Chancengleichheit ist zu gew&#228;hrleisten und Verhaltensregeln, die &#8222;verhindern, dass dessen &#91;des Wettbewerbs; Anm. d. Verf.&#93; Wirkung verzerrt und der Mechanismus gest&#246;rt wird&#8220;, sind einzuhalten (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 56).</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Diese sieben Elemente gelten auch f&#252;r den politischen Wettbewerb, mit der Besonderheit, dass dort &#8222;vergleichende Bewertungen immer begr&#252;ndungspflichtig sind&#8220; (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 56).</Pgraph><SubHeadline3>2.2.1.3 Spezielle Formen des politischen Wettbewerbs</SubHeadline3><Pgraph>Nach den beteiligten Akteuren und dem Gegenstand der Konkurrenz beschreibt Benz mehrere spezielle Formen des politischen Wettbewerbs, von denen hier auf drei n&#228;her eingegangen werden soll, da diese f&#252;r die vorliegende Untersuchung von Relevanz sind: der Wettbewerb um &#196;mter, der Anbieterwettbewerb und der Leistungswettbewerb.</Pgraph><Pgraph>Der &#8222;Wettbewerb um &#196;mter&#8220; beschreibt das Auswahlverfahren, welches die Vergabe politischer &#196;mter an Personen oder Parteien durch Wahlen organisiert (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 57). Nach Schumpeter (vgl. <TextLink reference="18"></TextLink>) konkurrieren &#8222;politische Unternehmer&#8220; um W&#228;hlerstimmen mit dem Ziel, Parlamentssitze und damit Regierungsmacht zu erlangen (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 58). &#8222;Der Wille des Volkes werde also in der Konkurrenz der Politikangebote definiert und zeige sich letztlich in dem Angebot, das in Wahlen die Mehrheit der Stimmen erhalte.&#8220; (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 58) Downs (vgl. <TextLink reference="19"></TextLink>) hingegen geht davon aus, dass die W&#228;hler im Sinne einer Nutzenmaximierung agieren (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 58). &#8222;Das Ergebnis des Politikwettbewerbs &#91;sei&#93; auch von der &#8218;Nachfrage&#8216; nach politischen Programmen bestimmt &#91;&#8230;&#93;.&#8220; (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 58)</Pgraph><Pgraph>Unter &#8222;Anbieterwettbewerb&#8220; versteht Benz beispielsweise die Vergabe &#246;ffentlicher Auftr&#228;ge im Vergabeverfahren oder in Form einer Auktion (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 61). Als problematisch betrachtet er dabei, Wegener folgend (vgl. <TextLink reference="20"></TextLink>), dass ein funktionsf&#228;higer Wettbewerb zwar weiterhin Voraussetzung bleibe, jedoch tats&#228;chlich oft nur begrenzt vorhanden sei (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 61f). Diese Entwicklung habe ihren Ursprung im Charakter &#246;ffentlicher Aufgaben, da Konkurrenten bei langfristigen Vergaben w&#228;hrend der Laufzeit ausgeschaltet seien (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 62).</Pgraph><Pgraph>Der &#8222;Leistungswettbewerb&#8220; zeichnet sich laut Benz dadurch aus, dass bereits erbrachte Leistungen bewertet werden (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 62). Gegenstand des Wettbewerbs sind somit nicht &#196;mter, Positionen oder Ideen f&#252;r die Zukunft, sondern bereits vorliegende Ergebnisse. Es handelt sich um ein Modell des Benchmarkings, bei dem die Ergebnisse verschiedener Akteure zueinander in Relation gesetzt werden (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 62).</Pgraph><Pgraph>Leistungswettbewerbe k&#246;nnen nicht ohne die Organisation einer externen Instanz entstehen (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 63). Auch erfordere die Bewertung eine Evaluierung, da die Bewertungsma&#223;st&#228;be &#8222;nicht auf der Hand&#8220; l&#228;gen (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 63). Schlie&#223;lich tr&#228;ten Probleme auf, wenn die Bewertungsma&#223;st&#228;be und die Erwartungshaltungen der Akteure zu weit voneinander abwichen (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 63).</Pgraph><Pgraph>Dennoch bewertet Benz den Leistungswettbewerb grunds&#228;tzlich positiv: &#8222;Die koordinierende Wirkung von Leistungswettbewerben wird dadurch beg&#252;nstigt, dass sie Positivsummenspiele darstellen &#91;&#8230;&#93;. Gewinner nehmen Verlierern weder Chancen noch Ressourcen weg, vielmehr gehen sie als Vorbilder aus dem Vergleich hervor, denen andere Akteure oder Organisationen nacheifern.&#8220; (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 64)</Pgraph><SubHeadline2>2.2.2 St&#246;rungen der Governance</SubHeadline2><Pgraph>Wie bereits dargelegt, bilden Governance-Formen gemeinsam mit den jeweiligen Governance-Mechanismen den Governance-Modus kollektiven Handelns. Dabei kann es zu einer &#220;berlagerung verschiedener Governance-Formen kommen, den sogenannten &#8222;mixed modes of governance&#8220; (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 19). Die Akteure innerhalb dieser komplexen Systeme seien durchaus in der Lage, sich der Situation anzupassen und die verschiedenen Mechanismen miteinander zu kombinieren (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 20). Dies k&#246;nne sogar dazu f&#252;hren, dass die verschiedenen Systeme sich gegenseitig unterst&#252;tzen.