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    <Identifier>ors000009</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/ors000009</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-ors0000090</IdentifierUrn>
    <ArticleType>&#220;bersichtsarbeit</ArticleType>
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      <Title language="de">Rehabilitation und sozialmedizinische Leistungsbeurteilung beim Magenkarzinom</Title>
      <TitleTranslated language="en">Rehabilitation and socio-medical assessment of performance in gastric cancer</TitleTranslated>
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        <Address>Klinik Bad Oexen, Oexen 27, 32549 Bad Oeynhausen, Deutschland, Tel.: 05731&#47;537-714, Fax: 05731&#47;537-737<Affiliation>Klinik Bad Oexen, Bad Oeynhausen, Deutschland</Affiliation></Address>
        <Email>koenig&#64;badoexen.de</Email>
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          <Lastname>Rick</Lastname>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
      <Keyword language="en">gastric cancer therapy</Keyword>
      <Keyword language="en">gastric cancer rehabilitation</Keyword>
      <Keyword language="en">cancer survivorship</Keyword>
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      <Keyword language="de">Therapie des Magenkarzinoms</Keyword>
      <Keyword language="de">Rehabilitation nach Magenkarzinom</Keyword>
      <Keyword language="de">&#220;berleben nach Magenkarzinom</Keyword>
      <Keyword language="de">funktionelle Beeintr&#228;chtigung</Keyword>
      <Keyword language="de">sozialmedizinische Leistungsbeurteilung</Keyword>
      <Keyword language="de">R&#252;ckkehr an den Arbeitsplatz</Keyword>
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    <DatePublished>20140127</DatePublished></DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
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        <ISSN>2194-2919</ISSN>
        <Volume>3</Volume>
        <JournalTitle>GMS Onkologische Rehabilitation und Sozialmedizin</JournalTitle>
        <JournalTitleAbbr>GMS Onkol Rehabil Sozialmed</JournalTitleAbbr>
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    <ArticleNo>01</ArticleNo>
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  <OrigData>
    <Abstract language="de" linked="yes"><Pgraph>Die H&#228;ufigkeit des Magenkarzinoms hat sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter verringert. Das Magenkarzinom hat f&#252;r den jeweiligen Betroffenen erhebliche Auswirkungen dadurch, dass sich dessen Lebensumst&#228;nde, Lebensgewohnheiten, zeitliche Abl&#228;ufe und h&#228;ufig auch die Berufst&#228;tigkeit durch die Erkrankung ver&#228;ndern. Behandlungsfortschritte in der j&#252;ngeren Vergangenheit f&#252;hrten zu verbesserten &#220;berlebenszeiten, insbesondere bei j&#252;ngeren Patienten. Die Wiederherstellung der Gesundheit und Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess sind daher f&#252;r Patienten nach Behandlung eines Magenkarzinoms von hoher Bedeutung. Allerdings ist eine R&#252;ckkehr in die bisher ausge&#252;bte Berufst&#228;tigkeit nach Abschluss der Prim&#228;rbehandlung h&#228;ufig nicht mehr m&#246;glich, insbesondere wenn die bisherige T&#228;tigkeit mit k&#246;rperlichen Belastungen oder unregelm&#228;&#223;igen Arbeitszeiten verbunden war. Ca. 25&#37; der Patienten mit Magenkarzinom stehen noch im Erwerbsleben. Durch die zunehmende &#220;beralterung der Gesellschaft mit ansteigendem Renteneintritt ist die R&#252;ckkehr in das Erwerbsleben daher von steigender Bedeutung. Die vorliegende Publikation besch&#228;ftigt sich mit der Rehabilitation, Bewertung und Beurteilung von Folgest&#246;rungen und Beeintr&#228;chtigungen nach Behandlung eines Magenkarzinoms und die hiermit verbundenen Auswirkungen auf die berufliche Reintegration (sozialmedizinische Beurteilung).</Pgraph></Abstract>
    <Abstract language="en" linked="yes"><Pgraph>Gastric cancer has been decreasing in the last decades continuously. For patients affected the disease causes changes by altering the patient&#8216;s lifestyle habits, time-schedule and work life. Advances in the therapeutic procedures led to improved survival times especially for younger patients. Overall, about 25&#37; of the patients with gastric cancer are under the age of 65 yrs. (still working). In a society growing older this percentage is going to increase. Rehabilitation and integration into work life is therefore of growing concern for patients with gastric cancer. This publication deals with rehabilitation and assessment of secondary disorders and restrictions with regard to the patient&#8217;s further professional activity (socio-medical assessment).</Pgraph></Abstract>
    <TextBlock linked="yes" name="Einleitung">
      <MainHeadline>Einleitung</MainHeadline><Pgraph>Das Magenkarzinom ist ein von der Magenschleimhaut ausgehendes Malignom, dessen wichtigster Risikofaktor die Infektion mit Helicobacter pylori darstellt und der auch die Auswirkung anderer Risikofaktoren verst&#228;rken kann. Weitere Risikofaktoren sind: Mangelern&#228;hrung bzgl. frischem Obst und Gem&#252;se, h&#228;ufiger Verzehr von Fleisch, Verzehr stark gesalzener, gegrillter, gep&#246;kelter oder ger&#228;ucherter Speisen, Nikotinabusus, Alkoholabusus. Chronisches Sodbrennen bzw. gastro&#246;sophageale Refluxkrankheit erh&#246;hen das Risiko f&#252;r bestimmte Tumorformen am &#220;bergang vom Magen zur Speiser&#246;hre. Pernizi&#246;se An&#228;mie, M. M&#233;n&#233;trier, &#220;bergewicht sowie Verwandte ersten Grades von Erkrankten haben ein zwei- bis dreifach erh&#246;htes Risiko, ein Magenkarzinom zu entwickeln. Bzgl. der famili&#228;ren H&#228;ufung von Magenkarzinomen unterscheidet man derzeit folgende Entit&#228;ten:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">undefinierte Magenkarzinomh&#228;ufungen (meist intestinaler Typ) bei unauff&#228;lligem Mikrosatellitenstatus, bei weitem die gr&#246;&#223;te Entit&#228;t der famili&#228;r geh&#228;uften Magenkarzinome dar, deren genetische Ursachen bislang nicht gekl&#228;rt sind</ListItem><ListItem level="1">heredit&#228;res diffuses Magenkarzinom (HDGC) mit Nachweis einer CDH1-Keimbahnmutation <TextLink reference="1"></TextLink>, welches autosomal-dominant vererbt wird und auf einer Ver&#228;nderung des f&#252;r E-Cadherin kodierenden CDH1-Gens beruht; medianes Erkrankungsalter bei CDH1-Mutationstr&#228;gern: ca. 38 Jahre (Range: 14&#8211;69 Jahre); kumulatives Risiko, bis zum 80. Lebensjahr an HDGC zu erkranken: ca. 80&#37; (bei Frauen zus&#228;tzliches 60&#37;iges Risiko, an einem lobul&#228;ren Mammakarzinom zu erkranken)</ListItem><ListItem level="1">Familien mit heredit&#228;rem nichtpolyp&#246;sen kolorektalen Karzinom (HNPCC) bzw. Familien mit HNPCC-Verdacht und Mutationsnachweis in einem der DNA-Reparaturgene sowie Nachweis einer multiplen Mikrosatelliteninstabilit&#228;t; das Risiko f&#252;r ein Magenkarzinom bei HNPCC liegt bei 2&#8211;30&#37; <TextLink reference="2"></TextLink></ListItem><ListItem level="1">Peutz-Jeghers-Syndrom (PJS), Mutation des STK11-Gens, Risiko f&#252;r die Entwicklung eines Magenkarzinoms 29&#37; <TextLink reference="3"></TextLink></ListItem><ListItem level="1">famili&#228;re adenomat&#246;se Polyposis coli (FAP), Mutation des APC-Gens, Risiko f&#252;r die Entwicklung eines Magenkarzinoms 2&#8211;4&#37; <TextLink reference="4"></TextLink></ListItem><ListItem level="1">Li-Fraumeni-Syndrom, Mutation des p53-Gens </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Das seltene Magenadenom gilt als Vorstufe f&#252;r ein Magenkarzinom. Inzidenz: 19&#47;100.000 pro Jahr, seit mehr als 30 Jahren stetig r&#252;ckl&#228;ufig, auch in anderen Industrienationen. Die Fallzahl in Deutschland betr&#228;gt ca. 16.000 Patienten pro Jahr, ca. 2&#47;3 davon sind M&#228;nner, 1&#47;3 Frauen <TextLink