</Pgraph><Pgraph>Gleichwohl sei es aber auch m&#246;glich, dass die Koordination der Handlungen durch die &#220;berlagerung der Governance-Formen gest&#246;rt werde (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 20). Benz unterscheidet dabei zwischen drei Typen der St&#246;rung: &#8222;Zum einen k&#246;nnen Entscheidungen durch inkompatible Mechanismen verhindert, verz&#246;gert oder inhaltlich beeintr&#228;chtigt werden (Effektivit&#228;tsdefizit). Zum zweiten k&#246;nnen einander entgegenwirkende Governance-Formen dazu f&#252;hren, dass Entscheidungen nicht oder nicht in der erforderlichen Weise vollzogen werden (Implementationsdefizite). Schlie&#223;lich kann es an der erforderlichen Zustimmung zu Entscheidungen fehlen (Legitimationsdefizite).&#8220; (<TextLink reference="14"></TextLink>, S. 20)</Pgraph><SubHeadline>2.3 Vorgehensweise</SubHeadline><Pgraph>Um das Governance-Regime der NAKO Gesundheitsstudie im Gesamten zu analysieren, m&#252;ssen zun&#228;chst die Governance-Formen der Studie erfasst werden. Dies geschieht durch die Identifikation der vorhandenen Mechanismen, aus welchen sich auf die jeweilige Form schlie&#223;en l&#228;sst. Aus dem Zusammenwirken der identifizierten Governance-Formen ergibt sich schlie&#223;lich das Governance-Regime.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r die hier vorliegende Fragestellung gen&#252;gt es jedoch, die Governance-Form des politischen Wettbewerbs zu identifizieren. Diese kann sodann hinsichtlich ihrer Besonderheiten und St&#246;rungen, welche sich aus der Vermischung der Rolle der Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer ergibt, beschrieben werden.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="3 Ergebnisse">
      <MainHeadline>3 Ergebnisse</MainHeadline><Pgraph>Die Analyse der Governance der NAKO Gesundheitsstudie ergibt, dass innerhalb der Governance-Form des politischen Wettbewerbs St&#246;rungen auftreten. Diese lassen sich auf die Vermischung der Rolle von Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer durch die an der Studie beteiligten Helmholtz-Zentren zur&#252;ckf&#252;hren.</Pgraph><SubHeadline>3.1 Die Governance-Form des Wettbewerbs innerhalb der NAKO</SubHeadline><Pgraph>Innerhalb der NAKO Gesundheitsstudie findet sich die Governance-Form des politischen Wettbewerbs sowohl in Form von Anbieterwettbewerb und Leistungswettbewerb als auch &#196;mterwettbewerb.</Pgraph><SubHeadline2>3.1.1 Anbieterwettbewerb im Zuwendungsverfahren</SubHeadline2><Pgraph>Das Zuwendungsverfahren zur Projektf&#246;rderung stellt eine besondere Form des Anbieterwettbewerbs dar. Zwar finden hier kein Ausschreibungsverfahren und keine Auktion statt, bei denen sich verschiedene Anbieter um die Erf&#252;llung einer zuvor vom Nachfrager eindeutig definierten Leistung bewerben, aber dennoch ist ein vergleichbarer Sachverhalt gegeben. Denn die Antragsteller stehen hier in einem Wettbewerb mit anderen Antragsstellern um das nur begrenzt zur Verf&#252;gung stehende Gut der Projektf&#246;rderung. Das bedeutet, die Zuwendungsgeber treten hier in der f&#252;r Anbieterwettbewerbe typischen Doppelfunktion als Nachfrager und als Entscheidungsinstanz, die sich bei der Entscheidung selbst gegebenen Regularien unterwirft, auf. Somit sind die grunds&#228;tzlichen Elemente eines Anbieterwettbewerbs gegeben. Auch die Tatsache, dass der Wettbewerb von vornherein auf bestimmte Konkurrenten begrenzt ist, spricht f&#252;r diese Einordnung.</Pgraph><Pgraph>Die innerhalb des Projekts zuvor stattfindende Auswahl, welche Einrichtungen der zentralen Infrastruktur von welchem Projektpartner betrieben werden sollen, stellt ebenfalls einen Anbieterwettbewerb dar. Denn sofern mehrere Institutionen ihr Interesse anmelden, muss eine Entscheidung getroffen werden, wer daf&#252;r im Antrag zur Projektf&#246;rderung ber&#252;cksichtigt wird. Nachfrager ist in diesem Fall der Verein. Die Entscheidungsinstanz bildet sein oberstes Organ, die Mitgliederversammlung. Die einzelnen Mitglieder, die sich um den Betrieb einer zentralen Einrichtung bewerben, sind die Anbieter. Auch hier liegen somit die grunds&#228;tzlichen Elemente eines Anbieterwettbewerbs vor.</Pgraph><SubHeadline2>3.1.2 Leistungswettbewerb durch wissenschaftliche Evaluation</SubHeadline2><Pgraph>Eine regelm&#228;&#223;ige wissenschaftliche Evaluation gem&#228;&#223; der Bund-L&#228;nder-Vereinbarung ist Voraussetzung zur F&#246;rderung der NAKO (<TextLink reference="8"></TextLink>, &#167; 6). Die Evaluationen dienen dazu, die Konzeption und Umsetzung der Studie im wissenschaftlichen Kontext zu bewerten. Es handelt sich also um eine besondere Form des Leistungswettbewerbs, da zwar die &#8222;Leistung&#8220; in Form der Konzeption bewertet und mit Wettbewerbern &#8211; n&#228;mlich anderen prospektiven Kohortenstudien &#8211; verglichen wird, dies aber nicht mit dem Ziel, einen &#8222;Gewinner&#8220; zu ermitteln. Daher stellt eine solche Evaluation kein klassisches Benchmarking dar, bei dem das Ergebnis eine Rangliste w&#228;re.</Pgraph><Pgraph>Allerdings wird die NAKO Gesundheitsstudie verglichen und bewertet &#8211; mit dem Ergebnis, dass sie aktuellen wissenschaftlichen Standards entspricht, welche sich auch im Vergleich zu anderen Studien definieren.</Pgraph><SubHeadline2>3.1.3 &#196;mterwettbewerb bei den Vorstandswahlen</SubHeadline2><Pgraph>Die Wahlen zum Vorstand des NAKO e.V. sind ein &#196;mterwettbewerb innerhalb der Governance der NAKO Gesundheitsstudie.</Pgraph><Pgraph>Der Vorstand ist nach &#167; 9 Abs. 1 Satz 1 der Satzung des NAKO e.V. <TextLink reference="10"></TextLink> das Gesch&#228;ftsf&#252;hrungsorgan. Er wird nach Absatz 2 von der Mitgliederversammlung f&#252;r zwei bis drei Jahre gew&#228;hlt, wobei lediglich eine zweimalige aufeinanderfolgende Wiederwahl zul&#228;ssig ist.</Pgraph><Pgraph>Wie bereits im Einleitungsabschnitt dargelegt, nimmt der Vorstand die Funktion der Projektleitung innerhalb der NAKO Gesundheitsstudie ein.</Pgraph><SubHeadline>3.2 St&#246;rungen des Wettbewerbs</SubHeadline><Pgraph>Der Wettbewerb innerhalb der NAKO Gesundheitsstudie wird durch die Vermischung der Rollen von Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer gest&#246;rt. Dabei ist zwischen direkten und indirekten Auswirkungen auf den Wettbewerb zu unterscheiden.</Pgraph><SubHeadline2>3.2.1 Direkte Auswirkungen</SubHeadline2><Pgraph>Die Doppelfunktion als Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer wirkt sich st&#246;rend auf den Wettbewerb innerhalb des Projekts aus, da die an der Studie beteiligten Helmholtz-Zentren der Analogie des Marktes folgend zugleich Anbieter und Nachfrager desselben Gutes sind.</Pgraph><Pgraph>Nach Benz et al. erfolgt die Bewertung eines Wettbewerbs nicht nach eigenen Ma&#223;st&#228;ben, sondern setzt eine Instanz voraus, die &#252;ber Gewinne oder Niederlagen entscheidet (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 55). Im Zuwendungsverfahren w&#228;ren dies also die Zuwendungsgeber.</Pgraph><Pgraph>Wenn nun ein Wettbewerber zugleich dieser Instanz angeh&#246;rt, ist ein grundlegendes Element des Wettbewerbs verletzt. Ein Zuwendungsnehmer, der sich um eine Zuwendung bewirbt, die er &#8211; zum Teil &#8211; selbst als Zuwendungsgeber zur Verf&#252;gung stellt und &#252;ber deren Vergabe er damit mitentscheidet, ist innerhalb des Wettbewerbs systemgef&#228;hrdend.</Pgraph><Pgraph>Die Vermischung der Rollen von Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer stellt einige Grundlagen des Wettbewerbs infrage. Insbesondere ist die Chancengleichheit gef&#228;hrdet, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein Zuwendungsnehmer seine zugleich vorhandene Position als Zuwendungsgeber zu seinem Vorteil nutzt. Daraus folgt, dass nicht auszuschlie&#223;en ist, dass der doppelte Koordinierungseffekt des Wettbewerbs (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 56) beeintr&#228;chtigt wird, wenn aufgrund des Zweifels an der Chancengleichheit nicht mehr die bestm&#246;gliche Leistung erreicht werden kann. Und schlie&#223;lich k&#246;nnte bei Leistungswettbewerben das Problem auftreten, dass die Erwartungshaltungen der Akteure zu weit voneinander abweichen (<TextLink reference="16"></TextLink>, S. 63). Im schlimmsten Falle w&#252;rde diese zumindest partielle Identit&#228;t von Anbieter und Nachfrager sogar zu einem Marktversagen f&#252;hren.</Pgraph><SubHeadline2>3.2.2 Indirekte Auswirkung: Effizienzdefizit</SubHeadline2><Pgraph>Die gleichzeitige Funktionszuschreibung der an der Studie beteiligten Helmholtz-Zentren als Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer kann zu einem Effizienzdefizit f&#252;hren, das Entscheidungen verhindert, verz&#246;gert oder inhaltlich beeintr&#228;chtigt. Dies kann sich zumindest indirekt auf den Leistungswettbewerb im Rahmen des Zuwendungsverfahrens auswirken.</Pgraph><Pgraph>W&#252;rde beispielsweise die Mitgliederversammlung in der Vorbereitung des Antragsverfahrens zur Projektf&#246;rderung &#8211; sei es zu Beginn der Studie oder bei einer geplanten Verl&#228;ngerung &#8211; mit der Mehrheit der Stimmen einen Beschluss fassen wollen, der bei Bewilligung zu einer h&#246;heren Projektf&#246;rderung f&#252;hren w&#252;rde, w&#228;re dies nicht zwangsl&#228;ufig im Interesse der beteiligten Helmholtz-Zentren. Die Erh&#246;hung der F&#246;rdersumme zieht n&#228;mlich auch eine Erh&#246;hung ihres Beitrags als Zuwendungsgeber nach sich. Dies w&#228;re f&#252;r sie nur annehmbar, wenn sie zugleich in ihrer Rolle als Zuwendungsnehmer zumindest den gleichen Betrag wieder zur&#252;ckerhalten w&#252;rden.</Pgraph><Pgraph>Sofern diese Bedingung nicht gegeben ist, w&#228;re die lo<TextGroup><PlainText>gis</PlainText></TextGroup>che Konsequenz dieses Beispiels, dass die beteiligten Helmholtz-Zentren den Versuch unternehmen w&#252;rden, eine derartige Entscheidung bereits in der Mitgliederversammlung zu verhindern.