reference="5"></TextLink>. Das mittlere Erkrankungsalter bei M&#228;nnern liegt bei 70, bei Frauen bei 76 Jahren. Unter den M&#228;nnern sind etwa 20&#37;, bei den Frauen ca. 15&#37; unter 65 Jahren und stehen somit noch im Berufsleben. Die &#220;berlebensaussichten beim Magenkrebs haben sich in den letzten Jahren verbessert, sind jedoch im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen weiterhin ung&#252;nstig. Bei fr&#252;hzeitiger Diagnose ist heute eine Heilung m&#246;glich. Die 5-Jahres-&#220;berlebensraten liegen abh&#228;ngig von der Tumorgr&#246;&#223;e zwischen 25&#37; und 55&#37; <TextLink reference="6"></TextLink>. Die initiale Symptomatik ist zumeist durch uncharakteristische Beschwerden gekennzeichnet: Magendruck, V&#246;llegef&#252;hl, dumpfe oder stechende Schmerzen, Foetor ex ore, &#220;belkeit, Brechreiz, Erbrechen, Appetitlosigkeit, saures Aufsto&#223;en und&#47;oder Gewichtsverlust. Nicht selten wird ein Magenkarzinom auch zuf&#228;llig entdeckt, zum Beispiel im Zuge der Abkl&#228;rung anderer Beschwerden oder im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen. Diagnostisch kommen zur genaueren Abkl&#228;rung folgende Methoden zum Einsatz: Gastroskopie mit histologischer Sicherung (multiple Biopsien), Endosonographie, beim szirrh&#246;sen Magenkarzinom ggf. R&#246;ntgenuntersuchung (Magen-Darm-Passage). </Pgraph><Pgraph>Ultraschalldiagnostik, Computer-&#47;Kernspintomographie des Abdomens. Ggf. Laparoskopie zum Ausschluss einer Peritonealkarzinose inkl. Gewinnung einer Lavage-Zytologie. Differenzialdiagnosen sind: Magenlymphom, gastrointestinaler Stromatumor (GIST), Sarkome, neuroendokr<TextGroup><PlainText>in</PlainText></TextGroup>e Tumoren, Tumormetastasen. Klassifikation und <TextGroup><PlainText>Stadien</PlainText></TextGroup>einteilung des Magenkarzinoms s. Tabelle 1 <ImgLink imgNo="1" imgType="table"/> und Tabelle 2 <ImgLink imgNo="2" imgType="table"/>.</Pgraph><Pgraph>Histologie: Adenokarzinome unterschiedlicher Differenzierung, Einteilung nach Laur&#233;n:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">diffuser Typ nach Laur&#233;n: schlecht differenziert</ListItem><ListItem level="1">intestinaler Typ nach Laur&#233;n: gut differenziert</ListItem></UnorderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Prim&#228;rbehandlung">
      <MainHeadline>Prim&#228;rbehandlung</MainHeadline><Pgraph>Operative Standardtherapie des Magenkarzinoms ist die totale Gastrektomie (diffuser Typ nach Laur&#233;n) inkl. Lymphadenektomie von Kompartment I und II (Ausnahme: Fr&#252;hkarzinom; T1 N0) bzw. die 4&#47;5-Resektion des Magens (intestinaler Typ nach Laur&#233;n) je nach Tumorsitz und <TextGroup><PlainText>-gr&#246;&#223;e</PlainText></TextGroup>. Abh&#228;ngig von der Tumorgr&#246;&#223;e kann eine Splenektomie oder Pankreatektomie&#47;-teilresektion erforderlich werden, wonach Morbidit&#228;t und Mortalit&#228;t erh&#246;ht sind <TextLink reference="7"></TextLink>, <TextLink reference="8"></TextLink>. Angestrebt wird immer eine R0-Resektion, wof&#252;r eine ausgedehnte Lymphknotendissektion notwendig ist. </Pgraph><Pgraph>Zu den Magenkarzinomen z&#228;hlen auch Adenokarzinome des &#246;sophagogastralen &#220;bergangs (AEG), n&#228;mlich Kardiakarzinome (AEG II) sowie subkardiale Karzinome (<TextGroup><PlainText>AEG III</PlainText></TextGroup>). AEG III-Tumoren erfordern eine Gastrektomie, AEG II-Tumore eine transhiatal erweiterte Gastrektomie.</Pgraph><Pgraph>In den Stadien IB bis IV Empfehlung einer perioperativen bzw. neoadjuvanten Chemotherapie unter Einschluss folgender Zytostatika&#47;Schemata: </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Epirubicin, Cisplatin, 5-Fluoruracil (ECF) <TextLink reference="9"></TextLink>, <TextLink reference="10"></TextLink></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Epirubicin, Cisplatin, Capecitabin (ECX) <TextLink reference="11"></TextLink></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Oxaliplatin, Capecitabin (Xelox) <TextLink reference="12"></TextLink></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Cisplatin, Folins&#228;ure, 5-Fluoruracil (PLF) <TextLink reference="13"></TextLink></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="5" numString="5.">Docetaxel, Cisplatin, 5-Fluoruracil (DCF) <TextLink reference="14"></TextLink></ListItem><ListItem level="1" levelPosition="6" numString="6.">Oxaliplatin, Docetaxel, Folins&#228;ure, 5-Fluoruracil (FLOT) <TextLink reference="15"></TextLink>.</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Bei AEG-Tumoren kann eine neoadjuvante Chemotherapie oder eine Radiochemotherapie durchgef&#252;hrt werden <TextLink reference="16"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>F&#252;r Patienten mit &#220;berexpression von HER-2 neu besteht ein &#220;berlebensvorteil f&#252;r die Kombinationsbehandlung mit Trastuzumab, Cisplatin und Capecitabin oder 5-Fluoruracil <TextLink reference="17"></TextLink>. </Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Posttherapeutische Funktionssch&#228;den nach Therapie eines Magenkarzinoms">
      <MainHeadline>Posttherapeutische Funktionssch&#228;den nach Therapie eines Magenkarzinoms</MainHeadline><SubHeadline>Ern&#228;hrungsst&#246;rungen</SubHeadline><Pgraph>Ca. 4&#8211;6 Wochen nach Radiochemotherapie kann es zu Stomatitis, Mucositis, Inappetenz, &#220;belkeit, Erbrechen und Durchfall mit entsprechenden Ern&#228;hrungsst&#246;rungen kommen. Diese Folgest&#246;rungen sind jedoch zumeist zeitlich limitiert. Wichtiger sind Funktionssch&#228;den, die sich als Operationsfolge durch Verlust des Ern&#228;hrungsreservoirs nach Gastrektomie ergeben <TextLink reference="18"></TextLink>. Hierbei kommt es regelm&#228;&#223;ig zu einer Fettfehlverwertung, die f&#252;r mindestens 3&#8211;6 Monate nach der Operation medikament&#246;s (mit Lipase) kompensiert werden muss. </Pgraph><Pgraph>Objektivierung und Quantifizierung von Ern&#228;hrungsst&#246;rungen: </Pgraph><Pgraph>a) Bestimmung des Body-Mass-Index (BMI)<LineBreak></LineBreak>b) Bestimmung von Gesamteiwei&#223;, Albumin <TextLink reference="19"></TextLink> und Beta-Karotin im Serum (Identifizierung von Resorptionsst&#246;rungen im Bereich des D&#252;nndarms)<LineBreak></LineBreak>c) Handkraftmessung (indirekter Parameter f&#252;r den Ern&#228;hrungszustand bzw. f&#252;r die Muskelmasse), <TextGroup><PlainText>s. Tabelle 3 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="3" imgType="table"/> sowie <TextLink reference="20"></TextLink>, <TextLink reference="21"></TextLink><LineBreak></LineBreak>d) Bioimpedanzanalyse (BIA). Mit der BIA lassen sich Ver&#228;nderungen der Fett-&#47;Muskel-Relation sowie St&#246;rungen des Wasserhaushaltes identifizieren <TextLink reference="22"></TextLink>, <TextLink reference="23"></TextLink>, <TextLink reference="24"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>H&#228;ufige Funktionsst&#246;rungen nach Gastrektomie: <TextGroup><PlainText>Tabelle 4 </PlainText></TextGroup><ImgLink imgNo="4" imgType="table"/>.</Pgraph><Pgraph>Im Vordergrund der Beschwerdesymptomatik stehen zumeist Ern&#228;hrungsst&#246;rungen, die auf die Ver&#228;nderung der anatomischen Strukturen und die hiermit verbundene Ver&#228;nderung der Verdauungsfunktionen zur&#252;ckgehen. Ein wichtiger Bestandteil der Rehabilitation ist die Ern&#228;hrungstherapie (theoretisch und praktisch) inkl. Verhaltensempfehlungen f&#252;r die Einnahme von Pankreasenzymen (Lipase) (s. Tabelle 5 <ImgLink imgNo="5" imgType="table"/>). Die Regulation von Hunger, Appetit und S&#228;ttigungsgef&#252;hl wird entscheidend durch Ghrelin <TextLink reference="25"></TextLink>, <TextLink reference="26"></TextLink>, <TextLink reference="27"></TextLink>, <TextLink reference="28"></TextLink>, Nesfatin-1 <TextLink reference="29"></TextLink> und Leptin <TextLink reference="30"></TextLink> beeinflusst. F&#252;r die Zukunft k&#246;nnte eine Therapie mit Ghrelin <TextLink reference="31"></TextLink>, <TextLink reference="32"></TextLink> oder Ghrelin-Analoga <TextLink reference="33"></TextLink>, <TextLink reference="34"></TextLink>, <TextLink reference="35"></TextLink> ein Ansatz zur weiteren Verbesserung und Beschleunigung des Genesungsprozesses sein.</Pgraph><Pgraph>Ern&#228;hrungsst&#246;rungen sind deswegen sozialmedizinisch relevant, weil letztlich eine dauerhafte Fehlverwertung der zugef&#252;hrten Energie resultiert (insbesondere der Fette) und es dadurch zu deutlichen, anhaltenden Gewichtsverlusten kommt, die dazu f&#252;hren, dass insbesondere T&#228;tigkeiten mit mittelschwerer bis schwerer k&#246;rperlicher Belastung nicht mehr ausgef&#252;hrt werden k&#246;nnen (s. auch Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>).</Pgraph><SubHeadline>Konditions- und Muskelschw&#228;che</SubHeadline><Pgraph>Ursache f&#252;r die Konditions- und Muskelschw&#228;che ist die Verringerung der Regulationsbreite des Herz-Kreislauf-Systems durch therapiebedingte Immobilisierung mit Muskelabbau, Infektionen (katabole Stoffwechsellage), Ern&#228;hrungsst&#246;rungen oder Medikamentennebenwirkungen. Es kommt zu somatischer Anpassung an das verringerte Belastungsniveau mit Reduktion der funktionellen Kapazit&#228;t verschiedener Organsysteme: Muskel-&#47;Knochenabbau, Reduktion des Schlagvolumens, Belastungstachykardie, orthostatische Dysregulation, Abnahme der maximalen Sauerstoffaufnahme, Entwicklung von Atelektasen in der Lunge, erh&#246;hte Thromboseneigung. Insgesamt resultiert eine deutliche Schw&#228;chung von K&#246;rperkraft und Ausdauer, die durch Messung der Gehstrecke, Ergometrie, ggf. Spiroergometrie objektiviert werden k&#246;nnen. Diese Ver&#228;nderungen lassen sich durch ein entsprechendes rehabilitatives Bewegungsprogramm wieder bessern: Zum Einsatz kommen: Muskelaufbautraining (Medizinische Trainingstherapie, Zirkeltraining), Ausdauer-&#47;Konditionstraining (Ergometerradtraining, Fahrradfahren, Joggen, Laufen, Walking, Terrain-, Motomedtraining, Hockergymnastik, Einzelkrankengymnastik, Wassergymnastik, Schwimmen) sowie Ern&#228;hrungstherapie (hyperkalorische Kost, Zwischenmahlzeiten, proteinreiche Erg&#228;nzungsnahrungen, Ern&#228;hrungsberatung&#47;-schulung, therapeutisches Kochen). Keimarme Ern&#228;hrung ist nur selten notwendig (nur bei ausgepr&#228;gter Leukopenie). Anhaltspunkte f&#252;r die sozialmedizinische Beurteilung <TextGroup><PlainText>s. T</PlainText></TextGroup>abelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>.</Pgraph><SubHeadline>Atemnot</SubHeadline><Pgraph>Ursachen f&#252;r Atemnot sind Konditionsschw&#228;che (durch Inaktivit&#228;t), An&#228;mie, Kardiotoxizit&#228;t mit Entwicklung einer Myokardinsuffizienz z.B. nach zytostatischer Chemotherapie (durch 5-Fluorouracil, Anthracycline, Trastuzumab) <TextLink reference="36"></TextLink>, <TextLink reference="37"></TextLink>, <TextLink reference="38"></TextLink>, <TextLink reference="39"></TextLink>, <TextLink reference="40"></TextLink>, <TextLink reference="41"></TextLink>, <TextLink reference="42"></TextLink>, aber auch als Folge der Narkose. Pr&#228;disponiert sind besonders Patienten mit kardialer und&#47;oder pulmonaler Komorbidit&#228;t, z.B. bei vorbestehender koronarer Herzkrankheit oder chronisch obstruktiver Ventilationsst&#246;rung. Objektivierung durch Echokardiographie bzw. Spiroergometrie. Bei Konditionsschw&#228;che Ausdauer-&#47;Konditionstraining (Ergometerradtraining, Fahrradfahren, Joggen, Laufen, Walking (belastbare Patienten) Terraintraining, Motomedtraining, Hockergymnastik, Einzelkrankengymnastik (nicht belastbare Patienten). Bei An&#228;mie oder Herz-&#47;Lungenerkrankungen Differentialtherapie nach ausl&#246;sender Ursache, ggf. medikament&#246;se Behandlung und&#47;oder Substitution von Erythrozyten. Subjektiv empfundene Einschr&#228;nkungen sollten bei entsprechender beruflicher Leistungsanforderung durch Ergometrie <TextLink reference="43"></TextLink>, 6-Minuten-Gehtest <TextLink reference="44"></TextLink>, Spirometrie oder Bodyplethysmographie objektiviert werden <TextLink reference="45"></TextLink>. Anhaltspunkte f&#252;r die sozialmedizinische Beurteilung s. Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>. Bei Best&#228;tigung ergeben sich dann ggf. Ausschl&#252;sse f&#252;r T&#228;tigkeiten mit hoher k&#246;rperlicher Leistungsanforderung (z.B. Bauarbeiter, Krankenschwester). </Pgraph><SubHeadline>&#214;dem&#47;Wassereinlagerungen</SubHeadline><Pgraph>&#214;deme k&#246;nnen Myokardinsuffizienz (z.B. nach Behandlung mit Epirubicin), Verminderung von Albumin (als Folge von Ern&#228;hrungsst&#246;rungen) mit entsprechend erniedrigtem onkotischem Druck oder Nierenfunktionsst&#246;rungen (z.B. nach Behandlung mit Cisplatin) anzeigen. Objektivierung: Messung des K&#246;rpergewichtes im Zeitverlauf. Anhaltspunkte f&#252;r die sozialmedizinische Beurteilung bei kardialer Ursache s. Tabelle 3 <ImgLink imgNo="3" imgType="table"/>. Ausschl&#252;sse ergeben sich dann ggf. f&#252;r T&#228;tigkeiten mit hoher k&#246;rperlicher Leistungsanforderung.</Pgraph><SubHeadline>Toxische Polyneuropathie nach zytostatischer Chemotherapie</SubHeadline><Pgraph>Zu beachten ist, dass sich eine posttherapeutisch (nach Chemotherapie mit Cisplatin <TextLink reference="46"></TextLink>, Oxaliplatin <TextLink reference="47"></TextLink>, Docetaxel <TextLink reference="48"></TextLink>) aufgetretene toxische Polyneuropathie im Laufe von Monaten wieder zur&#252;ckbilden kann. H&#228;lt diese jedoch auch noch 12 Monate nach Abschluss der Prim&#228;rbehandlung an, so treten nur noch selten Besserungen ein. Es bestehen dann in Abh&#228;ngigkeit vom Behinderungsbild (sensible und&#47;oder motorische Neuropathie) ggf. Einschr&#228;nkung bei Arbeiten mit Anforderungen an das taktile Empfinden resp. die Feinmotorik (H&#228;nde) bzw. Stand-&#47;Gangsicherheit&#47;Gehen (F&#252;&#223;e) (z.B. Uhrmacher, operativ t&#228;tige &#196;rzte, Fensterputzer, Dachdecker, Maler). Wichtig: Gangunsicherheit bei m&#228;&#223;iger Polyneuropathie kann visuell kompensiert werden. Ist das Gehen deutlich beeintr&#228;chtigt, kann die Wegef&#228;higkeit eingeschr&#228;nkt sein. Einteilung und sozialmedizinische Beurteilung <TextGroup><PlainText>s. T</PlainText></TextGroup>abelle 6 <ImgLink imgNo="6" imgType="table"/> <TextLink reference="49"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Ist eine periphere sensible Neuropathie im Bereich der H&#228;nde beziehungsweise Finger klinisch gesichert, resultieren Einschr&#228;nkungen f&#252;r T&#228;tigkeiten, die besondere Anspr&#252;che an das taktile Empfinden stellen (zum Beispiel Verabreichen von Injektionen, N&#228;hen, Sortieren). Motorische Ausf&#228;lle im Bereich der H&#228;nde f&#252;hren &#8211; abh&#228;ngig von ihrer Auspr&#228;gung &#8211; zu Einschr&#228;nkungen f&#252;r besondere Anforderungen an die Feinmotorik. Ist die grobe Kraft reduziert, ist zu beachten, dass eine handschriftliche T&#228;tigkeit h&#246;here Anforderungen an die Kraft und Greiffunktion der Hand stellt als das Schreiben am Personalcomputer (PC), so dass PC-Arbeit noch lange erhalten sein kann. Bei einer Polyneuropathie der unteren Extremit&#228;ten k&#246;nnen sich qualitative Einschr&#228;nkungen f&#252;r T&#228;tigkeiten in unebenem Gel&#228;nde, auf Leitern und Ger&#252;sten, mit Treppensteigen, &#252;berwiegendem Stehen und Gehen ergeben bis hin zur Einschr&#228;nkung der Wegef&#228;higkeit (siehe Glossar, Anlage 7.9). Dabei ist zu ber&#252;cksichtigen, dass die Gangunsicherheit bei m&#228;&#223;iger Polyneuropathie noch weitgehend visuell kompensiert werden kann. Die Erhebung des Muskelstatus mit vergleichender Umfangsmessung, Angaben zur Beschwielung an F&#252;&#223;en beziehungsweise H&#228;nden, die Beobachtungen w&#228;hrend der Begutachtung und die Angaben zur Alltagsbelastbarkeit sollten zur Leistungsbeurteilung herangezogen werden.