</Pgraph><Pgraph>Im Prinzip f&#252;hrt die Vermischung der Rollen also in diesem Beispiel dazu, dass im Verhandlungsgremium der Zuwendungsnehmer die Interessen der Zuwendungsgeber vertreten werden. Diese inkonsistente Konstellation wird noch dadurch gest&#252;tzt, dass die an der Studie beteiligten Helmholtz-Zentren nicht Teil des Verhandlungsgremiums der Zuwendungsgeber, also des GWK-Fachausschusses NAKO, sind. Da sie dort ihre Interessen nicht als Verhandlungspartner vertreten k&#246;nnen, weichen sie auf den Verhandlungsort der Zuwendungsnehmer aus.</Pgraph><Pgraph>Das Ergebnis w&#228;re jedenfalls, dass eine Entscheidung der Mitgliederversammlung aufgrund der Vermischung zweier eigentlich unvereinbarer Rollen innerhalb der Governance verhindert oder inhaltlich beeintr&#228;chtigt w&#252;rde.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="4 Diskussion">
      <MainHeadline>4 Diskussion</MainHeadline><SubHeadline>4.1 Folgen f&#252;r die Praxis</SubHeadline><Pgraph>Die aktuelle Governance ist vermutlich zu einem gro&#223;en Teil der Finanzierungsstruktur des Projekts geschuldet. Auch spielt die Entstehungsgeschichte der NAKO Gesundheitsstudie, an der Helmholtz-Forscher ma&#223;geblich beteiligt waren (vgl. z.B. <TextLink reference="21"></TextLink>, S. 643), sicherlich eine nicht unbedeutende Rolle. Die offensichtliche Privilegierung der Helmholtz-Zentren ist unter diesem Aspekt durchaus nachvollziehbar.</Pgraph><Pgraph>Dennoch sollte nicht au&#223;er Acht gelassen werden, welche Folgen f&#252;r die Praxis sich daraus ergeben. Zwar f&#252;hren die beschriebenen St&#246;rungen der Governance nicht zwangsl&#228;ufig zu einem Stillstand des gesamten Systems. Wie von Benz et al. beschrieben, passen sich die Akteure den &#8222;mixed modes of governance&#8220; an und k&#246;nnen mit den Inkonsistenzen durchaus auch konstruktiv umgehen. Der aktuelle Stand der NAKO Gesundheitsstudie best&#228;tigt dies, denn das Projekt ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht vom Scheitern bedroht.</Pgraph><Pgraph>Zwei Entwicklungen lassen sich allerdings bereits beobachten:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Die Helmholtz-Zentren haben ihre Position innerhalb der Projektleitung, die in der aktuellen Governance mit einem Vorstandsamt verbunden ist, gest&#228;rkt. Drei der f&#252;nf Vorstands&#228;mter sind durch Vertreter dieser Gruppe besetzt <TextLink reference="22"></TextLink>. Dies ist umso verwunderlicher, da f&#252;r die Universit&#228;ten und Universit&#228;tsklinika aufgrund der Mehrheitsverh&#228;ltnisse eine breitere Pr&#228;senz m&#246;glich gewesen w&#228;re, werden doch zehn der 18 stimmberechtigten Studienzentren ausschlie&#223;lich von Universit&#228;ten oder Universit&#228;tsklinika betrieben (<TextLink reference="4"></TextLink>, S. IIf). Die beteiligten Leibniz-Institute sind im Vorstand gar nicht mehr vertreten <TextLink reference="22"></TextLink>.<LineBreak></LineBreak>M&#246;glicherweise ist dies ein Ergebnis der gef&#228;hrdeten Chancengleichheit. Folgt man Schumpeters und Downs Vorstellungen &#252;ber den &#196;mterwettbewerb, k&#246;nnte das &#8222;Angebot&#8220; der Helmholtz-Zentren aufgrund der gef&#228;hrdeten Chancengleichheit auch schlicht in dem Sinne &#8222;besser&#8220; gewesen sein, dass die Mitglieder des Vereins sich durch die Wahl von Helmholtz-Vertretern innerhalb der bestehenden Governance eine Nutzenmaximierung erhofften.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Des Weiteren zeigt sich, dass der Verein, der doch eigentlich die zentrale Institution des Projekts sein sollte, nicht einmal im unmittelbaren Besitz der von ihm gewonnenen Daten und Bioproben ist. Denn diese lagern in Einrichtungen der Mitgliedsinstitutionen, stets unter Beteiligung von Helmholtz-Zentren: Das zentrale Datenmanagement beim Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (<TextLink reference="23"></TextLink>, S. 29), das Biorepository beim Helmholtz-Zentrum M&#252;nchen (<TextLink reference="23"></TextLink>, S. 37).<LineBreak></LineBreak>Der Verein NAKO e.V. mag rein rechtlich der Eigent&#252;mer der Daten und Bioproben sein, faktisch befinden sie sich im Besitz anderer Institutionen. Dies ist vor allem deshalb von Bedeutung, da eine Deckung der laufenden Kosten &#252;ber den Verein, der wie bereits dargelegt lediglich &#252;ber eine Projektf&#246;rderung finanziert wird, kaum m&#246;glich sein d&#252;rfte. <LineBreak></LineBreak>Im internen Wettbewerb um den Betrieb der strategisch wichtigen Infrastruktur-Einrichtungen konnten sich also die am Projekt beteiligten Helmholtz-Zentrum durchsetzen. M&#246;glicherweise hat sich auch hier bereits der gest&#246;rte Wettbewerb ausgewirkt.</ListItem></OrderedList></Pgraph><SubHeadline>4.2 Problem Projektf&#246;rderung</SubHeadline><Pgraph>Die Vermischung der Rolle von Zuwendungsgeber und Zuwendungsgeber der an der NAKO Gesundheitsstudie beteiligten Helmholtz-Zentren h&#228;ngt unmittelbar mit der Projektfinanzierung der Studie zusammen. W&#228;re stattdessen der Weg einer institutionellen F&#246;rderung der Grundinfrastruktur der Studie innerhalb des Vereins gew&#228;hlt worden, h&#228;tten sich die beschriebenen St&#246;rungen und ihre Auswirkungen auf die Praxis nicht ergeben. Denn der Verein NAKO e.V. w&#228;re alleiniger Zuwendungsnehmer gewesen und die beteiligten Helmholtz-Zentren h&#228;tten nicht als Financier einer dauerhaften institutionellen F&#246;rderung auftreten k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Macht schon allein diese Erkenntnis es schwer nachvollziehbar, weshalb die Finanzierung der NAKO Gesundheitsstudie &#252;berhaupt in Form einer Projektf&#246;rderung erfolgt, sprechen auch grunds&#228;tzliche &#220;berlegungen dagegen. Die Studie hat eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren, in der Teilnehmer untersucht werden. Anschlie&#223;end sollen die gewonnenen Daten und Bioproben zur wissenschaftlichen Forschung genutzt werden, was voraussetzt, die aufgebaute Infrastruktur &#8211; mit Ausnahme der Studienzentren &#8211; in jedem Falle noch &#252;ber diese Laufzeit hinaus zu finanzieren. Somit war bereits vor Beginn der Studie offensichtlich, dass das Projekt eine zeitliche Perspektive von bis zu 30 Jahren besitzt. Im wissenschaftlichen Idealfall wird eine Kohortenstudie sogar mit immer neuen Untersuchungen solange fortgesetzt, bis weitere Generationen an Teilnehmern hinzukommen. Davon ausgehend erweitert sich die Perspektive ins Unendliche.</Pgraph><Pgraph>Trotz dieser intendierten Langfristigkeit wurde die Entscheidung getroffen, die NAKO Gesundheitsstudie im Wege der Projektf&#246;rderung zu finanzieren.</Pgraph><Pgraph>Der Bundesrechnungshof hat zu einem &#228;hnlich gelagerten Fall in seinem Jahresbericht 2016 bereits klar festgestellt, dass eine langfristige Finanzierung eines Vorhabens mit Projektmitteln die engen zeitlichen und sachlichen Grenzen einer zul&#228;ssigen Projektf&#246;rderung &#252;berschreitet (<TextLink reference="24"></TextLink>, S. 505). Dem ist im Hinblick auf die NAKO Gesundheitsstudie nichts hinzuzuf&#252;gen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="5 Fazit">
      <MainHeadline>5 Fazit</MainHeadline><Pgraph>Eine Analyse der Doppelrolle der an der NAKO Gesundheitsstudie beteiligten Helmholtz-Zentren als Zuwendungsgeber und Zuwendungsnehmer mit Methoden der Governance-Analyse zeigt deutlich, dass die Governance-Form des Wettbewerbs beeintr&#228;chtigt wird. Dies f&#252;hrt freilich nicht zu einem &#8222;Totalversagen&#8220; der Organisation, jedoch zu St&#246;rungen, die sich durch eine andere Gestaltung der Governance h&#228;tten vermeiden lassen. Insbesondere eine Finanzierung in Form einer institutionellen F&#246;rderung h&#228;tte hierzu beitragen k&#246;nnen.</Pgraph><Pgraph>Die Untersuchung zeigt auch, dass sich mit den aus der Politikwissenschaft stammenden Methoden der Governance-Analyse konkrete Erkenntnisse f&#252;r eine sinnvolle Gestaltung der Organisation von Gro&#223;forschungsprojekten gewinnen lassen. Bei der strukturellen Konzeption k&#252;nftiger Vorhaben sollte dies nicht au&#223;er Acht bleiben. Eine weitergehende Analyse der Governance der NAKO Gesundheitsstudie, die das gesamte Governance-Regime der Studie analysiert, erfolgte bereits im Rahmen eines Promotionsprojekts <TextLink reference="25"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Solche Analysen k&#246;nnten in Zukunft bereits vor der Schaffung der Strukturen eines Gro&#223;forschungsprojekts durchgef&#252;hrt werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse w&#252;rden dazu dienen, eine m&#246;glichst st&#246;rungsfreie Governance zu entwerfen. Die wissenschaftliche Basis, welche durch die Verwendung wissenschaftlicher Methoden sichergestellt ist, sollte dazu genutzt werden, eine sachorientierte Diskussion der ansonsten m&#246;glicherweise eher (wissenschafts-)politisch dominierten &#220;berlegungen zur Struktur des Gro&#223;forschungsprojekts zu erm&#246;glichen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkung">
      <MainHeadline>Anmerkung</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
      <Reference refNo="1">
        <RefAuthor>Wichmann HE</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kaaks R</RefAuthor>
        <RefAuthor>Hoffmann W</RefAuthor>
        <RefAuthor>J&#246;ckel KH</RefAuthor>
        <RefAuthor>Greiser KH</RefAuthor>
        <RefAuthor>Linseisen J</RefAuthor>
        <RefTitle>Die Nationale Kohorte</RefTitle>
        <RefYear>2012</RefYear>
        <RefJournal>Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz</RefJournal>
        <RefPage>781-7</RefPage>
        <RefTotal>Wichmann HE, Kaaks R, Hoffmann W, J&#246;ckel KH, Greiser KH, Linseisen J. Die Nationale Kohorte &#91;The German National Cohort&#93;. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2012 Jun;55(6-7):781-7. DOI: 10.1007&#47;s00103-012-1499-y</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1007&#47;s00103-012-1499-y</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="2">