</Pgraph><SubHeadline>Konzentrations-&#47;Merkf&#228;higkeitsst&#246;rungen </SubHeadline><Pgraph>Kognitive Defizite k&#246;nnen sich nach intensiver Chemotherapie (&#8222;Chemobrain&#8220;) <TextLink reference="50"></TextLink> und&#47;oder Bestrahlung (insbesondere Sch&#228;delbestrahlung bzw. Bestrahlung der Neuroachse) zeigen. Objektivierung: klinische Untersuchung, neuropsychologische Testverfahren <TextLink reference="51"></TextLink>. F&#252;r T&#228;tigkeiten mit Anforderungen an Konzentration und Merkf&#228;higkeit, gefahrengeneigte T&#228;tigkeiten, Arbeiten mit Instrumenten und Maschinen oder T&#228;tigkeiten mit Verantwortung f&#252;r Personen und Maschinen ergeben sich dann Ausschl&#252;sse. Schicht- oder Nachtarbeit sowie die T&#228;tigkeit als Berufskraftfahrer sind dann ebenfalls nicht mehr m&#246;glich. Therapie: Hirnleistungstraining. </Pgraph><SubHeadline>Postoperative Bridenbildung &#47; Schmerz </SubHeadline><Pgraph>Schmerzen treten h&#228;ufig postoperativ durch narbige Ver&#228;nderungen in Erscheinung: durch die Wundheilung entwickeln sich innerhalb des Abdomens Adh&#228;sionen&#47;Briden, die durch die Fixierung von Darmschlingen den Transport des Speisebreis bzw. den Stuhltransport beeintr&#228;chtigen k&#246;nnen. Klinisch treten dann kolikartige Schmerzen auf, die z.T. von der jeweiligen Ern&#228;hrung abh&#228;ngig sind, teilweise auch mit Obstipationsneigung einhergehen.</Pgraph><Pgraph>Ob derartige Funktionsst&#246;rungen und Schmerzen sozialmedizinisch relevant sind, muss individuell entschieden werden. F&#252;r die sozialmedizinische Beurteilung ausschlaggebend sind die resultierenden Funktionsst&#246;rungen sowie die Wirksamkeit einer eventuellen Schmerztherapie. Schmerz als Symptom ist nicht objektivierbar, auch h&#228;ngt er entscheidend vom pers&#246;nlichen Erleben des Patienten ab <TextLink reference="52"></TextLink>. Zur korrekten Beurteilung des durch den Schmerz verursachten Leidensdrucks und die damit verbundenen Beeintr&#228;chtigungen ist die &#228;rztliche Erfahrung des Gutachters in der Interaktion mit dem Patienten von zentraler Bedeutung. Im Einzelfall mag die Hinzuziehung eines Arztes f&#252;r Psychiatrie&#47;Psychosomatik&#47;psychotherapeutische Medizin sinnvoll sein.</Pgraph><SubHeadline>Zustand nach Laparotomie </SubHeadline><Pgraph>Der konventionelle Operationszugang bei Resektion eines Magenkarzinoms (Gastrektomie, 4&#47;5-Resektion des Magens) beinhaltet eine Laparotomie, die zur kompletten Abheilung je nach Alter, Geschlecht und K&#246;rperzustand <TextLink reference="53"></TextLink> ca. 3&#8211;4 Monate ben&#246;tigt. Wird die Laparotomienarbe innerhalb dieses Zeitraumes st&#228;rker belastet, z.B. durch Heben, Tragen und Bewegen von Lasten, so kann sich ein Narbenbruch entwickeln. Beg&#252;nstigt wird die Entwicklung eines Narbenbruches durch chronische&#47;rezidivierende intraabdominelle Druckerh&#246;hung (&#220;bergewicht, chronische pulmonale Erkrankungen, h&#228;ufiges Husten oder Lachen, starkes Pressen) sowie St&#246;rungen der Wundheilung (Mangelern&#228;hrung, Nikotinabusus, Kachexie, Diabetes mellitus, Medikation mit NSAR oder Steroiden, Wundinfektionen), zus&#228;tzlich wichtig sind chirurgische Faktoren wie Schnittl&#228;nge, Schnittf&#252;hrung sowie das Nahtmaterial <TextLink reference="54"></TextLink>. Schwere k&#246;rperliche Belastungen mit Heben und Tragen &#252;ber 10&#8211;15 kg sind daher wegen der Gefahr der Entwicklung einer Bauchwand-&#47;Narbenhernie f&#252;r 3&#8211;4 Monate nach der Operation zu vermeiden. </Pgraph><SubHeadline>Psychovegetative Ersch&#246;pfung </SubHeadline><Pgraph>Pathophysiologie&#47;&#196;tiologie: Psychische Belastung durch das Erleben einer lebensbedrohlichen Erkrankung und deren Behandlung. Die St&#246;rungsbilder k&#246;nnen von der reaktiven Depression &#252;ber Angstst&#246;rungen, Anpassungsst&#246;rungen bis hin zu posttraumatischen Belastungsst&#246;rungen reichen. Therapie: Exploration durch &#228;rztlichen oder psychologischen Psychotherapeuten. Testung der Belastungen durch spezifisches psychologisches Testinstrumentarium (BDI, HADS, EORTC QLQ-C30). &#196;rztliches Gespr&#228;ch mit Information zur Erkrankung &#47; zum weiteren Procedere. Ggf. psychoonkologische Betreuung. Psychische Belastungen wirken sich nur dann auf die sozialmedizinische Beurteilung bei Krebspatienten aus, wenn eine schwere, die Pers&#246;nlichkeit des Patienten beeintr&#228;chtigende&#47;ver&#228;ndernde St&#246;rung vorliegt. F&#252;r die Zuerkennung einer Erwerbsminderungsrente ist dann im Regelfall das Gutachten eines Arztes f&#252;r Psychiatrie&#47;Psychotherapie&#47;psychosomatische Medizin notwendig.</Pgraph><SubHeadline>Fatigue-Syndrom</SubHeadline><Pgraph>Das tumorassoziierte Fatigue-Syndrom <TextLink reference="55"></TextLink> l&#228;sst sich besonders nach multimodaler Therapie (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) beobachten. Charakteristisch ist, dass trotz ad&#228;quater Ruhephasen eine dauerhafte k&#246;rperliche und geistige Ersch&#246;pfung gegeben ist (Diagnosekriterien s. Tabelle 7 <ImgLink imgNo="7" imgType="table"/>). Die Lebensqualit&#228;t der betroffenen Patienten ist deutlich beeintr&#228;chtigt. Das akute Fatigue-Syndrom bessert sich nach einer Rekonvaleszenz von einigen Monaten, das chronische Fatigue-Syndrom hingegen bleibt auch nach mehr als sechs Monaten unver&#228;ndert. Es handelt sich um eine Ausschlussdiagnose. Differenzialdiagnostisch abzugrenzen sind tumorassoziierte Faktoren (Progression, Rezidiv), An&#228;mie, Ern&#228;hrungsst&#246;rungen, endokrine und Stoffwechselerkrankungen (Hypothyreose, Diabetes mellitus), schlafbezogene Atmungsst&#246;rungen sowie psychiatrische Erkrankungen (z.B. Depression). F&#252;r die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung ist das Fatigue-Syndrom nur in seltenen Ausnahmef&#228;llen relevant. Stehen psychomentale Funktionsst&#246;rungen im Vordergrund, so ist ggf. eine erg&#228;nzende psychiatrische Begutachtung durch einen Arzt f&#252;r Psychiatrie&#47;Psychotherapie&#47;psychosomatische Medizin hilfreich. Zur Besserung eines Fatigue-Syndroms sollten alle therapeutischen Optionen, insbesondere die medizinische Rehabilitation ausgesch&#246;pft werden. Auch sollten die betroffenen Patienten dahingehend angeleitet werden, auf jeden Fall in eine berufliche T&#228;tigkeit zur&#252;ckzukehren, da Inaktivit&#228;t das Fatigue-Syndrom weiter verschlechtern kann. Auch wird dadurch einem sozialen R&#252;ckzug entgegengewirkt <TextLink reference="56"></TextLink>.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Rehabilitation">