        <RefAuthor>Becker H</RefAuthor>
        <RefTitle>Die Nationale Kohorte. Deutschlands gr&#246;&#223;te Gesundheitsstudie</RefTitle>
        <RefYear>2015</RefYear>
        <RefJournal>GuP</RefJournal>
        <RefPage>175-80</RefPage>
        <RefTotal>Becker H. Die Nationale Kohorte. Deutschlands gr&#246;&#223;te Gesundheitsstudie. GuP.  2015;5:175-80.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="3">
        <RefAuthor>Ahrens W</RefAuthor>
        <RefAuthor>J&#246;ckel KH</RefAuthor>
        <RefTitle>Der Nutzen gro&#223;er Kohortenstudien f&#252;r die Gesundheitsforschung am Beispiel der Nationalen Kohorte</RefTitle>
        <RefYear>2015</RefYear>
        <RefJournal>Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz</RefJournal>
        <RefPage>813-21</RefPage>
        <RefTotal>Ahrens W, J&#246;ckel KH. Der Nutzen gro&#223;er Kohortenstudien f&#252;r die Gesundheitsforschung am Beispiel der Nationalen Kohorte &#91;The benefit of large-scale cohort studies for health research: the example of the German National Cohort&#93;. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2015 Aug;58(8):813-21. DOI: 10.1007&#47;s00103-015-2182-x</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1007&#47;s00103-015-2182-x</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="4">
        <RefAuthor>Hoffmann W</RefAuthor>
        <RefAuthor>J&#246;ckel KH</RefAuthor>
        <RefAuthor>Kaaks R</RefAuthor>
        <RefAuthor>Wichmann HE</RefAuthor>
        <RefAuthor>Greiser KH</RefAuthor>
        <RefAuthor>Linseisen J</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2011</RefYear>
        <RefBookTitle>The National Cohort &#8211; a prospective epidemiologic study resource for health and disease research in Germany</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Hoffmann W, J&#246;ckel KH, Kaaks R, Wichmann HE, Greiser KH, Linseisen J. The National Cohort &#8211; a prospective epidemiologic study resource for health and disease research in Germany. 2011 &#91;Abruf: 10.09.2020&#93;. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;nako.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2015&#47;07&#47;Wissenschaftliches-Konzept-der-NAKO2.pdf</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;nako.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2015&#47;07&#47;Wissenschaftliches-Konzept-der-NAKO2.pdf</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="5">
        <RefAuthor>German National Cohort (GNC) Consortium</RefAuthor>
        <RefTitle>The German National Cohort: aims, study design and organization</RefTitle>
        <RefYear>2014</RefYear>
        <RefJournal>Eur J Epidemiol</RefJournal>
        <RefPage>371-82</RefPage>
        <RefTotal>German National Cohort (GNC) Consortium. The German National Cohort: aims, study design and organization. Eur J Epidemiol. 2014 May;29(5):371-82. DOI: 10.1007&#47;s10654-014-9890-7</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1007&#47;s10654-014-9890-7</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="6">
        <RefAuthor>NAKO Gesundheitsstudie</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Nutzungsordnung des NAKO e.V.</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>NAKO Gesundheitsstudie. Nutzungsordnung des NAKO e.V. &#91;Abruf: 10.09.2020&#93;. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;nako.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2015&#47;07&#47;Nutzungsordnung-zur-Nutzung-von-Daten-und-Probenmaterial-der-Nationalen-Kohorte.pdf</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;nako.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2015&#47;07&#47;Nutzungsordnung-zur-Nutzung-von-Daten-und-Probenmaterial-der-Nationalen-Kohorte.pdf</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="7">
        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>NAKO Gesundheitsstudie. Mitgliedsinstitutionen</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>NAKO Gesundheitsstudie. Mitgliedsinstitutionen. &#91;Abruf: 10.09.2020&#93;. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;nako.de&#47;allgemeines&#47;der-verein-nako-e-v&#47;organe-und-gremien&#47;wissenschaftliche-projektleiter-der-mitgliedsinstitutionen&#47;mitgliederversammlung&#47;</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;nako.de&#47;allgemeines&#47;der-verein-nako-e-v&#47;organe-und-gremien&#47;wissenschaftliche-projektleiter-der-mitgliedsinstitutionen&#47;mitgliederversammlung&#47;</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="8">
        <RefAuthor>GWK Bonn</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Bund-L&#228;nder-Vereinbarung &#252;ber die gemeinsame F&#246;rderung der NAKO Gesundheitsstudie gem&#228;&#223; Artikel 91 b des Grundgesetzes vom 29. Juni 2012 (BAnz AT 12.04.2013 B5), zuletzt ge&#228;ndert durch Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) vom 10. November 2017. BAnz AT 22.02.2018 B2.</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>GWK Bonn. Bund-L&#228;nder-Vereinbarung &#252;ber die gemeinsame F&#246;rderung der NAKO Gesundheitsstudie gem&#228;&#223; Artikel 91 b des Grundgesetzes vom 29. Juni 2012 (BAnz AT 12.04.2013 B5), zuletzt ge&#228;ndert durch Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) vom 10. November 2017. BAnz AT 22.02.2018 B2.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="9">