      <MainHeadline>Rehabilitation</MainHeadline><Pgraph>Von der Verbesserung der Therapie maligner Erkrankungen profitieren insbesondere j&#252;ngere, noch im Berufsleben stehende Krebspatienten. Das fr&#252;her in der Regel t&#246;dliche Leiden verwandelt sich damit in eine chronische Erkrankung mit mehr oder weniger ausgepr&#228;gten funktionellen Einschr&#228;nkungen. Reduzierte Lebensqualit&#228;t und Leistungsf&#228;higkeit sind die Folgen <TextLink reference="57"></TextLink>. Der Verlust der Leistungsf&#228;higkeit und damit des Arbeitsplatzes ist mit zum Teil erheblichen finanziellen Folgen f&#252;r den betroffenen Patienten verbunden. Andererseits verlieren Krebskranke ihren Arbeitsplatz signifikant h&#228;ufiger als gleichaltrige Gesunde <TextLink reference="58"></TextLink>. Aus diesem Grund darf die Betreuung und Behandlung von Krebspatienten nicht mit der Chemotherapie, Bestrahlung oder Operation enden, sondern muss sich auch den sozialen und beruflichen Folgen der Erkrankung und der Therapie stellen. Dies ist Aufgabe der in der Rehabilitation t&#228;tigen Sozialmediziner. Zielsetzung der Rehabilitation ist die Beseitigung von Funktionssch&#228;den, die sich im Zuge der Erkrankung oder deren Behandlung eingestellt haben. &#220;bergeordnetes Ziel hierbei ist die Wiederherstellung der Leistungsf&#228;higkeit in der fr&#252;heren Berufst&#228;tigkeit bzw. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (f&#252;r Berufst&#228;tige) bzw. die Verhinderung einer Pflegebed&#252;rftigkeit (f&#252;r Altersrentner). F&#252;r die Durchf&#252;hrung einer station&#228;ren oder ambulanten Rehabilitation in einer wohnortnahen Rehabilitationseinrichtung m&#252;ssen folgende Voraussetzungen vorliegen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Rehabilitationsbed&#252;rftigkeit: Durch die Erkrankung bzw. deren Behandlung haben sich Funktionsst&#246;rungen entwickelt, die durch eine Rehabilitation gebessert werden k&#246;nnen.</ListItem><ListItem level="1">Rehabilitationsprognose: Funktionssch&#228;den und&#47;oder psychische Beeintr&#228;chtigungen k&#246;nnen mit einer Rehabilitation gebessert werden.</ListItem><ListItem level="1">Rehabilitationsf&#228;higkeit: Der Patient kann einem strukturierten Rehabilitationsprogramm eigenst&#228;ndig folgen.</ListItem><ListItem level="1">Rehabilitationsbereitschaft&#47;-motivation: Der Patient ist bereit und in der Lage, motiviert einem Rehabilitationsprogramm zu folgen und sich an den entsprechenden therapeutischen Ma&#223;nahmen aktiv zu beteiligen.</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Es gibt mehrere Zug&#228;nge zur Rehabilitation <TextLink reference="59"></TextLink>:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Antragsverfahren (allgemeines Heilverfahren): der Patient stellt, ggf. mit Unterst&#252;tzung seines behandelnden Arztes einen Antrag auf Rehabilitation, der Leistungstr&#228;ger (Rentenversicherung, Krankenversicherung) entscheidet, ob eine Rehabilitation genehmigt werden kann und welche Rehabilitationseinrichtung mit der Durchf&#252;hrung beauftragt wird.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Anschlussrehabilitation (Anschlussheilverfahren): die &#196;rzte der Akutklinik &#47; die niedergelassenen &#196;rzte beantragen in speziell hierf&#252;r zugelassenen Rehabilitationseinrichtungen eine Anschlussrehabilitation, deren leitenden &#196;rzte pr&#252;fen, ob die Zugangsvoraussetzungen f&#252;r eine Rehabilitation vorliegen; ist dies der Fall, so kann der Patient direkt im Anschluss an die Prim&#228;rbehandlung zur Rehabilitation aufgenommen werden (Direktverfahren); der Abstand zwischen der Entlassung aus der Akutklinik bzw. dem Ende der Bestrahlung&#47;Chemotherapie und der Aufnahme in die Rehabilitationseinrichtung darf hierbei 14 Tage nicht &#252;berschreiten.</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Am Beginn der Rehabilitation steht die Evaluierung des Ist-Zustandes zur Erfassung und Quantifizierung krankheitsspezifischen Folgest&#246;rungen mithilfe entsprechender rehabilitativer Diagnostik. Sie dient der Erfassung der aktuellen Krankheitssituation bzw. der Definition von Therapie- und Rehabilitationszielen vor Aufstellung eines rehabilitativen Therapieplans, orientiert sich an der jeweiligen prim&#228;ren Fragestellung und wird im weiteren Verlauf der Abkl&#228;rung entsprechend den Erfordernissen erg&#228;nzt. Parallel dient sie der Beurteilung ggf. vorhandener Funktionseinschr&#228;nkungen und der Einsch&#228;tzung von Verlauf und Prognose. Folgende Untersuchungsmethoden kommen zum Einsatz:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Eigen-&#47;Fremd- und Familienanamnese</ListItem><ListItem level="1">K&#246;rperliche Untersuchung, Bestimmung von K&#246;rpergr&#246;&#223;e, K&#246;rpergewicht, Body-Mass-Index, Handkraftmessung</ListItem><ListItem level="1">Basisuntersuchung Labor zur Absch&#228;tzung der Funktionskapazit&#228;t verschiedener Organsysteme: Blutbild, Gesinnung, Gesamteiwei&#223;, Albumin, Leber- und Nierenwerte, Urinstatus</ListItem><ListItem level="1">psychologische Basisdiagnostik: Einsatz anerkannter psychologischer Testinstrumente zur Identifizierung psychischer Belastungsfaktoren (s. Tabelle 8 <ImgLink imgNo="8" imgType="table"/>)</ListItem><ListItem level="1">ggf. bildgebende Diagnostik (Ultraschall, konventionelles R&#246;ntgen) </ListItem><ListItem level="1">ggf. Funktionsuntersuchungen (Lungenfunktionspr&#252;fung, Ergometerbelastung, 6-Minuten-Gehtest)</ListItem><ListItem level="1">ggf. Endoskopie (&#214;sophagogastroduodenoskopie)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Im Rahmen der Pflegeanamnese werden die Ressourcen und Selbsthilfekompetenz des Patienten erfasst und der sich daraus ergebende Pflegebedarf ermittelt. Die Patienten werden durch aktivierende pflegerische Ma&#223;nahmen unterst&#252;tzt und beraten. Aufgrund der hier gewonnenen Untersuchungsergebnisse k&#246;nnen Rehabilitationsziele definiert werden, die zwischen Arzt und Rehabilitanden verbindlich vereinbart werden. Darauf aufbauend wird ein Therapieplan festgelegt, der die Beseitigung der vorhandenen Funktionssch&#228;den zur Zielsetzung hat. Die heutigen rehabilitativen Konzepte beim Magenkarzinom sehen hierbei eine aktivierende, kompetenzvermittelnde Rehabilitation mit folgenden rehabilitativ-therapeutischen Schwerpunkten vor:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Ern&#228;hrungstherapie und -schulung (theoretisch und praktisch)</ListItem><ListItem level="1">psychologische Beratung und Therapie (inkl. Entspannungstraining)</ListItem><ListItem level="1">Bewegungstherapie (Physiotherapie, Sporttherapie, Ergotherapie)</ListItem><ListItem level="1">Sozial- und sozialrechtliche Beratung (inkl. Unterst&#252;tzung der beruflichen und sozialen Integration)</ListItem><ListItem level="1">Patientenschulungen (spezifische Informationen von ern&#228;hrungstherapeutischer und &#228;rztlicher Seite zum Thema Magenkarzinom)</ListItem><ListItem level="1">Gesundheitsbildung (allgemeine Informationen zu einer gesunden Lebensweise)</ListItem><ListItem level="1">Nachsorge-&#47;Umsetzungsplanung f&#252;r die Zeit nach der Rehabilitation</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Im Zuge der Diagnose und Therapie der Erkrankung k&#246;nnen sich zum Teil erhebliche Gewichtsverluste entwickeln, 20&#8211;30 kg Gewichtsverlust innerhalb von 2&#8211;4 Monaten sind nicht selten. Wichtig in diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass nach Gewichtsverlusten die Dosierungen verschiedener Medikamente angepasst (zumeist reduziert) werden m&#252;ssen. </Pgraph><Pgraph>So kann h&#228;ufig eine vormals notwendige antihypertensive Medikation reduziert, nicht selten auch v&#246;llig abgesetzt werden. Das gleiche gilt f&#252;r Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, der nach st&#228;rkeren Gewichtsverlusten in eine asymptomatische Verlaufsform &#252;bergehen kann, so dass entsprechende Medikamente (z.B. Metformin, Glibenclamid) dann abgesetzt werden k&#246;nnen. Am Ende der Rehabilitation stehen die Evaluierung der erreichten Ergebnisse (wenn m&#246;glich quantitativ) und die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung durch einen in sozialmedizinischen Fragestellungen versierten Arzt.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Nachsorge">
      <MainHeadline>Nachsorge</MainHeadline><Pgraph>Die Nachsorge muss potenziell m&#246;gliche Folgest&#246;rungen im Blick haben. Es sind dies im Einzelnen: </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Entwicklung von Stenosen im Bereich der &#214;sophagojejunostomie im Rahmen der Wundheilung. Es muss dann ein Rezidiv ausgeschlossen werden, im Anschluss ggf. Bougierung</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Entwicklung einer Eisenmangelan&#228;mie (durch Reflux&#246;sophagitis infolge Gellereflux)</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Entwicklung einer megalobblast&#228;ren An&#228;mie durch gest&#246;rte Aufnahme von Vitamin B12, nach der Gastrektomie steht kein Intrinsic Factor (IF) mehr zur Verf&#252;gung, der f&#252;r die Aufnahme von Vitamin B12 essenziell ist. Prophylaxe: Gabe von Vitamin B12 1000 &#181;g s.c. 1x alle 3 Monate</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="4" numString="4.">Entwicklung einer Osteoporose: nach Gastrektomie entwickelt sich in etwa 40&#8211;50&#37; der F&#228;lle eine Laktoseintoleranz. Die Patienten vermeiden daher den Verzehr von Milch und Milchprodukten so dass sich dadurch ein Kalziummangel und daraus resultierend eine Osteoporose entwickeln k&#246;nnen.</ListItem></OrderedList></Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung &#8211; &#220;berblick">
      <MainHeadline>Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung &#8211; &#220;berblick</MainHeadline><Pgraph>Aufgabe sozialmedizinisch t&#228;tiger &#196;rzte ist es gutachterlich niederzulegen, in welchem Ausma&#223; die fr&#252;her ausge&#252;bte oder eine sonstige T&#228;tigkeit nach Abschluss der Krebsbehandlung wieder aufgenommen werden kann (sozialmedizinische Leistungsbeurteilung). Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung legt hierbei das verbliebene qualitative und quantitative (Rest-) Leistungsverm&#246;gen des Versicherten fest und bringt es in ein Verh&#228;ltnis zu der bisherigen beruflichen T&#228;tigkeit (T&#228;tigkeitsprofil) bzw. den noch ausf&#252;hrbaren T&#228;tigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt <TextLink reference="60"></TextLink>. Folgende Begutachtungskriterien sind bei Patienten nach Krebsbehandlung zu ber&#252;cksichtigen:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">K&#246;rperliche Leistungsf&#228;higkeit</ListItem><ListItem level="1">Beeintr&#228;chtigungen und Funktionsst&#246;rungen (somatisch und psychisch)</ListItem><ListItem level="1">Krankheitsaktivit&#228;t&#47;Remissionsstatus</ListItem><ListItem level="1">Notwendigkeit einer medikament&#246;sen Dauerbehandlung mit potentiellen Nebenwirkungen</ListItem><ListItem level="1">Wahrscheinlichkeit mit der ein R&#252;ckfall bzw. eine Progression erwartet werden muss</ListItem><ListItem level="1">Zeitdauer bis zum Eintreten der Progression</ListItem><ListItem level="1">Komorbidit&#228;ten</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Von zentraler Bedeutung sind hierbei die objektivierbaren funktionalen St&#246;rungen und Beeintr&#228;chtigungen. Sie korrelieren nicht nur zur durchgef&#252;hrten Therapie und den hierdurch verursachten Therapiefolgen, sondern auch zur Erkrankung selbst bzw. zu deren Verlauf (Progression&#63;, Rezidiv&#63;). Weiterhin zu ber&#252;cksichtigen sind die eventuell noch bestehenden therapeutischen Optionen. Bei der Begutachtung setzt der Gutachter &#8211; ein in Begutachtungsfragen erfahrener Sozialmediziner &#8211; das F&#228;higkeitsprofil des Versicherten in Beziehung zu den Anforderungen der zuletzt ausge&#252;bten beruflichen T&#228;tigkeit sowie den &#252;blichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Problem ist hierbei f&#252;r den sozialmedizinisch t&#228;tigen Arzt, sich von seiner somatischen &#228;rztlichen Sozialisation zu l&#246;sen und auch die psychischen Belastungsfaktoren entsprechend ihrer Bedeutung f&#252;r die Beeintr&#228;chtigungen des Patienten zu ber&#252;cksichtigen. Sozialmedizinisch relevant sind jene Einschr&#228;nkungen, die sich &#252;ber einen l&#228;ngeren Zeitraum (mehr als sechs Monate) oder auf Dauer negativ auf die Aus&#252;bung der Erwerbst&#228;tigkeit auswirken. Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung erstreckt sich auf:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">den zeitlichen Umfang, in dem die letzte berufliche T&#228;tigkeit ausge&#252;bt werden kann (quantitative Beurteilung im Hinblick auf die zuletzt ausge&#252;bte T&#228;tigkeit)</ListItem><ListItem level="1">das allgemeine Belastbarkeitsniveau in Verbindung mit dem F&#228;higkeitsprofil</ListItem><ListItem level="1">Funktionseinschr&#228;nkungen unter Ber&#252;cksichtigung des Kompensationsverm&#246;gens (qualitative Beurteilung)</ListItem><ListItem level="1">den zeitlichen Umfang, in dem unter Ber&#252;cksichtigung der generellen Einsatzkriterien eine Erwerbst&#228;tigkeit ausge&#252;bt werden kann (quantitative Beurteilung im Hinblick auf die Belastbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt)</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Kann eine T&#228;tigkeit f&#252;r 6 Stunden pro Tag oder mehr ausgef&#252;hrt werden, so besteht vollschichtiges Leistungsverm&#246;gen, eine Erwerbsminderung liegt nicht vor. Kann eine T&#228;tigkeit f&#252;r 3 bis 6 Stunden pro Tag ausgef&#252;hrt werden, so ist das Leistungsverm&#246;gen teilweise aufgehoben (teilweise Erwerbsminderung). Kann eine T&#228;tigkeit f&#252;r weniger als 3 Stunden pro Tag ausgef&#252;hrt werden, so ist das Leistungsverm&#246;gen aufgehoben (volle Erwerbsminderung) <TextLink reference="61"></TextLink>. Angegeben wird zus&#228;tzlich die k&#246;rperliche Arbeitsschwere, die bei der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung ausschlie&#223;lich die k&#246;rperliche Belastung bei der Aus&#252;bung einer T&#228;tigkeit bezeichnet. Die Arbeitsschwere ist u. a. definiert durch Kraftaufwand, Dauer und H&#228;ufigkeit der geforderten Verrichtungen. Unterschieden werden leichte, leichte bis mittelschwere, mittelschwere und schwere Arbeit (REFA -Klassifikation der Arbeitsschwere, s. Tabelle 9 <ImgLink imgNo="9" imgType="table"/>) <TextLink reference="62"></TextLink>. Die qualitative Beurteilung wird durch Angabe positiver und negativer Leistungsmerkmale pr&#228;zisiert. Die Frage der Erwerbsf&#228;higkeit orientiert sich ma&#223;geblich an der juristischen Grundnorm der Einsatzf&#228;higkeit im Minimum leichter T&#228;tigkeiten &#252;ber einen Zeitraum von sechs Stunden pro Tag und mehr mit &#8222;&#252;blichen&#8220; qualitativen Leistungseinschr&#228;nkungen bei erhaltener Wegef&#228;higkeit. Wegef&#228;higkeit bedeutet hierbei die F&#228;higkeit eines Versicherten, eine Arbeitsstelle aufzusuchen (Zur&#252;cklegen von jeweils 500 m viermal t&#228;glich innerhalb von jeweils maximal <TextGroup><PlainText>20 M</PlainText></TextGroup>inuten) <TextLink reference="62"></TextLink>. Wichtig ist die Unterscheidung und Abgrenzung des Begriffs</Pgraph><Pgraph>Leistungsf&#228;higkeit vom Begriff der Arbeitsf&#228;higkeit&#47;Arbeitsunf&#228;higkeit. Arbeitsunf&#228;higkeit als Terminus des Krankenversicherungsrechts bezieht sich begrifflich auf die ausge&#252;bte T&#228;tigkeit bzw. eine zumutbare T&#228;tigkeit. Arbeitsunf&#228;higkeit ist dann gegeben, wenn die F&#228;higkeit zur Leistungserbringung nur &#252;bergangsweise&#47;zeitweise (durch eine akute Erkrankung) aufgehoben ist. Als Lohnersatzleistung w&#228;hrend der Zeit der Arbeitsunf&#228;higkeit</Pgraph><Pgraph>zahlt die gesetzliche Krankenversicherung Krankengeld f&#252;r maximal 78 Wochen (1 &#189; Jahre). Nach Ablauf dieser Zeit wird der Patient &#8222;ausgesteuert&#8220;, d.h., die Zahlung des Krankengeldes wird eingestellt. Bereits vorher fordert die gesetzliche Krankenversicherung den Versicherten auf, einen Rentenantrag zu stellen oder eine medizinische Rehabilitation zu beantragen. Arbeitsunf&#228;higkeit ist nicht mit dem rentenrechtlichen Begriff der Erwerbsminderung zu verwechseln. Erwerbsminderung bedeutet, dass die M&#246;glichkeit zur Leistungserbringung f&#252;r einen l&#228;ngeren Zeitraum aufgehoben ist. Eine Erwerbsminderungsrente wird nach dem heutigen Recht bei der ersten Gew&#228;hrung immer befristet ausgesprochen, zumeist f&#252;r einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren.</Pgraph><Pgraph>Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung ist nicht erforderlich bei Altersrentnern (jedoch erforderlich bei Versicherten, die eine berufliche T&#228;tigkeit aus&#252;ben, bei Hausfrauen&#47;Hausm&#228;nnern, bei Erwerbsminderungs-&#47;Erwerbsunf&#228;higkeits- sowie Berufsunf&#228;higkeitsrentnern). Teilzeitbesch&#228;ftigte Versicherte werden so beurteilt, als st&#252;nden sie in einem vollschichtigen Arbeitsverh&#228;ltnis. Bei der sozialmedizinischen Leistungsbeurteilung werden folgende Punkte &#8211; weil juristisch vorgegeben &#8211; generell nicht ber&#252;cksichtigt:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">die Vermittelbarkeit am Arbeitsmarkt</ListItem><ListItem level="1">eine bestehende Arbeitslosigkeit</ListItem><ListItem level="1">die &#8222;Entw&#246;hnung&#8220; von einer beruflichen T&#228;tigkeit</ListItem><ListItem level="1">das Lebensalter des Versicherten</ListItem><ListItem level="1">eine &#8222;Doppelbelastung&#8220;, z.B. durch die Pflege kranker Eltern oder eines behinderten Kindes</ListItem><ListItem level="1">die Anerkennung eines Grades der Behinderung (GdB) durch das Integrationsamt oder einer Minderung der Erwerbsf&#228;higkeit (MdE) durch eine Berufsgenossenschaft</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>T&#228;tigkeitsbezogene Belastungsfaktoren mit Einfluss auf die sozialmedizinische Beurteilung sind: k&#246;rperliche Belastbarkeit, Arbeitsschwere, Arbeitshaltung, Mobilit&#228;t, Gef&#228;hrdungs- oder Belastungsfaktoren (z.B. Publikumsverkehr, Verletzungsgefahr, Akkordarbeit, Arbeiten in Hitze oder K&#228;lte, ggf. mit Schutzkleidung, besondere Arbeitszeiten wie Nachtarbeit oder Reiset&#228;tigkeit) sowie die psychomentale Belastbarkeit. Verteilzeiten sind Zeitanteile von Soll-Zeiten, die zur Abdeckung organisatorischer Unvollkommenheiten und f&#252;r die Erf&#252;llung menschlicher Bed&#252;rfnisse (Essen, Trinken, Toilettengang etc.) erforderlich sind. Die Verteilzeit besteht danach aus der Summe der Soll-Zeiten aller Ablaufabschnitte, die zus&#228;tzlich zur planm&#228;&#223;igen Ausf&#252;hrung eines Ablaufes durch den Menschen erforderlich sind. Die Verteilzeit l&#228;sst sich weiter in sachliche und pers&#246;nliche Verteilzeit  gliedern. Die sachliche Verteilzeit enth&#228;lt Sollzeiten f&#252;r sachliche Verrichtungen, die zus&#228;tzlich zur eigentlichen Arbeitsaufgabe anfallen, ber&#252;cksichtigt schicht- oder wochenkonstante Ablaufabschnitte und enth&#228;lt zus&#228;tzliche T&#228;tigkeiten und st&#246;rungsbedingte Unterbrechungen. Betriebsun&#252;bliche Pausen sind Pausen, die nach der Rechtsprechung das &#252;bliche Ma&#223; der Arbeitszeitunterbrechung in einem Betrieb &#252;berschreiten. M&#252;ssen zus&#228;tzliche betriebsun&#252;bliche Arbeitspausen eingelegt werden, und &#252;berschreitet dieser medizinisch begr&#252;ndete Pausenbedarf den Rahmen bestehender Pausenregelungen in Tarifvertr&#228;gen und Betriebsvereinbarungen, so kann dies zur Anerkennung einer Erwerbsminderung f&#252;hren.</Pgraph><Pgraph>Die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung sollte &#8211; je nach Behandlungsablauf &#8211; dann erfolgen, wenn m&#246;gliche Folgest&#246;rungen beurteilbar sind, z.B. zum Ende einer adjuvanten Chemotherapie oder Bestrahlung (z.B. im Rahmen einer onkologischen Rehabilitation). Sie ber&#252;cksichtigt hierbei in erster Linie langfristig zu erwartende funktionelle und psychosoziale Folgest&#246;rungen (Schmerzen, Gewichtsver&#228;nderungen, St&#246;rungen der k&#246;rperlichen Integrit&#228;t etc.). </Pgraph><Pgraph>Zusammenfassend sind folgende Aspekte f&#252;r die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung von Bedeutung:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">k&#246;rperliche und mentale Leistungsf&#228;higkeit</ListItem><ListItem level="1">krankheitsspezifische Folgest&#246;rungen und ihre Auswirkungen auf die letzte berufliche T&#228;tigkeit (&#8222;Bezugsberuf&#8220;) und das allgemeine Leistungsverm&#246;gen</ListItem><ListItem level="1">Tumorentit&#228;t &#47; Art der malignen Erkrankung, Erkrankungsstadium (Tumorgr&#246;&#223;e, Lymphknotenstatus, Resektionsstatus, Fernmetastasen)</ListItem><ListItem level="1">Krankheitsaktivit&#228;t&#47;Remissionsstatus, Rezidiv- bzw. Progressionswahrscheinlichkeit, wahrscheinliche Zeitdauer bis zum Eintritt der Progression</ListItem><ListItem level="1">Notwendigkeit einer medikament&#246;sen Dauerbehandlung mit potentiellen Nebenwirkungen</ListItem><ListItem level="1">Komorbidit&#228;ten</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Erkrankungsstadium und Krankheitsaktivit&#228;t spielen bei der Einsch&#228;tzung der sozialmedizinischen Prognose eine wesentliche Rolle, da diese Parameter in einem direkten Zusammenhang mit der Therapieintensit&#228;t und den daraus resultierenden Folgesch&#228;den stehen. Das initiale Erkrankungsstadium und der Remissionsstatus korrelieren daher zur sozialmedizinischen Prognose in Abh&#228;ngigkeit vom funktionalen Status nach Rehabilitation. Rezidiv oder Progression der Erkrankung verschlechtern hierbei die sozialmedizinische Prognose: je fr&#252;her nach dem Ende der Prim&#228;rbehandlung erneute Krankheitsaktivit&#228;t auftritt (insbesondere innerhalb der ersten zwei Jahre), desto aggressiver ist die Erkrankung und entsprechend weniger wahrscheinlich ist eine dauerhafte R&#252;ckkehr in die berufliche T&#228;tigkeit. Eine Wiedereingliederung nach der Rezidivbehandlung ist m&#246;glich, aber h&#228;ufig nur von kurzer Dauer. Tritt ein Rezidiv mehr als 2 Jahre nach der Prim&#228;rbehandlung auf, so folgt die sozialmedizinische Leistungsbeurteilung den gleichen Regeln wie bei einer Neuerkrankung. Bei einem zweiten Rezidiv liegt meist ein Leistungsverm&#246;gen &#60;3 Stunden f&#252;r jede T&#228;tigkeit vor.</Pgraph><Pgraph>Die berufliche Wiedereingliederung sollte sich direkt nach der Rehabilitation anschlie&#223;en, d.h., die Berufst&#228;tigkeit sollte innerhalb von vier Wochen nach dem Ende der Rehabilitation wieder aufgenommen werden, zumindest im Rahmen einer stufenweisen Wiedereingliederung. Voraussetzung f&#252;r eine stufenweise Wiedereingliederung ist, dass eine Mindestarbeitszeit von 2 Stunden pro Tag innerhalb von vier Wochen nach Abschluss der Rehabilitation erreicht werden kann. Dies ist h&#228;ufig dann nicht m&#246;glich, wenn die Prim&#228;rbehandlung nicht abgeschlossen ist, also fortgef&#252;hrt werden muss, z.B. durch zytostatische Chemotherapie oder Bestrahlung. Ggf. berufliche Rehabilitation, d.h. Hilfe bzw. Beratung zu Erhaltung&#47;Erlangung eines geeigneten Arbeitsplatzes, Berufsvorbereitung&#47;Praktika, beruflicher Ausbildung, Anpassung und Weiterbildung, ggf. erg&#228;nzend sonstige Hilfen, z.B. Kraftfahrzeughilfen.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung beim Magenkarzinom">
      <MainHeadline>Sozialmedizinische Leistungsbeurteilung beim Magenkarzinom</MainHeadline><Pgraph>Bezogen auf alle F&#228;lle sind ca. 15&#8211;20&#37; der Patienten mit Magenkarzinom unter 65 Jahren, stehen noch im Erwerbsleben. In Rehabilitationseinrichtungen sind durch Vorselektion bis zu 40&#37; unter 65 Jahren (Klinik Bad Oexen, Bad Oeynhausen: 746&#47;1849 Patienten im Zeitraum Januar 2000 bis Juli 2013).</Pgraph><Pgraph>Die Standardbehandlung beim Magenkarzinom ist die (sub-) totale Gastrektomie. Im Vordergrund der Funktionssch&#228;den stehen die Energieverwertungsst&#246;rung sowie damit einhergehend eine dauerhafte Tendenz zu Gewichtsverlusten. Durch Einschr&#228;nkungen bei der Energieaufnahme (Notwendigkeit der Einnahme vieler kleiner Mahlzeiten) ist es den Patienten h&#228;ufig nicht m&#246;glich, auf Dauer schwere k&#246;rperliche Arbeit auszuf&#252;hren. Auch m&#252;ssen sich die organisatorischen Abl&#228;ufe der beruflichen T&#228;tigkeit mit den Notwendigkeiten der Nahrungsaufnahme vereinbaren lassen. Die berufliche Reintegration variiert in Abh&#228;ngigkeit von den Besonderheiten der zuletzt ausgef&#252;hrten T&#228;tigkeit. Sie ist h&#228;ufig erschwert bei: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">T&#228;tigkeiten mit erh&#246;hter k&#246;rperlicher Belastung, z.B. Heben, Tragen und Bewegen von Lasten &#62;10&#8211;15 kg (problematisch wegen Postgastrektomiebeschwerden)</ListItem><ListItem level="1">T&#228;tigkeiten mit h&#228;ufig wechselnder, stehender oder b&#252;ckender Arbeitshaltung bzw. Arbeiten in Zwangshaltung in gebeugter K&#246;rperstellung (problematisch wegen Reflux)</ListItem><ListItem level="1">T&#228;tigkeiten mit h&#228;ufig wechselnden Arbeitszeiten oder als Berufskraftfahrer, insbesondere in Nacht-, Schicht- und Au&#223;endienst (problematisch wegen Einnahme von Zwischenmahlzeiten).