        <RefAuthor>NAKO Gesundheitsstudie</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2014</RefYear>
        <RefBookTitle>Projektmanagement-Konzept. &#8222;Nationale Kohorte &#8211; Gemeinsam forschen f&#252;r eine ges&#252;ndere Zukunft&#8220;</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>NAKO Gesundheitsstudie. Projektmanagement-Konzept. &#8222;Nationale Kohorte &#8211; Gemeinsam forschen f&#252;r eine ges&#252;ndere Zukunft&#8220;. Archiv IMIBE; 2014.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="10">
        <RefAuthor>NAKO Gesundheitsstudie</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Satzung des NAKO e.V.</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>NAKO Gesundheitsstudie. Satzung des NAKO e.V. &#91;Abruf: 10.09.2020&#93;. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;nako.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2015&#47;07&#47;2018-01-22&#95;Satzung&#95;NAKO&#95;e&#95;v-1.pdf</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;nako.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2015&#47;07&#47;2018-01-22&#95;Satzung&#95;NAKO&#95;e&#95;v-1.pdf</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="11">
        <RefAuthor>GWK Bonn</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Bund-L&#228;nder-Vereinbarung &#252;ber die gemeinsame F&#246;rderung der Nationalen Kohorte gem&#228;&#223; Artikel 91 b des Grundgesetzes vom 29. Juni 2012. BAnz AT 12.04.2013 B5</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>GWK Bonn. Bund-L&#228;nder-Vereinbarung &#252;ber die gemeinsame F&#246;rderung der Nationalen Kohorte gem&#228;&#223; Artikel 91 b des Grundgesetzes vom 29. Juni 2012. BAnz AT 12.04.2013 B5.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="12">
        <RefAuthor>Benz</RefAuthor>
        <RefAuthor>A</RefAuthor>
        <RefAuthor>Dose</RefAuthor>
        <RefAuthor>N</RefAuthor>
        <RefTitle>Governance &#8211; Modebegriff oder n&#252;tzliches wissenschaftliches Konzept&#63;</RefTitle>
        <RefYear>2010</RefYear>
        <RefBookTitle>Governance &#8211; Regieren in komplexen Regelsystemen</RefBookTitle>
        <RefPage>13-36</RefPage>
        <RefTotal>Benz, A, Dose, N. Governance &#8211; Modebegriff oder n&#252;tzliches wissenschaftliches Konzept&#63; In: Benz A, Dose N, Hrsg. Governance &#8211; Regieren in komplexen Regelsystemen. Wiesbaden: VS Verlag f&#252;r Sozialwissenschaften; 2010. S. 13-36.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="13">
        <RefAuthor>Benz A</RefAuthor>
        <RefAuthor>Lutz S</RefAuthor>
        <RefAuthor>Schimank U</RefAuthor>
        <RefAuthor>Georg Simonis G</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2007</RefYear>
        <RefBookTitle>Handbuch Governance</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Benz A, Lutz S, Schimank U, Georg Simonis G, Hrsg. Handbuch Governance. Wiesbaden: VS Verlag f&#252;r Sozialwissenschaften; 2007. DOI: 10.1007&#47;978-3-531-90407-8</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1007&#47;978-3-531-90407-8</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="14">
        <RefAuthor>Benz A</RefAuthor>
        <RefTitle>Einleitung</RefTitle>
        <RefYear>2007</RefYear>
        <RefBookTitle>Kurs 33201: Grundlagen der Governance-Analyse</RefBookTitle>
        <RefPage>26-36</RefPage>
        <RefTotal>Benz A. Einleitung. In: Benz A, Hrsg. Kurs 33201: Grundlagen der Governance-Analyse. Hagen: Fern-Universit&#228;t; 2007. S. 26-36.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="15">
        <RefAuthor>Hedstr&#246;m P</RefAuthor>
        <RefAuthor>Swedberg R</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>1998</RefYear>
        <RefBookTitle>Social Mechanisms. An Analytical Approach to Social Theory</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Hedstr&#246;m P, Swedberg R, Hrsg. Social Mechanisms. An Analytical Approach to Social Theory. New York: Cambridge University Press; 1998. DOI: 10.1017&#47;CBO9780511663901</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1017&#47;CBO9780511663901</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="16">
        <RefAuthor>Benz A</RefAuthor>
        <RefTitle>Politischer Wettbewerb</RefTitle>
        <RefYear>2007</RefYear>
        <RefBookTitle>Handbuch Governance</RefBookTitle>
        <RefPage>53-67</RefPage>
        <RefTotal>Benz A. Politischer Wettbewerb. In: Benz A, Lutz S, Schimank U, Georg Simonis G, Hrsg. Handbuch Governance. Wiesbaden: VS Verlag f&#252;r Sozialwissenschaften; 2007. S. 53-67. DOI: 10.1007&#47;978-3-531-90407-8</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1007&#47;978-3-531-90407-8</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="17">
        <RefAuthor>Bartolini S</RefAuthor>
        <RefTitle>Collusion, Competition and Democracy, Part I</RefTitle>
        <RefYear>1999</RefYear>
        <RefJournal>Journal of Theoretical Politics</RefJournal>
        <RefPage>435-70</RefPage>
        <RefTotal>Bartolini S. Collusion, Competition and Democracy, Part I. Journal of Theoretical Politics. 1999;11(4):435-70. DOI: 10.1177&#47;0951692899011004001	</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1177&#47;0951692899011004001</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="18">
        <RefAuthor>Schumpeter J</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>1975</RefYear>
        <RefBookTitle>Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Schumpeter J. Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. M&#252;nchen: Francke; 1975.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="19">
        <RefAuthor>Downs A</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>1968</RefYear>
        <RefBookTitle>&#214;konomische Theorie der Demokratie</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Downs A. &#214;konomische Theorie der Demokratie. T&#252;bingen: Mohr; 1968.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="20">
        <RefAuthor>Wegener A</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2002</RefYear>
        <RefBookTitle>Die Gestaltung kommunalen Wettbewerbs. Strategien in den USA, Gro&#223;britannien und Neuseeland</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Wegener A. Die Gestaltung kommunalen Wettbewerbs. Strategien in den USA, Gro&#223;britannien und Neuseeland. Berlin: Ed sigma; 2002.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="21">
        <RefAuthor>Wichmann HE</RefAuthor>
        <RefTitle>Epidemiology in Germany-general development and personal experience</RefTitle>
        <RefYear>2017</RefYear>
        <RefJournal>Eur J Epidemiol</RefJournal>
        <RefPage>635-56</RefPage>
        <RefTotal>Wichmann HE. Epidemiology in Germany-general development and personal experience. Eur J Epidemiol. 2017 Aug;32(8):635-56. DOI: 10.1007&#47;s10654-017-0290-7</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1007&#47;s10654-017-0290-7</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="22">
        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>NAKO Gesundheitsstudie. Vorstand</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>NAKO Gesundheitsstudie. Vorstand. &#91;Abruf: 10.09.2020&#93;. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;nako.de&#47;allgemeines&#47;der-verein-nako-e-v&#47;organe-und-gremien&#47;vorstand&#47;</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;nako.de&#47;allgemeines&#47;der-verein-nako-e-v&#47;organe-und-gremien&#47;vorstand&#47;</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="23">
        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear></RefYear>
        <RefBookTitle>Vorstand des Nationale Kohorte e.V. Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzept der Gesundheitsstudie NAKO</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Vorstand des Nationale Kohorte e.V. Datenschutz- und IT-Sicherheitskonzept der Gesundheitsstudie NAKO. &#91;Abruf: 10.09.2020&#93;. Verf&#252;gbar unter: https:&#47;&#47;nako.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2015&#47;09&#47;Datenschutzkonzept-NAKO-Gesundheitsstudie-v2.37-2015-12-03.pdf</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;nako.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2015&#47;09&#47;Datenschutzkonzept-NAKO-Gesundheitsstudie-v2.37-2015-12-03.pdf</RefLink>
      </Reference>
      <Reference refNo="24">
        <RefAuthor>Bundesrechnungshof</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2016</RefYear>
        <RefBookTitle>Bemerkungen 2016 zur Haushalts- und Wirtschaftsf&#252;hrung des Bundes</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Bundesrechnungshof. Bemerkungen 2016 zur Haushalts- und Wirtschaftsf&#252;hrung des Bundes. Band I, Teilband 3. Bonn: Bundesrechnungshof; 2016.</RefTotal>
      </Reference>
      <Reference refNo="25">
        <RefAuthor>Becker H</RefAuthor>
        <RefTitle></RefTitle>
        <RefYear>2019</RefYear>
        <RefBookTitle>Governance eines medizinischen Gro&#223;forschungsprojekts: eine Analyse der NAKO Gesundheitsstudie &#91;Dissertation&#93;</RefBookTitle>
        <RefPage></RefPage>
        <RefTotal>Becker H. Governance eines medizinischen Gro&#223;forschungsprojekts: eine Analyse der NAKO Gesundheitsstudie &#91;Dissertation&#93;. Essen: Medizinische Fakult&#228;t der Universit&#228;t Duisburg-Essen; 2019.</RefTotal>
      </Reference>
    </References>
    <Media>
      <Tables>
        <Table format="png">
          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Governance-Formen nach Benz et al. (&#91;14&#93;, S. 19)</Mark1></Pgraph></Caption>
        </Table>
        <NoOfTables>1</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>