</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Nach Behandlung wegen eines Magenkarzinoms besteht ein Pausenbedarf von ca. 5 bis 10 Minuten alle 2,5 bis 3 Stunden zur Einnahme von Zwischenmahlzeiten (ggf. im Rahmen der pers&#246;nlichen Verteilzeit). </Pgraph><Pgraph>Bei stabiler Nahrungspassage (keine Stenosen) und Energieverwertung (keine Fettst&#252;hle) und potenziell kurativer Behandlung sind die Patienten rasch wieder leistungsf&#228;hig, vorausgesetzt, das Anforderungsprofil der letzten beruflichen T&#228;tigkeit beinhaltet nur wenige k&#246;rperliche Belastungen und Zwischenmahlzeiten k&#246;nnen ohne Schwierigkeiten eingehalten werden. </Pgraph><Pgraph>Es gelten folgende Erw&#228;gungen:</Pgraph><Pgraph>Gute Aussichten f&#252;r R&#252;ckkehr in die bisherige berufliche T&#228;tigkeit:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">j&#252;ngeres Alter</ListItem><ListItem level="1">kleiner Tumor</ListItem><ListItem level="1">Tumorstadium N0 L0 V0 R0 M0</ListItem><ListItem level="1">weniger invasive Therapie</ListItem><ListItem level="1">hoher Bildungsstand</ListItem><ListItem level="1">T&#228;tigkeit ohne k&#246;rperliche Belastung</ListItem><ListItem level="1">keine (gr&#246;&#223;eren) Ern&#228;hrungsst&#246;rungen mehr</ListItem><ListItem level="1">Gewicht stabil </ListItem><ListItem level="1">keine T&#228;tigkeit mit h&#228;ufigem B&#252;cken</ListItem><ListItem level="1">keine T&#228;tigkeit, die Schwindelfreiheit voraussetzt</ListItem><ListItem level="1">Toilette leicht vom Arbeitsplatz aus erreichbar</ListItem><ListItem level="1">kein Au&#223;endienst, keine Wechselschicht&#47;Nachtschicht</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>H&#246;heres Risiko einer Berufs-&#47;Erwerbsunf&#228;higkeit:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">h&#246;heres Lebensalter</ListItem><ListItem level="1">gro&#223;er Tumor, fortgeschrittenes Tumorstadium (N&#43;, R1, M1)</ListItem><ListItem level="1">invasivere Therapie</ListItem><ListItem level="1">niedriger Bildungsstand</ListItem><ListItem level="1">T&#228;tigkeit mit k&#246;rperlicher Belastung</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Problematisch:</Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">T&#228;tigkeiten ohne die M&#246;glichkeit der Einnahme von Zwischenmahlzeiten</ListItem><ListItem level="1">T&#228;tigkeiten mit hoher k&#246;rperlicher Belastung</ListItem><ListItem level="1">T&#228;tigkeiten mit h&#228;ufigem B&#252;cken&#47;Zwangshaltungen in gebeugter K&#246;rperhaltung</ListItem><ListItem level="1">Dumping-Syndrom &#47; Reflux plus T&#228;tigkeit mit <TextGroup><PlainText>B&#252;cken &#47;</PlainText></TextGroup> hoher k&#246;rperlicher Belastung</ListItem><ListItem level="1">T&#228;tigkeiten, die Schwindelfreiheit voraussetzen</ListItem><ListItem level="1">T&#228;tigkeit ohne Toilette in der N&#228;he, sofern dauerhafte Tendenz zum Durchfall besteht</ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Ist ein Patient potenziell kurativ behandelt und kann die bisherige T&#228;tigkeit nicht mehr ausge&#252;bt werden, so sollte gepr&#252;ft werden, ob eine betriebsinterne Umsetzung auf einen anderen Arbeitsplatz m&#246;glich ist. Alternativ kommt ggf. auch eine Umschulung (Dauer im Regelfall 2 Jahre) in Betracht.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Erwerbsminderung">
      <MainHeadline>Erwerbsminderung</MainHeadline><Pgraph>Eine Erwerbsminderung liegt vor, wenn sowohl f&#252;r die zuletzt ausge&#252;bte T&#228;tigkeit als auch f&#252;r jede andere T&#228;tigkeit ohne k&#246;rperliche Belastung ein Leistungsverm&#246;gen von weniger als 3 Stunden pro Tag gegeben ist. Die Diagnose einer malignen Erkrankung bedingt nicht automatisch eine Erwerbsminderung, sie ist nur anzunehmen bei sehr weit fortgeschrittener Erkrankung mit multiplen Metastasierungen bzw. bei mehrfachem Rezidiv und&#47;oder ausgepr&#228;gten langfristigen Funktions-&#47;Folgest&#246;rungen. Bei unklarem Krankheitsverlauf und aktuell aufgehobenem Leistungsverm&#246;gen ist von einer zeitlich befristeten Leistungsminderung auszugehen. Verl&#228;ngert sich die Rekonvaleszenzphase &#252;ber einen Zeitraum von mehr als eineinhalb Jahren nach Diagnosestellung, so endet bei abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten der Bezug von Krankengeld (&#8222;Aussteuerung&#8220;), so dass dann bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen (Versicherungsdauer, relevante Folgest&#246;rungen mit entsprechenden Einschr&#228;nkungen) der Rentenversicherungstr&#228;ger eine halbe oder volle Erwerbsminderungsrente auf Zeit anerkennen kann. L&#228;sst sich w&#228;hrend der Zeitrente das Leistungsverm&#246;gen nicht wesentlich bessern und besteht dar&#252;ber hinaus unter Ber&#252;cksichtigung der Aktivit&#228;t der malignen Erkrankung bzw. von Komorbidit&#228;ten eine schlechte sozialmedizinische Prognose, so wird im weiteren Verlauf zumeist eine Erwerbsminderungsrente auf Dauer anerkannt. Von einer Erwerbsminderung auf Dauer kann ausgegangen werden, wenn aus &#228;rztlicher Sicht eine dauerhafte Besserung unwahrscheinlich ist. Das d&#252;rfte bei sehr weit fortgeschrittener Krebserkrankung, bei der alle Behandlungsoptionen ausgesch&#246;pft sind, oder bei nicht befriedigend therapierbaren Begleit-&#47;Folgeproblemen der Fall sein.</Pgraph></TextBlock>
    <TextBlock linked="yes" name="Anmerkungen">
      <MainHeadline>Anmerkungen</MainHeadline><SubHeadline>Interessenkonflikte</SubHeadline><Pgraph>Die Autoren erkl&#228;ren, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.</Pgraph></TextBlock>
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          <MediaNo>1</MediaNo>
          <MediaID>1</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 1: Klassifikation und Stadieneinteilung des Magenkarzinoms</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 2: UICC- und TNM-Stadien</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <MediaID>3</MediaID>
          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 3: Anhaltspunkte zur Quantifizierung von Leistungseinschr&#228;nkungen in Abh&#228;ngigkeit von der Beeintr&#228;chtigung wichtiger Organsysteme</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 4: H&#228;ufige Funktionssch&#228;den nach Therapie wegen Magentumors</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 5: Di&#228;tetische Ma&#223;nahmen zur Verh&#252;tung bzw. Verringerung eines Dumping-Syndroms</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 6: Einteilung der sensorischen Neuropathie anhand der &#8222;Common Toxicity Criteria&#8220; (CTC) des National Cancer Institute (NCI)</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 7: Diagnosekriterien des Fatigue-Syndroms. Mindestens 6 der 11 genannten Symptome m&#252;ssen vorhanden sein.</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 8: Psychosoziale und berufsbezogene Basisdiagnostik: Testinstrumente</Mark1></Pgraph></Caption>
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          <Caption><Pgraph><Mark1>Tabelle 9: REFA-Klassifikation der Arbeitsschwere &#8211; Differenzierung der Belastung</Mark1></Pgraph></Caption>
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